MGEN 141: Martinas katholisches Nähkästchen

Ein Spiegel-Artikel über den Missbrauchssumpf im Bistum Trier bringt Martina dazu, über ihre eigene Kindheit und Jugend in einer katholischen Kleinstadt zu erzählen. Auch dort gab (und gibt) es Priester, vor denen sich Kinder „in acht nehmen“ sollten, angestrengt wegschauende Kirchenfürsten, desinteressierte katholische Gemeinden und Journalisten, die Kindesmissbrauch offenbar als eine Art Jux ansehen. Mit solchen Leuten an den Schaltstellen der Kirche, finden Till und Oliver, wird der Massenmissbrauch nie aufhören.

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MGEN 137: Massenmissbrauch in Italien

Immer wieder treffen Meldungen sowohl von europäischen Nachbarn als auch aus fernen Ländern ein: Die katholische Kirche begeht in allen Gegenden der Welt massenhaft sexuellen Missbrauch an Kindenr und Frauen. Überall platzen die gleichen lokalen Skandale auf, überall zeigen sich die gleichen Muster: Die Kirche begeht seit Jahrzehnten Massenmissbrauch, die lokale Presse interessiert das kaum, die lokalen Katholik:innen selbst auch nicht, Politiker:innen ducken sich weg. Also genau wie in Deutschland.

Till präsentiert erste Untersuchungen zum Massenmissbrauch in Italien. Abschätzungen sprechen von etwa 850.000 missbrauchten Kindern — nur in einem einzelnen Land.

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MGEN 134: Woelki ist wieder da

Große Aufregung in Köln: Nach seiner vom Papst verordneten „geistlichen Auszeit“ ist Kardinal Rainer Maria Woelki wieder in der Stadt und hat die Kontrolle im Erzbistum wieder übernommen. Aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen sind die kirchlichen Funktionsträger davon enorm überrascht und entsetzt. Ist das ehrlicher Protest, oder versucht man sich bei den Schäfchen beliebt zu machen — vielleicht um noch mehr Kirchenaustritte zu verhindern?

Olivers fasst die Causa Woelki kurz zusammen, beantwortet die Frage „Was macht ein Erzbischof in den Ferien?“ und schaut sich den Zwergenaufstand der Zweite-Reihe-Kirchenmänner im Detail an.

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MGEN 132: Bischof Bätzing und das Wunder der Forschung

Till stellt ein Interview vor, das die FAZ mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing geführt hat. Das Interview streift einen bunten Strauß von Themen, u.a. verkündet Bischof Bätzing, dass er in Corona-Fragen der Bundesregierung und der Wissenschaft vertraut — und nicht etwa seinem Gott oder Jesus. Allerdings, so der Kirchenfürst, müsse man die Forschung schon als göttliches Wunder akzeptieren. Für den kirchlichen Massenmissbrauch, das stellt Bätzing klar, sieht er sich nicht verantwortlich. Und deswegen die Strukturen der Kirche zu reformieren — das ginge dann doch zu weit.

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MGEN 130: Bistum Trier: Massenmissbrauch an Frauen und Kindern

Schon seit Jahren ist bekannt, dass das Bistum Trier ein Sumpf der sexuellen Gewalt ist. Die Verantwortlichen, unter ihnen der Bischof von Trier und Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche, Bischof Ackermann, der heutige Erzbischof von München Kardinal Marx und der heutige Limburger Bischof Bätzing tun weiter so, als wären sie und ihre Kirche die eigentlichen Opfer. Aus etwas merkwürdigen Gründen – aber immerhin – ermittelt der SPIEGEL in Trier und berichtet ausführlich über den Trierer Missbrauchssumpf.

Martina stellt die Ermittlungen des SPIEGEL vor. Oliver kann sich vor Zorn kaum halten.

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MGEN 129: Münchener Missbrauchsstudie belastet Marx und Ratzinger — „Die Bilanz des Schreckens“

Die Rechtsanwaltskanzlei Westphal Spilker Wastl hat den Massenmissbrauch im Erzbistum München untersucht. Im Gegensatz zu weichgespülten Gefälligkeitsgutachten in anderen Bistümern platzt den Münchener Anwälten der Kragen — sie sagen wirklich, was Sache ist. Sämtliche seit dem Krieg amtierenden Erzbischöfe werden schwer belastet, inklusive Kardinal Reinhard Marx sowie der ehemalige Erzbischof von München und Ex-Papst Benedikt XVI, Kardinal Joseph Ratzinger.

Martina und Oliver stellen die Studie vor und diskutieren das Ausmaß des Verbrechens.

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MGEN 127: Jesuit Klaus Mertes über ’schlüpfrige Bemerkungen‘

Der Jesuit Klaus Mertes äußert sich zum Massenmissbrauch und den Umgang der Kirche mit kriminellen Priestern. Möglicherweise fordert er ein Ende des Missbrauchs, eine Aufklärung vergangener Taten und konsequente Bestrafung der Pädotäter? — Immerhin ist er als ehemaliger Rektor einer Missbrauchsschule ja deutschlandweit als großer Aufklärer bekannt, hat sogar von Bundespräsident Steinmeier ein Bundesverdienstkreuz umgehängt bekommen.

Aber weit gefehlt: Klaus Mertes mahnt mehr Rücksicht im Umgang mit Missbrauchspriestern an, hält die deutschen Bischöfe für viel zu streng und – besonders perfide – versucht dem Publikum mit schönen Worten einzureden, dass heute schon „jedes Im-Ton-Vergreifen, jede schlüpfrige Bemerkung“ als Kindesmissbrauch gewertet werde. Wird hier noch die Wahrheit verdreht oder schon gelogen? – Oliver und Till sind unsicher.

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MGEN 119: Massenmissbrauch: 330.000 Opfer in Frankreich

Die Ergebnisse einer Studie zum Kindesmissbrauch durch die Kirche in Frankreich ist bekannt geworden: Demnach haben über 3.000 Priester und Kirchenangestellte insgesamt etwa 330.000 (dreihundertdreissigtausend) Kinder sexuell missbraucht. Die französische Kirche gibt sich zerknirscht, besteht aber sofort wieder auf kirchlichen Superrechten – sie sieht sich als über dem Gesetz stehend.

Martina, Till und Oliver sind entsetzt und besprechen die Mechanismen, die einen derartigen Massenmissbrauch durch die Kirche möglich machen – und wie man ihn für die Zukunft verhindern kann. Zudem benutzt die französische Studie eine andere Methodik als die deutsche MHG-Studie, so dass sie bei der Durchführung systematisch unabhängiger von der „Kooperation“ der Kirche selbst ist: Eine sogenannte Dunkelfelduntersuchung.

Das MGEN-Team überlegt, was aus Methodik und Ergebnissen der französischen Studie für Deutschland zu schließen ist, wo die MHG-Studie durch den Rückgriff auf Kirchenarchive um Größenordnungen niedrigere Opferzahlen festgestellt hat.

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MGEN 118: Der Papst und die Vertuschungsbischöfe: ‚Jeder macht mal Fehler!‘

Wegen ihrer Rollen im Kindersexskandal haben die Bischöfe Heße, Puff, Schwaderlapp sowie Kardinal Marx dem Papst ihren Rücktritt angeboten, der Kölner Kardinal Woelki hat nach massivem Druck seine berufliche Zukunft in die Hände des Vatikans gelegt. Die Reaktion des Papstes ist simpel: Die überführten Bischöfe werden für ein paar Monate aus der Schußlinie genommen, dann wieder in Amt und Würden eingesetzt. Den Massenmissbrauch endlich beendigen? Die eigene Schuld einsehen? Vielleicht sogar Wiedergutmachung leisten? – Völlige Fehlanzeige!

Martina schaut sich die Entscheidungen des Papstes zu Heße, Puff, Schwaderlapp, Marx und Woelki näher an und nimmt uns mit auf eine bizarre Reise durch absurde Exerzitien, elend jammernde Großverdiener und gelangweilte Kirchenmitglieder. Ein Gedankengang taucht in katholischen Kreisen immer wieder auf: Was macht das schon, so ein bißchen Mißbrauch? Und Fehler kann ja nun wirklich jeder mal machen …

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MGEN-Podcast 101: Der langsame Kollaps des Erzbistums Köln

In Erzbistum Köln geht das Entsetzen um: Wer hätte ahnen können, dass die Kirche massenhaft Kindesmissbrauch betreibt?! – In Köln jedenfalls niemand! Es geht nicht um Kleinigkeiten: Die Kardinäle Hoeffner, Meisner und Woelki und ihre Führungsmannschaften haben massenhaft und routiniert Kindesmissbrauch vertuscht, Missbrauchstäter geschützt und neue Taten ermöglicht. Belastet wird der gesamte Führungsstab des Erzbistums, inklusive Kardinal Woelki, Weihbischof Ansgar Puff, der ehemaligen Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff und sein Nachfolger Dominikus Schwaderlapp, der ehemalige Generalvikar und heutige Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße.

Die Überraschung der Katholik:innen schlägt in Wut um, als der Kölner Kardinal Woelki ein PR-Desaster nach dem anderen hinlegt. Taufscheinchristen und engagierte Laien treten in Scharen aus, der kirchliche Mittelbau probt den Aufstand. Der Kölner Kardinal entschließt sich zu einer Charmoffensive – Ein Auftritt in Düsseldorf soll die Wende bringen! Ausgerechnet in einer Gemeinde, in der Woelki vorher lästig gewordene Missbrauchspriester abgeladen hatte.

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