Hassmensch Martin Luther: Geifernd gegen Juden, Frauen, Bauern und … eigentlich gegen alle

Die evangelische Kirche feiert mal wieder den Reformator Martin Luther. Und das nicht etwa ein Jahr lang – nein, das wäre viel zu wenig für den großen Mann – sondern gleich mit einem ganzen Jahrzehnt, der sogenannten Luther-Dekade. Dabei wird seit 2008 in jedem Jahr eine andere Facette des Werks des bedeutenden Kirchenmannes gefeiert, bis dann 2017 als Höhepunkt der 500. Jahrestag der Reformation selbst begangen wird. An eher unangenehme Zitate zu Juden oder Frauen erinnert man sich vielleicht vage. Aber vielleicht waren das ja nur einzelne Fehltritte, oder sie wurden dem Kirchenlehrer Luther irgendwie in den Mund gelegt. Es bietet sich an, mal etwas genauer zu schauen, wen die evangelische Kirche in Deutschland da so ausgelassen feiert. Am besten, indem man ein paar Zitate sammelt und den Helden der Reformation so selbst zu Wort kommen lässt …

Martin Luther: Die Juden sind unser Unglück! Synagogen abbrennen!

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“ (Martin Luther: Von den Juden und ihren Lügen, Tomos 8, S. 88ff)

„Wie es unmöglich ist, dass die Aglaster ihr Hüpfen und Getzen lässt, die Schlange ihr Stechen: so wenig lässt der Jüde von seinem Sinn, Christen umzubringen, wo er nur kann.“ (Martin Luther: Tischreden. Erlanger Ausgabe der Werke Luthers, Bd. 62, S. 375)

„Darum wisse Du, lieber Christ, und Zweifel nichts dran, dass Du, nähest nach dem Teufel, keinen bittern, giftigern, heftigern Feind habest, denn einen rechten Juden, der mit Ernst ein Jude sein will.“ (Martin Luther: Handbuch der Judenfrage, S. 182)

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben eben dasselbige darin, was sie in ihren Schulen treiben …“ (Martin Luther: Handbuch der Judenfrage, S. 233-238)

Passend dazu hier nicht Luther, sondern der evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse aus Eisenach zur „Reichskristallnacht“: „Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird … die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt.“

Martin Luther: Frauen sind Unkraut!

„Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.“ (Martin Luther: Werke. Weimarer Ausgabe, Bd 10/2, Weimar 1907, S. 296)

„Es ist ein arm Ding um ein Weib. Die größte Ehre, die das Weib hat, ist, dass wir allzumal durch die Weiber geboren werden.“ (Martin Luther: Von der Ehe, zit. nach Gesamtausgabe von Johann Georg Walch, Halle 1734, 22. Band, Kap. 43, §16)

„Die Ordnung fordert Zucht und eher, dass Weiber schweigen, wenn die Männer reden.“ (Martin Luther: Weimarer Ausgabe, VIII, S. 498, 12)

„Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“ (zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz&Gelberg, S. 111)

„Eine Frau hat häuslich zu sein, das zeigt ihre Beschaffenheit an; Frauen haben nämlich einen breiten Podex und weite Hüften, daß sie sollen stille sitzen.“ (zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz & Gelberg, S. 111)

Martin Luther: Tötet die Bauern!

„Steche, schlage, würge hie, wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmer mehr erlangen“. (Luther über die aufständischen Bauern, Weimarer Ausgabe 18, S. 357 f)

„Drum soll hier erschlagen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und daran denken, daß nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann als ein aufrührerischer Mensch; (es ist mit ihm) so wie man einen tollen Hund totschlagen muß: schlägst du (ihn) nicht, so schlägt er dich und ein ganzes Land mit dir.“ (Martin Luther: Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern, zitiert nach Fromm, Erich (1985): „Über den Ungehorsam“, dtv München, S. 15)

Martin Luther: Wir brauchen Tyrannen!

„Es ist eine verdammte, verfluchte Sache mit dem tollen Pöbel. Niemand kann ihn so gut regieren wie die Tyrannen. Die sind der Knüppel, der dem Hund an den Hals gebunden wird. Könnten sie auf bessere Art zu regieren sein, würde Gott auch eine andere Ordnung über sie gesetzt haben als das Schwert und die Tyrannen. Das Schwert zeigt deutlich an, was für Kinder es unter sich hat, nämlich nichts als verdammte Schurken, wenn sie es zu tun wagten. “ (Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526)

Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein. Das wusste Gott wohl; drum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand. (Martin Luther: Wider die Bauern, 1525)

Martin Luther: Tötet den Papst!

„Der Papst ist der Teufel; könnte ich den Teufel umbringen, warum wollte ich´s nicht tun?“ (Martin Luther, Zwo harte ernstliche Schriften Doct. Martini an den Christlichen Leser, 1518, Tomos 1, Punkt II., S. 24 b)

„So wir Diebe mit Strang, Mörder mit Schwert, Ketzer mit Feuer strafen, warum greifen wir nicht viel mehr an diese schädlichen Lehrer des Verderbens als Päpste, Kardinäle, Bischöfe und das ganze Geschroürm (= Geschwür) der Römischen Sodoma mit allerlei Waffen und waschen unsere Hände in ihrem Blut …?“ (Martin Luther: Zwo harte ernstliche Schriften Doct. Martini an den Christlichen Leser, 1518, Tomos 1, Punkt II., S. 24)

Fazit: Luther war ein geifernder Hassmensch

Kurz: Der von der evangelischen Kirche in Deutschland ein ganzes Jahrzehnt lang eifrig befeierte Reformationsheld Martin Luther war ein bösartiger, hasserfüllter Mann, geifernd gegen Frauen, Juden, Bauern und einfache Leute. Der Hassprediger war sogar für damalige Verhältnisse reaktionär, stand zu Gewalt und Mord aufrufend auf Seiten des Adels und der Obrigkeit. Nur eine einzige Person hasste Luther noch viel mehr als alle anderen – und zwar den Papst!

Warum die ach so progressive evangelische Kirche diesen widerlichen Mann, der u.a. den Nazis als Stichwortgeber diente, nicht kritisch aufarbeitet – oder zumindest in altbekannter Manier unauffällig unter den Tisch kehrt – das bleibt völlig unklar. So eine abscheuliche Person über ein Jahrzehnt lang zu feiern … echt jetzt?

Die Mehrzahl der Zitate wurde zusammengetragen von www.projektwerkstatt.de.

Ausschnitt aus der MGEN-Podcast-Folge 2016.05 zum Thema:

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69 Antworten zu Hassmensch Martin Luther: Geifernd gegen Juden, Frauen, Bauern und … eigentlich gegen alle

  1. dongamillo schreibt:

    Prüfet alles und das Gute behaltet!

    😉

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  2. Flo schreibt:

    Diesmal kann ich dem Artikel tatsächlich größtenteils zustimmen. Wieso man sich bei der evangelischen Kirche nicht viel stärker mit den verachtswerten Ansichten Luthers auseinandersetzt, bleibt mir auch völlig schleierhaft. Dabei spielt es auch keine Rolle, wieviel man jetzt Luther selbst und wieviel dem damaligen Zeitgeist anzurechnen hat. Mist bleibt Mist und mußt eindeutig und immer wieder als solcher benannt werden.
    Und trotzdem kann man natürlich andere Teile seines Wirkens abfeiern. Ich kann ja auch die meisten Bücher und Kommentare von Lovecraft toll finden, obwohl obwohl in anderen zutiefst widerliche Ansichten geäußert werden.

    Offtopic: Wo ist eigentlich der Artikel über militante Atheisten hin? Kann den nicht mehr finden

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  3. Dieter Kleve schreibt:

    Das ist noch viel schlimmer als ich in Erinnerung hatte! Die evang. Kirche sollte ausdrücklich auf Distanz gehen zu ihrem antisemitischen Gründer!

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    • Frank schreibt:

      Verstehe sie nicht!
      Sie sind ein ignorant.
      Also weiter so? „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“
      Können ja Vorsitzender der Ablassorganisation werden.
      GAlileo Galileis STIMMT sicherlich auch nicht. Die Welt ist für sie noch eine Scheibe.

      Die wichtigen Inhalte die zum Protestantentum führten sind alle belegt.
      BF.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        Haben Sie Ihren Post eigentlich zum Verstehen komponiert oder einfach nur so aus einer Laune? Oder bin ich zu blöde, ihn zu verstehen?

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  4. dongamillo schreibt:

    Noch ne technische Frage: gibt es die Möglichkeit von „Gefällt mir“Buttoms oder findest du das nicht gut?
    🙂

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  5. Flo schreibt:

    Ich hab mich grad etwas näher mit dieser Lutherdekade beschäftigt und muss meine Aussage ein klein wenig korrigieren. Das Themenjahr 2013 hieß zwar „Toleranz“, aber man hat sich da wohl ganz überwiegend mit der Intoleranz Luthers auseinandergesetzt.

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  6. manglaubtesnicht schreibt:

    Bernd Kammermeier hat bei hpd.de einen Artikel speziell zu Luthers Antisemitismus geschrieben. Lesenswert.

    http://hpd.de/artikel/warum-martin-luther-antisemit-12990

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  7. Stella, ad Astra! schreibt:

    „Frauen sind Unkraut!“? Wirklich, das hat er gesagt? Aber zum Glück verdirbt Unkraut ja nicht 😉 😀
    Ich hätte mir aber nie gedacht, dass der so heftige Sätze um sich geworfen hat, weil er ja ziemlich angebetet wird. Aber irgendwo ist es halt eine andere Zeit gewesen, wo diese Sätze leider normal waren. Hoffen wir, dass diese Sätze heute nicht mehr fallen aber heilig war er sicher nicht.
    LG

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      „Aber irgendwo ist es halt eine andere Zeit gewesen, wo diese Sätze leider normal waren.“

      So ganz stimmt das auch nicht. Es gab eine Reihe von Zeitgenossen Luthers, die zwar auch das Judentum ablehnten (was bei monotheistischen Religionen untereinander normal ist), die aber den Juden ihre Freiheit zum Glauben lassen wollten. Luther war da ganz anders gestrickt. Sicher war er durch das Christentum geprägt, dass ja seit seinen Anfängen antisemitisch ist.

      Der Grund für diese radikale Ablehnung des Judentums liegt sicher zum größten Teil darin begründet, dass ein Teil der Juden ihre Häresie vom Juden- zum Christentum nach dem Brand des 2. Jerusalemer Tempels durch die Römer (ca. 70 u.Z.) für eine Erlösung von ihrer Verzweiflung hielten. Man fühlte sich von „Gott“ verlassen, der ja die Römer mit Leichtigkeit von ihrem Vernichtungswerk hätte abhalten können. Schließlich war der Tempel das „Haus Gottes“.

      Also suchte man nach einem neuen „Weg zur Wahrheit und dem Leben“, die „Gott“ besser gefallen würde, als das bisher praktizierte Judentum mit Gottesdienst im (nicht mehr existierenden) Tempel. Die Lösung war 1. eine Missionierung durch Reisen in andere Länder und 2. die Erfindung einer Erlösergestalt. Jetzt ist man ganz in jüdischer Tradition mit kabbalistischer Zahlenmystik vorgegangen: Wir sind 70 u.Z.. Es liegt eine Zeit der Prüfung (durch die Besatzung) vor, die religiös gesehen 40 Jahre beträgt (analog zu den 40 Jahren der Wanderschaft der Israeliten durch die Wüste ins gelobte Land, etc.).

      D.h. man war nun rechnerisch im Jahr 30 u.Z., in dem die Erlösung (und damit der Beginn der Prüfung, ob sich die Menschen des Sühneopfers würdig erweisen). Nach antiker Vorstellung war ein Mann im besten Alter, wenn er 30 Jahre alt war (dies wird oft synonym verwendet, auch wenn die Person etwas älter oder jünger ist. Aber der Erlöser sollte nun das ideale Alter von 30 Jahren haben.

      D.h. seine Geburt lag in etwa im Jahr 1 u.Z. Jetzt braucht man noch einige der bekannten Mythen aus umliegenden Ländern und Uminterpretationen alttestamentlicher Prophezeiungen und fertig ist die „Biographie“ des Erlösers: Geburt um 1 u.Z., Sühneopfer um 30 u. Z., 40 Jahre Prüfung bis 70 u.Z., die Prüfung geht negativ aus (Brand des Tempels), also Grund genug für eine Abspaltung von bisherigen religiösen Weg = das Christentum entsteht.

      Wie diese kabbalistisch konstruierte Figur heißt, ist auch hinlänglich bekannt: Jesus Christus. Da diese frühen Christen sich zwangsläufig vom bisherigen Weg des Judentums distanzieren mussten (sonst hätte die Häresie keinen Sinn gemacht), hassten sie sogar den jüdischen „Irrweg“. Paulus (vermutlich ebenfalls eine kompilierte Sagengestalt) fixierte dies in seinem Texten z.B. im 2. Brief an die Thessalonicher, der irgendwann im 1. oder 2. Jh. u.Z. entstand.

      D.h. die frühen Christen lösten sich radikal von der bisherigen Tempelpraxis, die sowieso nicht mehr möglich war, und suchten eine neue Heimat in Europa und im Vorderen Orient, während die Juden selbst in die Diaspora gingen und dorthin ihren Kult mitnahmen, ohne sich für Heiden zu öffnen.

      Dass Luther antijudaistisch eingestellt war ist also nachvollziehbar, jedoch musste man selbst in seiner Zeit nicht derart unflätig gegen die Andersgläubigen vorgehen. Luther hasste aber allgemein sehr gerne. Kaum eine Bevölkerungsgruppe, die nicht mit seinem Vernichtungswillen konfrontiert wurde.

      Interessierten möchte ich unsere Übersetzung von Luthers Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ ans Herz legen. Es ist Anfang diesen Jahres im Alibri-Verlag erschienen und verkauft sich erstaunlich gut (inzwischen gibt es die 2. Auflage). Offenbar gibt es eine Reihe von Bürgern, die wissen wollen, wer hier mit ihren Steuergeldern gefeiert wird. Ende dieses Jahres wird der 2. Band der judenfeindlichen Schriften Luthers von uns herausgegeben. Damit ist bewiesen, dass er mindestens im letzten Lebensdrittel Juden allein dafür hasste, dass sie Juden waren – also eindeutige Merkmale eines Antisemitismus, da für Luther selbst ein konvertierter Jude immer noch kein vollwertiger Christ war, sondern Jude blieb. Mit anderen Worten: Seiner Vernichtungsweihe entkam niemand, der von einer Jüdin geboren wurde (nach halachischen Recht die Voraussetzung, um Jude zu sein).

      Ich halte am 10. Juni in Bremen auf Einladung der Richard Dawkins Foundation einen Vortrag zu dem Thema. Titel: „Luthers Skandalbuch“. Da ist jeder herzlich willkommen, Eintritt frei.

      Mein Motto ist:
      LUTHER-JAHR?
      LUTHER-NEIN!

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      • dongamillo schreibt:

        Hallo Bernd, sehr interessant das wäre in meiner Nähe!
        🙂

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      • Flo schreibt:

        „Es ist Anfang diesen Jahres im Alibri-Verlag erschienen und verkauft sich erstaunlich gut (inzwischen gibt es die 2. Auflage). Offenbar gibt es eine Reihe von Bürgern, die wissen wollen, wer hier mit ihren Steuergeldern gefeiert wird.“

        Das ist eine sehr optimistische Interpretation der guten Verkaufszahlen einer antisemitischen Schrift. Leider halte ich eine weitaus düsterere für naheliegender…

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        • Bernd Kammermeier schreibt:

          „Das ist eine sehr optimistische Interpretation der guten Verkaufszahlen einer antisemitischen Schrift. Leider halte ich eine weitaus düsterere für naheliegender…“

          Das befürchtete man bei Hitlers „Mein Kampf“ Anfang des Jahres auch. Auch diese Neuausgabe verkauft sich gut. Jedoch so gut wie nicht in die rechtsradikale Szene, sondern eher an Historiker etc.

          Bei unserem Buch glaube ich auch nicht unbedingt, dass sich Neonazis mit dem IQ von Toastbrot durch ellenlange theologische Begründungen lesen wollen, warum Juden Abschaum seien.

          Beide Ergebnisse (bei Mein Kampf und Von den Juden …) könnte auch schlicht damit zusammenhängen, dass Neonazis so gut wie nie Bücher lesen. Täten sie es, wären sie vermutlich keine mehr. Außerdem haben wir einen entsprechenden Warnhinweis in das Buch gedruckt. Gut, der hat nicht die Wirkkraft eines katholischen Zauberspruchs, aber immerhin…

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        • Flo schreibt:

          Wenn Sie wirklich glauben, dass „Neonazis so gut wie nie Bücher lesen“, haben Sie zwar ein sehr übersichtliches Weltbild, unterschätzen aber leider das Problem massiv.
          Und die Neuauflage von „mein Kampf“ umfaßt ~3500, oft kritische Anmerkungen. Dass Neonazis da weitherhin zu den im Internet verfügbaren PDFs älteren Ausgaben greifen, überrascht nicht. Der Vergleich hinkt also extrem.
          Was steht denn auf dem Warnhinweis?

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  8. Pingback: Die systematische Abwertung der Frau im Christentum | Man Glaubt Es Nicht!

  9. dongamillo schreibt:

    Mir geht es wie dem Luther, weil viele Worte vom Grundthema ablenken und ein falsches Gesamtbild entsteht, möchte ich mich gerne kurz halten, denn: „Wo viele Worte sind da geht es nicht ohne Sünde ab, (Sprüche 10,19)“, daher finde ich es schade dass hier kurze Statements oft nicht berücksichtigt werden.
    Zudem ist es sehr frustrierend ein gewisses Thema ausgearbeitet zu haben und dann wird es schlicht nicht veröffentlicht, So wird jede beginnende Diskussion im Keim erstickt, nur, weil dem Admin gerade die Logik gewisser Zwischenfragen oder kurzer Statements nicht einleuchten.
    😕

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  10. Bernd Kammermeier schreibt:

    Heute habe ich einen super Satz zu Luther gelesen: „Luther war ein Protestant reinsten Abwassers.“

    Ich brauchte einfach diesen Humorschub, nachdem ich die letzten Wochen mit der ätzenden Übertragung von Luthers Wortbrei für die beiden Folgebände zu „Von den Juden und ihren Lügen“ verbracht habe. Im Übrigen hat mich jüngst der Kirchenfinanz-Experte Dr. Carsten Frerk über die bisher feststehenden Kosten für Lutherdekade und Luther-Jahr informiert: 223.940.000,00 Euro aus dem allgemeinen Steueraufkommen (Bund, Länder und Kommunen).

    Gut, Tebartz rubbelt sich dabei die Hände und rechnet aus, wie viele zusätzliche Badewannen er dafür bekäme oder wie dick der Goldüberzug seine Privatwanne sein dürfte. Aber da ich dringendere Aufgaben in Deutschland sehe (z.B. Flüchtlings-Integration), kriege ich das große Übergeben. Blinde Politiker stellen sich selig lächelnd vor diverse Luther-Projekte, machen hippe Musik, flotte Sprüche und der unaufgeklärte Bürger muckt nicht auf.

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    • dongamillo schreibt:

      Hallo Bernd, ich verstehe dich. mein Problem ist was die Kirchen da draus gemacht haben…., Ich denke Luther würde sich im Grab umdrehn, oder?
      Ich persönlich kann Luther seine Eskapaden verzeihen. Es entspricht seinem Naturell. Wenn da einige Menschen daraus Konzentrationslager bauen ist das denen ihr Problem.
      Wo viele Worte sind geht es nicht ohne Sünde ab, und wenn man begriffen hat wie verderblich die Gesetzlichkeit der Juden für das Evangelium als Gnadenbotschaft ist kommt man schon in Wallung.
      Diese Gesetzlichkeit, das Vertrauen auf Äußerlichkeiten im Bezug zur Seligwerdung des Menschen, ist in allen Religionen das eigentliche Übel.
      An der letzten Beerdigung unter evangelischer Leitung wurde wieder einmal postuliert dass dieser Verstorbene auf Grund seiner TAUFE(als äußerliche Handlung) in den Himmel kommen würde…..da bekomme ich das Kotzen.
      Das ist ein geistiges Thema und muss geistig verstanden und angenommen werden, wie die Liebe, auch sie kann man nicht beweisen sondern nur immer wieder erleben.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        „…. mein Problem ist was die Kirchen da draus gemacht haben…., Ich denke Luther würde sich im Grab umdrehn, oder?“

        Im Gegensatz zu dir sind für mich nicht die Kirchen das Hauptproblem, sondern die Religionen, die immer noch in den „Gotteshäusern“ stecken. Luther würde sich höchstens im Grab rumdrehen, wenn er wüsste, wie wenig konfrontativ heute seine Glaubensbrüder mit Juden, Muslimen, Frauen, vermeintlichen Hexen, behinderten Kindern, Bauern und dem Papst umgehen.

        „Ich persönlich kann Luther seine Eskapaden verzeihen.“

        Das unterscheidet uns. Wer sich mit seinen menschenverachtenden Büchern befasst hat, muss diesen Augustin-Anhänger verabscheuen. Eine brennende Synagoge ist eine brennende Synagoge ist eine brennende Synagoge.

        „Es entspricht seinem Naturell.“

        Feiern wir einen NPD-Hetzer? Müssen wir uns demnächst auf eine Hitler-Dekade einstellen? Oder auf ein Streicher-Jahr? Wenigstens einen Göbels-Tag? Diese hatten auch das Demagogen-Naturell und wir verbannen sie zurecht in die tiefste Mottenkiste der deutschen Geschichte.

        „Wenn da einige Menschen daraus Konzentrationslager bauen ist das denen ihr Problem.“

        Nein, das ist das Problem der Opfer und deren Angehörigen. Aber auch so ist Luther keine einfach verbale Dreckschleuder gewesen, der halt nachgeahmt wurde, sondern er wird heute (in Worten: H E U T E !!!) für hunderte Millionen Steuergelder gefeiert. Das ist der Skandal!!!!!!!!

        „Wo viele Worte sind geht es nicht ohne Sünde ab, …“

        Ich habe sehr dicke Bücher, Romane und Sachbücher, in denen es völlig ohne jede „Sünde“ abgeht. Deine Worthülse ist eine billige Ausrede, die ich entschieden zurückweisen muss. Ich habe auch Hitlers Mein Kampf studiert. Dieses Buch enthält mehr zusammenhängende Textpassagen, die positiv zu bewerten sind, als in „Von den Juden und ihren Lügen“ oder im „Schem Hamphoras“ stehen. Ist deswegen Hitler entschuldigt, weil er auch nicht ohne Sünde auskam? Das ist doch Unsinn!

        „… und wenn man begriffen hat wie verderblich die Gesetzlichkeit der Juden für das Evangelium als Gnadenbotschaft ist kommt man schon in Wallung.“

        Aha, daher der Lutherfreund in dir. Du bist wohl selbst ein verkappter Antisemit, wie?

        „Diese Gesetzlichkeit, das Vertrauen auf Äußerlichkeiten im Bezug zur Seligwerdung des Menschen, ist in allen Religionen das eigentliche Übel.“

        Das eigentlich Übel in allen Religionen ist die Religion.

        „An der letzten Beerdigung unter evangelischer Leitung wurde wieder einmal postuliert dass dieser Verstorbene auf Grund seiner TAUFE(als äußerliche Handlung) in den Himmel kommen würde…..da bekomme ich das Kotzen.“

        Ich bekomme das Kotzen, wenn man Menschen einredet, es gäbe ein Jenseits. Das ist Lüge, nichts als Lüge.

        „Das ist ein geistiges Thema und muss geistig verstanden und angenommen werden, wie die Liebe, auch sie kann man nicht beweisen sondern nur immer wieder erleben.“

        Im Gegensatz zum Jenseitsflug ohne Rückflugticket (denn der Jüngste Tag wird wohl nie kommen) kann man die Liebe real erleben. Daher ist diese bewiesen. Aber wenn jemand seinem Kinderglauben treu bleiben will… bitte schön. Nur bitte keinen Respekt von mir dafür einfordern. Mich respektiert auch keiner dafür, wenn ich an das Sandmännchen glaube…

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  11. dongamillo schreibt:

    Zum Luthertag noch eine kleine Aufmerksamkeit für Atheisten;
    in einer Predigt hat mal ein von mir geschätzter Prediger behauptet, das Luther den Atheismus gesellschaftsfähig gemacht haben soll !? (oder so ähnlich)
    Er begründete diese Aussage damit, Luther habe als erster überhaupt die Möglichkeit ins Auge gefasst, es könnte auch keinen Gott geben…..
    Vorher war es allgemeine Annahme es gibt irgend welche Götter, es ist nur nicht klar welcher der richtige ist….
    Ich habe jetzt noch keine weiteren Belege für die Annahme gefunden aber ich finde es eine spannende Aussage!

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  12. Anonymous schreibt:

    Leute, Luther hat verdammt viel scheiße gebaut aber ohne Luther gäbe es vielleicht noch Ablassbriefe oder dass der Gottesdienst auf Latein wäre.Abgesehen davon wurden Luthers Texte immer wieder übersetzt und ausgeschmückt dementsprechend wird das einen wahren Kern haben aber Luther kann es auch komplett anders Formuliert haben. Aber im großen ganzen sollte Luther wirklich nicht so krass verehrt werden.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      An der Reformation waren bereits vor, während und nach Luther noch viele andere dran. Auch ohne diesen Unmensch wäre die römische Kirche zurückgeschraubt worden. Und ob eine Messe auf Latein gelesen wird, interessiert mich nicht die Bohne, zumal das bis in die 1960er-Jahre durchaus noch verbreitet war.

      Zu den Texten: Luthers Texte wurde nicht ausgeschmückt und auch nicht immer wieder übersetzt. Von seinen lateinischen Traktaten einmal abgesehen. Es gibt heute von hunderten Luther-Schriften originale Erstausgaben und von vielen sogar seine handschriftlichen Originalmanuskripte. Das, was er geschrieben hat, ist also bestens belegt und erhalten. Luther war ein Sprachferkel, der eine unappetitliche Fäkalsprache verwendete, die heute vermutlich sogar bei Facebook gelöscht würde. So jemanden feiert man überhaupt nicht. Das ist einfach nur widerlich.

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      • Carsten schreibt:

        @Bernd Kammermeier:

        Luther war aber nunmal genau das Arschloch, welches die Bibel übersetzt hat und ihren Inhalt den Bürgern vor Augen geführt hat. Alle vor und nach ihm waren nicht zu dieser Zeit an diesem Ort, um das zu tun.
        Somit war er, ungeachtet seines Charakters, derjenige mit der richtigen (rechten?) Nase zur richtigen Zeit. So einen gab es später ja nochmal.

        Ob die Messe in Latein gesungen wird oder verständlich in einer dem Bürger geläufigen Sprache hat damals eine ganze Menge Leute interessiert. Deswegen fand die Reformation ja so erfolgreich statt.

        Man muss nicht über die menschlichen Qualitäten Luthers diskutieren, um das zu bewerten, was er an Aufklärung geleistet hat.

        Meinetwegen: Luther war ein sexistisches, rassistisches Arschloch.
        Geschenkt. Spielt keine Rolle!
        Es heisst „Reformationstag“ und nicht „Luthertag“.

        Wen juckt es denn heute, was der Mönch von Frauen hielt?
        Wenn er heute miterlebte, was er angestoßen hat, würde er sich sowieso an den Kopf fassen.
        Er hat Kriege ausgelöst, der schrecklichste war von 1618 bis 1648.
        Und nur deshalb, weil er den Schwachsinn, der in der Bibel steht, für jeden in eine verständliche Sprache übersetzt hat.

        Ob er Sexist, Rassist oder einfach nur ein Arschloch oder alles zusammen war, das ist nun wirklich kaum diskussionswürdig. Fakt ist: er hätte besser die Schnauze gehalten.
        Dann hätte viel Leid nicht stattgefunden und seine Aufklärung wäre womöglich weniger blutig gewesen.

        Es zeigt einmal mehr, dass der Glauben an irgendeinen Gott niemals zu etwas gutem führt.
        Ob die Gehirnwäsche auf Latein, Deutsch, Arabisch oder Türkisch stattfindet:
        Immer, immer gibt es Krieg, Mord, Totschlag und Unterdrückung. Der Blödsinn findet seinen Weg in die Politik, und damit ist die Rationalität und die Vernunft begraben.

        Noch nie kam etwas gutes dabei heraus. Die Reformation ist gewiss kein Grund zum Feiern.
        Aber keine der Erfindungen, die sich „Religion“ nennen, ist ein Grund zum Feiern.

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        • dongamillo schreibt:

          Man kann da einfach sehen wie jeder vernünftige Ansatz der Wahrheit durch alle möglichen Mittel versucht wird zu zerstören. Schau die KIRCHE heute an, eure Ablehnung der Religion ist nur zu verständlich. Die Wahrheit des GLAUBENs steht deshalb trotzdem noch da!

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          • Bernd Kammermeier schreibt:

            „Die Wahrheit des GLAUBENs steht deshalb trotzdem noch da!“

            Noch mal: Ohne Religion, ohne Kirche/Synagoge/Moschee/Tempel gäbe es nicht den dort propagierten Glaube. Nicht, weil die Menschen nie von sich aus allerlei Unsinn geglaubt hätten (die Geschichte ist voll davon), sondern weil Religion und ihre Institutionen den alten Glaube dogmatisieren und jede Abweichung unter fürchterlichste Strafen stellen. Daher glauben Menschen aus Angst!

            „Dein Jesus“, den du aus der Bibel herauslesen willst, wurde dort von der entstehenden Institution Kirche hineingeschrieben, um sich selbst zu legitimieren. Nimm das doch einfach mal zur Kenntnis. Das wäre der Mikrometer, von dem ich für dich hoffe, dass du ihn eines Tages gehst.

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            • dongamillo schreibt:

              Hallo Bernd, das hört sich an wie die Frage: Was war zuerst, die Henne oder das Ei.
              Da ich den lebendigen Gott kennengelernt habe wird auch die Henne vor dem Ei gewesen sein. ebenso mit Gott, da er für viele nicht mehr zugänglich war setzten sie religiöse Zeremonien ein. dass sich damit gut Macht und Geld produzieren ließ ist ein positiver Nebeneffekt der von diesen Subjekten natürlich gern ausgenutzt wird.
              Und noch einmal, als Christ braucht man keine Angst mehr vor Gott zu haben, Ehrfurcht ist etwas total anderes, aber dabei beuge ich mich vor keinem Menschen.
              Was du immer wieder zu Recht anprangerst ist Religion, das ist einfach etwas total anderes wie der lebendige Glauben den auch ich kennen lernen durfte. Wenn du diese Tatsache einmal in deine Betrachtungen einbeziehen könntest wäre schon mehr wie ein Mikrometer gewonnen.

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            • Bernd Kammermeier schreibt:

              „Und noch einmal, als Christ braucht man keine Angst mehr vor Gott zu haben,“

              Gilt das auch für alle Nichtchristen? Oder müssen die weiterhin Angst haben? Und was ist mit denen, die keine richtigen Christen sind? Müssen die Schlottern und Zähneklappern? Oder ist das alles wurscht – Luther weist ja sogar nach, dass Mose, Adam und Eva Christen waren – und „Gott“ hat einfach alle Menschen bedingungslos lieb? Ja, das wäre wunderbar. Dann bräuchte ich mich um den ganzen Käse mein Leben lang nicht zu kümmern und nach meinem Tod weist mir der freundliche alte Mann am Tresen da oben meine zuständige Kommune oder Engels-WG zu. Supi…!

              „Was du immer wieder zu Recht anprangerst ist Religion, das ist einfach etwas total anderes wie der lebendige Glauben den auch ich kennen lernen durfte. Wenn du diese Tatsache einmal in deine Betrachtungen einbeziehen könntest wäre schon mehr wie ein Mikrometer gewonnen.“

              Siehst du, das ist es, was ich meine. Du willst, dass ich den Koch rausschmeiße, aber sein Essen lobe. Gläubige kriegen es hin, dass sie einer Schöpfung huldigen, aber die Evolution ablehnen, Ich schaffe das nicht. Tut mir leid. Für mich gibt es ein eisernes Grundprinzip: die Kausalität. Wären Maria und Josef nicht ins Bett gegangen, hätte es Kleinjesulein nie gegeben. Oder Maria war beim Nachbarn. Aber klar schon, der heilige Geist war es… Es gehört schon ein deutliches Defizit an Alltagserfahrungen dazu, dies dann „metaphorisch“ umzudeuten.

              Ich fürchte, den Mikrometer musst du schon gehen. In deiner Welt würde ich mich extrem unwohl fühlen. Und – wie gesagt – wenn „Gott“ sowieso alle Menschen gleich lieb hat, dann mache ich mir darüber keinen Kopf, bis ich vor ihm stehe und den paradiesischen Mietvertrag aushandele…

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        • Bernd Kammermeier schreibt:

          @ Carsten:

          „Meinetwegen: Luther war ein sexistisches, rassistisches Arschloch.
          Geschenkt. Spielt keine Rolle!
          Es heisst „Reformationstag“ und nicht „Luthertag“.“

          Würde man Luther nicht feiern, hätten wir uns die Arbeit, 1.000 Seiten Luther zu übersetzen, geschenkt. Doch wir sind in der LUTHER-Dekade und seit 31.10.2016 im LUTHER-Jahr. Es gibt die LUTHER-Playmobilfigur, LUTHER-Brot, LUTHER-Bier, LUTHER-Bonbons, Lutscher etc. pp. Insgesamt habe ich eine Liste von über 100 LUTHER-Produkten, die aus Gewinngründen mit Segen der EKD verkauft werden. Es finden allerorten LUTHER Pop-Oratorien, Musicals und sonstige Aufführungen statt. In Berlin wird ein neues LUTHER-Denkmal gebaut… Alles weitestgehend vom Steuerzahler finanziert. Aktueller Stand: ca. 260 Mio. Euro, Tendenz: steigend!

          Luther, nicht die Reformation, verspricht ein Geschäft zu werden. Dass seit ca. zwei Jahren krampfhaft versucht wird, den LUTHER-Hype zu einem Reformations-Hype zu formatieren zeigt Spuren des Tragikomischen. Der ehemalige „LUTHER-Truck“ der EKD, der jetzt verschämt „Reformations-Truck“ genannt wird und mit Riesenaufwand durch Europa tourt, zeigt deutlich die Verzweiflung der Initiatoren: Es interessiert niemanden die Bohne, ob da ein „Reformations-Truck“ auf dem Marktplatz xy steht. Es geht keiner hin.

          Also feiern wir ein antisemitisches Arschloch auf Kosten des Steuerzahlers. Na Klasse!

          Zu seiner Bibelübersetzung: Es gab vor Luther über ein Dutzend Bibelübersetzungen ins Deutsche, größtenteils nur Fragmente (z.B. das NT). Luther hatte dank seiner Vernetzung mit potenten Druckereien einen Vorteil, SEINE Übersetzung – die nebenbei vor Fehlern strotzt – unter das Volk zu bringen. Wobei mit „Volk“ die Literaten gemeint sind, die lesen konnten. Man schätzt die Gesamtzahl in Deutschland damals auf ca. 200.000.

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  13. hansarandt schreibt:

    Die katholischen Legalen, die damals Luther getroffen haben, sagen übereinstimmend, dass viele Schriften gar nicht von Luther selbst verfasst wurden. Weiß einer was darüber? Hab Ich aus dem Buch Luther der Ketzer von Volker Reinhardt.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Bezüglich der wirklich schlimmen Schriften Luthers (z.B. Von den Juden und ihren Lügen, Vom Schem Hamphoras und dem Geschlecht Christi, Von den letzten Worten Davids, Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei, Auslegung von Ps 109, Eine Vermahnung gegen die Juden, Brief an Josel von Rosheim etc.) kann man feststellen, dass sie Luther selbst oft genug zitiert hat. Außerdem wurden diese Werke von seinen Druckern (vor allem Hans Lufft) gedruckt, unter Aufsicht von Luther selbst.

      Es mag also ihm untergeschobene Bücher geben, doch die wirklich rassistischen antisemitischen, islamophoben, Frauen, Bauern und Behinderte verachtenden Bücher stammen eindeutig aus seiner Feder.

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      • manglaubtesnicht schreibt:

        Islamophob war Luther auch noch? Der ließ ja wirklich gar nichts aus.

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        • Bernd Kammermeier schreibt:

          Die Muslime hat er sogar noch geringer als die Juden eingeschätzt. Der „Alcoran“ war für ihn ein lächerliches Buch, mit dem man sich gar nicht größer beschäftigen muss. Aber Luther hatte natürlich auch vor einem Einfall der Muslime nach Europa Angst. Theologisch gesehen gehörten sie für ihn zu den Gottlosen und Ungläubigen. Na ja, jeder hat halt seine Sicht auf die (theologischen) Dinge…

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      • hansarandt schreibt:

        Das glaube ich gerne. Je deftiger,um es vornehm auszudrücken, desto Luther. Es ging auch eher um die lateinischen Schriften, zum Beispiel die 95 Thesen. Die päpstlichen Legaten meinten, Luther könne gar nicht gut genug Latein.
        Auch Staupitz, sein Augustin Ordensgeneral und Mentor hat mehrfach behauptet, dass Bücher, die Luther zugeschrieben wurden, gar nicht von ihm seien. Ausserdem sind alle wesentlichen Grundgedanken der Reformation bereits hundert Jahre früher von John Wiclif formuliert worden und wurden nonstop Jan Hussein wiederholt. Der große Geist der hinter der Reformation steckt, ist Friedrich der Weise, der Kurfürst von Sachsen und sein Geheimschreiber Spalatin.

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  14. Carsten schreibt:

    @Bernd Kammermeier:

    Danke für die Informationen.
    Respekt vor deinem Wissen.
    Da werde ich zu diesem Thema gleich mal an meinen Scheuklappen arbeiten, Horizonterweiterung ist für mich angesagt.

    Mir stellt sich die Frage, was danach passiert.
    Momentan ist „Luther“ wohl „in“, anders kann ich die von dir beschriebene Begeisterung in unserer Gesellschaft nicht auffassen.

    Es impliziert doch: eine genauere Betrachtung der Person findet nicht statt.
    Es ist einfach „Hip“, weil alle dem Jubiläum nachrennen.
    Man will dabei sein; wer informiert sich denn dabei oder benutzt gar sein Hirn?

    Und dann, nächstes Jahr?
    Dann ist es rum, so wie der Karneval, Fasching, nicht mehr angesagt. Aschermittwoch.
    Das spricht mir aus dem Munde.

    Es zeigt beim genauen Hinsehen auch ein wenig:
    Glaube funktioniert um so besser, je mehr dumme Schafe der Hirte hat.
    Ohne dumme Schafe wäre der Hirte arbeitslos und ohne Lobby.
    Ein selbstdenkendes, aufgeklärtes Schaf braucht weder Luther noch Glauben überhaupt.

    Ein Gedankenspiel, das ich zum Thema Glauben gerne mache:
    Es wäre wohl unglaublich erhellend, wenn man zu Luther Zeitzeugen befragen könnte. Was diejenigen wohl sagen würden, die diese Zeit miterlebt haben?

    (Das macht Spaß und hilft dem Verständnis, man vertieft sich plötzlich in der Recherche und entdeckt Welten. Das werde ich zum Thema Luther jetzt in Angriff nehmen, siehe Scheuklappen.)

    Vielen Dank!

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  15. Linkenschlachter schreibt:

    Luther war ein großartiger Mann. Heute bräuchten wir ihn – als Prediger gegen alles Linke, Zerstörende.
    Gegen die Mörder von 100 Millionen – im Namen der bartversifften Fresse Marx. Lieber noch die Ayatollahs als die linken Satanspäpste.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Wenn du ein Anhänger von Pegida und anderen Volksverführern bist, dann würdest du Luther sicher verehren. Doch noch würde der Rechtsstaat anders auf einen Hassprediger wie ihn reagieren: Anklagen wegen Volksverhetzung!

      Nur weil man von Seiten der EKD die Schäfchen dumm hält, kann überhaupt ein Antisemit wie Luther gefeiert werden. ‚Antisemit‘ ist für mich übrigens negativ konnotiert. Antisemiten sollten gerade bei uns zum Schweigen gebracht werden. Was solche Rattenfänger anrichten, haben wir schon schmerzlich gesehen. Einmal reicht!

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  16. Linkenschlachter schreibt:

    Ja, herrliche Vorstellung. Herrlich totalitär.

    Man sieht es mal wieder: die Linken sind die Nazis von heute. Nur haben die Linken die Nazis als Massenmörder noch lachend in den Schatten gestellt…

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Haben Sie irgendeine praktikable Definition des Begriffs „Linke“? Wenn man sie schon schlachten will, muss man sein Jagdwild oder Opferlamm wenigstens erkennen können. Ohne Parteien des linken Spektrums schönreden zu wollen, muss ich aber feststellen, dass selbst die Partei DIE LINKE, wenn man sie als Nachfolgeorganisation der SED sehen mag, nicht einmal ansatzweise auf die „Erfolge“ der Nazi-Massenmörder zurückblicken kann. Und bei der SPD fällt es mir sehr schwer, überhaupt Opfer – außer in den eigenen Reihen durch Nazi-Massenmörder – auszumachen.

      Ob Leninismus oder Stalinismus mit ihrem faschistoid-religiösen Staatsaufbau, der mehr Ähnlichkeit mit einer Theokratie (mit einem menschlichen „Gott“ an der Spitze) aufwies, überhaupt als „links“ bezeichnet werden darf, muss ich in Zweifel ziehen.

      Die Trennlinie ist nämlich nicht „links“ oder „rechts“, sondern „demokratisch“ oder „totalitär“. Totalitär sind Theokratien (wie der Vatikanstaat, der Iran oder Saudi-Arabien), faschistische Diktaturen (wie eben Nazi-Deutschland) oder kommunistische Diktaturen (wie die UdSSR). Aber auch Demokratien können sich wieder in Diktaturen verwandelt, wie dies gerade in der Türkei zu beobachten ist. Gefahren lauern in den USA und anderen europäischen Ländern.

      In die Reihe der Anhänger diktatorischer Regime reihen sich auch Personen ein, die Linke (oder sonst wen) schlachten wollen. Derartige vormoderne Konzepte stammen aus autoritätsgläubigen Zeiten – ob mit weltlichem Herrscher oder einem „Gott“. Ich hoffe, dass sie sich in die Geschichtsbücher verkriechen und dort als abschreckendes Beispiel fungieren – wie bereits sehr erfolgreich die Nazi-Massenmörder…

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  17. Linkenschlachter schreibt:

    Dann sind alle Linken diktatorisch.
    Linke folgen einer absolut zerstörerischen, totalitären Ideologie – der des Karl Marx und seiner Epigonen. Sie beruht auf der (wohl von Rousseau stammenden) irrigen Annahme, der Mensch sei von Natur aus gut.
    Das Christentum hat, wie das Judentum, ein viel realistischeres Menschenbild: der Mensch ist von Natur aus böse und muß zum Guten animiert werden.

    Die Linken haben 100 Mio. Menschen getötet und sind dabei, durch den Massenzustrom [rassistischer Dreck gelöscht]. All das wegen des lachhaften Irrglaubens, alle Menschen seien gleich (aus diesem sind die geistigen Mondkälber des Egalitarismus, Feminismus, Muku und Internationalismus entsprungen). Sie sind es nicht einmal physikalisch-biochemisch. 😆

    Linke haben nichts Gutes geschaffen, nur viel Gutes zerstört.

    Und daß sich der Linke dabei noch toll vorkommt, beweist nur, daß er eine total böse, satanische, verderbte Lebensform ist, zu deren Vernichtung jedes Kampfmittel recht sein muß.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Ich lasse diese Beiträge zu, weil sie schön die irrational-hetzerische Denkweise von Rechtschristen zeigen.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        Ich hoffe ja auch immer auf die Erkenntnis der Selbstentlarvung bei unbedarften Lesern dieser Hasskommentare. Ich fürchte jedoch, es gibt viele, die rassistischen Dreck für ein denkbares Modell halten, wie Menschen friedlich miteinander leben können.

        Dabei möchte ich diesen Rechtsverblendeten gerne mal ein Geschichtsbuch schenken, in dem sie sehen, dass totalitäre Systeme noch nie den Menschen guttaten. Stets nur einer Elite, die vor ihrer Wahl/Machtergreifung der Masse der „Untertanen“ vorgaukelte, sie alle würden nach der Machtergreifung auch zur Elite gehören. Ob das Christen, Muslime, Arier oder Kommunisten sind, spielt dabei keine Rolle. Denn hinterher ist die Enttäuschung jedes Mal grenzenlos.

        Jede Form von Totalitarismus gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, dorthin, wohin wir auch die Hasskommentare ihrer noch lebenden Adepten schmeißen sollten. Es wird Zeit für eine humanistische Welt. Ich habe das Leid, die Vernichtung und die chauvinistische Selbstüberhöhung selbsternannter Führer so satt…

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  18. Linkenschlachter schreibt:

    P. S.: auch der Gummibegriff „Humanist“ macht den Linken nicht besser.

    Der einzige Unterschied zwischen einem sog. Humanisten und einem Satanisten besteht bekanntermaßen darin, daß der Satanist weiß, für wen er arbeitet.

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  19. Linkenschlachter schreibt:

    Eine humanistische Welt haben wir schon – da der Linke die absolute Macht hat, aber absolut böse ist, sieht sie absolut danach aus – falls Sie mich verstehen.

    Und noch was: rechts ist richtig, links ist falsch. So war es, so ist es und so wird es immer sein. Linke zerstören, Rechte schaffen und erhalten.

    Sie mit Ihrem „rassistischer Dreck gelöscht“ – zum Schießen. 😆 Als wäre Antirassismus etwas anderes als Rassismus – nur eben gegen Indigene.

    Aber was soll’s – die gesamte politische Linke wird eines Tages selbst in dem Feuer verbrennen, das sie entzündet hat, und alle, die das Strafgericht überleben, werden lebenslang Zwangsarbeit leisten müssen, um die Schäden wiedergutzumachen, die sie angerichtet haben – wobei für die Vollendung dieses Wiedergutmachungsprojektes nicht einmal die sieben Leben einer Katze ausreichen dürften 😆

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Hmmm, wie definieren Sie denn „links?“ Der in Ihnen überquellende Hass deutet darauf hin, dass Sie eine ganz persönliche Idee von diesem Begriff haben.

      Können Sie Ihre Aussagen irgendwie begründen, oder ist Ihre Haltung dogmatisch, also unhinterfrag- und unbegründbar?

      Gefällt 1 Person

      • Linkenschlachter schreibt:

        Nein, durchaus nicht: links ist alles Egalitäre, Minderheitentümelnde, alle Rechte ohne Pflichten kurz: die Ermächtigung der Wertlosen, also der Verbrecher (durch lachhafte Strafen), der Frauen (des nachweislich dümmeren, körperlich und ethisch-moralisch minderwertigeren Geschlechtes), der Migranten (oder besser Invasoren, so daß man Linke als Verräter bezeichnen sollte) und und und.

        Nochmal: links ist gleichmacherisch, rechts individualistisch. Links ignoriert die Realität, rechts arrangiert sich mit der Realität (der Ungleichheit der Völker, Rassen, Kasten und Individuen) und fördert die natürliche Hierarchie der Menschen und Dinge. Was passiert, wenn man von diesem Kurs abweicht, sieht man in unserer Anarchodiktatur.

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        • Bernd Kammermeier schreibt:

          Könnten Sie bitte hier Ihren Klarnamen posten?

          Gefällt 1 Person

          • Linkenschlachter schreibt:

            Der Witz war gut.
            Kompliment…damit Ihresgleichen in dem, was sich selbst Justiz nennt, mich wegen irgendeines „Gedankenverbrechens“ drankriegt? Nein, sehr geehrter Mr. Carrington, noch haben wir nicht 1984, wenn Sie mich verstehen.

            Gefällt mir

  20. Linkenschlachter schreibt:

    Wie gesagt – einen Luther bräuchten wir heute wieder: gegen Linke, Femastasen-Weiber und ausländische Invasoren.

    Da haben es die Visegrád-Staaten besser:

    Es gibt dort immer noch Staatsmänner, die das Wohl ihrer Bevölkerung im Blick haben, andere Staatsfot..äh, frauen sind halt OHNE EIER GEBOREN, wobei man sich in dieser Situation schon eher einen “SAUDI-ARABISCHEN” Umgang mit Frauen wünscht, niemals das weibliche Geschlecht an irgendwelchen Machtpositionen zu setzen, denn anscheinend sind die wirklich nicht dafür geeignet.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Bei Ihren Ausführungen reicht schon 1% der Männer, die nicht ihrer „Meinung“ sind, um die Mehrheit der gesamten Menschheit gegen sich zu haben. Und das ist gut so…

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  21. Linkenschlachter schreibt:

    Abwarten und Tee trinken 😆

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  22. Atix schreibt:

    Distanziert sich eigentlich dann auch die GBS vom „Hassmensch“ Giordano Bruno?
    „Die Juden sind eine so pestilenzialische, aussätzige und gemeingefährliche Rasse, dass sie schon vor ihrer Geburt ausgerottet zu werden verdienen.“ G.B.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Das weiß ich nicht, denn die GBS spricht nicht für mich oder für die Mehrzahl der Atheisten. Die GBS ist ein private Stiftung und kann sich benennen, wie sie mag.

      Mal schauen, vielleicht finden wir ja ein paar Unterschiede zwischen der GBS und der der evangelischen Kirche:
      1. Behauptet die GBS im Besitz einer absoluten Wahrheit zu sein? (Tipp: Nein)
      2. Behauptet die GBS absolute, gottgegebene Moral? (Tipp: Nein)
      3. Wird die GBS massivst vom Staat gefördert? (Tipp: Nein)
      4. Bekommt die GBS vom Staat eine Viertelmilliarde obendrauf für ein „Giordano-Bruno-Jubiläum 2017“? (Tipp: Nein)
      5. Schickt die GBS eine Bruno-Botschafterin durch die öffentlich-rechtlichen Talkshows, wo sie Hassattacken als volkstümliche Aussprüche verharmlost? (Tipp: Nein)
      6. Gibt es Dutzende von schwärmerischen Artikeln in der Presse zu Bruno? (Tipp: Nein)

      Von mir aus muss die GBS sich nicht nach Bruno benennen, sie leitet ihre Philosophie meines Wissens nicht von Bruno ab. Ich kenne auch das von dir angebrachte Zitat nicht. Egal: Die Unterschiede zum schwärmerischen und bejubelndem Umgang mit Luther vonseiten sowohl der Politik und der Medien als auch der EKD ist schon auffällig.

      Kritik ist da durchaus angebracht. Oder findest du nicht?

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Ich bin Mitglied der Giordano Bruno Stiftung und wir kennen diese haltlosen „Vorwürfe“, die auf schlichter Uninformiertheit beruhen. Giordano Bruno schrieb ein Stück, in dem er die von ihm erfundene Figur der Göttin Sophia diesen Satz sagen lässt. Warum kommen Sie nicht auf die Idee, einen Krimiautor anzuklagen, weil er einen fiktiven Mörder sagen lässt: „Das war ein geiles Gefühl, als ich ihn umbrachte…“ Luther hingegen ist keine literarische Figur. Er lebte und schrieb eigenhändig seine Hasspredigten aus tiefster Überzeugung – tausendmal mehr, als Brunos Kunstfigur sagt.

      Außerdem war Bruno Christ – und als solcher in einem antisemitischen Umfeld erzogen -, der Dogmen der Obrigkeit der römischen Kirche infrage stellte. Er hatte ein pantheistisches und kein monotheistisches Weltbild. Dafür musste er sterben. Er steht für die Sinnlosigkeit monotheistischer Dogmen und sein sinnloser Flammentod offenbart die unbarmherzige Seite des Christentums.

      Sie sollten sich also das nächste Mal vorher informieren, bevor Sie Verleumdungen in die Welt setzen…

      Gefällt mir

    • Dr. Karl-Heinz Büchner schreibt:

      Hat Atix je irgend etwas von Giordano Bruno gelesen? Oder brabbelt er hier nur die blöden Sprüche eines Mischa Brumlik nach? Und damit begibt er sich auf das Glatteis der Ignoranten.
      Es ist wahr, dass Giordano Bruno in seinem Buch Spaccio del Bestia triomfante (Die Vertreibung der triumphierenden Bestie) seine Protagonistin Sophia in einer Diskussion über das Rechsverständnis der Barbaren folgenden Satz sprechen läßt (S. 180):
      „Es ist wahr, eine solche Rechtspflege habe ich nur unter wilden Barbaren angetroffen, und ich glaube, daß sie zuerst bei den Juden vorgekommen ist, denn diese sind eine so pestilenzialische, aussätzige und gemeingefährliche Rasse, daß sie schon vor ihrer Geburt ausgerottet zu werden verdienen.“ sowie Jupiter (S. 214/215):
      „So will ich denn, daß die Treue unter den Tugenden die gefeiertste sei, und daß, wenn nicht ausdrücklich die gegenseitige Treue zur Bedingung gemacht worden ist, es nicht gestattet sei, sie zu brechen, weil der andere Teil sie gebrochen habe. Denn dies ist das bestialische und barbarische Gesetz eines Juden und Sarazenen, aber nicht das staatsbürgerliche und heldenhafte eines Griechen und Römers, daß es bisweilen und gewissen Arten von Leuten gegenüber lediglich zum eigenen Vorteil und zur Ermöglichung des Betruges erlaubt sei, Treue zu versprechen, um sie dann zur Dienerin der Tyrannei und des Verrates zu machen.“
      Wer diese Ausprüche als antisemitisch klassifiziert, der darf mit Fug und Recht sämtliche europäischen nichtjüdischen Geistesgrößen als antisemitisch bezeichnen, zumal es hier um einen Sachverhalt geht, der zwar in den meisten Kulturen üblich war, aber bei den Juden schriftlich festgehalten wurde. Im übrigen läßt er seine Protagonisten ähnlich derb über den Papst und seine Anhänger sowie über die Reformatoren und deren Meute herziehen. Speziell in England hatte er in Begegnungen mit den Puritanern dazu viel eigenes Anschauungsmaterial sammeln können, was diese verquasten Religionen mit den Hirnen der Menschen anstellen.
      Der (vorwiegende) Dialog „Die Vertreibung der triumphierenden Bestie“ („Spaccio de la bestia trionfante“) bringt Brunos gesellschaftlichen Ideale klar zum Ausdruck: Förderung des Wohls des einzelnen wie des Gemeinwohls, die Sorge um das Vaterland und die Menschheit, zwischenmenschliche Großherzigkeit und mildtätige Gerechtigkeit bis hin zur indirekten Forderung nach sozialem und kulturellem Engagement.
      „Die Vertreibung der triumphierenden Bestie“ ist ein sowohl politisches als auch religionsphilosophisches Manifest. Die scharfen Ausfälle gegen praktisch alle verfassten Religionen (mit der Ausnahme der altägyptischen Mythen) vermitteln ein gutes Gefühl für das Wesen des bestimmt nicht immer gesellschaftskompatiblen Philosophen und seine nur selten spürbare Mäßigung in politischen und religiösen Fragen. Der Glaubensstreit an und für sich war für Bruno ein Zeichen der Dekadenz der Kirche, denn er ist ein Symbol für den Verlust der Wahrheit. Bruno lehnt eine auf festen Dogmen beruhenden Religion ab. Es geht nicht darum, ob welcher Glaube der Wahre ist, denn für ihn sind alle verfassten Religionen Blendwerk, und jeder Versuch zu deren Reform zerstört auch noch die praktische Religiosität und verdrängt das tiefe Bedürfnis der Menschen, nach der Wahrheit zu suchen.
      Selbst lesen macht schlau, lieber Atix, nur selbst lesen und verstehen, was man da gelesen hat…

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  23. Bernd Kammermeier schreibt:

    Heute wurde Luther vom ev. Kirchentag in Berlin geschmissen, Zugang verweigert. Polizeilich wurde ihm Volksverhetzung attestiert. Natürlich müssen es wieder die Überbringer der schlechten Nachricht ausbaden. Trotz Genehmigung ließ das Personal des Kirchentages die Figuren (Luther und Mose) nicht an die vereinbarten Plätze. Eine echauffierte Besucherin rief gar die Polizei, der Staatsanwalt ermittelt. Droht nun Luther Gefängnis?

    Ich hoffe, dass unsere Kunstaktionen (der hpd berichtet laufend) so richtig Staub und Kirchenmief aufwirbeln. https://hpd.de/artikel/luther-polizeilich-attestierter-volksverhetzer-14459

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