Wunderbeweis auf Video: Die tanzende Sonne von Divine Mercy Hills

Ein Wunder, ein Wunder!! Ein Regenbogen schießt aus einer Jesusstatue, die Sonne tanzt im Himmel, wechselt die Farbe, dreht sich wie ein Kreisel. Tausende begeisterte Zeugen beten, schluchzen und werfen sich verzückt zu Boden. Wundersame Heilungen. Blinde können wieder laufen, Lahme wieder sehen. Ewig nörgelnde Besserwisser wie der militante Atheist Richard Dawkins sind sprachlos angesichts eines solch überzeugenden Beweises für das Wirken Gottes.

Seit Jahren schon machen Berichte von den Divine Mercy Hills auf den Philipinen die Runde. Endlich ein endgültiger Beweis für die Wahrheit der katholischen Lehre, und das auch noch auf Video!

Oder doch nicht? Zeit, sich die immer wiederholten Behauptungen mal näher anzuschauen. Dazu muss man lediglich das knapp zehnminütige Video voller Schmalzmusik durchstehen, das als endgültiger Beweis für das Wunder gilt.

Leider ist das auch ziemlich schnell sehr ernüchternd. Man sieht in der Tat einen Regenbogen während einer Freiluftmesse. Der Filmemacher hat sich so hingestellt, dass die monumentale Jesusstatue im Vordergrund steht. Der Himmel ist teilweise bewölkt, einzelne Zuschauer tragen Regenschirme, also typisches Regenbogenwetter. Der Regenbogen selbst sieht zwar schön aus – was daran aber ein Wunder, also ein göttlicher Eingriff, sein soll, das bleibt völlig offen.

Die „tanzende Sonne“ selbst, die offenbar im Anschluss an die Messe erscheint, ist auch eher mittelaufregend: Man sieht einen typisch tropischen Sonnenuntergang hinter einer Hügelkette, wiederum sehr schön (oder auch, je nach Standpunkt, sehr kitschig). Der „Tanzeffekt“ im Video ist allerdings offensichtlich der hilflos hin und her fahrenden Blende der Kamera geschuldet (siehe Video, ab ca. 5:30). Der Filmemacher schwenkt dabei mit der Kamera herum zwischen der sehr hellen Sonne und dem eher dunklen Vordergrund. Die Automatik der Kamera versucht das Bild möglichst farbig und kontrastvoll zu halten und öffnet und schließt die Blende entsprechend. Darum erscheinen die Wolken um die Sonne herum immer wieder in Licht und Farben zu explodieren. Das Ganze lässt sich mit einer (möglichst billigen) Digitalkamera genau so nachstellen – völlig ohne göttlichen Eingriff.

Die Zuschauer im Vordergrund wirken auch bei weitem nicht so verzückt wie behauptet: Einige beten offenbar, die meisten schauen den Sonnenuntergang an, ein paar laufen hin und her oder hantieren mit ihren Handys oder Regenschirmen. Es wird höflich applaudiert, aber es wird nicht klar, ob dieser Applaus dem Sonnenuntergang gilt oder einer Rednerin, deren Lautsprecherstimme im Video zu hören ist.

Zu den behaupteten Heilungen lässt sich ohne belastbare Statistiken wenig sagen, die gibt es über den philippinischen Wundertourismus nicht. Wohl aber über die angeblichen Heilungswunder in Lourdes: Nach Lourdes pilgern jährlich etwa vier bis sechs Millionen Gläubige; allein die unterirdische Basilika fasst 25.000 Besucher auf einen Rutsch. Dem gegenüber stehen seit 1858 genau 69 „spontane Heilungen“. Als bislang letzte wurde die Italienerin Danila Castelli laut des zuständigen Bischofs „von gefährlichen Bluthochdruck-Anfällen“ geheilt. Oh, wow!

Aber selbst, wenn man diese eher vagen Berichte als Fakt ansieht: Die Quote ist mies! Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Pilger unbedingt geheilt werden wollen, also jede zufällige gesundheitliche Besserung gern auf himmlischen Einfluss zurück führen dürften. Verteilt man die 69 Heilungen auch nur auf zehn – und nicht auf über 150 Jahre -, entspräche das einer Heilungsquote von 0,00014%. Ein Besuch auf dem Oktoberfest dürfte ähnlich heilsam sein.

Auch von dieser christlich-katholischen Wunderbehauptung bleibt also wenig übrig: Ein Regenbogen und ein tropischer Sonnenuntergang reichen normal denkenden Menschen wohl kaum als Beweis für einen göttlichen Eingriff in den Lauf der Welt. Nein, dazu muss man schon sehr, sehr leichtgläubig sein. Oder eine bewusste Täuschungsabsicht verfolgen.

Bleibt noch zu sagen, dass Richard Dawkins zwar in das Video hinein geschnitten wurde, aber nicht etwa über das Mercy Hills-Wunder redet, sondern lediglich allgemein sagt, dass es doch schön wäre, wenn die Religiösen zur Abwechslung auch mal Beweise für ihre Behauptungen lieferten.

Wir können uns da nur anschließen.

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25 Antworten zu Wunderbeweis auf Video: Die tanzende Sonne von Divine Mercy Hills

  1. user unknown schreibt:

    Ja, Dawkins ist gar nicht sprachlos im Video, er spricht ja. Dann ist ein Sonnenwunder ja wenn, dann wohl ein Beweis für den ägyptischen Sonnengott mit 2 Buchstaben waagerecht, Re. Unerklärlich auch Orchester- und Chormusik während des Höhepunkts, wo komme die her – man sieht sie nicht!

    Der Regenbogen kommt auch nicht aus dem Kopf der Statue, er wird einfach von dieser verdeckt. Wenn man bei einem Regenbogen in der Nähe einer Statue ist, dann muss man nur um die Statue rumgehen, bis man eine Position findet, bei der dieser genau hinter der Statue ist. Wenn man dann die richtige Entfernung wählt wird der Regenbogen immer aussehen, als käme er aus dem Kopf oder verschwinde in diesem. Das kann schon ein 8jähriger begreifen, wenn er nicht religiös verlullt ist.

    Im Film ist auch keine Heilung zu sehen, das müssen wir leider abziehen.

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  2. Uwe Lehnert schreibt:

    Gott wird uns als ein Jahrmarkt-Zauberer vorgeführt, der interessante Tricks vorführen kann. Wenn man meint, eine solche bizarre Figur anbeten zu müssen – mir soll’s egal sein. Da er aber außerdem noch ein ganzes Universum erschaffen konnte, bin ich etwas erstaunt, dass er sich mit so billigen Vorführungen in Erinnerung bringen muss. Aber vielleicht ist er gar nicht mehr der ganz große Boss, vielleicht haben ihn inzwischen viel mächtigere Typen vom Thron gestoßen.

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  3. Bernd Kammermeier schreibt:

    Ein Wunder ist vermutlich, dass keiner der direkt in die Sonne Blickenden erblindet ist. In jedem Fall wird der oder die eine oder andere Flecken vor den Augen herumhuschen gesehen haben – dort, wo sich die Sonne in die Netzhaut (hoffentlich nur temporär) eingebrannt hat.

    Aber mal ein Sekunde angenommen, die Sonne hätte dort wirklich „getanzt“ (in der Tat ist der „Effekt“ einer auf Automatik arbeitenden Videokamera geschuldet), dann hätte sie in ca. 140 Mio. km Entfernung getanzt. Und das hätte man überall auf der Erde sehen müssen. Satelliten zur Sonnenbeobachtung hätten die Pendelbewegungen registrieren und kilometergenau vermessen müssen. Alles das war nicht der Fall, also war es erwiesenermaßen eine optische Täuschung (nicht einmal für die dortigen Zuschauer, die wie gesagt schlimmstenfalls Flecken aufgrund einer Netzhautschädigung vor Augen „tanzen“ sahen.)

    Und was dieses „Wunder“ bezwecken soll, außer die Einnahmen für „Relirismus“ in der Region zu steigern, geht mir nicht auf. Kann oder will „Gott“ nichts besseren liefern? In der Bibel hat er die Sonne wenigstens mal einen ganzen Tag stillstehen lassen. Das wäre eine Maßnahme, über die er ernsthaft nachdenken sollte. Doch seit „Gott“ den Pendelbetrieb der Sonne von „geozentrisch“ auf „heliozentrisch“ umgestellt hat, geht das wohl nicht mehr so einfach. Da ist der Allmächtige wohl ein bisschen überfordert.

    Unterm Strich muss ich als Trickexperte allerdings feststellen, das selbst die „Ufo“-Filme von Eduard „Billy“ Meier eindrucksvoller aussehen, als dieser Amateurwunderfilm. Das einzige Wunder, was ich hier sehe, ist, dass so viele Menschen auf diesen Mist hereinfallen. Das ist dann zwar kein „göttliches“ Wunder, aber immerhin: Es hält jeden Vergleich aus…

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      [block]Aber mal ein Sekunde angenommen, die Sonne hätte dort wirklich „getanzt“ (in der Tat ist der „Effekt“ einer auf Automatik arbeitenden Videokamera geschuldet), dann hätte sie in ca. 140 Mio. km Entfernung getanzt. Und das hätte man überall auf der Erde sehen müssen. Satelliten zur Sonnenbeobachtung hätten die Pendelbewegungen registrieren und kilometergenau vermessen müssen. [/block]

      Nein, da muss ich widersprechen. Wenn hier ein allmächtiger Gott eingreift, dann kann die Sonne auch lediglich lokal „tanzen.“ Das widerspräche zwar der irdischen Physik – vielleicht aber nicht einer überirdischen. Denn Allmacht ist Allmacht.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        Okay, dann kann also „Gott“ es schaffen, dass es gleichzeitig zwei Sonnen gibt. Eine stationäre, die fast alle sehen, und eine tanzende, die nur wenige Leute lokal begrenzt sehen. Während also Milliarden Menschen nur die stationäre Sonne sehen können, dann vermittelt sich in einem engen Korridor von wenigen Bogenmillisekunden das Bild der tanzenden Sonne, während das der stationären „ausgeblendet“ ist.

        Außer, es handelt sich um eine Vision, die dann aber nicht gefilmt werden kann.

        „Gott“ beeinflusst also entweder die Natur durch Überlagerung von Lichtstrahlen der Sonne bei gleichzeitiger Separierung selbiger oder er beeinflusst direkt die visuelle Wahrnehmung, dann aber auch die von technischen Geräten im Wirkungskreis seiner Psychobeeinflussung.

        Ich fürchte, Ockhams Rasiermesser wird stumpf bei der ganzen Arbeit, um hier zum wahren Kern vorzustoßen. Das Problem mit der „irdischen“ ./. „überirdischen“ Physik ist ja, dass unsere irdische Physik (also Sonne, Lichtstrahlen, astronomische und optische Verhältnisse, Videotechnik etc.) alles innerhalb unserer Existenz umfasst. Das „Überirdische“ müsste demzufolge außerhalb (räumlich, zeitlich, dimensional) existieren. Eine Durchdringung unseres natürlichen Raumes ist nach logischen Gesetzen unmöglich, weil alles in „unseren“ Raum eindringende zwangsläufig auch ein Teil dieser Wirklichkeit ist. Das Unwirkliche hat also nur außerhalb der Wirklichkeit eine Chance. Dieser unwirkliche, übernatürliche, außerphysikalische Raum kann beliebig absurd sein, aber er tangiert uns nicht.

        „Gott“ hat – folge ich den Legenden – diese „Schranke“ selbst implementiert, wobei völlig unklar ist, ob es diese Schranke wirklich gibt, denn dazu müsste dieser übernatürliche Raum ja existieren. Doch das werden wir nie mit Gewissheit sagen können. Wenn „Gott“ also so allmächtig ist, dass er selbst diese Schrank kurzfristig aufheben kann, dann hat er mehr Macht, als nur ein lächerliches Schauspiel vor sowieso Gläubigen zu inszenieren. Oder geht es ihm um den in allen „heiligen“ Schriften integrierten einzigen Wunsch „Gottes“? Dass wir ihn anbeten!

        Das ist natürlich auch eine mögliche Erklärung: „Gott“ ist ein Computer, der als einziges aus einem Vorgänger-Universum übriggeblieben ist, der, um arbeiten zu können mit Betenergie bestrahlt werden muss. Je mehr ihn verehren und anbeten, desto mehr Energie hat er für seine Arbeit, auch wenn die inzwischen völlig sinnlos ist: Er sollte nämlich die Pornosammlung seines einstigen Besitzers im Vorgänger-Universum sortieren und archivieren…

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        • manglaubtesnicht schreibt:

          Klar, sobald man „Ein Wunder!! Ein Wunder!!“ als Erklärung zulässt, wird alles komplett willkürlich. So könnte Gott z.B. auch unser Universum A geklont haben (Universum B), und in Universum B dann mit der Sonne Discokugel gespielt haben. Dann noch geschwind 1000 Leute aus Universum B nach Universum A transferiert, und zum Abschluss den Rest von Universum B gelöscht. Und schon haben wir tausend Zeugen, der Rest der Menschheit bleibt unbewundert.

          Das Ganze würde natürlich nur aus Liebe so geschehen.

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    • Yeti schreibt:

      [blockquote]Ein Wunder ist vermutlich, dass keiner der direkt in die Sonne Blickenden erblindet ist. In jedem Fall wird der oder die eine oder andere Flecken vor den Augen herumhuschen gesehen haben – dort, wo sich die Sonne in die Netzhaut (hoffentlich nur temporär) eingebrannt hat.[/blockquote]

      Wenn es zur Zeit des Sonnenuntergangs passiert, ist es überhaupt kein Problem, direkt in die Sonne zu schauen, also, ich meine zu dem Zeitpunkt, wo die Sonne unmittelbar über dem Horizont steht. Es sei denn man steht am Fuß der Eiger-Nordwand; da geht die Sonne kurz nach Mittag unter den „Horizont“.
      Aber am „wirklichen“ Horizont (in Brasilien) ist die Sonne mehrere Größenordnungen (ich habe etwas von wenigstens Faktor 10-100tausend im Kopf) dunkler als noch – sagen wir – 2 oder drei Stunden vor Sonnenuntergang.
      Ich habe selbst mal, auf der Suche nach Merkur (ja, ich habe ihn gefunden, damit bin ich einer von zwei, die ich kenne, die Merkur mal „live“ im Fernglas gesehen haben, der andere ist Karl Friedrich Gauss *g*), kurz mit einem 20×60 (oder heißt das 60×20, es hat 60mm Objektive und 20fache Vergrößerung) kurz aus Versehen die Sonne gestreift und fühlte mich noch nicht mal geblendet. Sie war angenehm orange (aber schon warm im Auge). Danach habe ich mir tatsächlich ein paar Sekunden lang die Sonne direkt durch den Feldstecher betrachtet.
      Gefährilicher sind Sonnenfinsternisse um die Mittagszeit. Da brennen sich schonmal dauerhaft sichelförmige Läsionen in die Netzhaut.

      Zum Video: soll das eigentlich pro oder contra Religiotie sein? Und ich habe selten unter einem Video so bescheuerte Kommentare gelesen wie bei dem hier.

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  4. dongamillo schreibt:

    Na, da habt ihr wieder ein typisch religiöses Szenario um es anzuprangern…..
    Dabei habt ihr wieder mal Recht, er hat es absolut nicht nötig solche lächerliche Shows zu veranstalten.
    Ich denke ihr bekommt noch jeder ganz individuell die Gelegenheit ihn zu erkennen, wenn ihr es wollt, oder?

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Dieses und andere „Wunder“ werden immer wieder als Beweis für die Wahrheit der christlichen Lehre ins Feld geführt. Das Sonnenwunder von Fatima, die Marienwunder von Medjugorje oder Lourdes – wenn man etwas genauer hinschaut, lösen sich all diese „Beweise“ ins Nichts auf.

      Don Gamillo, du bist Christ, glaubst aber nicht an Wunder. Kannst du dir vorstellen, wieso vernünftige, rationale Menschen auf so einen ganz offensichtlichen Unsinn reinfallen? Wieso wird bei einem Sonnenuntergang sofort eine göttliche Macht am Werk gesehen? Meine Frage ist nicht rhetorisch. Ich kann’s nicht verstehen.

      Gefällt 2 Personen

      • user unknown schreibt:

        @mgen: Ich glaube zum Teil kann ich*s erklären.

        Die Gläubigen sind selbst seit ihrer Kindheit in ihrem Glauben gefangen. Sie haben erlernt mit windigen Argumenten Zweifel in den Wind zu schlagen, die im Kopf nicht nie ganz Ruhe geben, aber auf der Zunge tabu sind. Wichtig ist es, die Umwelt stumm zu halten, damit sich die Zweifel möglichst selten melden.

        Eine große Störung sind dabei fragende Kinder. Und fragende Kinder kann man mit solchem Zinnober noch beeindrucken.

        Außerdem gibt es diesen Effekt, den man von idiotischen Mutproben, schlagenden Verbindungen, Vorhaut- oder Klitorisbeschneidung usw. kennt: Man wird ermutigt einen kostspieligen, riskanten oder schmerzhaften Blödsinn mitzumachen, macht ihn mit, und weil man viel in diesen Blödsinn investiert hat wird es schwierig, hinterher auszutreten, weil man sich dazu eingestehen muss, völlig sinnlos ein großes Opfer gebracht zu haben. Man muss vor sich selbst zugeben ein großer Idiot zu sein.
        Die Frage ist dann, ob man einmal groß aufräumt und zugibt, ein großer Idiot gewesen zu sein, oder ob man weiter kleine Idiotismen begeht, und den Berg Schritt um Schritt vergrößert.

        Das ist aber sicher nur ein Teilaspekt dieser windigen Wunder.

        Der Wunsch, Teil von etwas ganz Großem zu sein, Weltgeltung zu beanspruchen, kommt dazu. Stünde wirklich die Sonne still wäre das ja eine Sensation, größer als der zweite Weltkrieg oder die Relativitätstheorie.

        Drittens geraten wohl viele der Gläubigen, umgeben von anderen Gläubigen und hungrig auf Gottes Gegenwart in Verzückung. Auch wenn Gott falsch ist – die Verzückung ist echt.🙂

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  5. manglaubtesnicht schreibt:

    Auf eine EMail-Anfrage hin habe ich einen Absatz zum Effekt der Kamerablende ergänzt.

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  6. Xarry_H schreibt:

    Ich bin mir gar nicht so sicher, daß das gesamte Video nicht eher subtil satirisch gemeint sein soll (siehe Spruch am Anfang).
    Was das „Tanzen der Sonne“ angeht: Wie sollen denn die Zuschauer das sehen können, wenn es sich nur in der Kamera abspielt? Entweder konnte die Kamera da nichts Besonderes einfangen.. oder .. es gibt einfach nichts zu sehen, und das ganze Gejubel hat damit nichts zu tun.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Die Zuschauer sehen außer dem tropischen Sonnenuntergang nichts. Man hört leise im Hintergrund eine Rednerin, der die Zuschauer offenbar ab und zu applaudieren.

      Der Filmemacher richtet die Kamera gerade dann auf die Leute im Vordergrund, wenn sie der Rednerin applaudieren. Mit etwas Phantasie und durch den Blendeneffekt werden aber Ursache und Wirkung ausgewechselt: Es scheint so, als ob die Zuschauer just in dem Moment zu klatschen beginnen, da der Himmel explodiert.

      Die Leute wollen offenbar unbedingt an das Wunder glauben. Wollen. Unbedingt.

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      • Xarry_H schreibt:

        Woher weisst du das denn so genau? Warst du live vor Ort?
        Und welche Leute meinst du denn jetzt?

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      • Xarry_H schreibt:

        Was ich meinte, war: Es werden nicht Ursache und Wirkung ausgewechselt, in Wirklichkeit haben beide Ereignisse keinen Bezug zueinander.
        1.Die vor Ort anwesenden Leute jubeln aus unerfindlichen Gründen.
        2.Die Kamera schwankt vor sich hin.
        Beide Ereignisse begegnen sich lediglich in einem Muster an mehr oder weniger zufälligen Stellen – daraus ein Ursache-Wirkung-Prinzip egal in welcher Richtung abzuleiten, wäre in diesem Fall genauso unzulässig wie aus der Korrelation „weniger Störche – weniger Kinder“ einen Zusammenhang zu konstruieren.
        Bleiben noch die zahlreichen Video-Kommentatoren. Falls die aus dem Cam-Glitch ein Wunder herleiten: ja, bei denen ist wirklich Hopfen und Malz verloren..

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  7. Pingback: Psiram » Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW47, 2016)

  8. Anonymous schreibt:

    Was wäre wenn?

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