MGEN-Podcast 89: Totschweigen, Lügen, Ignorieren – Eine Analyse zum Massenmissbrauch in Aachen und Berlin

Es gibt Neues von der Missbrauchskirche: In Aachen und Berlin haben die jeweiligen Kirchenfürsten Studien zum massenhaften Kindesmissbrauch durch die Kirche vorgestellt. Die Studien sind im Charakter sehr unterschiedlich: Während die Aachener Studie padökriminelle Priester und den kirchlichen Umgang mit ihnen klar benennt und Konsequenzen fordert, bleibt die Berliner Studie vage, mahnt lediglich prozeduare Reformen an – und ist zudem vom Erzbistum Berlin stark zensiert worden.

Oliver und Martina stellen die Studien vor und vergleichen sie. Ein Punkt ist in beiden Bistümern identisch: Medien und die Katholik:innen selbst interessieren sich kaum für die Inhalte. Wen interessiert schon das bißchen Missbrauch?

Folgende amtierende und ehemalige (Erz-)Bischöfe und Generalvikare werden bislang des Vertuschens von massenhaften Kindesmissbrauch beschuldigt:

  • die Aachener Bischöfe Johannes Pohlschneider, Klaus Hemmerle und Heinrich Mussinghoff sowie deren Generalvikare Karlheinz Collas und Manfred von Holtum,
  • der Erzbischof von Köln Rainer Woelki sowie die früheren Kardinäle Joseph Höffner und Joachim Meisner, Weihbischof Ansgar Puff, der ehemaligen Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff und sein amtierender Nachfolger Dominikus Schwaderlapp,
  • der Erzbischof von Hamburg Stefan Heße,
  • der verstorbene Essener Kardinal Franz Hengsbach,
  • der ehemalige Erzbischof von München-Freising und spätere Papst Joseph Ratzinger sowie sein Nachfolger Kardinal Friedrich Wetter
  • die Mainzer Kardinäle Hermann Volk und Karl Lehmann,
  • die Bischöfe von Münster Joseph Höffner, Heinrich Tenhumberg und Reinhard Lettmann, sowie
  • der ehemaliger Generalvikar von Speyer, Rudolf Motzenbäcker.

Ein Ende der Enthüllungen ist nicht abzusehen.

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Ein Gedanke zu „MGEN-Podcast 89: Totschweigen, Lügen, Ignorieren – Eine Analyse zum Massenmissbrauch in Aachen und Berlin

  1. Danke für eure detaillierte Aufklärungsarbeit, es ist nicht schwer über so viel Uneinsichtigkeit und fehlendes Schuldbewusstsein nicht zu verzweifeln.
    Es ist eine Schande, dass das nicht mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekommt, aber ein CDU-Streit darüber, welcher religiöser Hardliner Kanzlerkandidat wird, ist natürlich wichtiger..

    Gefällt 1 Person

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