MGEN 135: Evangelikale oder EKD — Wer ist geiler?

Die Offiziellen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind ratlos: Aus für sie völlig unverständlichen Gründen treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus, einige von ihnen wechseln zu evangelikalen Pfingst- und Freikirchen. Kann es sein, fragen sich die Kirchenoberen, dass die kleine, schnittige Konkurrenz einfach geiler ist als wir?

Till stellt einen FAZ-Artikel und eine Studie vor, mit der die EKD untersuchen lässt, warum das Gemeindeleben in evangelikalen Kirchen irgendwie — tja — lebendiger ist als bei ihnen selbst. Martina und Oliver rollen die Augen: Wollt ihr engagierte Mitglieder, dann sollte die Kundschaft freiwillig zu euch kommen, und nicht durch Geburt zwangsbeglückt werden.

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MGEN 134: Woelki ist wieder da

Große Aufregung in Köln: Nach seiner vom Papst verordneten „geistlichen Auszeit“ ist Kardinal Rainer Maria Woelki wieder in der Stadt und hat die Kontrolle im Erzbistum wieder übernommen. Aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen sind die kirchlichen Funktionsträger davon enorm überrascht und entsetzt. Ist das ehrlicher Protest, oder versucht man sich bei den Schäfchen beliebt zu machen — vielleicht um noch mehr Kirchenaustritte zu verhindern?

Olivers fasst die Causa Woelki kurz zusammen, beantwortet die Frage „Was macht ein Erzbischof in den Ferien?“ und schaut sich den Zwergenaufstand der Zweite-Reihe-Kirchenmänner im Detail an.

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MGEN 132: Bischof Bätzing und das Wunder der Forschung

Till stellt ein Interview vor, das die FAZ mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing geführt hat. Das Interview streift einen bunten Strauß von Themen, u.a. verkündet Bischof Bätzing, dass er in Corona-Fragen der Bundesregierung und der Wissenschaft vertraut — und nicht etwa seinem Gott oder Jesus. Allerdings, so der Kirchenfürst, müsse man die Forschung schon als göttliches Wunder akzeptieren. Für den kirchlichen Massenmissbrauch, das stellt Bätzing klar, sieht er sich nicht verantwortlich. Und deswegen die Strukturen der Kirche zu reformieren — das ginge dann doch zu weit.

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MGEN 131: Die Unterscheidung der Geister

Manchmal denkt man einfach so vor sich hin und hat eine Idee, stimmt’s? „Nein“ sagt der Papst und mit ihm die katholischen Bischöfe und der Jesuiten-Orden. Ideen können zwar von der denkenden Person selbst stammen, aber genauso gut von Gott — oder dem Teufel. Um auszuschließen, dass der böse Geist Entscheidungen von Papst und Bischöfen beeinflusst, hat der Jesuiten-Orden ein todsicheres Verfahren zur Gedankenanalyse entwickelt: Die „Unterscheidung der Geister“.

Oliver hat sich durch seitenweise theologisches Geschwafel gewühlt, stellt uns das Jesuiten-Verfahren vor und findet Beispiele für seine Anwendung. Es stellt sich heraus: Ja, die Kirchenfürsten glauben wirklich, dass ihre Ideen und Gedanken von Gott und Teufel stammen, und treffen Entscheidungen zur Zukunft der Kirche und ihres Riesenvermögens auf Basis der „Unterscheidung der Geister“.

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MGEN 128: Das Ende der christlichen Mehrheit – Tills Presseschau

Die FAZ ist nicht glücklich. Gegen Ende des Jahres 2021 stellten die in den Großkirchen organisierten Christen zum ersten Mal nicht mehr die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Um zu retten, was zu retten ist, gibt die FAZ eine breit angelegte Allensbach-Umfrage in Auftrag und sucht in den Ergebnissen nach Lichtblicken: Ja, viele Deutsche singen immer noch Weihnachtslieder. Ja, mehr Deutsche glauben an Engel als an Gott (?). Einige Deutsche glauben sogar, dass Jesus der „Sohn Gottes“ sei. Aber alles in allem, konstatiert die FAZ, ist das Christentum auf dem absteigenden Ast: Zuerst verlieren die Menschen den Glauben an die christlichen Geschichtchen und Regeln, dann die Kirchenmitgliedschaft und schließlich die christlich-kulturelle Prägung.

Till und Oliver machen einen Sekt auf.

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MGEN 127: Jesuit Klaus Mertes über ’schlüpfrige Bemerkungen‘

Der Jesuit Klaus Mertes äußert sich zum Massenmissbrauch und den Umgang der Kirche mit kriminellen Priestern. Möglicherweise fordert er ein Ende des Missbrauchs, eine Aufklärung vergangener Taten und konsequente Bestrafung der Pädotäter? — Immerhin ist er als ehemaliger Rektor einer Missbrauchsschule ja deutschlandweit als großer Aufklärer bekannt, hat sogar von Bundespräsident Steinmeier ein Bundesverdienstkreuz umgehängt bekommen.

Aber weit gefehlt: Klaus Mertes mahnt mehr Rücksicht im Umgang mit Missbrauchspriestern an, hält die deutschen Bischöfe für viel zu streng und – besonders perfide – versucht dem Publikum mit schönen Worten einzureden, dass heute schon „jedes Im-Ton-Vergreifen, jede schlüpfrige Bemerkung“ als Kindesmissbrauch gewertet werde. Wird hier noch die Wahrheit verdreht oder schon gelogen? – Oliver und Till sind unsicher.

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MGEN 126: Kirche als Täterorganisation und religionsfreie Eide – Tills Presseschau

Till hat sich in der deutschen Qualitätspresse umgeschaut und zwei subtil absurde Artikel gefunden: In einer Zuschrift an die FAZ empört sich ein Leserbriefschreiber mit beeindruckendem P*nis akademischen Titel darüber, dass ein hoher Kirchenmann die Kirche als „Täterorganisation“ bezeichnet (und damit mäßig subtil an Kardinal Woelkis goldenem Thron sägt). Im zweiten Teil denkt die Süddeutsche Zeitung in einem in Quadratmetern zu messendem Artikel darüber nach, was sich die Mitglieder des neuen Bundeskabinetts beim Schwur auf die Verfassung wohl beim Weglassen der Invokation des Christengottes gedacht haben — und kommt zu dem Schluss: Gar nichts, muss wohl eher Zufall gewesen sein.

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MGEN 121: Kirchenfinanzen in Deutschland und Frankreich – Ein Vergleich

In Frankreich sind Religion und Regierung getrennt, während sich in Deutschland Staat und Kirche eng umschlungen in den Armen liegen. Wie wirkt sich so ein Staat-Kirche-Verhältnis auf die Kirchenfinanzen aus?

Martina vergleicht die Kirchen in Frankreich und Deutschland und stellt fest: Während in einem säkularisierten Land Priester für ihr eigenes Auskommen sorgen müssen, sind die Kirchen im Staatskirchenland Deutschland maßlos reich.

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MGEN 118: Der Papst und die Vertuschungsbischöfe: ‚Jeder macht mal Fehler!‘

Wegen ihrer Rollen im Kindersexskandal haben die Bischöfe Heße, Puff, Schwaderlapp sowie Kardinal Marx dem Papst ihren Rücktritt angeboten, der Kölner Kardinal Woelki hat nach massivem Druck seine berufliche Zukunft in die Hände des Vatikans gelegt. Die Reaktion des Papstes ist simpel: Die überführten Bischöfe werden für ein paar Monate aus der Schußlinie genommen, dann wieder in Amt und Würden eingesetzt. Den Massenmissbrauch endlich beendigen? Die eigene Schuld einsehen? Vielleicht sogar Wiedergutmachung leisten? – Völlige Fehlanzeige!

Martina schaut sich die Entscheidungen des Papstes zu Heße, Puff, Schwaderlapp, Marx und Woelki näher an und nimmt uns mit auf eine bizarre Reise durch absurde Exerzitien, elend jammernde Großverdiener und gelangweilte Kirchenmitglieder. Ein Gedankengang taucht in katholischen Kreisen immer wieder auf: Was macht das schon, so ein bißchen Mißbrauch? Und Fehler kann ja nun wirklich jeder mal machen …

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MGEN 117: Der Synodale Weg: Rettung oder Sackgasse?

Im Herbst 2021 ist es wieder soweit: Der Synodale Weg tagt und sucht nach kirchlichen Lösungen für Missbrauchskrise, Priestermangel, Gleichberechtigung für Frauen und Geschiedene. Bleibt die Frage: Warum eigentlich? — Denn schließlich hat der Papst ja schon wiederholt klar gemacht, dass es in der Kirche keinerlei substanzielle Reformen geben wird. Oliver rekapituliert die bisherigen Ereignisse, geht auf die aktuellen Beschlüsse der Synodalversammlung ein und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Synodalen Prozesses, das Gegenprojekt des Papstes zum deutschen Sonderweg.

Das MGEN-Team ist sich einig: Der Synodale Weg ist in erster Linie ein taktisches Mittel der deutschen Bischöfe, das reformerische Bestrebungen bei den Ehrenämtlerinnen binden und sie ruhigstellen soll. Stellt sich die Frage, wann die engagierten Laien selbst das merken.

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