MGEN 158: Katholische Schönstatt-Bewegung: Gründer ist Missbrauchstäter

Jahrzehntelang haben sich Nonnen der Schönstatt-Bewegung immer wieder hilfesuchend an die Kirche gewandt: Der Gründer der Bewegung, Pater Josef Kentenich, ist ein gewohnheitsmäßiger Missbrauchstäter, dessen Aktivitäten irgendwo zwischen sexueller Gewalt und Psychofolter changierten. Die Kirchenfürsten planen einen doppelten Befreiungsschlag: Sie erklären die Nonnen für verrückt, bösartig oder vom Teufel besessen und starten ein Seligsprechungsverfahren für Pater Kentenich.

Fast forward einige Jahrzehnte: Die Historikerin Alexandra von Teuffenbach stolpert zufällig über die Hilfegesuche der Nonnen, recherchiert weiter und findet alptraumhafte Berichte über einen besonders widerlichen Serientäter. Immer noch leugnet und blockiert die Kirche, überzieht die Historikerin mit Klagen. Erst im Jahr 2020 beschließt Bischof Ackermann, das Seligsprechungsverfahren ganz still und leise abzubrechen. Die Schönstatt-Bewegung leugnet Kentenichs Verbrechen bis heute.

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MGEN 155: Sternsinger: Langjähriger Präsident ist Missbrauchstäter

Elf Jahre lang war Pfarrer Winfried Pilz Präsident des Päpstlichen Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Ihr kennt das: Um den Jahreswechsel herum schickt die reichste Organisation der Welt überall in der Republik Kinder zum Betteln, angeblich für den vielbeschworenen „guten Zweck“. Nun ließ es sich nicht mehr vertuschen: Monsignore Pilz, über Jahre gern gesehener Gast in Kanzler- und Bundespräsidialamt, war gewohnheitsmäßiger Missbrauchtäter. Seit einzelne Taten des Priesters sich nicht mehr verbergen ließen, melden sich mehr und mehr Opfer.

Alle andere: Wie üblich. Das Erzbistum Köln wusste seit Jahren Bescheid, hat die Taten aber verjähren und Pilz in Ehren sterben lassen. Es gab sogar ein (geheimes) Kontaktverbot mit Kindern, ausgesprochen von Kardinal Woelkis Vorgänger in Köln, Kardinal Meisner. A propos Woelki: Ratet, wer eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, vom Fall Pilz absolut gar nichts gewusst zu haben! Ratet auch, in wessen Erzbistum immer mehr Details zum Umgang mit Pilz an die Presse durchgestochen werden!

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MGEN 141: Martinas katholisches Nähkästchen

Ein Spiegel-Artikel über den Missbrauchssumpf im Bistum Trier bringt Martina dazu, über ihre eigene Kindheit und Jugend in einer katholischen Kleinstadt zu erzählen. Auch dort gab (und gibt) es Priester, vor denen sich Kinder „in acht nehmen“ sollten, angestrengt wegschauende Kirchenfürsten, desinteressierte katholische Gemeinden und Journalisten, die Kindesmissbrauch offenbar als eine Art Jux ansehen. Mit solchen Leuten an den Schaltstellen der Kirche, finden Till und Oliver, wird der Massenmissbrauch nie aufhören.

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MGEN 137: Massenmissbrauch in Italien

Immer wieder treffen Meldungen sowohl von europäischen Nachbarn als auch aus fernen Ländern ein: Die katholische Kirche begeht in allen Gegenden der Welt massenhaft sexuellen Missbrauch an Kindenr und Frauen. Überall platzen die gleichen lokalen Skandale auf, überall zeigen sich die gleichen Muster: Die Kirche begeht seit Jahrzehnten Massenmissbrauch, die lokale Presse interessiert das kaum, die lokalen Katholik:innen selbst auch nicht, Politiker:innen ducken sich weg. Also genau wie in Deutschland.

Till präsentiert erste Untersuchungen zum Massenmissbrauch in Italien. Abschätzungen sprechen von etwa 850.000 missbrauchten Kindern — nur in einem einzelnen Land.

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MGEN 134: Woelki ist wieder da

Große Aufregung in Köln: Nach seiner vom Papst verordneten „geistlichen Auszeit“ ist Kardinal Rainer Maria Woelki wieder in der Stadt und hat die Kontrolle im Erzbistum wieder übernommen. Aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen sind die kirchlichen Funktionsträger davon enorm überrascht und entsetzt. Ist das ehrlicher Protest, oder versucht man sich bei den Schäfchen beliebt zu machen — vielleicht um noch mehr Kirchenaustritte zu verhindern?

Olivers fasst die Causa Woelki kurz zusammen, beantwortet die Frage „Was macht ein Erzbischof in den Ferien?“ und schaut sich den Zwergenaufstand der Zweite-Reihe-Kirchenmänner im Detail an.

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MGEN 132: Bischof Bätzing und das Wunder der Forschung

Till stellt ein Interview vor, das die FAZ mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing geführt hat. Das Interview streift einen bunten Strauß von Themen, u.a. verkündet Bischof Bätzing, dass er in Corona-Fragen der Bundesregierung und der Wissenschaft vertraut — und nicht etwa seinem Gott oder Jesus. Allerdings, so der Kirchenfürst, müsse man die Forschung schon als göttliches Wunder akzeptieren. Für den kirchlichen Massenmissbrauch, das stellt Bätzing klar, sieht er sich nicht verantwortlich. Und deswegen die Strukturen der Kirche zu reformieren — das ginge dann doch zu weit.

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MGEN 130: Bistum Trier: Massenmissbrauch an Frauen und Kindern

Schon seit Jahren ist bekannt, dass das Bistum Trier ein Sumpf der sexuellen Gewalt ist. Die Verantwortlichen, unter ihnen der Bischof von Trier und Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche, Bischof Ackermann, der heutige Erzbischof von München Kardinal Marx und der heutige Limburger Bischof Bätzing tun weiter so, als wären sie und ihre Kirche die eigentlichen Opfer. Aus etwas merkwürdigen Gründen – aber immerhin – ermittelt der SPIEGEL in Trier und berichtet ausführlich über den Trierer Missbrauchssumpf.

Martina stellt die Ermittlungen des SPIEGEL vor. Oliver kann sich vor Zorn kaum halten.

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MGEN 129: Münchener Missbrauchsstudie belastet Marx und Ratzinger — „Die Bilanz des Schreckens“

Die Rechtsanwaltskanzlei Westphal Spilker Wastl hat den Massenmissbrauch im Erzbistum München untersucht. Im Gegensatz zu weichgespülten Gefälligkeitsgutachten in anderen Bistümern platzt den Münchener Anwälten der Kragen — sie sagen wirklich, was Sache ist. Sämtliche seit dem Krieg amtierenden Erzbischöfe werden schwer belastet, inklusive Kardinal Reinhard Marx sowie der ehemalige Erzbischof von München und Ex-Papst Benedikt XVI, Kardinal Joseph Ratzinger.

Martina und Oliver stellen die Studie vor und diskutieren das Ausmaß des Verbrechens.

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MGEN 127: Jesuit Klaus Mertes über ’schlüpfrige Bemerkungen‘

Der Jesuit Klaus Mertes äußert sich zum Massenmissbrauch und den Umgang der Kirche mit kriminellen Priestern. Möglicherweise fordert er ein Ende des Missbrauchs, eine Aufklärung vergangener Taten und konsequente Bestrafung der Pädotäter? — Immerhin ist er als ehemaliger Rektor einer Missbrauchsschule ja deutschlandweit als großer Aufklärer bekannt, hat sogar von Bundespräsident Steinmeier ein Bundesverdienstkreuz umgehängt bekommen.

Aber weit gefehlt: Klaus Mertes mahnt mehr Rücksicht im Umgang mit Missbrauchspriestern an, hält die deutschen Bischöfe für viel zu streng und – besonders perfide – versucht dem Publikum mit schönen Worten einzureden, dass heute schon „jedes Im-Ton-Vergreifen, jede schlüpfrige Bemerkung“ als Kindesmissbrauch gewertet werde. Wird hier noch die Wahrheit verdreht oder schon gelogen? – Oliver und Till sind unsicher.

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MGEN 119: Massenmissbrauch: 330.000 Opfer in Frankreich

Die Ergebnisse einer Studie zum Kindesmissbrauch durch die Kirche in Frankreich ist bekannt geworden: Demnach haben über 3.000 Priester und Kirchenangestellte insgesamt etwa 330.000 (dreihundertdreissigtausend) Kinder sexuell missbraucht. Die französische Kirche gibt sich zerknirscht, besteht aber sofort wieder auf kirchlichen Superrechten – sie sieht sich als über dem Gesetz stehend.

Martina, Till und Oliver sind entsetzt und besprechen die Mechanismen, die einen derartigen Massenmissbrauch durch die Kirche möglich machen – und wie man ihn für die Zukunft verhindern kann. Zudem benutzt die französische Studie eine andere Methodik als die deutsche MHG-Studie, so dass sie bei der Durchführung systematisch unabhängiger von der „Kooperation“ der Kirche selbst ist: Eine sogenannte Dunkelfelduntersuchung.

Das MGEN-Team überlegt, was aus Methodik und Ergebnissen der französischen Studie für Deutschland zu schließen ist, wo die MHG-Studie durch den Rückgriff auf Kirchenarchive um Größenordnungen niedrigere Opferzahlen festgestellt hat.

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