Prophezeiungen als Beweise für die Existenz Gottes: „Jungfrau? Welche Jungfrau?“

Immer wieder wird behauptet, dass die Erfüllung zahlreicher Vorhersagen alttestamentarischer Propheten durch den neutestamentarischen Jesus ein eindeutiger Beweis für die Existenz Gottes sei: So viele Zufälle, so wird argumentiert, könne es gar nicht geben! Und in der Tat haben die Autoren der vier in die Bibel aufgenommen Evangelien sich alle Mühe gegeben, ihre Jesus-Figur als Erfüller (der ihnen natürlich bekannten) alttestamentarischen Prophezeiungen darzustellen. So lassen sich einige der uns heute etwas absonderlich erscheinenden Geschichten erklären: Um eine Weissagung (siehe Micha 5) über den Geburtsort des zukünftigen Messias der Juden zu erfüllen, musste die Geburt des Jesus von Nazareth mit Hilfe einer an den Haaren herbei gezogenen Volkszählungsgeschichte nach Bethlehem verlegt werden, dort lässt man dann den Herodes ein – erstaunlicherweise von keinem Chronisten erwähntes – Massaker an Kleinkindern ausführen (vage vorhergesagt in Jeremia 31). Jesus selbst schickt später seine Jünger los um einen Esel zu besorgen, damit er wie von Sacharja (Kapitel 9) geweissagt auf dem Tier in die Stadt reiten konnte.

Der Evangelist Matthäus informiert uns weiterhin, dass Jesus Mutter eine Jungfrau gewesen sei und verweist dann im Wortlaut auf die dadurch erfüllte Prophezeiung in Jesaja 7:

Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären, den sie Immanuel nennen wird.

Beeindruckend, oder? Zumindest, wenn man über den nicht ganz zutreffenden Namen „Immanuel“ (bedeutet etwa: Gott ist mit uns) hinweg sieht – auch Propheten können schließlich mal irren. Manchmal werden sie aber auch schlichtweg falsch übersetzt: So steht in jeder einigermaßen aktuellen Bibelausgabe die Fußnote, dass anstatt „Jungfrau“ im Original der Begriff für „die junge Frau, das Mädchen“ steht.  Weiterhin sind Matthäus die Zeiten durcheinander geraten, das Original spricht davon, dass die junge Frau bereits „schwanger ist“. Also reduziert sich die Vorhersage auf den Satz: „Die junge, bereits schwangere Frau wird einen Sohn gebären, den sie Immanuel nennen wird.“ – Vom Wunder einer durch Jesus erfüllten Prophezeiung ist jetzt schon nicht mehr allzu viel übrig.

„Jungfrau? Welche Jungfrau?“

Gibt man sich etwas Mühe und liest den Kontext des vielzitierten Satzes, ergibt sich folgende Geschichte: Der König Ahas wird von den Armeen zweier Rivalen bedroht. Der Seher Jesaja richtet dem König während einer Ratsversammlung von Jahwe aus, dass er den anstehenden Kampf gewinnen werde. Um seine Prophezeiung zu bekräftigen, beruft sich Jesaja wieder auf seinen Gott, zeigt auf eine anwesende, schwangere Frau und sagt: Diese Frau wird einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen. Wenn der Sohn alt genug ist um gut und böse zu unterscheiden, werden die Königreiche deiner Feinde untergegangen sein und öde liegen.

Offensichtlich bezog sich die Bemerkung Jesajas also keinesfalls auf das Auftreten eines Messias, sondern war eine rhetorische Figur in einer konkreten Situation, bei einer Weissagung zum Kriegsgeschick eines antiken Fürsten im Kampf gegen seine Feinde. Von einem Messias, dessen Mutter eine Jungfrau sein werde, ist nicht die Rede. Von einer Jungfrau ist überhaupt nicht die Rede. Hat Evangelist Matthäus hier versucht, seine Leser mit einer „gefälschten“ Prophezeiung übers Ohr zu hauen? Oder wusste er es selbst nicht besser? – Es bleibt unklar.

Wirklich erstaunlich ist, dass immer noch sehr viele Leute die Erfüllung der alttestamentatischen Prophezeiungen als Beweis für die Göttlichkeit der Jesus-Figur sehen: „Es kann kein Zufall sein, dass ein Mann all diese Prophezeiungen erfüllt! Statistisch unmöglich!! Nur Gott kann sowas bewirken!!!“ – Sind diese Leute wirklich nie auf die Idee gekommen, dass die Autoren der Evangelien die überlieferten Sprüche der jüdischen Propheten selbstverständlich kannten? Dass sie ihre Geschichten natürlich so zurecht gebogen haben, dass die alten Weissagungen erfüllt werden? Offenbar haben die Evangelisten die alten Bücher nach möglicherweise passend zu machenden Vorhersagen geradezu abgegrast – Dass dabei das eine oder andere Malheur passiert ist, ist wohl verständlich.

„Ein Wunder! Ein Wunder!“:

  • „Die Wahrscheinlichkeit zur Erfüllung aller Voraussagen ist damit gleich Null, d. h. der Zufall scheidet als Erklärungsversuch aus“ (Web)
  • „Tausende von Prophezeiungen der Bibel sind eingetroffen und bestätigen deutlich Gottes Wort“(Web)
  • „Der Geburtsort von Christus (Messias) wurde vorhergesagt …“ (Web)

Bibeltexte:

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Jesus und der Jüngling im Leinentuch

Während die Evangelisten Matthäus, Lukas und Johannes erzählerisch möglichst runde Geschichten zusammenbasteln wollten, hat sich Markus offenbar redlich darum gemüht, die ihm vorliegenden Quellen mit möglichst geringen Überarbeitungen zu einem konsistenten Handlungsbogen zu formen. Das ist ganz offensichtlich nicht immer gelungen, im Text finden sich Brüche, Inkonsistenzen und auf fehlende Abschnitte hindeutende Handlungssprünge. Dazu gehört auch der „Jüngling im Leinentuch“, der während der Verhaftungsszene in Kapitel 10 plötzlich auftaucht:

Und die Jünger verließen ihn [Jesus] alle und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die [anderen?] Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren und floh nackt von ihnen.

In den heute verwendeten Versionen des Markus-Evangeliums wird dieser (halb-)nackte Jüngling niemals eingeführt, die Spekulationen der Theologen und Bibelkundler schießen naheliegenderweise ins Kraut: War der hauptsächlich griechisch/römischen Zielgruppe durch die vorhandenen Andeutungen auch ohne explizite Einführung klar, welche Rolle der Jüngling spielte? Handelt es sich um einen nachträglichen Einschub? Oder fehlen die einführenden Abschnitte im heute verwendeten Text?

Könnte Brüche erklären: Eine längere Version des Markus-Evangeliums

Diese Fragen lassen sich heute nicht mehr mit letzter Sicherheit beantworten. Eine Hypothese ist, dass eine längere, heute verschollene Version des Markus-Evangeliums existiert hat. Erhalten sind aus diesem vermuteten Text nur einige Stellen, die der Kirchenvater Clemens von Alexandria (ca. 150-215) in einem Brief zitiert. Clemens warnt davor, dass verfälschte Versionen dieses längeren Textes in Umlauf seien und zitiert zum Vergleich den ihm vorliegenden, unverfälschten Originaltext. Der Text soll, so Clemens, in der heute verwendeten Version zwischen Markus 10.34 und 35 heraus gestrichen worden sein. Da er ein sehr interessantes Licht auf heute selten diskutierte Charakterzüge der Figur Jesus von Nazareth wirft, hier das komplette Zitat:

Und sie kamen nach Bethanien, und jene eine Frau, deren Bruder gestorben war, war dort. Und sie kam, warf sich vor Jesus nieder und sagte zu ihm: „Sohn Davids, habe Erbarmen mit mir.“ Aber die Jünger wiesen sie zurück. Und Jesus, der in Wut geriet, ging mit ihr in den Garten, wo das Grab war, und sogleich wurde ein  lauter Schrei aus dem Grab gehört. Und indem er näher trat, rollte Jesus den Stein vom Eingang des Grabes. Und sogleich ging er hinein, wo der Jüngling war, streckte seine Hand aus und zog ihn hoch, indem er seine Hand ergriff. Aber der Jüngling, als er ihn ansah, liebte ihn und fing an, ihn anzuflehen, dass er bei ihm sein möge. Und sie gingen aus dem Grab heraus und kamen in das Haus des Jünglings, denn er war reich. Und nach sechs Tagen sagte ihm Jesus, was er tun solle, und am Abend kam der Jüngling zu ihm, ein leinenes Tuch über [seinem] nackten [Körper] tragend. Und er blieb diese Nacht bei ihm, denn Jesus lehrte ihn das Geheimnis des Reiches Gottes.

Clemens schreibt empört, diese „makellosen und heiligen Worte“ seien bösartig interpretiert worden, „äußerst schamlose Lügen“ seien über Jesus und den Jüngling erzählt worden. Um was für „Lügen“ es sich dabei gehandelt haben mag, kann sich wohl jeder selbst denken.

Auch hier: Nichts Genaues weiß man nicht

Wie immer bei der Beschäftigung mit überlieferten Texten, deren Ursprung ungewiss und deren Originale nach der Publikation „verschwunden“ sind, weiß niemand genau, inwieweit die aktuellen Fassungen das widerspiegeln, was die Verfasser einst gemeint haben. Gerade die christlichen Texte wurden in den ersten Jahrhunderten, als sie nicht von professionellen Schreibern sondern von enthusiastischen Laien kopiert wurden, aus glaubens- und machtpolitischen Gründen häufig „verbessert“ (siehe hierzu Bart Ehrman: Misquoting Jesus).

Plausibel erscheint aber eins: Hätte sich die längere Version des Markus-Evangeliums im Alltagsgebrauch durchgesetzt, wären einer Reihe von Minderheiten wohl fast 2.000 Jahre Verfolgung erspart geblieben.

Quellen/Empfehlungen:

  • Die bekannten Fragmente des „Geheimen Evangelium nach Markus“ (PDF)
  • Bart Ehrman: Misquoting Jesus: The Story Behind Who Changed the Bible and Why.
  • Bart Ehrman: Lost Christianities: The Battles for Scripture and the Faiths We Never Knew.

Kann man kategorisch beweisen, dass es keinen Gott gibt?

Ab und an hört man die zweifelnde Frage „Kannst du denn kategorisch ausschließen, dass es einen Gott gibt? Ist das nicht doch möglich?“ Die Antwort dazu ist: Ich weiß nicht, ob man die Existenz eines Gottes generell ausschließen kann. Und zwar aus einem einfachen Grund: Es gibt keine konsistente Definition des Begriffes „Gott“, die irgendwie zu unserem Universum passt.

„Unser Gott ist unendliche Liebe!“ – Ach so?

Man kann in der Tat nicht beweisen, dass es keinerlei Gott gibt. Das liegt allerdings nicht an irgend welchen philosophischen Gründen, sondern schlicht daran, dass die Vertreter des Gottesglaubens die Definition ständig ändern. Das ist auch gar kein Wunder (no pun intended!), denn es gibt ja offensichtlich keine reale Entität, die von der Definition zutreffend beschrieben werden muss.

Will man z.B. einen Stuhl beschreiben, muss die Definition einigermaßen zu den möglichen Varianten des „Sitzmöbels für eine Person“ passen. Entfernt man sich zu weit davon, kommt irgendwann jemand, zeigt auf einen konkreten Stuhl und sagt „Was du beschreibst, ist kein Stuhl!“ – Redet man dagegen über eine reine Idee ohne jeden Anker in der realen Welt, lassen sich ihr natürlich beliebige Eigenschaften zuschreiben, die auch ständig wechseln können: „Mein Gott ist das Alpha und das Omega!“, „Mein Gott ist eine höhere Macht, er ist unendlich, unergründlich und unsichtbar!“,  „Mein Gott ist unendliche Liebe!“ – Was soll man denn mit solchen Definition anfangen?

Wenn man einer Entität aber keinerlei feste Eigenschaften zuschreibt, die sie irgendwie mit dem Universum in Beziehung setzen, dann lassen sich natürlich auch keine weiter gehende Aussagen zu ihr treffen – insbesondere auch nicht über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit ihrer Existenz.

„Unser Gott ist das Alpha und das Omega!“ – Hatte ich mir gleich gedacht!

Um ein konkretes Glaubenssystem zu errichten, müssen die Priester ihren Gott allerdings mit ein paar Eigenschaften ausstatten: Warum man ihn überhaupt verehren sollte, was er den ganzen Tag so macht und wie sein Wille ist. Hieraus entsteht eine rudimentäre Definition, deren innere Logik und Plausibilität man gegen die Realität testen kann. Und jedes Mal, wenn man das tut, stellt sich heraus: Die Definition widerspricht sich selbst oder der Realität – die beschriebene Entität kann nicht existieren.

„Unser Gott ist allmächtig und allgütig!“ – Nein, das sicher nicht!

Jahwe, der Gott der Juden, Christen und Moslems z.B. existiert ganz sicher nicht: Er wird als allmächtiger Weltenschöpfer beschrieben, der jeden einzelnen Menschen liebt und unendlich gütig ist. Wenn man sich nun aber in der Welt umschaut, ist von einer allgütigen Macht absolut nichts zu sehen. Auch der argumentative Notausgang „Gott respektiert den freien Willen!!“ funktioniert bei näherer Betrachtung nicht: Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr fast 2.000 Kinder an Krebs. In den betroffenen Familien entsteht unendliches, reales Leid, das sich weder wegdefinieren noch irgendwie auf den freien Willen der Beteiligten zurück führen lässt. Nein, wenn man unbedingt an einem allmächtigen Gott festhalten will, dann interessiert er sich keinen Deut für die Menschen.

Die Priester flüchten sich an diesem Punkt meist in die Platitüde „Die Wege des Herrn sind unergründlich!“ – Auch das ergibt keinen Sinn: Entweder die „Wege des Herrn“ – also seine Motive und die Grundsätze seines Handelns – sind prinzipiell ergründlich oder unergründlich. Sind sie ergründlich, dann können wir sie betrachten und stellen schnell fest, dass die Behauptungen der Religionen unwahr sind: Gott ist offensichtlich nicht allgütig. Sind sie aber unergründlich, dann kennt niemand Gottes Motive und seinen Willen – insbesondere auch nicht die Priester. Da der offenbarte Wille die Grundlage jeder Religion ist, sind auch in diesem Fall die Religionisten im Unrecht.

Wie man es dreht und wendet, die Aussagen der Religionen sind falsch: Der Gott der Bibel passt nicht in unsere Welt.

Lässt sich zumindest die Allmacht „retten“?

Selbst wenn man die Eigenschaft „allgütig“ weg lässt: Auch sonst ist von den Aktivitäten eines (all)mächtigen Wesens verdächtig wenig zu sehen. Weder wachen wir morgens auf und finden über München einen sechs Kilometer hohen gotischen Bogen vor, noch stapfen die in der Bibel erwähnten Riesen durch die Straßen. Marienerscheinungen bleiben seit Jahrhunderten gelangweilten Teenager-Mädchen in abgelegenen Bergdörfern vorbehalten; Frankreich, Großbritannien und Neuseeland führen die Gleichberechtigung für Homosexuelle ein – Aber dort gibt es deutlich weniger Überflutungen als Ausdruck des Zorn Gottes als im christlich verkniffenen Deutschland. Ausnahme in Frankreich: Ausgerechnet Lourdes steht im Sommer 2013 tagelang komplett unter Wasser.

Fazit: Ich weiß nicht, ob es sich kategorisch ausschließen lässt, dass irgend eine Art von Gott existieren könnte – Und zwar deshalb, weil bislang nie jemand konsistent definieren konnte, was das eigentlich sein soll. Sobald eine Gottesvorstellung aber konkret wird, hat sie sich bis dato jedes Mal als falsch erwiesen.

Wenig Raum für Beinarbeit: Religionisten kämpfen um den AAA-Gott

Im letzten Blog-Post haben wir schlüssig gezeigt, dass die Vorstellung von einem allmächtigen, allwissenden und allgütigen (AAA-)Gott nicht mit der Welt, in der wir leben, kompatibel ist. Der Gott, wie er z.B. vom Christentum verehrt wird, kann also nicht existieren.

Das ist natürlich keine neue, ungewöhnliche oder irgendwie komplizierte Erkenntnis. Um ihr Konzept vom AAA-Gott doch noch irgendwie zu retten, haben sich die Religionisten daher eine Reihe von Argumenten ausgedacht (zusätzlich zu den rituellen Scheiterhaufen):

Abstreiten der Beobachtung: „Das stimmt ja alles gar nicht!!!“

Möglichkeit 1: Die Beobachtung abstreiten – Hier wird irgendwie versucht, schreckliche Dinge wie Krebs wegzudefinieren. Diese Dinge stoßen uns nicht wirklich zu, das erscheint uns nur so. Meist geht das dann so:

  • „Gott hat uns aus Grund X den freien Willen gegeben – wir können uns dazu entscheiden, Böses zu tun!“: Das kommt häufig, geht aber komplett am Thema vorbei: Babies entscheiden sich weder dafür Krebs zu bekommen, noch fügt ihnen irgend jemand die Krankheit willentlich zu.
  • „Gott bestraft euch für all eure Sünden!“: Welche schrecklichen „Sünden“ sollen das aus christlicher Sicht denn sein, die ein kleines Kind begangen haben soll? Dem Bruder den Lollie weg genommen? Den übergriffigen Priester bei den Eltern verpetzt? Oder waren es vielleicht die Eltern, die gesündigt haben, und nun durch ultrakrasses Leid bestraft werden sollen? – Egal! Ein Gott, der so handelt, kann auf keinen Fall allgütig sein!
  • „Das Böse existiert nicht wirklich, das ist die von euch verschuldete Abwesenheit Gottes!“: Die Argumentierenden gehen irgendwie davon aus, dass ihr Gott sich in den Schmollwinkel zurück gezogen habe, weil z.B. Frauen wählen und Auto fahren dürfen, und Homosexuelle in der Gesellschaft oft akzeptiert werden. Diese Variante des „Gott bestraft euch für eure Sünden!“ wird in letzter Zeit häufiger von evangelikalen Christen vorgebracht.
  • „Gott ist nicht schuld, das hat der Teufel gemacht!“: Und wer hat den Teufel geschaffen, sieht in seiner Allwissenheit all seine Taten und kann ihn mit seiner Allmacht jederzeit zur Räson bringen? – „Gott natürlich!“ – Der tut das aber nicht, ist also offensichtlich nicht allgütig! – „Hm.“
  • „Gott liebt uns und will uns prüfen!“: Hierzu muss man eigentlich wenig sagen – Mich macht immer wieder völlig ratlos, wie jemand so dermaßen zynisch argumentieren kann. Nur um irgendwie recht zu behalten, werden Eltern mit solchen Sätzen konfrontiert! – Natürlich gilt auch hier: Ein allmächtiger und allwissender Gott, der so handelt, ist extrem unmoralisch, und kann daher nicht allgütig sein.

Zusammengefasst kann man sagen: Die Ansätze, die Existenz des Bösen weg zu definieren, scheitern alle und sind verzweifelte Versuche, das Gott-Konzept gegen jeden gesunden Menschenverstand irgendwie zu halten.

Verleugnen der Folgerichtigkeit: „Dich hat doch der Teufel geschickt!!!“

Möglichkeit 2: Die Korrektheit der Argumentation abstreiten – Hier wird dann gern vage behauptet, der oben beschriebene Gedankengang sei auf nicht näher zu benennende Weise falsch. Dazu werden dann auch meist der Teufel oder Dämonen heran gekarrt: „Deine Argumentation ist so verbogen, so pervers! Ich kann mir schon denken, wer dir diese Gedanken eingegeben hat! Schäm dich!“ – Siehe oben: Gott hat nach christlicher Tradition den Teufel geschaffen, und da er allmächtig und allwissend ist, hat er auch die Verantwortung für dessen Taten.

Oft  werden  auch verbale Blendgranaten gezündet, gern in der Form einer Argumentation mit Autoritäten: „Schon der heilige Thomas Aquinus sagte dazu … bla bla, freier Wille, bla bla, Dämonen, bla bla …“ – Hierdurch geht der Argumentierende durch das Herbeikarren von Autoritäten der lästigen Pflicht aus dem Weg, inhaltliche Argumente für seine These vortragen zu müssen. Ist ja auch blöd, wenn man keine hat.

Fazit: Der Bibel-Gott kann nicht existieren

Wie man es auch dreht und wendet: Kein Wesen kann zugleich allmächtig, allwissend und allgütig sein. Die Definition widerspricht der realen Welt. Man kann also mit Sicherheit sagen: So ein Gott existiert nicht.

„Gott ist allmächtig, allwissend und allgütig!“ – Nope, dieser Gott existiert nicht!

Die meisten Religionisten behaupten, dass ihre Gottheit allmächtig, allwissend und allgütig sei. So ein Gott kann nicht existieren.

Um zu zeigen, dass dieser allmächtige, allwissende und allgütige (kurz: AAA-)Gott und die um uns herum bestehende Welt inkompatibel sind, betrachten wir folgende, ausgesprochen unerfreuliche Tatsache: Allein in Deutschland bekommen jedes Jahr ca. 1.800 kleine Kinder Krebs. Hierdurch entsteht in vielen Familien und deren Umfeld unendliches, reales, krasses Leid, das sich auch nicht irgendwie wegdefinieren lässt. Es ist nun an den Religionisten zu erklären, wie dieser Fakt in ihr AAA-Gott-Weltbild passt. Die Antwort ist: gar nicht!

Allgütig und allwissend? – Dann nicht allmächtig!

Nehmen wir für’s Erste an, der Gott sei allgütig und allwissend. Dann will er also immer und überall nur Gutes tun und sieht außerdem alles, was in der Welt vor sich geht. Trotzdem verhindert er nicht, dass die Kinder krank werden. Er kann ihnen offenbar nicht helfen. Wenn man also einem Gott also die Attribute allgütig und allwissend zuschreibt, kann er nicht zugleich allmächtig sein.

Allmächtig und allgütig? – Dann nicht allwissend!

Alternativ können wir auch annehmen, dass der Gott allmächtig und allgütig sei: er kann und will also helfen. Trotzdem, die Kinder werden immer noch krank. Die Attribute allmächtig und allgütig sind nur zu retten, wenn man den Gott nicht auch noch als allwissend beschreibt: Dann wäre er zwar grundsätzlich willens und fähig zu helfen, bemerkt aber die kranken Kinder nicht.

Allmächtig und allwissend? – Dann nicht allgütig!

Bleibt als dritte Möglichkeit anzunehmen, dass der Gott allmächtig und allwissend sei. Er sieht also, was vor sich geht, und könnte auch helfen, tut das aber nicht. Dann ist der Gott nicht allgütig, sondern im Gegenteil sehr, sehr unmoralisch. Ein Mensch, der ein Kind ohne zu helfen einfach sterben liesse, würde als Monster angesehen. Auch von dieser Seite ist der AAA-Gott ganz offensichtlich nicht zu retten.

Gäbe es den AAA-Gott, sähe die Welt anders aus!

Es wird also klar, dass die Welt um uns völlig anders aussehen müsste, wenn ein allmächtiges, allwissendes und allgütiges Wesen existierte: Insbesondere gäbe es dann all das Leid kranker Kinder nicht.

Das bedeutet natürlich nicht, dass nicht irgendwo im Universum irgend eine Form eines oder mehrerer „höherer Wesen“ existieren könnte. Aber die wichtigsten Eigenschaften des in der Bibel beschriebenen Gottes, also Jahwe, widersprechen den faktischen Eigenschaften der Welt. Den Bibelgott der Juden, Christen und Muslime kann es daher nicht geben.

Natürlich haben die (reflektierteren) Religionisten das Problem auch bemerkt, die Theologen nennen es vornehm das „Theodizee-Problem“. Im Laufe der letzten 1.600 Jahre wurden wahrsinnig komplexe Theoriegebilde gebaut um irgendwie um die Frage herum zu kommen „Wenn Gott allmächtig, allwissend und allgütig ist, wieso passieren dann so viele schreckliche Dinge? Wieso verhindert er das nicht?“ – Dabei ist die Antwort hierzu sehr einfach: „Euer Gott verhindert diese Dinge nicht, weil er nicht existiert. Er kann nicht existieren.“

„Einstein glaubt aber auch an Gott!“ – Das Argumentieren mit Autoritäten

Ein weiteres Scheinargument, das u.a. von Religionisten häufig genutzt wird, ist die Argumentation mit Autoritäten, auf lateinisch Argumentum ad Verecundiam genannt.

Um eine These (z.B. „Jahwe existiert wirklich!“) zu stützen, zitiert der Argumentierende hier hoch angesehene  Personen, die auf dem fraglichen oder auch einem ganz anderen Feld als Autoritäten gelten. Da Argument klingt dann etwa so: „Die Meinung dieser Person hat sich in den Punkten A, B und C als richtig erwiesen – Daher muss sie auch in Punkt D recht haben! Voilà!“

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

Eine von Religionisten häufig genutzte Autorität ist Albert Einstein: „Einstein war ein bedeutender Wissenschaftler, er hat die Physik quasi neu erfunden. Auch er hat an die Existenz Jahwes geglaubt, eine wissenschaftliche Weltsicht und Religiösität widersprechen sich also nicht, sondern ergänzen sich prima!“ – Der Religionist hofft nun, dass der Name Einstein so viel Respekt einflößt, dass sich der Zweifler beschämt verkriecht.

Die Argumentation ist selbstverständlich Quatsch und beweist gar nichts. Wenn eine Person für ein spezielles Wissensgebiet Experte ist, bedeutet das natürlich nicht, dass seine „Strahlkraft“ automatisch auch für alle anderen Gebiete gilt. Und selbst auf dem eigenen Fachgebiet muss die Autorität nicht immer Recht haben. Auch Experten können sich irren – und das tun sie häufig. Wer schon einmal mit etwas verwirrenden Symptomen zu mehreren Ärzten gegangen ist, weiss das: Auch die wohlmeinendsten Fachleute können einem nicht immer sofort weiterhelfen.

Insbesondere geht der Argumentierende durch das verbale Herbeikarren von Autoritäten der lästigen Pflicht aus dem Weg, inhaltliche Argumente für seine Thesen vortragen zu müssen. Ist ja auch blöd, wenn man keine hat. Wenn man also auf die Frage „Und wie begründest du diese Hypothese?“ die Antwort „Jesus meint das auch!“ bekommt, bleibt nur weiterzufragen „Bleib beim Thema! Wie begründest du deine Hypothese?“

Und was meinte Albert Einstein selbst dazu?

Insbesondere im Umgang mit Predigern sollte man zusätzlich noch sehr darauf achten, ob das angebliche (für die Mission des Priesters ja sehr praktische) Zitat überhaupt echt ist. So glaubte Einstein, der von Religionisten immer wieder als Kronzeuge genannt wird, in Wahrheit gar nicht an den aus der Bibel bekannten Gott: Er hatte sich schon früh vom Judentum gelöst und nannte den Jahwe-Glauben „wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens“. Und an einer anderen Stelle: „Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.“

Fazit: Argumente mit Autoritäten sind Blendgranaten!

Die Argumentation mit Autoritäten wird von Predigern und Theologen sehr häufig genutzt – Überraschend häufig, wenn man bedenkt, wie fadenscheinig und offensichtlich falsch dieser Gedankengang ist. Andererseits: Da es ja keinerlei stichhaltigen Hinweise auf die Wahrheit ihrer Lehren gibt, sind sie natürlich auf dererlei Blendgranaten angewiesen.

„Aber …. Was, denn du falsch liegst?“ – Warum Pascal seine Wette verliert

Outet man sich auf einer Party als Atheist, bekommt man mit absoluter Sicherheit eines der folgenden Argumente zu hören:

  • „Du bist Atheist? Dann bist du genau wie Hitler!“ und
  • „Aber …. Was, denn du falsch liegst?“

Zur Reductio ad Hitlerum haben wir schon anderswo etwas geschrieben (das Argument ist falsch, Hitler war Katholik und hat stets für sich in Anspruch genommen Gottes Werk zu tun), daher beschäftigen wir uns heute etwas mit dem zweiten Fall.

Die Frage ist natürlich eine etwas gequetschte Form der Pascalschen Wette. Der französische Mathematiker Blaise Pascal (1623-1662) ging davon aus, dass einem zwei Optionen offen stehen: Entweder man glaubt an den Gott oder eben nicht. Sollte es den Gott geben, und man glaubt an ihn, ist einem ein unendliches Leben im Himmel beschert. Sollte es den Gott geben, und man glaubt nicht an ihn, wird er stinkwütend und verdammt einen zu ewigen Folterqualen in der Hölle. Falls es keinen Gott gibt, bringt der Glauben einem nichts, schadet aber auch nicht. Nun argumentiert Pascal, dass man sich aus rationalen Gründen dafür entscheiden sollte an den Gott zu glauben, weil man so – Existenz hin oder her – keine Strafe riskiert und vielleicht sogar unendlich belohnt wird.

Ist euer Gott etwas doof? – Lässt er sich so leicht herein legen?

Die eine oder andere Form dieses Arguments bekommen Atheisten zu hören, seit die christliche Lehre im vierten Jahrhundert zur politischen Stabilisierung des römischen Reiches zusammen gestoppelt wurde. Seitdem ist es leider auch nicht sinnvoller geworden, verblüfft mit ihrer Scheinlogik allerdings ab und an noch arglose Personen.

Es gibt eine ganze Reihe von Gegenargumenten:

  • Wieso sollte der Gott nur und ausschließlich blinden Glauben verlangen, nicht aber deutlich sinnvollere Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Neugier, eine kritische Weltsicht oder Toleranz? – Aus Sicht des Christentums ist all das vernachlässigbar, entscheidend für Wohl und Wehe ist nur blinde Gläubigkeit – Wieso?
  • Woher nimmt die oder der Fragende die Sicherheit, dass die Drohungen „ewige Glücksseligkeit“ und „ewige Höllenfolter“ real und die einzigen Optionen sind? – Die jüdische Tradition z.B. bleibt hier relativ vage und sagt lediglich, dass man nach dem Tod „bei den Ahnen schläft“.
  • Pascal geht davon aus, dass man rational beschließen könne, etwas zu glauben oder eben nicht zu glauben. Aber ist das so? Lässt sich der blinden Glauben fordernde Gott auf diese Weise hereinlegen?
  • Weiter geht er davon aus, dass Glauben kostenfrei sei. Das stimmt aber sicher nicht: Der Glaube an die christlichen Dogmen wie die ständige Aufsicht und Bewertung durch den Gott und seine Priester, und die bei Fehlern drohende, ewige Höllenfolter führt ja nicht eben dazu, dass man ein angstfreies und unbeschwertes Leben führen kann.

Lord Krishna ist sauer!

Das wichtigste Argument ist jedoch die Gegenfrage „Und was, wenn du falsch liegst? – Was, wenn du nach einem Leben voller Kratzbuckelei vor Jahwe im Jenseits aufwachst, und Lord Krishna ist richtig sauer auf dich?“

Oder Balor, Odin, Ahriman, Zeus, Osiris, Inti, Padmapani oder Chu Jung? Was also, wenn die anderen Religionen Recht haben? – Anhänger des Christentums sind auch Atheisten, denn sie glauben explizit nur an Jahwe, nicht an die anderen ca. 3.000 bedeutenderen Gottheiten, die von den Menschen nach ihrem Ebenbild erschaffen wurden. Was wird aus Pascals Rechnung, wenn diese Religionen mit aufgenommen werden? Die eben noch so einfache Ja/Nein-Frage „Gott oder nicht Gott“ wird plötzlich zur Auswahl aus tausenden von möglichen Göttern. Und selbst, wenn es Jahwe und das Christentum seien soll: Von den geschätzten 10.000 verschiedenen Richtungen und Konfessionen des Christentums behauptet fast jede, sie sei die einzig von Jahwe unterstützte, die jeweils anderen seien alle auf gefährlichen Irrwegen.

*Pling* … Sie haben Post!

Wir haben Fanpost bekommen. Da sie ein besonders schönes Beispiel von christlicher Toleranz und Nächstenliebe ist, wollen wir sie Ihnen nicht vorenthalten.

@BerHFreienstein: „Ich freue mich darüber, daß Sie einige meiner heiligen Texte verbreiten. Sie tun so, als sei die höhere Weisheit bei Euch Atheisten und Kirchenfeinden, als sei das, was Ihr meint, die absolute Wahrheit, und das, was wir Frommen meinen, die absolute Dummheit. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Der heutige Herrscher in Nordkorea z. B. ist ein Atheist und Kirchenfeind wie Ihr. Wer aber wollte leugnen, daß er ein gigantisches Arschloch ist?!

„Ihr Atheisten und Kirchenfeinde seid Abschaum der Menschheit und das Böse an sich!“

Ihr Atheisten und Kirchenfeinde seid nicht die besseren, sondern die viel schlechteren Menschen. Ihr seid Abschaum der Menschheit und das Böse an sich. Mit vollem Recht ist die Inquisition gegen solche Leute wie Euch blutig und feurig vorgegangen. Eure versauten, kirchenfeindlichen und blasphemischen Äußerungen mögen Euch in Eurem dreckigen Maul verfaulen. Ihr haltet Euch für Giganten der Vernunft, dabei seid Ihr blöde und hirnverbrannt wie nur was. Eure Dummheit kennt keine Grenzen, und Eure Glaubenslosigkeit wird nur noch durch Eure Charakterlosigkeit überboten. Ihr seid Scheusale von gigantischem Ausmaß, und Eure Widerlichkeit spottet jeder Beschreibung.

Eure erbärmlichen Hutzelansichten gebt Ihr als Maßstäbe der Wahrheit aus, dabei sind Eure Ansichten keinen Pfifferling wert. Eure Herrschaft ist eine verbrecherische Herrschaft, und es muß alles getan werden, um Euch vom Thron zu stürzen. Ihr seid es, die in der Welt das Sagen haben, aber es muß Euch das Maul gestopft werden. Ihr habt nichts zu sagen, aber Ihr redet ständig; von morgens bis abends schwafelt Ihr nur dummes eug daher. Seit Jahrhunderten vergiftet Ihr die Welt mit Eurem versauten, kirchenfeindlichen und atheistischen Geschwätz. Die geistige und materielle Umweltverschmutzung kommt von Euch.

„Nur Scheiße kommt aus Euren dreckigen Mäulern“

Nur Scheiße kommt aus Euren dreckigen Mäulern. In der Politik und in der Finanzwelt findet man fast immer nur Leute von Eurer Couleur und Eurem Ungeist. Ihr seid zum Kotzen! Über 100 Millionen Menschen sind von Kommunisten, also auch von Atheisten, ermordet worden, häufig genug bestialisch ermordet worden, bzw. sie sind eines vorzeitigen Todes gestorben wegen ihrer „Behandlung“ im Kommunismus, der eine fanatisch kirchenfeindliche und atheistische Ideologie war und ist. Dieser Kommunismus war erst im 19. Jahrhundert entstanden und hat also in noch nicht 2 Jahrhunderten mehr als 100 Millionen Menschen ermordet. Das sind viel mehr als in über 19 Jahrhunderten Christentum an Apostaten, Ketzern, Juden,  Christen und Katholiken zu erheben.

Überall „atheistische Poltiker, Banker, Finanzleute und Prominente“!!!

Die Kirchenfeinde und Atheisten haben sich vielmehr in die Schandecke zu stellen und bitterlich über ihre Schandtaten zu weinen. Unter dem chinesischen Herrscher Mao Zedong, auch so ein kirchenfeindliches, kommunistisches und atheistisches Arschloch, sind ca. 70 oder 80 Millionen oder sogar noch mehr Menschen ermordet worden. Die Herrschaft der Atheisten ist eine furchtbare, grausame, verbrecherische und terroristische Herrschaft. Sie muß weltweit zerstört werden. Überall sind kirchenfeindliche und atheistische Poltiker, Banker, Finanzleute und Prominente am Werk und Wirken. Sie bringen nichts Positives zustande, immer nur Krisen. Die Finanzkrise, die Wirtschaftskrise, die Eurokrise usw. sind ihr Werk.“

„Wir wissen, dass Jesus gelebt hat. Es gibt außerbiblische Zeugnisse!“ – Ähm, nein!

Christen behaupten gern, dass Jesus eine historische Gestalt sei, für dessen Existenz es außerhalb der Bibel Hinweise gäbe. Das erscheint auf den ersten Blick durchaus wahrscheinlich, denn die römische Besatzungsmacht war ja bekanntermaßen gut organisiert, außerdem gab es zu dieser Zeit eine Reihe von Chronisten. Da Jesus nach Schilderung der Evangelien in Judäa ordentlich die Welle gemacht hat, wird bestimmt jemand im weiten römischen Reich von ihm Notiz genommen haben. Oder?

Bizarre Formulierungen bei Josephus Flavius: Eine christliche Fälschung!

Die Antwort ist auch hier wieder: Nein. Religionslehrer und Priester zitieren immer wieder dieselbe Stelle in den Schriften des jüdischen Historikers Josephus Flavius (ca. 38-100). Dort soll der Chronist um 93 aufgeschrieben haben, dass der lang erwartete Messias aufgetaucht sei; er habe Jesus geheißen und sei zum Tod am Kreuz verurteilt worden.

Seit der Reformation – also seit sich jemand getraut hatte, näher hinzuschauen – ist diese Stelle als nachträglicher Einschub – sprich: Fälschung! – bekannt, der sich in Vokabular und Stil völlig vom Rest der Schrift unterscheidet.

Andere Quellen: Wundern sich über „diese Christen“, beschreiben nicht Jesus

Es gibt ein paar weitere Erwähnungen in römischen Quellen, die um das Jahr 100 begannen. Die beschreiben allerdings das Christentum und seine aus damaliger Sicht absurd erscheinenden Lehren, nicht die Person Jesu.

Damit ist die Auswahl der „außerbiblischen Zeugnisse“ für die Existenz Jesu also reduziert auf eine bekannte Fälschung und eine Reihe von Nacherzählungen frühchristlicher Lehren. Mit anderen Worten: Auf null.

Dies ist übrigens bei Textkritikern allgemein bekannt, also auch bei Priestern und Religionslehrern. Man kann daher davon ausgehen, dass sie nicht aus Unwissen auf die gefälschten „Beweise“ pochen, sondern bewusst lügen.

Das Evangelium des Heiligen Potter

Der heilige Potter ist der Sohn des Herrn. Er hat die Welt von dem Bösen erlöst (sieben Mal), dabei hat er zahlreiche Wunder vollbracht. Der heilige Potter hat eine Reihe von Jüngern um sich geschart, die ihm treu ergeben waren und seinen Lehren folgten. Auch diese Jünger konnten Wunder wirken. Potter war demütig und bescheiden und hat seine Göttlichkeit nie betont. Stattdessen hat er stets das Gute getan und die Unschuldigen beschützt. Seine Bestimmung wurde durch den großen Propheten Dumbledore vorher gesagt. Er ist nie gestorben und lebt daher ewig. Es ist davon auszugehen, dass er zu seinem himmlischen Vater zurück gekehrt ist.

Die Frohe Botschaft: Die Sieben Büchern des Potter

All dies wird in den “Sieben Büchern des Potter” beschrieben, die Gott der heiligen Joanne in die Feder diktiert hat. In diesen Büchern werden zahlreiche Augenzeugen für die Wundertätigkeit des Potter benannt. Sie müssen daher wahr sein. Auch in unseren schlimmen Zeiten hat der heilige Potter Millionen Anhänger – die meisten davon sind etwa 15 Jahre alt. Für ihren unerschütterlichen Glauben an den heiligen Potter musste die heilige Joanne ihr Leben lang viel Spott und Hohn erfahren, wurde aber von Gott durch unfassbaren Reichtum belohnt.