MGEN 165: Reaktionen zu „Schönstatt-Gründer ist Missbrauchstäter“

In Folge 158 hatten wir berichtet, dass der Gründer der katholischen Schönstatt-Bewegung, Pater Josef Kentenich, ein gewohnheitsmäßiger Missbrauchstäter war. Eine Historikerin, Alexandra von Teuffenbach, hat in mühsamer Kleinarbeit belegt, dass Pater Kentenich über Jahrzehnte hinweg Nonnen misshandelt hat, irgendwo zwischen sexuellem Missbrauch und Psycho-Folter. Die Nonnen hatten sich immer wieder hilfesuchend an die Kirche gewandt; die Kirchenfürsten haben daraufhin die Opfer für verrückt, bösartig oder vom Teufel besessen erklärt.

In den letzten Monaten haben uns zu Olivers Bericht eine ganze Reihe von Zuschriften von Hörer:innen erreicht, die von ihren eigenen Erfahrungen mit der Schönstatt-Bewegung berichten. Besonders interessant: Dabei sind auch Schilderungen von Mitgliedern der Bewegung.

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MGEN 162: Christenverfolgung gibt es nicht

Nachdem wir uns die von empörten Christen vorgebrachten Fallbeispiele für Christenverfolgung in Deutschland und Europa angeschaut und ihre Schlussfolgerungen und Behauptungen analysiert haben, kommen wir zu einem (ausführlichen) Fazit: Von den besten Argumenten der Christen bleibt bei etwas näherer Betrachtung nichts übrig. Eine systematische Christenverfolgung in Europa gibt es nicht.

Adrian und Till denken darüber nach, warum sich viele Christen in der Opferrolle derart wohlfühlen. Kann es sein, dass sich, wenn man jahrzehntelange Privilegierung gewohnt ist, Gleichbehandlung schon wie Diskriminierung anfühlt? Ist also der Übergang zu einer pluralistischen und freien Gesellschaft schon die Ursache für das Wehgeschrei der Christen?

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MGEN 160: Hilfe, Hilfe! Noch mehr schreckliche Christenverfolgung!

Schon bei der Beschäftigung mit den vom OIDAC, dem „Observatory for Intolerance and Discrimination Against Christians“, zusammengetragenen Fällen von ganz, ganz schrecklicher Christenverfolgung konnten wir vor lauter Weinen kaum reden. Diese armen, armen Christen, so muss man wissen, werden laut OIDAC in Deutschland und Europa ganz übel verfolgt.

MGEN-Youtube-Titeltafel-160Martina und Till haben auch diesmal wieder Adrian von The Adrian Reason zu Gast. Adrian erklärt uns, wie schrecklich die Auswirkungen von vorsorglicher „Selbstzensur“ für Christen sind („Wenn ich meinen Freunden vom Heiligen Geist erzähle, werde ich immer ausgelacht — ich sag lieber nix“) oder wie bedrohlich schon die bloße Existenz von ganz bösen Transleuten und garstigen Homosexuellen für die armen Christen ist.

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MGEN 159: Aufgedeckt! Ganz schreckliche Christenverfolgung!

Hilfe, Hilfe! Die armen Christen werden ausgelacht, wenn sie Leuten auf der Straße vom Heiligen Geist erzählen und stoßen am Esstisch auf zunehmendes Unverständnis, wenn sie über Minderheiten herziehen …

Ist es schon Diskriminierung, wenn man für die von einem selbst vorgebrachte Diskriminierung Unverständnis erntet? Die Christen vom OIDAC, das ist das „Observatory for Intolerance and Discrimination Against Christians“ in Wien, finden: ja. Adrian von The Adrian Reason findet: Eher nein. Mit Martina und Till seziert er die neue Studie des OIDAC zu ganz, ganz schrecklichen Fällen von Christenverfolgung in Deutschland und Europa.

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MGEN 158: Katholische Schönstatt-Bewegung: Gründer ist Missbrauchstäter

Jahrzehntelang haben sich Nonnen der Schönstatt-Bewegung immer wieder hilfesuchend an die Kirche gewandt: Der Gründer der Bewegung, Pater Josef Kentenich, ist ein gewohnheitsmäßiger Missbrauchstäter, dessen Aktivitäten irgendwo zwischen sexueller Gewalt und Psychofolter changierten. Die Kirchenfürsten planen einen doppelten Befreiungsschlag: Sie erklären die Nonnen für verrückt, bösartig oder vom Teufel besessen und starten ein Seligsprechungsverfahren für Pater Kentenich.

Fast forward einige Jahrzehnte: Die Historikerin Alexandra von Teuffenbach stolpert zufällig über die Hilfegesuche der Nonnen, recherchiert weiter und findet alptraumhafte Berichte über einen besonders widerlichen Serientäter. Immer noch leugnet und blockiert die Kirche, überzieht die Historikerin mit Klagen. Erst im Jahr 2020 beschließt Bischof Ackermann, das Seligsprechungsverfahren ganz still und leise abzubrechen. Die Schönstatt-Bewegung leugnet Kentenichs Verbrechen bis heute.

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MGEN 155: Sternsinger: Langjähriger Präsident ist Missbrauchstäter

Elf Jahre lang war Pfarrer Winfried Pilz Präsident des Päpstlichen Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Ihr kennt das: Um den Jahreswechsel herum schickt die reichste Organisation der Welt überall in der Republik Kinder zum Betteln, angeblich für den vielbeschworenen „guten Zweck“. Nun ließ es sich nicht mehr vertuschen: Monsignore Pilz, über Jahre gern gesehener Gast in Kanzler- und Bundespräsidialamt, war gewohnheitsmäßiger Missbrauchtäter. Seit einzelne Taten des Priesters sich nicht mehr verbergen ließen, melden sich mehr und mehr Opfer.

Alle andere: Wie üblich. Das Erzbistum Köln wusste seit Jahren Bescheid, hat die Taten aber verjähren und Pilz in Ehren sterben lassen. Es gab sogar ein (geheimes) Kontaktverbot mit Kindern, ausgesprochen von Kardinal Woelkis Vorgänger in Köln, Kardinal Meisner. A propos Woelki: Ratet, wer eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, vom Fall Pilz absolut gar nichts gewusst zu haben! Ratet auch, in wessen Erzbistum immer mehr Details zum Umgang mit Pilz an die Presse durchgestochen werden!

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MGEN 154: Megadreist: Bistum Limburg „bewertet Homosexualität neu“

Stolz verkündet katholisch.de: Im Bistum Limburg soll Homosexualität „neu bewertet“ werden. Heißt das, dass die Kirche eine 180-Grad-Wende hinlegen, queere Leute nicht mehr diskriminieren und mit Hass überziehen will, wird vielleicht sogar die Ehe für Alle anerkannt?

Man kann es sich schon denken: Nein. Die Verantwortlichen in Limburg haben hart nachgedacht und sind zu folgendem Schluss gekommen: Homosexualität ist nicht nur lästig und minderwertig, sondern auch die eigentliche Ursache für den Massenmissbrauch in der Kirche. Ja, richtig gelesen: Homosexuelle, das sind laut Bistum Limburg alles Pädos. Martina, Till und Oliver können angesichts derartiger Bösartigkeiten nur fassungslos den Kopf schütteln.

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MGEN 153: „So evangelisierst du deine Freunde“ — Evangelikale haben einen Plan

Kennt ihr das auch? In der Schule, im Jugendclub oder unter Freunden wollt ihr einfach nur begeistert und in allen Details über Jesus reden — aber die Zuhörenden reagieren genervt oder wenden sich sogar ab? Oh Schreck, oh Schreck, wie kann man in so einer Situation reagieren? Wie kann man seine Freunde eindringlich vor ihrem Schicksal — der ewigen Feuerfolter in der Hölle — warnen, ohne sie zu verlieren?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der evangelikale YouTube-Kanal „crosstalk“. Die Macher geben Jugendlichen Tipps zum Bekehren des eigenen Umfelds, sagen aber auch klar: Wenn du Christ bist und deine Freunde nicht, dann musst du sie aufgeben. Du kannst ein paar Mal versuchen sie zu bekehren — aber irgendwann ist Schluss. Deine Freunde sind der Finsternis geweiht.

Martina schaut sich die professionell aufgezogenen Tricks genauer an, die „crosstalk“ anwendet, um bei Kindern und Jugendlichen anzudocken. Till und Oliver sind entsetzt: Diese Leute gehen enorm dreist und planvoll vor, um Jugendliche mit einer Mischung von Psycho-Tricks, Höllendrohungen und dem Glauben an die eigene Erhabenheit über andere Menschen zu ködern.

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MGEN 151: Adveniat: Langjähriger Geschäftsführer ist Missbrauchstäter

Er galt als strahlendes Vorbild, als Lichtgestalt der Kirche: Der langjährige Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Emil Stehle. Was die Kirche seit 2003 vertuscht: Bischof Stehle hat seine Machtposition als Kirchenfürst gewohnheitsmäßig und über Jahrzehnte hinweg ausgenutzt und junge Frauen mit Alkohol gefügig gemacht und dann sexuell missbraucht. Seitdem seine Masche über Umwege bekannt wurde, melden sich immer mehr von Stehles Opfern.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass Bischof Stehle mit konspirativen Mitteln eine Art Rattenlinie aufgezogen hat, mit der er systematisch in Deutschland allzu sehr aufgefallene Pädopriester nach Südamerika auf der Schusslinie geschafft hat.

Martina, Till und Oliver sind entsetzt: Wie kann es sein, dass Bischof Stehles Umfeld jahrzehntelang Bescheid wusste, aber nie jemand versucht hat die jungen Frauen zu schützen, geschweige denn die Pädopriester vor Gericht zu bringen? Wieso haben Kardinal Marx und der Bischof von Freiburg Stephan Burger bis zu Stehles Tod 2017 ihre Hand über ihn zu halten? Hat sogar der Vatikan Stehles Pädo-Verschiebung bewusst in Kauf genommen oder sogar gefördert?

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MGEN 137: Massenmissbrauch in Italien

Immer wieder treffen Meldungen sowohl von europäischen Nachbarn als auch aus fernen Ländern ein: Die katholische Kirche begeht in allen Gegenden der Welt massenhaft sexuellen Missbrauch an Kindenr und Frauen. Überall platzen die gleichen lokalen Skandale auf, überall zeigen sich die gleichen Muster: Die Kirche begeht seit Jahrzehnten Massenmissbrauch, die lokale Presse interessiert das kaum, die lokalen Katholik:innen selbst auch nicht, Politiker:innen ducken sich weg. Also genau wie in Deutschland.

Till präsentiert erste Untersuchungen zum Massenmissbrauch in Italien. Abschätzungen sprechen von etwa 850.000 missbrauchten Kindern — nur in einem einzelnen Land.

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