MGEN-Überblick 03: Martin Luther und die Reformation

Die meisten Segmente des MGEN-Podcasts beziehen sich auf mehr oder minder aktuelle Nachrichten und können nach einer Weile getrost vergessen werden. Wir finden aber, dass einige Segmente auch jenseits der Nachrichtenlage interessant sein könnten. Darum haben wir beschlossen, solche Segmente nach Themen sortiert zu Übersichtsfolgen neu zusammen zu schneiden.

Im Herbst 2017 lagen sich in Deutschland Regierung und Kirchen jubelnd in den Armen. Nach zehn Jahren Feierprogramm, das die Steuerzahler immerhin eine flockige Viertelmilliarde Euro gekostet hatte, näherte sich die Luther-Dekade mit dem 500sten Jahrestag der Reformation ihrem Höhepunkt. Politik und Klerus feierten den „großen Deutschen“, als gäbe es kein Morgen mehr.

Ähnlich ausführlich befeiert wurde von Staat und Kirche in Deutschland auch schon Luthers 450ster Geburtstag. Von Kirchenseite erinnert man sich daran nicht mehr so gern. Es war 1933, und vom Dingsda selbst sind uns die Worte überliefert „Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“ EKD und Regierungsvertretern war 2017 offenbar egal, wen sie da feierten, und in wessen Gesellschaft sie dabei waren.

Segmente in dieser Folge:

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