MGEN 151: Adveniat: Langjähriger Geschäftsführer ist Missbrauchstäter

Er galt als strahlendes Vorbild, als Lichtgestalt der Kirche: Der langjährige Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Emil Stehle. Was die Kirche seit 2003 vertuscht: Bischof Stehle hat seine Machtposition als Kirchenfürst gewohnheitsmäßig und über Jahrzehnte hinweg ausgenutzt und junge Frauen mit Alkohol gefügig gemacht und dann sexuell missbraucht. Seitdem seine Masche über Umwege bekannt wurde, melden sich immer mehr von Stehles Opfern.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass Bischof Stehle mit konspirativen Mitteln eine Art Rattenlinie aufgezogen hat, mit der er systematisch in Deutschland allzu sehr aufgefallene Pädopriester nach Südamerika auf der Schusslinie geschafft hat.

Martina, Till und Oliver sind entsetzt: Wie kann es sein, dass Bischof Stehles Umfeld jahrzehntelang Bescheid wusste, aber nie jemand versucht hat die jungen Frauen zu schützen, geschweige denn die Pädopriester vor Gericht zu bringen? Wieso haben Kardinal Marx und der Bischof von Freiburg Stephan Burger bis zu Stehles Tod 2017 ihre Hand über ihn zu halten? Hat sogar der Vatikan Stehles Pädo-Verschiebung bewusst in Kauf genommen oder sogar gefördert?

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MGEN 150: Kirchensteuern 2021 — Rekordeinnahmen trotz Massenaustritten

Die Kirchen melden triumphierend Rekordeinnahmen aus der Kirchensteuer; Gewohnheitsmäßiger sexueller Missbrauch, Massenaustritte — alles kein Problem! Während die Kirchen jubeln, mahnen Politiker gewichtig an: Ohne die Kirchensteuer können in Deutschland wichtige soziale Einrichtungen nicht betrieben werden.

Gast Adrian, Martina und Oliver diskutieren die Kirchensteuereinnahmen 2021 und die Äußerungen von Kirche und Politikern, und schauen sich dann genauer an: Wird die Kirchensteuer wirklich für soziale Zwecke ausgegeben? Oder könnten weltanschaulich neutrale Träger oder sogar der Staat die Aufwendungen für hilfsbedürftige Leute deutlich billiger selbst übernehmen?

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MGEN 149: Kirchentag in Düsseldorf — 20 Millionen für die Kirche

Wir sprechen mit Adrian von The Adrian Reason (Instagram/Youtube/Twitter) über den Kirchentag 2027 in Düsseldorf, dessen geplanten Ablauf und die Finanzierung durch allgemeine Steuermittel durch Stadt, Land und Bund. Nein, die Kirchen zahlt ihre Kirchentage nicht durch ihre eigenen Kirchensteuermittel, sondern aus dem allgemeinen Haushalt — die Christen lassen sich ihre partikulär-religiösen Feste also auch von Atheist:innen, Muslim:innen und Jüd:innen spendieren. Adrian erzählt uns, wie CDU und SPD in Düsseldorf sich selbst in die Tasche lügen, und was der Düsseldorfer Aufklärungsdienst dagegen unternimmt.

Und, klar, weil wir eben wir sind, bleiben nicht beim Thema, sondern reden auch über Esoteriker, Ex-Muslime und Begegnungen der Dritten Art mit Richard Dawkins.

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MGEN 148: Priester im Verschwörungswahn

Das Erzbistum Paderborn haut mit der Faust auf den Tisch und zieht den Pastor Frank Unterhalt aus dem Verkehr. Der Kirchenmann ist Sprecher des Priesterkreises „Communio Veritatis“, auf deren Webseite er regelmäßig böswilligen Verschwörungswahn verbreitet. Da geht es um die infame „Corona-Lüge“, heimtückische Freimaurer, kriminelle Homosexuelle – der übliche Christenwahn, aber in besonders destillierter Form.

Bei genauerer Betrachtung kommen dann aber doch viele Fragen auf: Wieso wimmelt das Erzbistum monatelang Hinweise auf den Hassprediger ab und tut mal lieber gar nix? Wieso muss sich erst ein Sturm wütendes Protests innerhalb der Kirche erheben, bevor sich Erzbischof Becker bequemt, nicht näher spezifizierte „Sanktionen“ auszusprechen? Und das auch nur gegen Pastor Unterhalt selbst — Was ist mit den anderen, vermutlich ebenso Hass verbreitenden Mitgliedern seines Priesterkreises?

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MGEN 134: Woelki ist wieder da

Große Aufregung in Köln: Nach seiner vom Papst verordneten „geistlichen Auszeit“ ist Kardinal Rainer Maria Woelki wieder in der Stadt und hat die Kontrolle im Erzbistum wieder übernommen. Aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen sind die kirchlichen Funktionsträger davon enorm überrascht und entsetzt. Ist das ehrlicher Protest, oder versucht man sich bei den Schäfchen beliebt zu machen — vielleicht um noch mehr Kirchenaustritte zu verhindern?

Olivers fasst die Causa Woelki kurz zusammen, beantwortet die Frage „Was macht ein Erzbischof in den Ferien?“ und schaut sich den Zwergenaufstand der Zweite-Reihe-Kirchenmänner im Detail an.

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MGEN 132: Bischof Bätzing und das Wunder der Forschung

Till stellt ein Interview vor, das die FAZ mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing geführt hat. Das Interview streift einen bunten Strauß von Themen, u.a. verkündet Bischof Bätzing, dass er in Corona-Fragen der Bundesregierung und der Wissenschaft vertraut — und nicht etwa seinem Gott oder Jesus. Allerdings, so der Kirchenfürst, müsse man die Forschung schon als göttliches Wunder akzeptieren. Für den kirchlichen Massenmissbrauch, das stellt Bätzing klar, sieht er sich nicht verantwortlich. Und deswegen die Strukturen der Kirche zu reformieren — das ginge dann doch zu weit.

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MGEN 131: Die Unterscheidung der Geister

Manchmal denkt man einfach so vor sich hin und hat eine Idee, stimmt’s? „Nein“ sagt der Papst und mit ihm die katholischen Bischöfe und der Jesuiten-Orden. Ideen können zwar von der denkenden Person selbst stammen, aber genauso gut von Gott — oder dem Teufel. Um auszuschließen, dass der böse Geist Entscheidungen von Papst und Bischöfen beeinflusst, hat der Jesuiten-Orden ein todsicheres Verfahren zur Gedankenanalyse entwickelt: Die „Unterscheidung der Geister“.

Oliver hat sich durch seitenweise theologisches Geschwafel gewühlt, stellt uns das Jesuiten-Verfahren vor und findet Beispiele für seine Anwendung. Es stellt sich heraus: Ja, die Kirchenfürsten glauben wirklich, dass ihre Ideen und Gedanken von Gott und Teufel stammen, und treffen Entscheidungen zur Zukunft der Kirche und ihres Riesenvermögens auf Basis der „Unterscheidung der Geister“.

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MGEN 130: Bistum Trier: Massenmissbrauch an Frauen und Kindern

Schon seit Jahren ist bekannt, dass das Bistum Trier ein Sumpf der sexuellen Gewalt ist. Die Verantwortlichen, unter ihnen der Bischof von Trier und Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche, Bischof Ackermann, der heutige Erzbischof von München Kardinal Marx und der heutige Limburger Bischof Bätzing tun weiter so, als wären sie und ihre Kirche die eigentlichen Opfer. Aus etwas merkwürdigen Gründen – aber immerhin – ermittelt der SPIEGEL in Trier und berichtet ausführlich über den Trierer Missbrauchssumpf.

Martina stellt die Ermittlungen des SPIEGEL vor. Oliver kann sich vor Zorn kaum halten.

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MGEN 129: Münchener Missbrauchsstudie belastet Marx und Ratzinger — „Die Bilanz des Schreckens“

Die Rechtsanwaltskanzlei Westphal Spilker Wastl hat den Massenmissbrauch im Erzbistum München untersucht. Im Gegensatz zu weichgespülten Gefälligkeitsgutachten in anderen Bistümern platzt den Münchener Anwälten der Kragen — sie sagen wirklich, was Sache ist. Sämtliche seit dem Krieg amtierenden Erzbischöfe werden schwer belastet, inklusive Kardinal Reinhard Marx sowie der ehemalige Erzbischof von München und Ex-Papst Benedikt XVI, Kardinal Joseph Ratzinger.

Martina und Oliver stellen die Studie vor und diskutieren das Ausmaß des Verbrechens.

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MGEN 128: Das Ende der christlichen Mehrheit – Tills Presseschau

Die FAZ ist nicht glücklich. Gegen Ende des Jahres 2021 stellten die in den Großkirchen organisierten Christen zum ersten Mal nicht mehr die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Um zu retten, was zu retten ist, gibt die FAZ eine breit angelegte Allensbach-Umfrage in Auftrag und sucht in den Ergebnissen nach Lichtblicken: Ja, viele Deutsche singen immer noch Weihnachtslieder. Ja, mehr Deutsche glauben an Engel als an Gott (?). Einige Deutsche glauben sogar, dass Jesus der „Sohn Gottes“ sei. Aber alles in allem, konstatiert die FAZ, ist das Christentum auf dem absteigenden Ast: Zuerst verlieren die Menschen den Glauben an die christlichen Geschichtchen und Regeln, dann die Kirchenmitgliedschaft und schließlich die christlich-kulturelle Prägung.

Till und Oliver machen einen Sekt auf.

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