Über die DITIB – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion

Viele Menschen sehen es sehr kritisch: Eine zahlenmäßig bedeutende religiöse Gemeinschaft in Deutschland untersteht dem mehr oder minder direkten Einfluss einer ausländischen Macht, einer Diktatur sogar, die nicht nur im eigenen Staat, sondern auch anderswo Einfluss auf Gewissen, Moralvorstellungen und privateste Lebensentscheidungen der Gläubigen nehmen möchte. Die inneren Verhältnisse sind weder demokratisch noch transparent, insbesondere wird die Funktionärselite aus dem Ausland ernannt und nicht etwa von den Mitgliedern gewählt. Die Organisation unterhält Gebets- und Unterrichtsstätten und trägt in großem Rahmen soziale und kulturelle Angebote. Tarnt sich hier eine Organisation als soziale Einrichtung, obwohl es  den streng hierarchisch organisierten Hauptamtlichen eigentlich nur um das Durchdrücken der eigenen Glaubenssätze geht und um Einfluss auf Politik und Gesellschaft im Gastland?

Einerseit gibt man sich butterweich, schließt Staatsverträge und streicht gern staatliche Förderungen ein, andererseits lehnt man aber jeden mäßigenden Einfluss auf die eigene, im Kern totalitäre Ideologie ab. Dazu kommt, dass Frauen in vielen Bereichen immer noch als nachrangig angesehen werden, und Homosexualität vielen Predigern noch als schwere Sünde gilt.

Es stimmt, in den letzten Jahren wird verstärkt Wert gelegt auf Integrationsbereitschaft, religiös motivierte Gewalt wird verurteilt — eine erfreuliche Entwicklung. Andererseits gibt es ein ausgesprochen fragwürdiges Verhältnis zur eigenen Historie: Im Bereich Antisemitismus z.B. ist man immer noch nicht bereit Verantwortung für eigene, weitreichende Verfehlungen zu übernehmen.

Denkt man genauer darüber nach, wird klar: Es sind ganz schön krasse Sonderrechte, die sich eine religiöse Organisation herausnimmt — und das, obwohl dieser Laden in Deutschland nur eine Minderheit der Bevölkerung vertritt. Es stellt sich die Frage, ob wir als aufgeklärte Menschen dies in Zukunft weiterhin unwidersprochen hinnehmen sollten. Ich bin daher der Meinung, dass Deutschland als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat den Einfluss und die Sonderrechte der Römisch-Katholischen Kirche systematisch zurückschneiden sollte.

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MGEN-Podcast 2017.10: Alles ist größer in Texas

Willkommen zu unserem Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Unsere Themen:

  • Skandalöse Fake News über “Goldenes Vatikan-Penthouse auf Kosten kranker Kinder”
  • Premiere in Deutschland: Streik der Angestellten eines katholischen Krankenkauses
  • KiPo-Sammler: Vatikan liefert vatikanischen Diplomaten nicht an die Justiz aus
  • Ein Besuch bei “The Atheist Experience” in Austin, Texas
  • Wahlnachlese zur Bundestagswahl 2017: Religionszugehörigkeit der neuen Abgeordneten
  • MGEN würdigt das Reformationsjubiläum
  • Definitionsstündchen „Glaube“
  • HbP: Quantenverschränkung und “Atheisten gibt’s ja gar nicht!”, Teil 1000

Fragen oder Anmerkungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an mgenblog@gmx.de. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes.

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November ist Kirchenaustrittsmonat

Falls ihr jemanden kennt, der mit dem Gedanken spielt aus der Kirche auszutreten, oder jemanden, der im kommenden Jahr 2018 zum ersten Mal ein steuerpflichtiges Gehalt bekommt: Im November ist der Zeitpunkt zum Kirchenaustritt.

Die Kirchensteuer wird immer anteilig vom Jahreseinkommen erhoben. Falls also jemand in 2018 zum ersten Mal ein regelmäßiges Gehalt bekommt oder eine Gehaltssteigerung oder Einmalzahlung absehbar ist, wirkt sich das spürbar auf die Steuerlast aus. Die Rechnung geht so: Wenn ihr ab 1. Juli 2018 Gehalt bekommt und erst zum 30. Juni aus der Kirche austretet, seid ihr nicht etwa aus dem Schneider, sondern müsst auf euer Jahresgehalt 6/12 der jährlichen Kirchensteuer zahlen.

Zur Erklärung der Details hier Matthias “Skydaddy” Krause, der sich in Kirchenfinanzfragen vorzüglich auskennt:

1.) In vielen Bundesländern endet die Kirchensteuerpflicht erst mit Ablauf des auf den Kirchenaustritt folgenden Monats. Wer also erst im Dezember austritt, ist im Januar des Folgejahres noch kirchensteuerpflichtig.

2.) Die Kirchensteuer wird nicht von den monatlichen Einkünften erhoben, sondern anteilig vom Jahreseinkommen. Für jeden Monat, in dem man kirchensteuerpflichtig war, ist ein Zwölftel der „regulären“ Kirchensteuer zu zahlen (wenn man das ganze Jahr über Mitglied gewesen wäre).

Ebenso gilt für Ehen oder Lebenspartnerschaften: Ist in einer Ehe der eine Partner Mitglied einer Kirche, kann dem anderen Partner – obwohl er/sie nicht Mitglied ist – das “Besondere Kirchgeld” in Rechnung gestellt werden. Besonders dreist ist dabei, dass die katholische Kirche, die ja die Gleichstellung  homosexueller Paare generalstabsmäßig hintertreibt, auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften das Besondere Kirchgeld eintreiben lässt.

Wie genau trete ich aus der Kirche aus? –> Hier!

Wie bereits anderswo beschrieben: Ein schlechtes Gewissen braucht niemand zu haben, denn die Kirchensteuer wird zum größten Teil für die interne Verwaltung der Kirchenhierarchie verwendet. Soziale Einrichtungen tragen zwar oft kirchliche Namen, werden aber zum allergrößten Teil unabhängig von der Kirchensteuer vom Staat finanziert. Bischöfe werden als Spitzenbeamte ebenfalls zusätzlich zur Kirchensteuer direkt von den Bundesländern bezahlt. Kohle hat die Kirche auch ohne die Extrasteuer noch genug.

(Das Material für diesen Artikel wurde schamlos übernommen von Matthias „Skydaddy“ Krause. Die „November ist Kirchenaustrittsmonat“-Initiative ist seine Idee. Bitte helft sie bekannter zu machen.)

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Martin Luther und die Schnullernazis

Endlich ist es da, das 500. Reformationsjubiläum, das Lutherjahr, Höhepunkt der Lutherdekade, ausgerufen von der Evangelischen Kirche in Deutschland, und bezahlt vom Steuerzahler mit einer flockigen Viertelmilliarde Euro. Überall wird er gefeiert, der „Star des ersten Medienzeitalters“, „Menschenfreund“ und  „Sprachgenie“ Martin Luther, ganz volkstümlich und inklusive Luther-Socken und Luther-Playmobilfiguren. Moment mal! — War Luther nicht ein widerlicher Antisemit, ein Frauenhasser, der vor der Obrigkeit buckelte und einfache Leute beschimpfte? Wissen viele Leute vielleicht gar nicht, wen sie da so frenetisch feiern? Für MGEN war diese Frage schon vor Monaten Anlass dazu Aussagen von Luther selbst zu sammeln, die er Zeit seines Lebens über Juden, Frauen, Behinderte und einfache Leute gemacht hatte. Zu dem entsprechenden Blogpost trudelten im Laufe der Zeit etwa 130 Kommentare ein.  Die Hälfte dieser Kommentare haben wir allerdings nicht freigeschaltet. Wieso?

Nun, der MGEN-Artikel mit Luthers Aussagen hat eine ganz besondere Gruppe Menschen angelockt: die Schnullernazis. Schnullernazis, das sind jene Rechtsradikale, die zwar ihre faschistischen Vorbilder bewundern, aber selbst das mit dem Dumpf-im-Kreis-Marschieren irgendwie nicht so recht auf die Kette bekommen, und daher in Mamas Keller sitzen und aus Frust hysterische Internetkommentare in den PC tippen. Diese Kommentare, in denen Luther gefeiert und seinen hasserfüllten Thesen zugestimmt wird, sind zum größten Teil so widerlich, dass wir sie nicht auf unserer Internetseite sehen wollten.

Hassprediger Martin Luther

Aber fangen wir am besten vorn an: Waren Martin Luthers Aussagen tatsächlich so schlimm, war er wirklich ein Hassprediger, hatte er nicht vielleicht einfach ab und an mal schlechte Laune, oder waren seine Aussagen irgendwie blöde Ausrutscher und für seine Zeit ganz normal?

Nun, Luther nannte jüdische Menschen „ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind.“ Er forderte über die Jahre immer wieder, „man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien“ und „ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“ Er warf „dem Juden“ vor Christen zu ermorden „wo er nur kann.“ Er warnt die Christen seiner Zeit, dass sie „keinen bittern, giftigern, heftigern Feind [hätten], als einen rechten Juden.“

Und wieder:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre.“

Diese Aussprüche sind nicht etwa „bedauerliche Ausrutscher“, im privaten Kreis oder mit einem Humpen Wein zu viel intus. Luthers antisemitische Hetzschriften sind so umfangreich, dass die ins moderne Deutsch übersetze Studienausgabe (mitherausgegeben von den MGEN-Foristen Bernd Kammermeier und Karl-Heinz Büchner) in mehreren Bänden erscheinen muss. Luther hat ausführlich, öffentlich und über Jahrzehnte hinweg immer wieder gegen Juden gehetzt.

Weniger bekannt ist Luthers Hetze gegen die aufständischen Bauern, die sich in ihrer Not nach diversen Hungerwintern gegen die Knebelsteuern der Landesherren erhoben. Luther agitierte in Büchern und Pamphleten gegen die Aufständischen, die die Einhaltung grundlegender Menschenrechte forderten. Er hatte keinerlei Verständnis für die Nöte einfacher Leute, sondern war komplett auf der Seite der Obrigkeit, deren Privilegien er als gottgegeben ansah. Die Bauern, so Luther, mussten allesamt niedergemetzelt werden:

„Drum soll hier erschlagen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und daran denken, daß nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann als ein aufrührerischer Mensch.“

Luther war zu dieser Zeit bereits bekannt und einflussreich, seine Worte hatten Gewicht. Tja, so war er wirklich, der große Reformator und Menschenfreund.

Muss man noch extra erwähnen, dass die (echten) Nazis Luther super fanden? — Schließlich hatte er ja beträchtliche ideologische Vorarbeit für die eigenen antisemitischen Pläne geleistet. Exemplarisch hier der evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse aus Eisenach zur „Reichskristallnacht“:

„Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird … die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt.“

Zur gerne verleugneten Täterschaft der evangelischen Kirche empfehle ich das Buch „Jedermann sein Untertan — Deutscher Protestantismus im 20. Jahrhundert“ vom Historiker Dr. Karsten Krampitz.

Neonazis feiern Luther

Okay, Luther war also wirklich ein Hassprediger, ein Vordenker für die Faschisten, der im „Dritten Reich“ ausführlich gefeiert wurde. Wie äußern sich die Schnullernazis zu ihm?

„Luther war ein großartiger Mann. Heute bräuchten wir ihn – als Prediger gegen alles Linke, Zerstörende. […] Lieber noch die Ayatollahs als die linken Satanspäpste.“

In einem anderen Kommentar sehnt sich ein Schnullernazi einen weiteren Hassprediger herbei:

„Einen Luther bräuchten wir heute wieder: gegen Linke, Femastasen-Weiber und ausländische Invasoren.“

Nicht nur Luthers Antisemitismus, sondern auch sein Frauenbild wird geteilt, es werden sogar biologische Ursachen für deren vermeintliche Unterlegenheit ermittelt:

„frauen sind halt OHNE EIER GEBOREN, wobei man sich in dieser Situation schon eher einen ‚SAUDI-ARABISCHEN‘ Umgang mit Frauen wünscht, niemals das weibliche Geschlecht an irgendwelchen Machtpositionen zu setzen.“

Zuerst trudelten diese Hasskommentare nur vereinzelt ein, manche davon haben wir sogar exemplarisch unter dem Beitrag stehengelassen. Nachdem der Post im Kommentarbereich der Hetzpostille „Junge Freiheit“ verlinkt wurde, war die Welle des Hasses jedoch nicht mehr bewältigen. Dazu kam, dass einige Schnullernazis bemerkten, dass MGEN ein humanistischer Blog ist. Das mag er nicht, der Nazi:

„Der einzige Unterschied zwischen einem sog. Humanisten und einem Satanisten besteht bekanntermaßen darin, daß der Satanist weiß, für wen er arbeitet.“

Vom Humanismus im Speziellen kommt man auf „die Linken“ im Allgemeinen:

„Eine humanistische Welt haben wir schon – da der Linke die absolute Macht hat, aber absolut böse ist, sieht sie absolut danach aus – falls Sie mich verstehen.“

Nein, verstehen wir nicht. Aber keine Sorge, andere Schnullernazis erklären es gern:

„Links ist alles Egalitäre, Minderheitentümelnde, alle Rechte ohne Pflichten kurz: die Ermächtigung der Wertlosen, also der Verbrecher (durch lachhafte Strafen), der Frauen (des nachweislich dümmeren, körperlich und ethisch-moralisch minderwertigeren Geschlechtes), der Migranten (oder besser Invasoren, so daß man Linke als Verräter bezeichnen sollte) und und und.“

Oder, kurz: „Rechts ist richtig, links ist falsch. Linke zerstören, Rechte schaffen und erhalten.“ Und dann noch: „Und daß sich der Linke dabei noch toll vorkommt, beweist nur, daß er eine total böse, satanische, verderbte Lebensform ist, zu deren Vernichtung jedes Kampfmittel recht sein muß.“

Einige Schnullernazis geben sich betont belesen und intellektuell:

„Nur Menschen die die Geschichte nicht wahrhaft kennen und schon garnicht die jüdische Geschichte urteilt so leichtfertig über Luther oder auch Probleme des 20. Jahrhundert.“

„Martin Luther hatte eine Liebe zum Deutschen Volk und hat daher die Menschen und Christen vor den Machenschaften der Juden gewarnt. Aus dem Kontext geht hervor das er vor allem die Machtjuden meinte, die ganze Völker mit der Zinzknechtschaft belegten indem sie die Herschenden manipulierten.“

Eigentlich, so erfahren wir, war gar nicht das Deutsche Reich schuld am Ausbruch der Weltkriege, sondern „dä Jodn sälbo“:

„Ich empfehle jedem mal die Balfour-Deklarationen zu studieren, da wird klar wer für den 1. Weltkrieg und den ca. 15 Millionen Toten verantwortlich ist.“

Es folgen weitere antisemitische Verschwörungstheorien:

„Desweiteren hört und schaut Euch die Rede von Benjamin H. Freedman 1961 in Washington an. Freedman war jüdischer Geschäftsmann und Diplomat und bei allen Verhandlungen auch als man in Frankreich Deutschland zerfleddert.“

Jaja, so sind ’se, die Juden. „Da fängt man an zu verstehen warum Germanen unterschiedlich denken und empfinden!!!“

Zum Glück, beschließen die Neonazis, wird sich das Problem von selbst lösen:

„Die gesamte politische Linke wird eines Tages selbst in dem Feuer verbrennen, das sie entzündet hat, und alle, die das Strafgericht überleben, werden lebenslang Zwangsarbeit leisten müssen, um die Schäden wiedergutzumachen, die sie angerichtet haben.“

Falls (was selten vorkommt) ein Schnullernazi den Blogpost zurecht als Kritik am Vorbild Luther erkennt, scheut man auch vor (grammatikalisch fragwürdigen) Morddrohungen nicht zurück:

„Passen Sie bloß auf, wenn ich Sie mit einem rostigen Doseldeckel entmanne, nachdem ich seine Kinder vor seinen Augen erschossen habe.“

Nicht schön, aber immerhin fantasievoll. Und weiter ein Neonazi-Klassiker: „Vernichtet sie alle, Linke und Ausländer gleichermaßen.“

Nix gelernt: Christen feiern Martin Luther

Okay, so weit, so schlecht. Nazis sind halt, wie man weiß, scheiße. Da erwartet man eigentlich nichts anderes als das Teilen von Luthers Thesen. Deutlich erschreckender ist es, dass auch Durchschnittschristen Martin Luther immer wieder verteidigen.

„Jeder Mensch ist Sündhaft! Aber ist zu umgekehrt unf hat dadurch viel für mit den 95 Thesen getan!“

„Der Apostel Paulus war auch ein sehr gefährlicher Mann! Dennoch hat er durch den viele Bücher im geschrieben!“

Irgendwie alles nicht so schlimm, oder? Andere Christen weisen darauf hin, dass das bißchen Antisemitismus doch im Großen und Ganzen gesehen vernachlässigbar war:

„Verstehe sie nicht! Sie sind ein ignorant. Also weiter so? ‚Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.‘ Können ja Vorsitzender der Ablassorganisation werden.“

Aha. Ich muss zugeben, dass mir die Dichotomie „Entweder Judenhasser oder Katholik — Dann lieber Judenhasser!“ nicht ganz einleuchtet. Muss sie aber auch nicht, bin ja kein Christ. Über die Anhänger dieser Religion lernen wir mehr:

„Die lesen in der und informieren sich darüber! Wo wären wir heute, hätte nicht übersetzt?“

Dann hätte sie eben jemand anders übersetzt, du Nasenbär.

Auch Margot Käßmann, Luther-Botschafterin der EKD, arbeitet heftig an der Relativierung von Luthers Hasspredigten:

„Gleichzeitig will ich mal sagen, dass, wenn alles, was Männer heutzutage beim Stammtisch oder im Bierzelt sagen, 500 Jahre später zitiert wird, käme auch nicht sehr viel Schönes raus.“

Die „Männer am Stammtisch“ werden aber auch nicht quer durch die Medien und mit 250 Millionen Euro Steuermitteln jahrelang gefeiert, Frau Käßmann. Sehen Sie den Unterschied wirklich nicht?

Und zum Abschluss noch ein Klassiker des Abschüttelns unangenehmer Tatsachen:

„Prüfet alles und das Gute behaltet!😉“

Es war schließlich nicht alles schlecht damals, nicht wahr?

In die Tasche lügen: Evangelische Kirche feiert Martin Luther

Das, liebe evangelische Kirche, sind die Leute, die ihr anzieht, indem ihr den Hassprediger Martin Luther feiert. Und euch das auch noch vom Steuerzahler finanzieren lasst. Es reicht schließlich nicht aus, als Christ Luther einfach nur zu feiern – nein, alle anderen müssen unbedingt auch mitfeiern!

Liebe evangelische Christen, eine Bitte: Behauptet jetzt bitte nicht wieder, ihr hättet von nichts gewusst. Das glaubt euch nämlich wirklich niemand mehr.

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MGEN-Podcast 2017.09: Emergencyfolge zur Bundestagswahl

Willkommen zu unserem Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Unser einziges Thema im September 2017:

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MGEN-Podcast Folge 2017.08: Ehrensache

Willkommen zu unserem Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Unsere Themen im August 2017:

  • „Atheisten sind dumm“ – Extremer Schulrektor wütet um sich
  • Liberaler Islam aus Berlin jetzt auch in U.K.
  • Kann eine Gesellschaft aus Atheisten funktionieren?
  • Frankfurter Goethe-Uni forscht über Probleme zwischen Religionen
  • Mehr Missbrauch und Vergewaltigung
  • Statistik über Kirchenaustritte
  • (Noch) keine Wahlprüfsteine
  • Definitionsstündchen: „Humanismus“

Der RSS-Feed für den Podcast findet sich hier. Die Folge lässt sich auch bei iTunes oder direkt bei Soundcloud anhören und auch als mp3 herunterladen. Fragen oder Anmerkungen könnt ihr unter diesem Post in den Kommentaren hinterlassen oder per EMail an mgenblog@gmx.de auf den Weg bringen. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes.

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Ich glaube nicht an die Wissenschaft

Wenn ich Leuten sage, dass ich nicht an Gott glaube oder glaube, dass es keinen Gott gibt, höre ich als Antwort oft: „Du glaubst halt an die Wissenschaft. Das ist ja auch nur ein Glaube/eine Religion.“ Ich finde, dass das nicht stimmt und möchte darlegen, warum ich finde, dass man an die Wissenschaft gar nicht glauben kann.

Die Leute, die behaupten, dass Wissenschaft wäre einfach nur eins von vielen Glaubenssystemen oder eine von vielen Weltanschauungen wäre, an die man halt glaube, implizieren, dass die Wissenschaft ein einziges und festes Bild der Welt zeichnet, an das man dann glaubt. Dagegen sprechen drei Punkte:

  1. Wissenschaft stellt den aktuell gültigen Stand der menschlichen Erkenntnis über die Welt dar, das aktuell verfügbare Wissen der Menschen. (Außerdem gehört zur „Wissenschaft an und für sich“ noch viel mehr dazu, z.B. ein System von Methoden usw.) Man kann anzweifeln, ob die Fakten stimmen, ob die Methoden legitim sind. Aber dann bewegt man sich schon selbst auf wissenschaftlichem Terrain.
  2. Wissenschaft stellt Vorschläge für ein Weltbild zur Verfügung, das mit diesem Erkenntnisstand funktionieren kann. Da sich das Wissen ständig ändert, ändern sich regelmäßig auch die Weltbilder, die die Wissenschaft zur Verfügung stellt. Z.B. war das Weltbild, das Newton zur Verfügung stellte, ein völlig anderes als das zuvor herrschende. Es wurde von Einsteins Weltbild abgelöst, das wiederum fundamental anders war.
  3. Wissenschaft ist also u.a. die Bereitschaft, sein Weltbild zu wechseln und an die menschlichen Erkenntnisse anzupassen. Wissenschaft ist auch ein Aufruf zur Diskussion, zur Kritik an den selbst gemachten Erkenntnissen durch andere, zur Überprüfung der eigenen Schlussfolgerungen. Religionen sind das Gegenteil eines Aufrufs zur Diskussion: Sie beharren auf den immer gleichen Dogmen. Ihre Grundfesten sind in Stein gemauert, nicht für Kritik gedacht, unanzweifelbar — außer, man möchte exkommuniziert werden.

Man kann Behauptungen aufstellen und sie mit nichts als einem alten Buch verteidigen. Oder man kann Behauptungen zur Diskussion stellen, die auf aktuellen Erkenntnissen vieler Einzelner beruhen, die sich ständig gegenseitig überprüfen. Man kann zwar glauben, dass Erkenntnisse fehlerhaft sind oder vermeintliche Fakten falsch sind.

Aber kann man tatsächlich nicht glauben, dass es eine Summe von Erkenntnissen und Wissen gibt, zu denen Menschen gelangt sind?

Ich finde: nein. Man kann nicht an die Wissenschaft glauben oder nicht glauben. Man kann die Bereitschaft haben, sein Weltbild zu ändern, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben. Oder man kann diese Bereitschaft nicht haben.

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MGEN-Podcast Folge 2017.07: Viel zu schwierig!

Willkommen zu unserem Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Unsere Themen im Juli 2017:

  • Kinder verdummen: Türkei streicht die Evolution aus dem Lehrplan
  • Hilfe, wir islamisieren uns schleichend: Zwar nur 5% Muslime in Deutschland, trotzdem Grund zur Panik?
  • Hilfe, wir reformieren den Islam zu Tode: Die Frauenrechtlerin und Juristin Seyran Ateş gründet in Berlin die liberale Ibn Rushd-Goethe-Moschee
  • Verdacht auf Kindesmissbrauch: Vatikan-Finanzchef George Pell legt Amt nieder
  • Der Christliche Mega-Pflaumensturz of Doom: Hasskommentare zur Ehe für alle
  • Das heitere Definitionsstündchen: Theismus, Atheismus und Antitheismus
  • Hörer beschimpfen Podcaster: Keine Ahnung von der Materie, aber Leute als dumm abstempeln

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Ein Jahr Bodycount des Friedens: 2.644 Tote und 3.105 Verletzte durch religiös motivierte Gewalt

Als Reaktion auf die islamistischen Attentate im Frühsommer 2016, insbesondere in Orlando, Nizza und Istanbul, haben wir im MGEN-Podcast damit begonnen Opfer von religiös motivierter Gewalt zu zählen. Seit dem Beginn unserer Zählung mit dem Massenmord im Nachtclub Pulse in Orlando, Florida am 12. Juni 2016 bis einschließlich dem Selbstmordanschlag der Taliban auf eine Polizeistation in Gardez, Afghanistan am 18. Juni 2017 kommen wir auf einen Bodycount des Friedens von 2.644 Todesopfern und 3.105 Verletzten durch religiös motivierte Gewalt.

Zu viele um auf einzelne Attentate detailliert eingehen — aber zumindet durch das Aufzählen der jeweiligen Opferzahlen in unseren Podcast-Folgen wollten wir den Finger an die Hutkrempe legen und die für Religion ermordeten Menschen ein letztes Mal grüßen. Die Zahlen sollten eine Motivation für alle Menschenfreunde sein sich gegen den hasserfüllten Wahn der Religion und für aufgeklärte Rationalität einzusetzen.

Wir haben zugegebenermaßen sehr oberflächlich gezählt: Manchmal haben wir ein paar Tage lang nicht nachgeschaut, und falls es ein Attentat nicht auf die Titel der Nachrichtenseiten geschafft hat, haben wir es im Zweifel übersehen. Und selbst dann wurde bei großen Massakern mit vielen Todesopfern über die Zahl der Verletzten gar nicht erst berichtet. Der Bodycount des Friedens ist also deutlich geringer als die tatsächlichen Opferzahlen.

Das Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv ist wissenschaftlich vorgegangen und hat im Rahmen seiner Terror und Gewalt-Studie festgestellt, dass das Jahr 2016 die bislang höchste Opferzahl bei Selbstmordattentaten aufweist: Im Jahr 2016 kamen  5.650 Menschen bei solchen Aktionen ums Leben, 9.480 wurden verletzt. In 2015 wurden 4.330 Menschen bei 452 Anschlägen ermordet, 8.800 erlitten Verletzungen. 

Bei all den vielen Todesopfern wirkt das immer und immer wieder vorgebrachte Argument der Gläubigen wie zynischer Hohn: Die Religion ist eine Kraft des Guten in der Welt. Sie gibt uns Halt und macht uns froh.

Der Bodycount des Friedens 12. Juni 2016 — 18. Juni 2017

Orlando am 12. Juni 2016 (49 Tote und 50 Verletzte), Istanbul (36 Tote und 147 Verletzte), Bagdad (250 Tote und ungezählte Verletzte), Nizza (84 Tote und 300 Verletzte), Wuerzburg (5 Verletzte), Kabul (81 Tote und 230 Verletzte), Bagdad, 14 Tote und 30 Verletzte (24. Juli), Ansbach, 15 Verletzte (24. Juli) Rouen, 1 Toter, 1 Schwerverletzte (26. Juli), kurdische Stadt Kamischli, 56 Tote und 160+ Verletzte (27. Juli), 2 Verletzte in Charleroi (6. Aug), 70 Tote, 200+ Verletzte in Quetta, Pakistan (8. August), 9 Verletzte in St. Cloud, Minnesota (17.09.), 29 Verletzte in New York (17.09.),  gescheiterte Attentate in Seaside Park, New Jersey (17.09.) und Elizabeth, New Jersey (18.09.), 5 Tote in Burlington, Washington State (24.09.), 1 Toter in Amman, Jordanien, 2 Verletzte in Brüssel (5.10.), 29 Tote, 20+ Verletzte in Atmah, Syrien (6.10.), 5 Verletzte in Istanbul (6.10.), 2 Tote und 4 Verletzte in Jerusalem (9.10.), ein Mann totgeprügelt weil er an eine Kirche gepinkelt hat in Freiburg (21.10.), 3 Tote bei Geisteraustreibung in Myanmar (23.10.), 27 bis 55 Tote in Bagdad (15.10.), 3 Tote und 8 Verletzte in Gaziantep, Türkei (16.10.), 46 Tote und 133 Verletzte in Kirkuk, Irak (21.10.),  284 Männer und Jungen in Mossul (23.10.), 60+ Tote in Quetta, Pakistan (24.10.), 12 Tote in Mandera, Kenia (25.10.), 26 Leute entführt und umgebracht, Ghor, Afghanistan (26.10.), 230 Ermordete in Mossul, Irak (28.10.), 29 Verletzte bei einem Taliban-Attentat gegen das deutsche Konsultat in Masar-i-Scharif, Afghanistan (10.11.), 45 Tote und Dutzende Verletzte bei einem Attentat auf einen Sufi-Schrein in Khuzdar, Pakistan (12.11.), 30 Tote und 45 Verletzte bei Attentat auf Hochzeitsfeier in Falludscha, Irak (17.11.), 100+ Tote bei IS-Attentat auf Pilger in Hilla, Irak (24.11.), 11 Verletzte bei Angriff mit einem Schlachtermesser auf Ohio State University in Columbus, Ohio (28.11.), 30 Tote und Dutzende Verletzte in Madagali, Nigeria (Boko Haram, 8.12.), gescheitertes Attentat in Rotterdam, „Isis flag, Kalashnikov and explosives“ (9.12.), 30 Menschen getötet und 48 verletzt in Mogadischu, Somalia (11.12.), 25 Tote und 49+ Verletzte in Kairo, Ägypten (11.12.), 9 Tote und 27 Verletzte in Kerak in Jordanien (18.12.), 49 Tote und mehrere Dutzend Verletzten (18.12.) Aden, Afghanistan, 3 Verletzte beim Attentat auf eine Moschee in Zürich (19.12.), 12 Tote und 50 Verletzte in Berlin (19.12.), 11 Tote und Dutzende Verletzte über Weihnachtstage in Bagdad, Irak, 28 Tote und Dutzende Verletzte in Bagdad, Irak (31.12.), 39 Tote und 69 Verletzte bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Istanbul, (31.12.), 32 Tote und 60+ Verletzte in Bagdad (2.1.), Tote und 19 Verletzte bei Attentat auf Moschee in Quebec (29.1.), 1 Verletzter beim Angriff in Paris, Frankreich (3.2.), 11 Tote und 60 Verletzte in Lahore, Pakistan (13.2.), 83 Tote und 250 Verletzte in Sehwan, Pakistan (16.2.), 45 Tote und 49 Verletzte in Bagdad, Irak (16.2.), 35 Tote und 40+ Verletzte in Mogadischu, Somalia, Verdacht: Shebab-Miliz (19.02.), 42+ Tote in Al-Bab, Syrien (24.2.), ca. 40 Tote in Homs, Syrien (25.2.), 1 Mann umgebracht auf den Philippinen von der radikalislamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf (26.2.), mind. 16 Tote und 44 Verletzte bei Taliban-Attentaten in Kabul, Afghanistan (1.3.), 30 Tote und Dutzende Verletzte in Kabul, Afghanistan (8.3.), 46 Tote und 120 Verletzte in Damaskus, Syrien, bei Attentaten auf schiitische Pilger, zwei Transgender Leute totgeprügelt (in Polizeigewahrsam) in Saudi-Arabien (Bericht am 15.3.), ein Verletzter bei einem Attentat auf Polizisten und Soldaten am Flughafen Orly in Paris, Frankreich (18.03.), 4 Tote und 40 Verletzte in London, UK (22.3.), gescheiterter Anschlag in Antwerpen, Belgien (23.3.) 20 Tote und vier Verletzte bei Attentat auf Sufi-Schrein, Punjab, Pakistan (2.4., “Haupttäter habe erklärt, die Opfer seien nach ihrer Folterung „spirituell gereinigt“ worden”), 3 Leute totgeschlagen (in Polizeigewahrsam) und 100-200 “verschwunden” in Tschetschenien wg. “des Verdachts nicht traditioneller sexueller Orientierung” (3.4.), 5 Tote und 14 Verletzte in Stockholm, Schweden (7.4.), 34 Tote und mind. 60 Verletzte bei Bombenanschlägen auf Kirchen in Tanta und Alexandria, Ägypten (9.4.), 1 Toter und 3 Verletzte bei IS-Attentat auf das Katharinenkloster, Agypten (19.4.), 3 Tote in Frenso, Californien (19.4.), 1 Toter und 2 Verletzte in Paris, Frankreich (20.4.), Taliban: 140 Tote und 160 Verletzte bei Angriff auf Militärmoschee in Masar-i-Scharif, Afghanistan (22.4.), 37 Tote bei IS-Selbstmordanschlag auf Flüchtlingslager in Hasakeh, Syrien (2.5.), eine Frau auf Scheiterhaufen verbrannt worden um Teufel auszutreiben durch christlichen Priester, Nicaragua (Bericht am 3.5., Tat schon im Feb), 25 Tote und 35 Verletzte in Belutschistan, Pakistan (12.5.), islamistischer Neonazi bringt zwei christliche Neonazifreunde um, weil er “wütend über deren antiislamische Vorurteile” ist, Tampa, Florida (19.5.), 22 Tote und 59 Verletzte bei Nagelbombenanschlag auf Popkonzert für Kinder in Manchester, UK (22.5.), 26 Tote und 25 Verletzte bei einem Attentat auf einen Bus mit koptischen Christen in der Nähe von Kairo, Ägypten (25.5.), 2 Tote und 1 Verletzter bei Messerattacke auf “muslimisch aussehende Frauen” in Portland, Oregon (26.5.), ein kleiner Junge gestorben, weil Eltern systematisch Antibiotika verweigert haben und stattdessen Homöopathiekügelchen gegeben haben, Cagli, Italien (28.5.), 27 Tote und mind. 100 Verletzte bei Bombenattentat in Bagdad, Irak (30.5.), 90 Tote und 463 Verletzte bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in Kabul, Afghanistan (31.5.), 20 Tote und 119 Verletzte bei drei Selbstmordanschlägen auf die Trauerfeiern der Opfer vom letzten Anschlag, Kabul, Afghanistan (3.6.), 7 Tote und 48 Verletzte bei Angriffen auf ausgehende Leute am Samstagabend in London, England (3.6.), 1 Toter und 4 Verletzte bei einer Geiselnahme in Melbourne, Australien (5.6.), ein Verletzter bei einem Angriff mit einem Hammer, Paris, Frankreich (6.6.), 20+ Tote und 35+ Verletzte bei Attentat der Terrormiliz al Shabaab in Mogadischu, Somalia (14.6.), 4 Tote und 8 Verletzte bei Angriff auf eine schiitische Moschee in Kabul, Afghanistan (15.6.), 20 Tote und 8 Verletzte bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in Gardez, Afghanistan (18.6.).

Insgesamt ergibt sich ein Bodycount des Friedens von 2.644 Toten und 3.105 Verletzten durch religiös motivierte Gewalt.

 

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MGEN-Podcast Folge 2017.05/06: Unendlich wichtig — Der Gott der Atheisten

Willkommen zu unserem Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Im Mai haben wir keinen Aufnahmetermin auf die Kette bekommen, daher gibt’s diesmal eine Doppelfolge für Mai/Juni 2017. Kommt nicht wieder vor … es sei denn, doch. Unsere Themen:

  • Sechs Fäuste für ein Halleluja: Das MGEN-Team würdigt Pfingsten und die Dreieinigkeit
  • Ist Atheismus doch eine Religion? Münchener Aktivist will Befreiung von der Rundfunkgebühr
  • Erledigt sich von selbst: Bundesamt verschleppt 26 Anträge auf Sterbehilfe
  • Der Gott der Agnostiker: Udo di Fabio sieht „Defizit an Religiosität“
  • Gregor Gysi allwissend: „Jesus wäre heute Linke-Mitglied“
  • Total harmlos? Kind stirbt nach „weicher“ Homöopathie-Therapie
  • Schützt nicht vor Torheit: Vitus Huonder bleibt Churer Bischof bis 2019
  • Bedauerlicher Einzelfall: Priester der Piusbruderschaft wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt
  • Bundespräsident Steinmeier findet „Gebete und Gottesdienst sind unendlich wichtig“
  • „Was können Frauen besser als Männer?“ Das MGEN-Team testet den Protestant-O-Maten
  • Statistik des Monat: Islamistische Attentäter sind stets behördenbekannt — Was läuft da schief?
  • Hörer beschimpfen Podcaster: Leidvermeidung im Quantenvakuum

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