Über „Militante Atheisten“

Sämtliche mir persönlich bekannten Atheisten sind zugleich Humanisten und bemerkenswert friedlich und besonnen. Daher wundere ich mich immer etwas, wenn in der Presse oder anderswo von den „militanten Atheisten“ die Rede ist, die es in ihrem Wahn irgendwie kaum erwarten können der Menschheit ihre perfide Ideologie aufzuzwingen. Als Beispiel werden dabei immer wieder Leute wie Richard Dawkins, Michael Schmidt-Salomon oder Ayaan Hirsi Ali genannt – alles meinem Empfinden nach sehr rationale und friedliche Menschen. A-Theismus ist – wir erinnern uns – die Abwesenheit von Glaube an irgendwelche Götter. Was soll daran ideologisch sein? Und vor allem: Wie kann daraus Militanz entstehen?

Um die Frage letztgültig zu klären, was genau unter „Militanz“ eigentlich zu verstehen ist, wenden wir uns an die unumstößliche Autorität des 21. Jahrhunderts, die Wikipedia:

„Militanz ist eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten oder eine physische oder verbale Gewaltbereitschaft“

Hm, eine kriegerische Haltung und Gewaltbereitschaft als Kennzeichen von Militanz also. Das sähe im Fall einiger üblicherweise des „militanten Atheismus“ bezichtigten Personen dann etwa so aus wie in den folgenden Szenarien:

  • Der britische Buchautor und Evolutionsbiologe Richard Dawkins schnallt sich eine Maschinenpistole um, schreit laut „Für Darwin!“ und rottet mit systematischen Massakern im Namen Gottes und der Zehn Gebote die Bevölkerung ganzer Landstriche aus – in etwa so, wie die Kämpfer von Joseph Konys Lord’s Resistance Army das in Zentralafrika tun.
Ein Bartaffe

Zum Vergleich: Ein echter Bartaffe

  • Die niederländisch/amerikanische Menschenrechtsaktivistin Ayaan Hirsi Ali ruft „Für die Frauenrechte!“ und stürzt Dutzende Homosexuelle von hohen Gebäuden in den Tod – so wie die Falschen Bartaffen von der ISIS das vorgemacht haben.
  • Der deutsche Philosoph und Sprecher der Giordano Bruno Stiftung Michael Schmidt-Salomon schreit laut „Im Namen des Humanismus!“ und schießt mit halbautomatischen Waffen und einer Pump Gun für Jesus und zur Verteidigung des Abendlandes Dutzende von Jugendlichen nieder – wie das der christliche Terrorist (*) Anders Breivik in Norwegen getan hat.

Nein, wenn man etwas darüber nachdenkt, sind solche Szenarien nicht besonders glaubwürdig. Kriegerische Haltung und Gewaltbereitschaft – das entspricht eher nicht den Menschen, die von Religionisten des „militanten Atheismus“ bezichtigt werden.

Doch Wikipedia weiß auch hier Rat:

„Manchmal wird der Begriff auch verwendet, um eine Person mit stark verfestigter Meinung zu titulieren, zum Beispiel bei den Ausdrücken „militanter Christ“ oder „militanter Atheist“. Dabei steht Militanz für bestimmte philosophische, religiöse oder andere Theorien und Programme, die sich des innewohnenden Gewaltpotenzials bedienen oder dieses schüren.“

Okay, dann also „Theorien und Programme, die sich des innewohnenden Gewaltpotentials bedienen“. Mal schauen, wie sieht es denn mit der Glaubwürdigkeit der folgenden, militant-atheistischen Szenarien aus?

  • Die Hamburger Buchautorin und Skeptikerin Alexa Waschkau folgt ihrem Wahlspruch „Immer schön skeptisch bleiben!“, setzt sich ins Fernsehen und behauptet, dass die Opfer des Germanwings-Massenmordes an ihrem Tod selbst schuld seien – so wie das TV-Pastor Wolfgang Wegert getan hat.
  • Der atheistische Podcaster und Informatik-Professor Christian Schindelhauer stellt sich an ein Podium und fordert vor vollbesetztem Haus die Todesstrafe für Homosexuelle – so wie es der katholische Bischof Vitus Huonder in Fulda vorgemacht hat.

Hm, nein, auch diese Szenarien wirken wenig glaubwürdig, die Definition von „Militanz“ passt ganz offensichtlich nicht zu den beschriebenen Leuten. Möglicherweise meinen die erzürnten Religionisten ja doch etwas anderes, wenn sie von „militanten Atheisten“ reden, irgendwie im übertragenen Sinne?

Ja, das tun sie. Unter „militanten Atheisten“ verstehen sie einfach Menschen, die ihnen lästig sind, die ihnen „aufmüpfig“ vorkommen.

Sie meinen damit Menschen, die „sowas führt zu sowas“ sagen und dabei auf Hass-Bischof Huonder und die Mörder von der ISIS zeigen. Menschen, die nicht brav, bescheiden und vor allem still hinnehmen, dass es in Deutschland keine Trennung von Staat und Kirche gibt, sondern de facto zwei Staatskirchen, dass Homosexuelle in Deutschland weiterhin als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, dass Bischöfe gerichtsbestätigt Hass predigen dürfen und als Staatsbeamte dafür auch noch vom Steuerzahler bezahlt werden (Grundgehalt für Erzbischöfe ca. 11.000 Euro, für Bischöfe ca. 8.000 Euro im Monat), dass Frauen nach einer Vergewaltigung von katholisch geführten, aber von der Allgemeinheit bezahlten Krankenhäusern abgewiesen werden, dass Kindergärtnerinnen gekündigt wird, weil sei ihre Freundin heiraten wollen, Ärzten, die zum zweiten Mal eine Ehe geschlossen haben, oder einfach nur Leuten, deren „Verbrechen“ darin besteht standesamtlich heiraten zu wollen, und auf eine kirchliche Trauung zu verzichten.

Als „militante Atheisten“ werden Menschen bezeichnet, die nicht die Klappe halten, wenn  immer und immer wieder neue Vergewaltigungen von Priestern an Kindern systematisch vertuscht werden sollen, die auf den Text des Grundgesetzes hinweisen, wenn mal wieder eine halbe Milliarde Steuermittel an die Kirchen verschoben werden, wenn eine bankrotte, zu 70% atheistische Stadt wie Leipzig mal eben eine Million für einen Katholikentag locker macht, wenn Frauen in Religionen systematisch abgewertet, wenn Kinder systematisch zu Opfern von Genitalverstümmelungen werden, wenn mal wieder Homosexuelle mit Bleistangen tot geschlagen, oder wenn säkulare Blogger mit Macheten zerhackt werden. Mit der ach so ehrenwerten Religion hat das dann natürlich alles nichts zu tun – jaja, ist klar!

Kurz gesagt: Als „militanten Atheisten“ bezeichnen Religionisten Menschen, die nicht zu allem „Ja und Amen“ sagen, die sich gegen Ungerechtigkeiten wehren und Unsinn widersprechen. Die eben nicht respektvoll – und vor allem schweigend – auf den Boden schauen. Vor solchen „militanten“ Menschen haben Religiöse Angst. Wenn man nämlich genauer nachfragt, dann bleibt von den religiösen Lehren und Begründungen absolut nichts mehr übrig. Dann wird für alle Zuhörenden klar, dass die Religiösen völlig ohne Argumente da stehen.

Leute, wenn das die Definition von „militanter Atheist“ ist, dann bin ich gern einer. Und ihr solltet das auch sein.

(*) Wird gern übersehen: „At the age of 15 I chose to be baptized and confirmed in the Norwegian State Church,“ schreibt Breivik. „I consider myself to be 100 percent Christian.“ – „If he did what he has alleged to have done, Anders Breivik is a Christian terrorist,“ Boston University religion scholar Stephen Prothero wrote on CNN.com.

Dieser Beitrag wurde unter Angst, Atheismus, Christen, Hass, Religion abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

39 Antworten zu Über „Militante Atheisten“

  1. Muriel schreibt:

    Sicherlich richtig. Ich hätte trotzdem gerne etwas sympathischere (und rationalere) Repräsentant(inn)en als die genannten Herren, aber irgendwas ist ja immer.

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  2. Flo schreibt:

    Wikipedia:
    „Militanz ist eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten oder eine physische oder verbale Gewaltbereitschaft“
    MGEN:
    „Hm, eine kriegerische Haltung und Gewaltbereitschaft als Kennzeichen von Militanz also.“
    Geschickt die Definition verkürzt, wa?

    Und bezüglich Breivik mußt du dich mal irgendwann entscheiden. Du kannst nicht einerseits vehement behaupten, dass man als Christ zwingend an einen Gott glaubt, und dann, wenn es dir grade in den Kram passt, Breiviks Definition folgen, die da lautet:
    „If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.“

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    • Willie schreibt:

      @Flo
      Dann bring doch die Langform (ist doch nur c&p):
      => „Militanz ist eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten oder eine physische oder verbale Gewaltbereitschaft von Personen und Gruppen im Kampf für bzw. gegen politische oder religiöse Überzeugungen.“

      So und nun erkläre uns, was diese angemahnte Verkürzung uns vorenthalten haben sollte im Bezug auf kriegerische Haltung, aggressives Auftreten oder physische oder verbale Gewaltbereitschaft?

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      • Flo schreibt:

        Ich halte allein schon den Diskussionstil einiger User auf diesem Blog für aggressiv, und daraus folgend, den jeweiligen User für militant.
        Mein Punkt ist aber ganz sicher nicht, dass Religionsgegner und -befürworter in ihrer Militanz vergleichbar wären.
        Mein Punkt ist, dass die Schlussfolgerungen in den letzten vier Absätzen an den Haaren herbeigezogen sind; es braucht nicht derartige Unterstellungen, um zu verstehen, warum manche Religionsgegner von manchen Religionsbefürwortern als militant wahrgenommen werden. Und am Rande, dass Breivik nach dem in diesem Blog üblichen Definitionen viel eher Atheist als religiös war.

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        • Willie schreibt:

          „Ich halte allein schon den Diskussionstil einiger User auf diesem Blog für aggressiv, und daraus folgend, den jeweiligen User für militant.“
          ==> Soll das eine Warnung für mich sein, oder bin ich damit gemeint?

          „Mein Punkt ist aber ganz sicher nicht, dass Religionsgegner und -befürworter in ihrer Militanz vergleichbar wären. …“
          ==> Ok, und das wäre erkennbar geworden, wenn in der WP-Zitierung noch das „von Personen und Gruppen im Kampf für bzw. gegen politische oder religiöse Überzeugungen“ gestanden hätte?

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        • Flo schreibt:

          Nein auf die erste Frage, die zweite verstehe ich nicht.

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        • Willie schreibt:

          Die zweite Frage ist immer noch die erste Frage aus meinem Anfangspost, die ja bisher noch nicht beantwortet wurde. Du schriebst im Bezug auf die erste WP-Definition zu Militanz „Geschickt die Definition verkürzt, wa?“ und dabei verstehe ich bisher noch nicht, welche Erkenntnis und durch diese Kürzung vorenthalten wurde?

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      • Flo schreibt:

        Wo hab ich denn was von „Erkenntnis vorenthalten“ geschrieben? Nochmals die Stelle im Artikel, die ich meine:

        >>…die Wikipedia:

        „Militanz ist eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten oder eine physische oder verbale Gewaltbereitschaft“

        Hm, eine kriegerische Haltung und Gewaltbereitschaft als Kennzeichen von Militanz also.<<

        Hier wurde also die Wikipedia richtig zitiert, dann aber im folgenden Satz für die weitere Argumentation das "aggressive Auftreten" herrausgekürzt. Eben dieses dürfte aber der Grund sein, wenn ein Atheist (oder auch ein Feminist, ein Vegetarier,…) als militant einstuft wird.

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        • manglaubtesnicht schreibt:

          Sag mal, geht’s eigentlich noch?

          Du stellst hier hartnäckig Leute, die Kommentare in einem Blog schreiben, auf eine Stufe mit Terroristen, die in eine Disco gehen und da systematisch 50 Menschen tot schießen. Das sind nämlich die Militanten. Und – Überraschung, Überraschung! – sie sind religiös motiviert. Was haben diese Affen mit den Kommentatoren hier gemeinsam? Richtig: nix!

          Du kommentierst ja schön länger immer mal wieder, und immer mit demselben Unterton: Wenn jemand nicht deiner Meinung ist, dann muss der wohl irgendwie lügen und betrügen, Zitate fälschen oder Fakten falsch darstellen. Das kann man natürlich erstmal jedem unterstellen – aber dann ist man halt sehr unreif. Und kommt rüber wie ein 15-Jähriger in Mamas Keller.

          Und jetzt noch ein Lebenstipp für dich: Das hier ist ein atheistischer Blog, von Atheisten und für Atheisten. Falls dir die Inhalte zu atheistisch sind, dann solltest du vielleicht einen anderen Spielplatz zum Rumpampen und Schmollen suchen.

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        • Willie schreibt:

          Ich (!) fragte, welche Erkenntnis uns vorenthalten wurde, als Antwort auf dein „verstehe ich nicht“. Ist das wirklich so schwer zu erkennen?

          Jetzt verstehe ich Deinen Einwand, dir gefällt es nicht, dass nach dem c&p des WP-Textes mit einer Essenz daraus weitergemacht wurde (Teil 1), um an den drastischen Beispielen dieses Nichtkriegerische der Atheisten darzustellen.

          Zugegebenermaßen hat mich deine Antwort mit „Ich halte allein schon den Diskussionstil einiger User auf diesem Blog für aggressiv, und daraus folgend, den jeweiligen User für militant.“ (aggressives Auftreten?) verwirrt, daher ja auch meine Nachfrage, ob ich damit gemeint sei. Dein „Mein Punkt ist aber ganz sicher nicht, dass Religionsgegner und -befürworter in ihrer Militanz vergleichbar wären.“ passte auch irgendwie nicht, da es a) um die WP-Definition ging und b) MGEN, also nicht du, da mMn nichts unterschlagen hat, da ja im zweiten Teil, nach dem „Doch Wikipedia weiß auch hier Rat:“ auf dieses „vermisste“ agressive Verhalten eingegangen wird (Teil 2).

          Ok, man kann die aufgeführten Beispiele als absurd ansehen, wobei aber die Gegenüberstellung bei agressiverm Verhalten, d.h. die Religionsseite, nicht fiktive sondern wahre Aussagen sind – wenn auch agressiv und absurd.

          Zu den Schlussfolgerungen des Artikel habe ich ja nichts geschrieben, mir ging es lediglich um DEIN angebliches =>“Geschickt die Definition verkürzt, wa?“

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        • Flo schreibt:

          @Willie: Ah okay. Dann bin ich froh, dass sich das Missverständnis bezüglich verkürztes Zitat aufgeklärt hat. Und Aggressivität ist halt Bandbreite, ich empfinde z.B. manglaubtesnichts Kommentar 12/06/2016 um 23:03 als aggressiv, andere können das anders sehen.

          @manglaubtesnicht: Diese Reaktion ist sehr schade. Wenn du nochmal etwas unaufgeregter liest, was ich geschrieben habe, sollte klar werden, dass ich keineswegs „hartnäckig Leute, die Kommentare in einem Blog schreiben, auf eine Stufe mit Terroristen, die in eine Disco gehen und da systematisch 50 Menschen tot schießen“ stelle, sondern „Mein Punkt ist aber ganz sicher nicht, dass Religionsgegner und -befürworter in ihrer Militanz vergleichbar wären.“ Ich sehe also „militant“ nicht als eine Stufe ja/nein sondern selbst als abstufbar.
          Im Rest deines Kommentars entdecke ich leider kein einziges Argument, sonder nur Aggressivität, Beleidigungen und die Aufforderung, wenn man nicht deiner Meinung ist, doch bitte die Klappe zu halten, dewegen möchte ich da nicht weiter drauf eingehen.

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          • manglaubtesnicht schreibt:

            Gut, dass du zurück ruderst. Entschuldigen wäre sicher angemessener, aber zurück rudern ist immerhin ein erster Schritt.

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          • Muriel schreibt:

            Oioioi… Also, ich bin ja selbst sehr Atheist und sehe das Attribut „militant“ in dem Kontext kritisch, aber sogar mir ist das hier in den Kommentaren zu viel gegenseitiges Schulterklopfen und gegenseitiges Versichern der Unterlegenheit der Vertreter des abweichenden Standpunkts. Mir ist auch ziemlich unklar, womit Flo diesen Tonfall verdient hat.
            Nicht dass ich davon ausginge, dass es jemanden interessiert. Aber irgendwie war mir danach, das hierhin zu schreiben.

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        • Flo schreibt:

          @manglaubtesnicht:
          Magst du uns den Gefallen tun, und meinen Kommentar vom 11/06/2016 um 18:59 nochmal in Ruhe lesen? Ich halte es für wahrscheinlich, dass du da nach dem ersten Satz schon ausgestiegen bist, denn bereits der zweite sagt doch genau das Gegenteil von dem aus, was du mir unterstellt hast.

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  3. deradmiral schreibt:

    Als im Artikel erwähnter militanter Atheist möchte ich doch die Autoren warnen, sich mit uns militanten Atheisten anzulegen, sonst werden wir Euch … in unserem Podcast (löblich) erwähnen.

    Was ist denn aus den unmoralischen und hedonistischen Atheisten geworden, die dem Konsumterror verfallen sind? Ist das aus der Mode gekommen? Wir wollen nicht vergessen, dass es gute christliche Tradition war den Juden auch allerlei Sachen vorzuwerfen, wie Brunnenvergiftung, Schadenzauber und Ritualmorde. Da kommen wir mit unserer angeblicher Militanz eigentlich noch ganz gut weg.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Und da ist sie auch schon, die schlimmste Waffe der militanten Atheisten: Eine Erwähnung in einem Podcast (möglicherweise sogar eine sarkastische). Oder sie schreiben einen Blogpost – und manchmal sogar ein Buch!!!11

      Die Taliban oder Hassbischof Huonder und sein johlendes Publikum sind wirklich unschuldige Häschen gegen diese infamen Atheisten!!11

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  4. Dieter Kleve schreibt:

    Ja! Volltreffer und versenkt!

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  5. Elvenpath schreibt:

    Religiöse Apolegeten, ob nun Christ, oder Muslim, stellen sich gerne als Opfer dar. Auch hier in Europa greift der christliche Verfolgungskomplex um sich. Sie wollen einfach als verfolgt gelten, wie ein kleines Kind, welches sich bei jeder Gelegenheit beschwert, wenn es nicht nach seinem Gusto geht.
    Das hat Methode. Filme wie „God’s not dead“ zielen genau in diese Richtung. Und wenn es ein Opfer gibt, muss es natürlich auch einen Täter geben: Den „militanten“ oder „aggressiven“ Atheisten.
    Aber egal, welche Definition von „militant“ und „aggressiv“ man sich heraus sucht: Die Verbrechen, die im Namen von Religionen begangen wurden, sind und ein vielfaches militanter und aggressiver, als die „Verbrechen“, die im Namen des Atheismus begangen wurden.

    Der zweite Aspekt ist folgender: Früher haben Theisten und Atheisten auf einem philosophischen Level gestritten. Das kam den Theisten sehr entgegen, denn je mehr das Thema abstrahiert wird, desto leichter ist es, dagegen zu halten.
    Die sogenannten neuen Atheisten, werden auch deswegen von Theisten als „aggressiv“ und „militant“ empfunden, weil sie sich nicht mehr auf dieses metaphysische, philosophische Niveau ziehen lassen, sondern mit harten Fakten argumentieren. Damit kommen viele Theologen gar nicht klar. Denn nur in philosophischen Wischi-waschi-Debatten hatten sie eine Chance.

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  6. itna schreibt:

    Militant, agressiv …dies wird sehr gerne von Religioten benutzt.

    Da braucht man nur etwas deutlicher oder direkter werden und schwups, ist man ein MA.

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  7. timm83 schreibt:

    Die Analyse ist leider richtig. Religioese benutzen den Strohmann vom „Militanten Atheisten“ um Zweifelnde Menschen zu schocken. Wenn Atheisten sind wie Terroristen, naemlich militant, verhindert das Zweifelnde Menschen am Dialog mit ihnen.

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  8. stefan schreibt:

    Vielen Dank für Ihr schönes Zeugnis. Es zeigt einfach wie Atheisten ticken und wie sie andere Menschen sehen. Es zeigt auch wie traurig, niveaulos und kalt eine Welt ohne Religion wäre. Wir kennen ja aus der Geschichte schon einige atheistische Regime: UDSSR/DDR, China, Kambotscha, Kuba, Nord Korea
    Das der Atheist Stalin einer der schlimsten Bestien war die es je auf Werden gegeben hat, ist bekannt…

    Ich wünsche Ihnen das sie Gott kennen lernen und dadurch erkennen das man es nicht notwendig hat andere Menschen als dumm zu bezeichnen.

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    • Muriel schreibt:

      @stefan: Genau so sehe ich das auch. Die Historie zeigt eindeutig, dass nicht-zoroastrische Regierungen letztlich unweigerlich ins Unglück führen. Und an Boris das hyperkosmische Nilpferd haben diese kulturlosen Schlächter auch nicht geglaubt. Woran man sieht, wohin das führt.

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    • meaning schreibt:

      Ebenfalls vielen Dank für IHR schönes Zeugnis. Wieder mal einer, der längst widerlegte Klischees aufgreift, um damit seinen Glauben zu rechtfertigen. Immer werden Staaten, Menschen usw. hervorgekramt, die vermeintlich nichts mit Religion zu tun haben – um dann *voila* damit beweisen, dass Atheismus schuld sei. Das ist im Grunde nur noch zum Gähnen.

      Ihre anderen Ausführungen sind ähnlich – und aufschlussreich.

      Also, niveaulos, kalt und traurig ist die Welt ohne Religion. Hmm, wo soll ich anfangen? In der Vergangenheit? Nein, da würde ich nur verlieren … da war die Religion ja tatsächlich heiß und lustig und niveauvoll. Moment mal, bekomme ich da gerade etwas durcheinander? Nein, bestimmt nicht, brennende Menschen waren ja heiß, das Volk grölte während des Verbrennens dieser Unschuldigen, dann ging man würdevoll zurück in die Kirche. Da kann ich tatsächlich nicht punkten.

      Also doch die Gegenwart.

      Nun, auch hier ist die Religion wirklich erheiternd, wenn sie z. B. dafür herhalten muss, ausländischen (ungläubigen) Journalisten vor laufender Kamera der Kopf abzuschneiden. Oder einfach mal gucken auf der Seite raqqa is being slaughtered silently. Da gibt´s so lustige Videos, wie zum Beispiel einer Frau in den Kopf geschossen wird – allerdings wurde sie ja auch vorher minutenlang aufgeklärt (mit vorgehaltener Waffe, versteht sich), dass man nicht schlimm fremdgehen darf. Selbst Schuld halt.
      Allerdings hatte ich hier so ein bisschen das Gefühl, dass es gar nicht so lustig wäre, wenn diese Auslegung der Religion hier auf fruchtbaren Boden fiele. Aber da kann ich mich ja auch irren.

      Niveauvoller ist die Welt tatsächlich mit Religion, auch viel wärmer. Man fühlt sich doch gleich pudelwohl, wenn vergewaltigte Frauen in katholischen Krankenhäusern abgelehnt werden. In diesen Schoß dürfen nur Gläubige, alles andere stört da nur. Man bleibt unter sich, und das ist schön.

      Kürzlich hatte ich eine Diskussion mit einem Gläubigen. Auch hier, alles voller Wärme. Kann auch sein, dass ich mir das eingebildet habe, vielleicht war es auch nur glühender Hass, der mir entgegen schlug.

      However, ich würde – um auf Ihren letzten Satz einzugehen – Gläubige nicht als „dumm“ bezeichnen. Dennoch steht es wohl außer Frage, dass es kein Kopfabschneiden, kein Kopfschuss, keinen Hass gibt unter Atheisten, mit der Begründung, dass der andere Atheist sei.

      Religion bietet leider ein viel zu großes Spektrum an Optionen, und ob es Ihnen nun gefällt oder nicht, sie wird missbraucht. Seit Jahrtausenden, ohne Ausnahme. Jetzt zu sagen, es liegt ja nur an dem Menschen, wäre doch zu billig, oder?

      Also erwidere ich: Wie warmherzig, humorvoll und – wichtig – ganz und gar nicht verbohrt es in meinem nicht religiösen Umfeld zugeht, wünsche ich mir für den Rest der Welt.

      Man wird ja wohl mal träumen dürfen.

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      • Muriel schreibt:

        So sympathisch mir diese Ausführungen größtenteils sind, wecken sie doch schon wieder den Drang in mir, darauf hinzuweisen, dass auch Atheist(inn)en fürchterliche Armleuchter sein können. Religion ist halt eine Form von Irrtum, wenn auch eine in vieler Hinsicht besonders alberne und ärgerliche, aber ein paar davon haben wir leider wohl alle.
        Ich weiß, ich bin ein bisschen komisch. Aber wenn schon sonst niemand was Sinnvolles gegen den Mainstream hier zu sagen hat …

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        • manglaubtesnicht schreibt:

          Mein Eindruck dazu ist, dass a. Menschen auch ohne Religion bösartigste Dinge tun, dass diese Dinge aber b. durch Religion deutlich besser rechtzufertigen sind. Wenn also jemand sagt „Bringt die Juden um!!“, „Steinigt die Schwulen!!“ oder „Frauen gehören an den Herd!!“, dann kann man das durch ein einfaches „Hä? Warum das denn?“ hinterfragen. Wenn diese Fragen aber mit einem religiösen Tabu belegt werden, im Sinne von „Weil unsere Gottheit diese Leute hasst und wir müssen seinem Willen folgen“ oder „Das steht so in unserem heiligen Buch, das hast du nicht zu hinterfragen“, dann nehmen die Priester diese Fragen aus dem rationalen Diskurs heraus, hebeln also die Rechtfertigung ins Transzendente. Das ist m.E. eines der Hauptübel von Religionen.

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        • Muriel schreibt:

          Da ist was dran. Ich mache andererseits die Erfahrung, dass man auch von stockatheistischen Menschen in der Regel keine besonders gute Antwort bekommt, wenn man ihre Positionen grundsätzlich infrage stellt. Ich versuch das hin und wieder mal.
          https://ueberschaubarerelevanz.com/2010/05/07/vote-or-stfu/
          Zum Beispiel.
          Dass man natürlich zunehmend größere Unsinnigkeiten rechtfertigen kann, wenn der Popanz, den man sich dafür aufhängt, groß genug ist, bleibt unbestritten, und heute als nichtreligiöser Mensch ist es natürlich schwer, einen so großen zu haben wie Christen oder Muslime mit ihrem allmächtigen allwissenden allguten Allschöpfer [Zitat bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen…], aber es gab und gibt ja durchaus auch große nichtreligiöse Popanze, die eine Menge Schaden anrichten.

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  9. meaning schreibt:

    Natürlich gibt es die, und mein Geschriebenes sollte keineswegs (!) so verstanden werden, als ob Atheisten nicht auch bekloppt sein können und für alles die Lösung wären.

    MGEN hat es eigentlich gut zusammengefasst. Religion lässt die Leute oft den Verstand ausschalten und ziemlich üble Dinge tun. Ich wüsste nicht, welche andere Institution oder Ideologie das in der Form kann. Und das auch noch gesellschaftlich akzeptiert. Ggf. wird einfach nicht hingeguckt. Oder sich nur das Gute aus der Bibel heraus gesucht.

    Der immer wieder auftauchende Hinweis, dass Atheisten ebenfalls schlimme Dinge tun können, hilft da nicht weiter, im Grunde hilft er doch nie weiter. Damit macht man jede Diskussion kaputt. Dinge, die häufig auch noch schrecklich schief laufen, muss man klar benennen (auf beiden Seiten). Das geht aber bei Religionen nicht ohne den sofortigen Return, dass z.B. Nordkorea nicht religiös und trotzdem schlecht sei.

    Was gibt´s da eigentlich zu diskutieren, wenn hunderte Priester zigtausende Kinder missbrauchen? Was gibt´s zu diskutieren, wenn durch Religion Degenerierte in die Türme fliegen und 3000 Menschen hinmetzeln?

    Tut mir leid, das machen Atheisten nicht. Und ich rede nicht von psychisch kranken Menschen. Bitte nicht verwechseln.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Hmmm, ja, das würde ich etwas anders angehen.

      Atheismus ist ja an und für sich lediglich die Ablehnung der These vom persönlichen Gott, vom allmächtigen Schöpfer des Universums. Natürlich gibt es auch Atheisten, die anderen Menschen Leid zufügen. Denn Atheisten sind ja auch nicht zwangsläufig klüger oder moralisch besser als religiöse Menschen. Sie glauben halt nur nicht an einen persönlichen Gott. Allerdings lassen sich Attentate wie auf die Zwillingstürme oder in Orlando nicht *mit* dem Atheismus begründen. Mit Religionen aber schon: Priester predigen Hass, heilige Bücher rufen klar zum Mord auf, zur Unterdrückung von Frauen, Minderheiten, Versklavung, etc.

      Das ist mein Punkt, zumindest aus gesellschaftlicher Sicht: Sollte die Menschheit sich eines Tages – zum Beispiel durch bessere Bildung – eines Besseren besinnen und die Religion einfach aussterben, dann wird es für Hassprediger deutlich schwieriger ihre Hetze zu begründen. Die einfache Frage „Warum?“ reicht dann schon um die Hassmenschen in Erklärungsnot zu bringen. Zumindest das Jahrtausende alte Motto „Frag nicht nach, Gott will es!“ wird nicht mehr ziehen.

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