MGEN-Podcast 2018.09: Brotgesicht

Willkommen zum Man Glaubt Es Nicht!-Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Die aktuelle Folge findet ihr weiter unten in diesem Artikel, per RSS, iTunes oder Soundcloud.

Unsere Themen:

  • 04m23s: Studie zum Kindesmissbrauch in der Kirche: Siebzig Jahre und nix gelernt
  • 28m35s: Gespräch mit Mirco Kramer, dem bayerischen Landesvorsitzenden der Partei der Humanisten
  • 1h00m17s: Breadfacing: Wir haben den internationalen Esoterik-Wellness-Trend entdeckt und sind jetzt eins mit dem Universum
  • 1h07m05s: Der Malteserorden: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta
  • 1h20m52s: Definitionsstündchen: Der Heilige Geist

Fragen oder Anmerkungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an mgenblog@gmx.de. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes und abonniert ihn bei

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16 Gedanken zu „MGEN-Podcast 2018.09: Brotgesicht

  1. Bzgl. der Aussagen „Die Homosexuellen sind schuld“

    Diese innerklerikalen Aussagen machen es ja nicht besser, im Gegenteil noch viel schlimmer. Damit gestehen sie ja ein, dass sie nicht nur eine breite Kindesmisshandlung ansich gedeckt haben, sondern gezielt pädokriminelle Kreise innerhalb derr RKK.

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  2. Man freut such ja immer auf einen neuen MGEN-Podcast. Vielen Dank!

    Ich bin noch nicht durch. Das Interview mit Mirco Kramer von der Partei der Humanisten fand ich sehr interessant. Witzigerweise hatte ich bisher immer Bedenken, ob es noch eine weltanschauliche Partei braucht, dachte aber, eine EVIDENZBASIERTE Partei wäre vonnöten. Offenbar sind die Humanisten eine solche.

    Ein anderer Vorbehalt war, ob ich meine Stimme einer Partei geben soll, wenn sie wahrscheinlich unter die 5%-Hürde fällt bzw. meinen Stimme effektiv wirkungslos bleibt. Das Interview hat mich aber überzeugt, dass die Partei der Humanisten zumindest Unterstützung verdoent. Deshalb hier auch noch mal der im Interview erwähnte Link zu Unterstützer-Unterschriften-Aktion für die EU-Wahl: https://diehumanisten.de/eu-unterschreiben/

    Aber hier noch etwas für Eure Rubrik „Hörer beschimpfen Podcaster“:

    Die im Interview von einem von Euch gemachte Bemerkung, schlimmer als in der EU könnte es ja wohl kaum noch sein, kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Mein Eindruck ist: Alle einschlägigen Indikatoren für Lebensqualität, Sicherheit, Gesundheit, Bildung, Wohlstand usw. deuten zumindest in Summe darauf hin, dass Europa (oder zumindest Westeuropa) die besten Region zum Leben ist, oder jedenfalls einen Spitzenplatz einnimmt. Ärger über die EU ist Jammern auf hohem Niveau, man muss sich auch darüber klar sein, dass man „die EU“ vor allem wahrnimmt, wenn es mal nicht rund läuft.

    Gefällt 3 Personen

  3. zu Partei der Humanisten und Mirco Kramer: Mir war das Interview etwas zu Einseitig und ich möchte hier versuchen zu erklären, weshalb ich von der Partei nichts halte.Irgendwer muss ja nörgeln.
    Ich finde humanistische Organisationen, wie die GBS sehr wichtig, besonders da diese Lobbyarbeit bertreiben und Interviews geben können. Sie helfen bei der Meinungsbildung durch ihre Präsenz und durch Informationsmaterialen.
    Im gegensatz dazu finde ich nicht, dass eine Partei der richtige Weg ist. Humanismus als Partei ist für mich nicht viel mehr als eine nieschige Ein-Themen-Partei. Ich verstehe, dass sich viele nicht von den etablierten Parteien abgeholt fühlen, aber eine neue Partei müsste aus meiner Sicht ein umfassendes Konzept haben und eine breite Masse ansprechen.
    Evidenzbasiert ist ja schön und gut, aber Politik ist nunmal ein ständiges Abwägen und Anpassen, mit Kompromissen und unbekannten Variablen. Die etablierten Parteien nutzen ja auch die vorhanden Informationen. Natürlich ist Politik auch emotional und wird es auch bleiben. Begeisterung für etwas funktioniert ohen Emotionen nicht.
    Zu den „wichtigsten“ Themen – Angst und Klimawandel: Klimawandel ja, aber das haben auch alle anderen Parteien in unterschiedlicher Ausprägung im Programm. Angst: Also wieder Emotionen… so wie ich das verstanden habe ist der Punkt Angst in erster Linie Aufklärung der Bevölkerung und Werbung für die Politik – Imagepflege sozusagen. Dafür wende ich mich nicht an AFD und CSU, aber ansonsten werde ich nicht anders Wählen, nur weil ein Teil der Bevölkerung Angstfantasien folgt.
    Das Thema Soziales/ Arbeit nicht vor Angst zu nennen, disqualifiziert eine Partei für mich.

    Als letzter Punkt das Aufnahmeverfahren: Wie soll das aussehen? Googlet da jemand meinen Namen? Soll ich vielleicht noch ein polizeiliches Führungszeugnis Beilegen? Oder geht es um persönliche Treffen? Mir scheint es äußerst hinderlich, als Partei wählerisch bei den Mitgliedern zu sein. Personen werden im extremfall halt rausgeschmissen aus der Partei, sonst werden die halt überstimmt. Freut euch über Mitglieder und hofft auf aktive Beteiligung. Die Partei als elitäre Gruppe mit Eignungstest spricht für mich gegen die Partei. Dann bin ich doch lieber in der Partei mit ein paar Idioten.

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    • Hm, also ich hab jetzt alle seine Aussagen nicht mehr so recht parat, aber…

      Humanismus als Partei ist für mich nicht viel mehr als eine nieschige Ein-Themen-Partei.

      Diese Aussage finde ich wenig nachvollziehbar. Geht es nicht eher darum, Problemlösungen an einer humanistischen Orientierung festzumachen? D.h. Humanismus wäre sozusagen eine Art ideologische Grundlage, anhand man dann eine praktikable Lösung erarbeitet. Das ist so ähnlich wie eine Kurvendiskussion, bei der man nach einem lokalen Minimum (oder Maximum) sucht.

      Bei so Parteien sehe ich eher ganz andere Probleme: Es handelt sich früher oder später immer um Vereinsmeierei. Da will der eine den Posten, der andere jenen, da werden Intrigen geschmiedet, Mobbing ist an der Tagesordnung… und dann wird das eigentliche Problem völlig vergessen. Ich war eine Zeit lang Mitglied bei „DIE PARTEI“, glaub mir, da läuft es genauso. Wie in jedem Tierschutzverein. Sobald irgendeiner nur ne Markachtzig für sich riecht, steht er auf der Matte und geht auch nicht wieder weg.

      das Aufnahmeverfahren

      Gute Frage. Solange wir keine Gesinnungspolizei haben, kann man halt nur rumrecherchieren. Die AFD zB nimmt keine Leute auf, die sich nachweislich früher in stramm-rechten Parteien befunden haben.

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    • @Arne

      Als letzter Punkt das Aufnahmeverfahren:

      Anscheinend hat die PdH eine Unvereinbarkeitsliste mit Organisationen, wo man selbst und die Partei schauen, kann ob man wirklich zusammen passen.
      https://wiki.diehumanisten.de/wiki/index.php/Unvereinbarkeitsliste

      Ich habe auf Twitter mitbekommen, dass diese Liste existiert und kritisiert wurde und hier ist das Statement von den Humanisten dazu.
      https://diehumanisten.de/2019/05/07/zur-unvereinbarkeitsliste-was-bedeutet-unvereinbar/

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  4. @all,

    wirklich kaum zu glauben: ich bin gerade auf eine Website gestoßen, die sich http://americanloons.blogspot.com/ nennt, wo inzwischen knapp 2100 prominente Spinner aus den USA vorgestellt werden. Ein Großteil davon ist wohl den religiösen Spinnern zuzurechnen.

    Interessante Lektüre für lange Winterabende, wenn man nachempfinden möchte, warum die US-Gesellschaft so beknackt agiert. Bei so vielen Spinnern kein Wunder.

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  5. Pingback: MGEN-Podcast 2018.09 | Religion und Gesellschaft

  6. Die Partei der Humanisten ist der der Ansicht, dass Humanisten wie ich (Mitglied der linksjugend [’solid] und auf den Wahlvorschlagslisten der Linken) unvereinbar mit dieser Partei seien.
    Das für sich ist nicht nur eine ausgesprochen lange Liste, sondern die Einzelkategorien sind teils Unscharf, teilweise umfassen sie eine gehörige Personenzahl.
    https://wiki.diehumanisten.de/wiki/index.php/Unvereinbarkeitsliste?fbclid=IwAR2aKYqhzQjbQ9fef7WWZPXITVfeGGe9DXvUHX4cK8j87WgGNn6uqoaxUZc#Die_Linke
    AntifaschistInnen und damit wohl auch der Antifaschismus selber ist mit der Partei nicht vereinbar.
    FDP und CDSU hingegen schon, welche sich recht häufig antihumanistisch positionieren. Genannt werden kann hier die Ehe für alle, selbstbestimmtes Leben und Sterben.

    Es ist davon auszugehen, dass das Hufeisenweitwerfen der Partei, aber nicht nur das, ihr das Genick brechen wird und sie sich niemals etablieren wird. Bei mir im Ort hätte ich mich gern für eine explizit humanistische Partei eingesetzt. Wenn sie selbst aber unsere Hilfe nicht möchte, mehr noch, mich und andere Humanisten auf die gleiche Stufe wie Antisemiten, Holocaustleugener, Rassisten, Homophoben, Verschwörungstheoretikern, Esos, Reichsbürgen und anderen Schwachsinnigen stellt, wird sie weder unterstützt, noch gewählt werden.

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    • Danke für die zusätzlichen Infos zu den Humanisten

      @Fabian Ja das bestätigt halt meine Befürchtung, alle Linken sind Linksextrem, Kapitalismus darf nicht angezweifelt werden, Che Guevara muss man als Massenmörder sehen, Antifa=Gewalt
      Ich hab mich also geirrt, keine Ein-Themen-Partei, gegen alle Linken und Rechten, gegen alles was der Gut-Bürgelichen Tante Sorgen macht und alles was man sagt mit „aus humanistischen/ wissenschaftlichen Gründen“ begründen.

      Unschön finde ich auch, dass Linke Zeitungen hier auf der „Unvereinbarkeitsliste“ stehen UND „Ablehnung der Meinungsfreiheit insb. für politisch rechts stehende Akteure“ ich mein, in einzelnen Fällen mag das ja gerechtfertigt sein, aber wenn ich sage: „Diese Person soll nicht öffentlich den Holocaust leugnen dürfen“, dann entspricht das dem Gesetz in Deutschland.

      Wer sich links von der CDU einordnet, sollte sich einem solchen Unsinn nicht anschließen. Wieso sollten Humanisten anti Links sein? Für mich bedeutet Humanismus z.B., dass es keine Gott gegebenen Eliten gibt. Als nächstes kann ich dann die Frage stellen, warum einzelne Familien so viel Macht, Geld und Produktionsmittel haben. Lösung: Kapitalismus regulieren aka Kapitalismuskritik – Zack bist du nen Linksextremer und hast bei „Die Humanisten“ keine Chance

      „Die Ablehnung von revolutionären und systemkritischen Gruppierungen macht aus uns keine Verteidiger des Status-Quo. Sie macht aus uns Rationalisten, die die Komplexität jedes Systems anerkennen und die bestehenden Probleme schrittweise lösen wollen.“ (Aus der Stellungnahme zu der Unvereinbarkeitsliste)
      Wer Systemkritik ablehnt, IST Verteidiger des Status Quo. Manche Systeme sind so grundliegend Kaputt, dass man Schrittweise nicht weiter kommt.

      Das beleidigenste finde ich aber, dieses alberne „Probleme analysieren wir wissenschaftlich und entwickeln so rational Lösungsmöglichkeiten.“
      Praktisch jede Partei, selbst Kreationisten, beziehen sich auf Wissenschaft und Rationalität. Die meisten Probleme der Politik sind aber nicht so einfach.

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