MGEN-Podcast 2019.03: Die Braut reinigen

Willkommen zu Man Glaubt Es Nicht!, dem Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Die aktuelle Folge findet ihr weiter unten in diesem Artikel, per RSS, Spotify, iTunes oder SoundCloud.

Unsere Themen:

  • (05m52s) Gesundheitsminister Jens Spahn sabotiert Sterbehilfe für unheilbar Kranke (Quelle: tagesschau.de)
  • (15m05s) Endlich erwiesen: Atheisten sind doof (Quelle: kathpress.at)
  • (18m59s) Updates zu Kindesmissbrauch durch die Kirche: „Gott liebt alle Kinder – Wir auch!“
    • Missbrauch in Frankreich: Urteil gegen Erzbischof von Lyon Philippe Barbarin (Quelle: tagesspiegel.de)
    • Französische Staatsanwaltschaft fordert Aufhebung der diplomatischen Immunität des päpstlichen Gesandten Luigi Ventura (Quelle: spiegel.de)
    • Missbrauch in Polen: Mindestens 625 Opfer und 382 Täter (Quelle: ORF)
    • Missbrauch in Indien: Nonnen werden durch Priester missbraucht (Quellen: faz.net, The Hindu)
    • Missbrauch in Köln (Quelle: Der Westen)
    • Studie der Universität Ulm: Viel mehr Opfer als gedacht (Quellen: welt.de, MGEN)
    • Urteil gegen Kardinal George Pell, Vatikan-Finanzminister (Quelle: nzz.ch)
    • Papst Franziskus: Missbrauchsskandal ist Reinigung der Kirche (Quelle: katholisch.de)
    • Limburger Bischof Georg Bätzing schiebt Homosexuellen unauffällig die Verantwortung zu (Quelle: kath.net)
    • Monsignore Nicola Bux, Berater der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse, ist deutlich direkter (Quelle: kath.net)
  • (53m34s) Definitionsstündchen „Wissenschaft“
  • Exkurs: Homöopathie, Argumente für
  • (1h16m39s) Hörer beschimpfen Podcaster: Wir sind alle Affen, außerdem: Missbrauch auch in der Evangelischen Kirche

Fragen oder Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an mgenblog@gmx.de. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes und abonniert ihn bei

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MGEN-Podcast 2019.02: Schwarze Seelen

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Unsere Themen:

  • (5m00s) Da sitzt die Pappnase schief: Kirche segnet Karnevalswagen (Quelle: express.de)
  • (10m40s) Der heilige Kaffeelöffel quirlt nicht mehr: Sektengründerin Uriella ist tot (Quellen: nzz.ch, Wikipedia, Uriella rührt Badewasser auf Youtube)
  • (19m46s) Manche Trends sind noch schlimmer als andere: Christen-Rap (Quelle: facebook.de)
  • (23m53s) Staatsleistungen für tote Fürstbischöfe: Auch 2018 wieder ein Rekord (Quelle: faz.net)
  • (32m02s) Kirchliches Arbeitsrecht: Nun auch ein deutsches Urteil (Quelle: SPON)
  • (36m14s) MGEN-Prophetenradar: „Putin ist mein Enkel“ (Quellen: Geschlossene Fan-Gruppe bei facebook.de, befreit bei Imgur und Imgur)
  • (43m32s) Das Betnetzwerk des Papstes: Click-2-Pray (Quellen: Google Play, Apple Store)
  • (47m26s) Gemeinsame Kaffeeküche: In Berlin wird ein „House of One“ gebaut (Quelle: Deutschlandfunk)
  • (54m41s) Neues zum Kindesmissbrauch durch die Kirche

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„Bin selber geschockt!“ — Neuer Jesus offenbart sich der Welt

Oft lernt man überraschende Dinge über andere Menschen: Es gibt Leute, die freiwillig Fallschirm springen, andere machen Winterurlaub in Schottland. Manchmal lernt man sogar überraschende Dinge über sich selbst. Wie zum Beispiel, dass man ohne zu Stammeln vor Publikum sprechen kann, (angeblich) einen Tanzstil hat wie Jack Nicholson, oder dass man auch nach sechs Cognac noch einwandfrei Fahrrad fahren kann. Wie überrascht muss wohl dieser Blogger gewesen sein, als er eines Tages plötzlich gemerkt hat, dass er die Reinkarnation von Jesus ist? Er schreibt „Ich bin selber geschockt davon, dass ich das sein soll.“

Dabei sind die von ihm gesammelten Beweise erdrückend, hier eine Auswahl:

  1. „Ich kam mit ca 33 1/2 Jahre (genauer 33 Jahre 241 Tage) aus meiner Blokade […] Angefangen zu grübeln hat ich aber schon eine Woche vorher begonnen, da war ich EXAKT 33 Jahre 33 Wochen und 3 Tage alt“
  2. „Es steht Gott wird einen NEUEN Namen haben daher heiße ich nicht Jesus aber Friedensbringer bzw. Julius“
  3. „Ich habe vor dem Entdecken der Parallelen […] Zimmermannsarbeiten gemacht“
  4. „Ich hab zwar nicht die Statur von Jesus damals, aber trag seit er mir wächst einen Bart — seh den Bildern von ihm zumindest ähnlich“
  5. „Ich kam mit dem Gesicht zum Himmel gerichtet zur Welt“
  6. „Ich bin noch Jungfrau, was Jesus wohl dann auch damals blieb“

Wir beim MGEN-Prophetenradar sind der Ansicht, dass insbesondere der letzte Punkt für die Motivationslage sich selbst entdeckender Übermenschen eine besonders wichtige Rolle zu spielen scheint. Der Aspirant macht sich daher weitere Gedanken, ob die üblichen Heiratsregeln auch für ihn als Jesus gelten sollten: „Weiter steht: Auch der König soll nicht VIELE Fraun haben. Was bedeutet VIELE? Sind DREI viele?“ — Aber, bitte, damit hier kein falscher Eindruck entsteht: „Es geht mir da ja nicht nur um den Spass, den man beim Zeugen hat; ich würde auch gern real Vater werden.“

Okay, alles in allem ist die Beweislage wohl erdrückend. Doch damit nicht genug, auch Außerirdische sind bei der Menschwerdung unseres Jesus 2.0 im Spiel:

Ich habe vor kurzem nochmal etwas Extremes entdeckt, das ich jetzt hier oben schreib: Es war meine Zeugung sehr wahrscheinlich am 15.8.1977 […, dem Tag] als das EINZIGE außerirdische Signal gemessen wurde — es wird Wow Signal genannt. […] Wie kann das Zufall sein, nachdem was sonst alles passt, dass ich ausgerechnet da gezeugt worden bin als ein außerirdisches Signal (= Göttliches Signal) die Erde traf???

Stimmt, das kann unmöglich Zufall sein. Doch nicht alle bringen dem neuen Sendboten Gottes den gebührenden Respekt entgegen: „Ich werd von Atheisten verspottet weil das, was ich schreibe, wirr ist.“ Und das, obwohl doch offensichtlich sein sollte, dass „ein wirrer fragender aber RICHTIGE Prophet auch dann wirr fragend ist mit dem was er schreibt.“

MGEN-Podcast 2019.01: Genderprogrammierung in der Hasskrise

Chinesischer Jesus in Notre-Dame de Paris in Paris bei Frankreich

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Kindesmissbrauch durch die Kirche – Wie hoch sind die Opferzahlen wirklich?

Die Studie zum systematischen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, in Auftrag gegeben von der Deutschen Bischofskonferenz und nach ihren Weisungen durchgeführt von den Universitäten Münster, Heidelberg und Gießen, hat gezeigt, dass innerhalb der Kirche mindestens 1.670 Kleriker als Missbrauchsbeschuldigte aktenkundig wurden, und mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche nach Lage der Akten zu Opfern wurden. Mindestens 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben.

Schon bei dieser Zusammenfassung fällt auf, wie häufig das Wort „mindestens“ auftaucht. Und in der Tat schreiben auch die Forscher selbst, dass das Dunkelfeld des Kindesmissbrauchs vermutlich sehr groß sei und die wahren Zahlen erfahrungsgemäß „deutlich höher“ lägen. Die 3.677 Opfer sind also eine absolute Untergrenze — Wir wissen jetzt, dass es auf keinen Fall weniger sein können. Es bietet sich an ein paar Überlegungen anzustellen, wie hoch die reale Zahl der Opfer wohl sein könnte.

Hat sich die Kirche damals um Aufklärung bemüht?

Doch zuerst die Frage, wie die Kirche im Laufe der Jahre beim Bekanntwerden von Vorwürfen jeweils reagiert hat. Vielleicht wurde ja vorbildlich aufgeklärt, mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet und die Täter zügig und effektiv bestraft. In diesem Fall wäre die zu vermutende Fallzahl der von den Forschern festgestellten Mindestzahl schon recht nahe.

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MGEN-Podcast 2018.12: Die Wertedebatte

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MGEN-Podcast 2018.11: Der moderne Heide

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  • Mehr religiöse Hassverbrechen, weniger Berichte in den Medien
  • Bischof Vorderholzer erklärt logisches Denken
  • Die Kandidaten zum CDU-Vorsitz äußern sich zu Religion und Glauben
  • Endlich steht fest: Atheisten nerven!
  • Das Bistum Trier hat hart nachgedacht und einen Superplan entwickelt
  • Der Malteserorden: Nichtstaatliche Völkerrechtssubjekte mit Kreuz im Wappen
  • Podcaster beschimpfen Podcaster: Der Kommentar der Ketzer 2.0 zum MGEN-Beitrag über Juden in Florida

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November ist Kirchenaustrittsmonat

Falls ihr jemanden kennt, der mit dem Gedanken spielt aus der Kirche auszutreten, oder jemanden, der im kommenden Jahr 2019 zum ersten Mal ein steuerpflichtiges Gehalt bekommt: November ist Kirchenaustrittsmonat.

Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer ist die Lohn- bzw. Einkommensteuer. Der Kirchensteuersatz beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 %, in allen anderen Bundesländern 9 % der Einkommensteuer. (kirchenaustritt.de)

Die Kirchensteuer wird immer anteilig vom Jahreseinkommen erhoben. Falls also jemand in 2019 zum ersten Mal ein regelmäßiges Gehalt bekommt oder eine Gehaltssteigerung oder Einmalzahlung absehbar ist, wirkt sich das spürbar auf die Steuerlast aus. Die Rechnung geht so: Wenn ihr ab 1. Juli 2019 Gehalt bekommt und erst zum 30. Juni aus der Kirche austretet, seid ihr nicht etwa aus dem Schneider, sondern müsst auf euer Jahresgehalt 6/12 der jährlichen Kirchensteuer zahlen.

Zur Erklärung der Details hier Matthias “Skydaddy” Krause, der sich in Kirchenfinanzfragen vorzüglich auskennt:

1.) In vielen Bundesländern endet die Kirchensteuerpflicht erst mit Ablauf des auf den Kirchenaustritt folgenden Monats. Wer also erst im Dezember austritt, ist im Januar des Folgejahres noch kirchensteuerpflichtig.

2.) Die Kirchensteuer wird nicht von den monatlichen Einkünften erhoben, sondern anteilig vom Jahreseinkommen. Für jeden Monat, in dem man kirchensteuerpflichtig war, ist ein Zwölftel der „regulären“ Kirchensteuer zu zahlen (wenn man das ganze Jahr über Mitglied gewesen wäre).

Ebenso gilt für Ehen oder Lebenspartnerschaften: Ist in einer Ehe der eine Partner Mitglied einer Kirche, kann dem anderen Partner – obwohl er/sie nicht Mitglied ist – das “Besondere Kirchgeld” in Rechnung gestellt werden. Besonders dreist ist dabei, dass die katholische Kirche, die ja die Gleichstellung  homosexueller Paare generalstabsmäßig (wenn auch im Endeffekt erfolglos) hintertreibt, auch für die noch verbliebenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften das Besondere Kirchgeld eintreiben lässt.

Wie genau trete ich aus der Kirche aus? –> Hier!

Wie bereits anderswo beschrieben: Ein schlechtes Gewissen braucht niemand zu haben, denn die Kirchensteuer wird zum größten Teil für die interne Verwaltung der Kirchenhierarchie verwendet. Soziale Einrichtungen tragen zwar oft kirchliche Namen, werden aber zum allergrößten Teil unabhängig von der Kirchensteuer vom Staat finanziert. Bischöfe werden als Spitzenbeamte ebenfalls zusätzlich zur Kirchensteuer direkt von den Bundesländern bezahlt. Kohle hat die Kirche auch ohne die Extrasteuer noch genug.

(Das Material für diesen Artikel wurde schamlos übernommen von Matthias „Skydaddy“ Krause. Die „November ist Kirchenaustrittsmonat“-Initiative ist seine Idee. Bitte helft sie bekannter zu machen.)

MGEN-Podcast 2018.09: Brotgesicht

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  • 04m23s: Studie zum Kindesmissbrauch in der Kirche: Siebzig Jahre und nix gelernt
  • 28m35s: Gespräch mit Mirco Kramer, dem bayerischen Landesvorsitzenden der Partei der Humanisten
  • 1h00m17s: Breadfacing: Wir haben den internationalen Esoterik-Wellness-Trend entdeckt und sind jetzt eins mit dem Universum
  • 1h07m05s: Der Malteserorden: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta
  • 1h20m52s: Definitionsstündchen: Der Heilige Geist

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MGEN-Podcast 2018.07: Eingeschneit

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Unsere Themen:

  • 4m35s: Kirchenaustritte 2017 und deren bizarre Interpretation der Süddeutschen Zeitung
  • 9m50s: Das moralische Konundrum: Die jüdische Gemeinde in Hallandale Beach und ihre Probleme mit der Zahnseide (Ist der Eruv erst ruiniert…)
  • 26m11s: Das philosophische Quartett: Thesen zur Religionsentstehung von Pascal Boyer
  • 54m25s: MGEN quatscht: Die Entstehung des Lebens mit Jan Sütterlin
  • 1h44m03s: Hörer beschimpfen Podcaster: Ein Tropfen auf das heiße Bein

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