Heilige im Christentum

Wie Radio Vatikan berichtet, wird Mutter Teresa, die Gründerin des Ordens „Missionarinnen der Nächstenliebe“ am 4. September 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Es bietet sich bei der Gelegenheit an etwas näher nachzuschauen: Was sind denn eigentlich Heilige? Seit dem Amtsantritt von Papst Johannes Paul II. hat die Zahl der Heiligsprechungen ganz enorm zugenommen. Wen genau verehren die Katholiken denn da? Was versprechen sie sich von der Heiligenverehrung?

Die Wikipedia, die ja nicht gerade als religionskritisch bekannt ist, schreibt: „Als Heiliger wird ein Mensch bezeichnet, der als einer Gottheit besonders nahestehend beziehungsweise als in religiöser und ethischer Hinsicht vorbildlich angesehen wird.“ Kathpedia fügt hinzu: „Als Heiliger wird ein in religiöser Hinsicht vollkommener Mensch bezeichnet.“ Der Brockhaus definiert Heilige als „Menschen, die in besonderer Weise Vorbilder, Lehrer, Bekenner oder Märtyrer des Glaubens sind.“

Aha, „in religiöser und ethischer Hinsicht vorbildlich“, „religiös vollkommen“, „Vorbilder und Lehrer“ also! Das klingt auf den ersten Blick sehr rational und vernünftig. Ist aber geschummelt. Denn damit eine Person als heilig „erkannt“ wird, muss die Person mindestens zwei „nachgewiesene“ Wunder gewirkt haben. Die Person muss also nicht nur irgendwie vorbildlich, sondern ganz konkret (was auch immer das in diesem Zusammenhang heißt) auch wundertätig sein. Das wird gern hinter rhetorischem Gestrüpp versteckt, denn das ist der katholischen Kirche, die ja ganz besonderen Wert auf ihren „rationalen Glauben“ legt, dann doch eher peinlich.

Ein Wunder, wir erinnern uns, kann definiert werden als das zeitweilige Aussetzen der Naturgesetze durch eine Gottheit zugunsten eines Bittstellers – das kann im Christentum nur Gott selbst.

Bevor Papst Wojtyla im Jahr 2014 heilig gesprochen wurde, begab sich die katholische Kirche auf die Suche nach von ihm ausgelösten Wundern. Offiziell anerkannt wurden die folgenden: Die französische Ordensschwester Marie Simon-Pierre, Mitglied des katholischen Ordens “Kleine Schwestern der Katholischen Mütterschaft” (kein Witz!), litt an Lähmungserscheinungen der linken Hand und des linken Beins, die ein Arzt als Symptome der Parkinson’schen Krankheit diagnostizierte. Als bekannt wurde, dass der von den Kleinen Schwestern hochverehrte Johannes Paul II. selig gesprochen werden sollte, und man deshalb auf der Suche nach einem Wunder sei, begannen die Schwestern ganz doll zu dem verstorbenen Papst zu beten. Und siehe da: Die Lähmung verschwand, herbei gerufene Ärzte fanden keine Spuren einer Parkinson-Erkrankung.

Der Costaricanerin Floribeth Mora Diaz, die ebenfalls unter üblen Lähmungen gelitten haben soll, ist Papst Wojtyla am Tag seiner Seligsprechung im Traum erschienen; „steh auf und hab keine Angst mehr“ habe er zu ihr gesagt. In Folge dessen hätten sich ihre Lähmungen zurück gebildet. Die Frau wirkt fit, von Lähmungserscheinungen ist in der Tat nichts zu sehen. In der völlig unkritischen Berichterstattung der Tagesschau behauptet sie: „So etwas Außergewöhnliches kann nur ein Wunder sein“. Ihr katholisch-gläubiger Hausarzt sieht das genau so.

Die einfachste Erklärungen sind hier natürlich keine vollbrachten Wunder, sondern  schlichte Fehldiagnosen: Ein Arzt kann psychosomatisch bedingte Lähmungen durchaus ehrlich für Parkinson gehalten haben. Natürlich finden die nach der “Heilung” herbei gerufenen Ärzte dann keine Spuren der Krankheit. Möglicherweise haben die begeisterten Anhänger ja auch etwas geschummelt, um ihrem Idol zum “verdienten” Seligen-Status zu verhelfen. Als Belohnung für ihre Dienste wurde Floribeth aus Costa Rica zur Heiligsprechung des Ex-Papstes nach Rom eingeladen, was sicherlich einer der schönsten Tage in ihrem Leben war.

In solchen Fällen wird sehr oft von Heilungen von Lähmungserscheinungen berichtet. Dazu stellt sich die Frage: Warum heilt Gott Jahwe eigentlich nie Amputierte? Über Nacht einen neuen Arm wachsen zu lassen, das sollte doch für ein allmächtiges, allgütiges Wesen ebenso einfach machbar sein wie das Heilen von Parkinson. Hat er dazu schlichtweg keine Lust? Bitten die betroffenen Personen ihn nicht inständig genug darum? Das wäre kaum zu glauben. Oder liegt es vielleicht eher daran, dass bei fehlenden Gliedmaßen wohl kaum Fehldiagnosen möglich sind?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage nach dem Wirkmechanismus: Mal angenommen, dass Wunder wirklich real sind, und dass wie von der Kirche behauptet nur Gott selbst die Naturgesetze aussetzen kann. Damit jemand wie Papst Wojtyla Wunder auslösen kann, muss der Heilige zwar tot, aber irgendwie bei Bewusstsein sein. Der tote Papst Wojtyla liest also die Gedanken der Menschen (besonders gut gelingt das offenbar, wenn sie vor seinen Knochen oder einer Glaskapsel mit seinem Blut beten), nimmt die an ihn addressierten Gebete an und spricht bei Gott vor, der dann die Naturgesetze suspendiert und so das Wunder geschehen lässt. 

Meine ehrlich ratlose Frage: Wie stellen wundergläubige Katholiken sich das vor? Gibt es eine himmlische Bürokratie? Sitzt der tote Papst Wojtyla in seinem Büro in einem himmlischen Bürokomplex? Liest er Gebetsfaxe von Bittstellern? Und wenn ihm eins gefällt, läuft er dann damit über den Flur zum Chef und fragt „Können wir da etwas tun?“

Von Monotheismus kann jedenfalls nicht mehr die Rede sein. Hätten wir eine Zeitmaschine um damit einen Senator aus dem alten Rom in unsere Zeit zu holen, würde der die katholischen „Heiligen“ ganz selbstverständlich als Götter erkennen: „Ihr habt ja auch ganz viele Götter, genau wie wir.“ Und das ist ja auch (haha!) kein Wunder: Die römische Reichskirche – die heutige römisch-katholische Kirche – hat ja wesentliche Teile ihrer Lehre von ihren polytheistischen Vorgängerreligionen übernommen. Die wundertätigen römisch-katholischen Heilige sind deutlich „göttlicher“ als z.B. der vergöttlichte römische Kaiser, der als Verkörperung der Romanitas, des römischen Reichsgedankens, verehrt wurde. Das war der, wir erinnern uns, vor dessen Standbild sich die frühen Christen geweigert haben ein paar Gewürze zu opfern, in der Hoffnung deswegen vom Staat verurteilt und von der beeindruckten Gemeinde als Märtyrer anerkannt zu werden. Heute verehren die Christen ihre heiligen Nebengötter mit viel Inbrunst.

Die Wikipedia schreibt „Der Begriff des Heiligen ist religionswissenschaftlich bisher nicht befriedigend definiert.“ Das ist sehr höflich umschrieben.

Dieser Beitrag wurde unter Christen, Christentum, Dogmen, Religion, Religionskritik abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu Heilige im Christentum

  1. dongamillo schreibt:

    „“““….Die Wikipedia schreibt „Der Begriff des Heiligen ist religionswissenschaftlich bisher nicht befriedigend definiert.“ Das ist sehr höflich umschrieben.““““

    Es ist wie mit so vielen Themen, wenn man zu einem „heiligen“ Thema etwas sagen möchte sollte man sich an die heiligen Originale, also an der Bibel halten um der Wahrheit etwas auf der Spur zu kommen. Die oben zitierten Maßstäbe für „heilig“ sind an den Regeln der katholischen Kirche angelehnt, und somit ebenso fragwürdig wie die Kirche selbst.
    Ich sehe mich immer ziemlich auf einer Linie mit den Atheisten wenn sie so verschrobene Sachen wie zum Beispiel die „Heiligsprechungen“ aufś Korn nehmen, und kann das nur bestätigen, so wie die das handhaben ist das alles Mumpitz.
    Wer wirklich wissen will was heilig sein ausmacht braucht nur in der Bibel nach diesem Wort zu suchen und wird im Neuen Testament an die Begriffe der Neugeburt durch den heiligen Geist nicht vorbeikommen. heilig ist damit jeder der sich entschieden hat seine Schuld an Jesus Christus abzugeben und zukünftig mit Gott in Beziehung stehen will.

    Ich kann jetzt gerade nicht weiter schreiben deshalb soweit erstmal.

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    • Mein Name ist Liebe schreibt:

      Die Bibel bezeugt, das es zwei Orte nach dem Tod gibt: Himmel und Hölle. Das nach dem Tod alles vorbei sei, ist eine Lüge von dem Vater aller Lügen – Satan. Das du an keinen Gott glaubst, ändert aber nichts an der Tatsache, das es den Gott der Bibel – der alles erschaffen hat – wirklich gibt und das du ohne Jesus Christus nach deinem Tod verloren gehst.

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      • meaning schreibt:

        Bereit für kritische Nachfragen?

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        @ Mein Name ist Liebe

        Wenn sich dein Nick auf die Bibel/Jesus/“Gott“ beziehen sollte (was naheliegend erscheint, wenn auch ein bisschen größenwahnsinnig – gut, es gibt auch andere, die sich für Napoleon halten), dann müsste er ehrlicherweise „Mein Name ist Hass“ lauten, denn ausgerechnet dieses Gotteskonstrukt der Bibel (nicht alle Gotteskonstrukte!) ist in erster Linie eifersüchtig, hasserfüllt, rachsüchtig und voller Vernichtungswut. Auch ich kenne die Bibel!

        Und dieser Bibel folgst du ja blind, denn du nimmst diese Bibel, die ich kenne und in der ein deutliches klares „Gottesbild“ vorgestellt wird, wörtlich. Obwohl es weder andere Hinweise auf die Existenz eines transzendenten Himmels und einer transzendenten Hölle noch solche auf die der Existenz auch nur eines einzigen „Gottes“ gibt, glaubst du felsenfest an das, was Druckmaschinen auf Papier und Buchbindemaschinen zusammengenäht haben. Der Unterschied z.B. zum „Herrn der Ringe“ ist nur der, dass wir heute noch wissen, dass es sich bei Mittelerde und den Hobbits um Fiktionen handelt. Bezüglich der Bibel wissen dies Historiker und sonstige ernstzunehmende Wissenschaftler zwar auch, aber der Glaube an den Wahrheitsgehalt der Bibel war bereits dank brutalster „Überzeugungsmethoden“ der Kleriker durch die Jahrhunderte bereits zu tief in die Gesellschaft eingedrungen, um hier noch problemlos aufklären zu können.

        Wäre die Bibel – so wie sie geschrieben steht – vor fünf Jahren auf den Markt gekommen, niemand würde sie auch nur kaufen, geschweige denn für bare Münze nehmen. Denn „Der Herr der Ringe“ ist im Gegensatz zur Bibel wenigstens gut geschrieben.

        Deshalb bin ich ja wegen Unmenschen, wie dem Todesengel aus Kalkutta, so erbittert, weil sie wegen des kindischen Aberglaubens an bedrucktes Papier ihre Mitmenschen leiden lassen. Man mag sich gerne selbstkasteien oder von mir aus ein Loch ins Knie bohren, um Kaffee draus zu trinken. Aber unsere Mitmenschen sollten wir würdevoll behandeln und ihnen wenn möglich das Leid nehmen.

        Die Heiligsprechung dieser Hexe zeigt die innere Verrohung der katholischen Kirche, die wirklich und für jeden deutlich sichtbar vom Kopf her stinkt. Dieses Konstrukt kann und soll niemand mehr retten.

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        • dongamillo schreibt:

          Hallo Bernd, ich möchte versuchen dir diesen Gott etwas näher zu bringen. Eine Basis seines Handelns ist Gerechtigkeit. Das heißt jede Verfehlung zieht eine Konsequenz nach sich. Mit den Zehn Geboten hat er der Willkür der damaligen Menschen einen Rahmen gesetzt. Vorher „Einen Menschen erschlug ich für eine Beule…..“ Danach “ Auge um Auge……..“ Was eine Verhältnismäßigkeit herstellte. Im NT hat er die Gebote nochmal verfeinert. „Wer einen Menschen beschimpft …..wird zum Mörder…..“ Aber er hat auch einen Ausweg aus dem Dilemma geschaffen. Er hat die Strafe auf sich genommen damit wir frei werden können. Damit ist die Rache nicht blind auf alle Menschen gerichtet. Dein Gottesbild solltest du in diesem Fall korrigieren.

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        • Bernd Kammermeier schreibt:

          Lieber dongamillo,

          „Hallo Bernd, ich möchte versuchen dir diesen Gott etwas näher zu bringen.“

          Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich das Scheusal losgeworden bin – dank meines evangelischen Religionslehrers.

          „Eine Basis seines Handelns ist Gerechtigkeit. Das heißt jede Verfehlung zieht eine Konsequenz nach sich.“

          Für unerlaubtes Obstessen von zwei Menschen (was ihnen vor der Erkenntnis unmöglich klar sein konnte) gibt es: 1.) schmerzhafte Geburt bis ans Ende der Menschheit, 2.) Sterblichkeit, 3.) Schikanen für den Bauern, 4.) fersestechende Schlangen. Weil es deinen gerechten „Gott“ reut, die Menschen geschaffen zu haben, rottet er sie praktisch aus – inklusiver aller Tiere, die nun wahrhaftig nichts für menschliche Verfehlungen können, und aller ungeborener Kinder, die noch nicht einmal die Chance bekommen sollten, etwas Unrechtes zu tun. Oder zwei Städte werden von ihm bombardiert (warum erinnert mich das immer an Dresden und Hamburg?), weil dort Schwule lebten, während er den Vater, der seine minderjährigen Töchter ohne Not einem Mob zur Massenvergewaltigung anbietet und der später inzestuöse Beziehungen zu den Töchtern unterhält, als einziges Familienoberhaupt rettet. Oder der eine Jungfrau vergewaltigt (er hat Maria nicht mal gefragt), um seinen eigenen Sohn später brutal hinrichten zu lassen, damit er selbst sich (?) davon überzeugt, den schlimmen, bösartigen und unverzeihlichen Obstdiebstahl nach Jahrtausenden zu sühnen (was dann de facto gar nicht geschah. Oder müssen Frauen mittlerweile Kinder nicht mehr unter Schmerzen gebären, sind wir wieder unsterblich, haben es die Bauern leichter und sind wir immun gegen Schlangenbisse?). Oder der als „Sohn“ den lüsternen Blick auf eine andere Frau als Ehebruch wertet (der mit Steinigung bestraft werden muss).

          Siehst du hier wirklich Gerechtigkeit als Basis des Handelns? Oder haben sich alle Bibelautoren geirrt und nur Unsinn geschrieben?

          „Mit den Zehn Geboten hat er der Willkür der damaligen Menschen einen Rahmen gesetzt.“

          Welcher Willkür? Der, die ich oben als „Gottes“ Handeln aufgelistet habe? Warum hält sich niemand der Israeliten an das 5. Gebot? Zu keiner Zeit. Weil es ausschließlich für linientreue Gemeindemitglieder galt!!! Richtig übersetzt heißt es: Du sollst nicht morden! Töten durfte man mit „Gottes“ Hilfe nach Lust und Laune, ja, die Landnahme wird als verherrlichter Genozid geschildert – wieder sterben Männer, Frauen, unschuldige Kinder und Ungeborene. Die ersten drei Gebote spiegeln nur einen eitlen Fatzke von „Gott“, der keine Konkurrenz duldet. Warum nur? Weil andere Götter besser sind als er? Eieiei…

          „Vorher „Einen Menschen erschlug ich für eine Beule…..“ Danach “ Auge um Auge……..“ Was eine Verhältnismäßigkeit herstellte.“

          Das ist finsterste schwarze Pädagogik, die in einem modernen Rechtsstaat aber so was von ausgedient hat. Heute steht der Menschen (Täter UND Opfer) im Mittelpunkt, nicht ein alt- oder neutestamentlicher Rachegedanke.

          „Im NT hat er die Gebote nochmal verfeinert. „Wer einen Menschen beschimpft …..wird zum Mörder…..““

          Ja herrlich! Böhmermann muss lebenslänglich hinter Gitter (zur Zeit Jesu: gesteinigt werden), weil er ein Schmähgedicht geschrieben hat. Tolle Bibeljustiz!!! Vorbildlich. Na ja, wie in Gottesstaaten halt…

          „Aber er hat auch einen Ausweg aus dem Dilemma geschaffen. Er hat die Strafe auf sich genommen damit wir frei werden können.“

          Er hat seinen durch seine Vergewaltigung entstandenen Sohn von Römern foltern und hinrichten lassen und später den Juden die Schuld dafür in die Schuhe geschoben. Feige Sau!

          „Damit ist die Rache nicht blind auf alle Menschen gerichtet.“

          Ja, nur auf fast alle.

          „Dein Gottesbild solltest du in diesem Fall korrigieren.“

          Meinst du das allen Ernstes? Du solltest mal dein Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit überprüfen. Lies die Bibel, bitte lies sie einmal wirklich. Denke darüber nach, was du liest. Es hilft…

          Gefällt 4 Personen

        • Arnold schreibt:

          „Mit den Zehn Geboten hat er der Willkür der damaligen Menschen einen Rahmen gesetzt.“
          Ich dachte die Zehn Gebote wären nur ein Regelwerk und kein Strafgesetzbuch. Und wenn Moses kurz nach dem Erhalt der Zehn Gebote, worunter sich „du sollst nicht morden“ befindet, ein Massaker anordnet, kann man dann als Bestrafung auch gegen Ehebruch oder dem Stehlen oder durch für ein Scheiterhaufen Feuer zu machen gegen den Sabbat verstoßen?

          „Er hat die Strafe auf sich genommen damit wir frei werden können. Damit ist die Rache nicht blind auf alle Menschen gerichtet.“
          Ach so, und ich dachte bisher, das wäre wegen der Erbsünde durch Adam und Eva. Wieder mal was neues gelernt. Exegese sei Dank. Oder hast du ein Kapitel wo das genau so steht?

          Auf jeden Fall können wir froh sein, dass unsere Gesetze nicht mehr von solchen Göttern kommen.

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    • Arnold schreibt:

      „Es ist wie mit so vielen Themen, wenn man zu einem „heiligen“ Thema etwas sagen möchte sollte man sich an die heiligen Originale, also an der Bibel halten um der Wahrheit etwas auf der Spur zu kommen.“
      Wahrheit in der Bibel? Bei so vielen Widersprüchen kann ich da keine Wahrheit entdecken. Oder geht das nur mit Exegese?
      Und was ist an der Bibel original?

      Zu solchen Fällen kann man echt nur sagen: MAN GLAUBT ES NICHT!
      Ich warte nur noch darauf, dass Adolf Hitler heilig gesprochen wird. Da er bis jetzt nicht aus der katholischen Kirche exkommuniziert wurde, hat er ja noch die besten Voraussetzungen dafür.

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  2. Pingback: MGEN-Podcast Folge 2016.08: Ich dachte die mögen das! | Man Glaubt Es Nicht!

  3. apfelgri schreibt:

    Zu Mutter Teresa ist noch folgender Videoausschnitt sehenswert:

    (Grobübersetzung von mir)

    Einmal traf ich eine Frau, die an großen Schmerzen ihrer Krebserkrankung litt und ich sagte zu ihr „Das ist Jesus‘ Kuss, ein Zeichen, dass du Jesus am Kreuz so nahe gekommen bist, dass er dich küssen kann.“
    Und die Frau, obwohl sie solche großen Schmerzen hatte, faltete ihre Hände und sagte „Mutter Teresa, bitte sag Jesus, dass er aufhören soll mich zu küssen.“

    Gefolgt von einem wirklich bizarren Kichern und Glucksen von „Mutter“ und Buckley.

    Gefällt 2 Personen

    • Arnold schreibt:

      „Mutter Teresa, bitte sag Jesus, dass er aufhören soll mich zu küssen.“

      Ja und auch bitte aufhören sich in unser Leben einzumischen. Ohne Jesus keine katholische Kirche, ohne katholische Kirche keine Martin Luther Schriften, wie „Von den Juden und ihren Lügen“, ohne Martin Luthers Schriften kein „Mein Kampf“ und ohne mein Kampf kein solches Leid im zweiten Weltkrieg.

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      • Mein Name ist Liebe schreibt:

        Die soziale Lehre des Christentums wäre die beste Option für Chancen-Gleichheit und Brüderlichkeit unter Menschen, weil es auf Liebe gründet. Die Deterministen und Konditionierer der sog. Wissenschaft sind immer auf dem Holzweg mit ihren Vorschlägen.
        Die Evidenz bestätigt meine Feststellung!
        Es ist die Zeit umzukehren!

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        • Victor schreibt:

          Das ist kompletter Käse.
          Die vernünftigen Regeln für das Zusammenleben existieren schon so lange wie es Menschen gibt, die zusammen leben. Sie wurden schon immer genauso gut und schlecht befolgt wie bei den angeblich so tollen Christen, die sie auch noch auf die eigene Religion begrenzen (wie alle monotheistischen Religionen).
          Die ‚Liebe‘ gilt immer nur für Anhänger des eigenen imaginären Freundes aka ‚Gott‘, die anderen kommen in die Hölle. War wohl nix mit Liebe.
          Wissenschaftler sind weder ‚Deterministen‘ noch ‚Konditionierer‘ (man sollte keine Fremdworte benutzen, die man selbst nicht versteht).
          Sie betrachten lediglich die Welt so wie sie ist und untersucht reale Phänomene statt imaginärer.
          Das steht im Gegensatz zum gottesgläubigen Größenwahn, der der Meinung ist, es gäbe ein Wesen, daß sich speziell nur um die ganz persönlich kümmert, die an es glauben und feste zu ihm ‚Beten‘.
          Die Evidenz zeigt, daß die Wahrscheinlichkeit der Existenz auch nur eines einzigen der auf diesem Planeten zur Zeit verehrten ca. 3.000 Götter (die paar zigtausend der Hindus habe ich mal weggelassen) gegen Null geht.
          Die Zeit umkehren würden alle Religionen gerne, am besten Bildung und kritisches Denken abschaffen und zurück ins Mittelalter wie es beim Islam leider weltweit gerade geschieht. Der feuchte Traum eines jeden Religionsführers.

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        • Arnold schreibt:

          „Es ist die Zeit umzukehren!“
          „Die soziale Lehre des Christentums wäre die beste Option für Chancen-Gleichheit und Brüderlichkeit unter Menschen, weil es auf Liebe gründet.“

          Also gegen Zeit umdrehen wäre ich nicht in allen Punkten dagegen, aber schauen wir uns doch mal die negativen Punkte an. Was gab es während der christlichen Dominanz – oder sollte man dazu Herrschaft sagen – in Europa neben der Inquisition? Die Kreuzzüge! Die schon beim Aufbruch dadurch finanziert wurden, dass man besonders die jüdische Bevölkerung, aber auch andere unerwünschte Minderheiten und Andersgläubige, also Heiden, beraubt und getötet hat. Also Liebe kann ich da mal gar nicht entdecken. Aber da kommen wohl wieder solche Ausreden wie, dass es noch gar kein richtiges Christentum gab, so wie es hier super dargestellt ist:

          Durch unsere heutigen Werte, wie der Religionsfreiheit, müssten die monotheistischen Religionen sowieso verboten werden, wenn diese schon die anderen Götter leugnen. Das ist beim heutigen europäischen Christentum kein so großes Problem mehr, was beim Islam ganz anders aussieht. Dieses Verhältnis sah aber einige hundert Jahre nach der Entstehung des Islams genau andersrum aus. Da waren die Christen die radikalen Gotteskrieger im heiligen Krieg und im Islam gab es eine Religionsfreiheit, auch wenn diese nicht so aussah wie man sich dies heute vorstellt. Ähnlich wie mit der Demokratie bei den alten Griechen. Und das gab es alles im Islam trotz eines Propheten, der Diktator, Kriegsverbrecher, Vergewaltiger und Pädophil war.

          Aber gut drehen wir doch die Zeit noch weiter zurück. Vor dem Christentum gab es unter den Römern ebenfalls Religionsfreiheit. Da war es nicht nur eine Freiheit im Sinne von Toleranz anderer Religionen, NEIN die fremden Götter wurden sogar in die eigenen Tempel mit aufgenommen und diesen wurde dann auch gehuldigt. Also eine viel bessere Religionsfreiheit durch Akzeptanz, als die von Mohammed eingeführte mit zusätzlichen Steuerabgaben. Vor Mohammed gab es sogar eine den Römern ähnliche Religionsfreiheit. Da durfte jeder seine Götter in die Kaaba bringen und dahin pilgern. Diese Art von Religionsfreiheit hat Mohammed in eine abgeschwächte Form gebracht, aus der er sogar finanzielle Vorteile ziehen konnte. Daher kann man auch nicht sagen, dass er für eine Religionsfreiheit war oder diese eingeführt hätte.
          Aber zurück zu der römischen Gesellschaft. Religionsfreiheit war da auf jeden Fall mit unserer heutigen vergleichbar, wenn nicht sogar noch viel freier. Aber was ist mit der Sklaverei, die auch nicht durch das Christentum abgeschafft wurde. Dieses ist mit dem 4. Artikel der Menschenrechte nicht vereinbar.

          Wenn wir nun noch weiter zurück gehen würden, könnte man bestimmt andere Punkte finden die dann mit dem 4. Artikel der Menschenrechte vereinbar wären. Aber ich bin mir sicher, dass man da dann andere Punkte findet, die nicht vereinbar wären. Also bleiben wir doch da wo wir sind und gestallten lieber uns eine bessere Zukunft. Dies scheint trotz ständiger kleiner Rückfälle und dem Bevölkerungswachstum auch zu funktionieren. Was Hans Rosling in seinen zahlreichen Filmen auch super darstellt. Hier mal eins davon:

          Gefällt 1 Person

        • phoen23 schreibt:

          „Die Deterministen und Konditionierer der sog. Wissenschaft sind immer auf dem Holzweg mit ihren Vorschlägen“- ??? Kannst du diesen Satz bitte mal erläutern?

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  4. Anonymous schreibt:

    selten so nen haufen faschistischen scheis gelesen

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