Wenig Raum für Beinarbeit: Religionisten kämpfen um den AAA-Gott

Im letzten Blog-Post haben wir schlüssig gezeigt, dass die Vorstellung von einem allmächtigen, allwissenden und allgütigen (AAA-)Gott nicht mit der Welt, in der wir leben, kompatibel ist. Der Gott, wie er z.B. vom Christentum verehrt wird, kann also nicht existieren.

Das ist natürlich keine neue, ungewöhnliche oder irgendwie komplizierte Erkenntnis. Um ihr Konzept vom AAA-Gott doch noch irgendwie zu retten, haben sich die Religionisten daher eine Reihe von Argumenten ausgedacht (zusätzlich zu den rituellen Scheiterhaufen):

Abstreiten der Beobachtung: „Das stimmt ja alles gar nicht!!!“

Möglichkeit 1: Die Beobachtung abstreiten – Hier wird irgendwie versucht, schreckliche Dinge wie Krebs wegzudefinieren. Diese Dinge stoßen uns nicht wirklich zu, das erscheint uns nur so. Meist geht das dann so:

  • „Gott hat uns aus Grund X den freien Willen gegeben – wir können uns dazu entscheiden, Böses zu tun!“: Das kommt häufig, geht aber komplett am Thema vorbei: Babies entscheiden sich weder dafür Krebs zu bekommen, noch fügt ihnen irgend jemand die Krankheit willentlich zu.
  • „Gott bestraft euch für all eure Sünden!“: Welche schrecklichen „Sünden“ sollen das aus christlicher Sicht denn sein, die ein kleines Kind begangen haben soll? Dem Bruder den Lollie weg genommen? Den übergriffigen Priester bei den Eltern verpetzt? Oder waren es vielleicht die Eltern, die gesündigt haben, und nun durch ultrakrasses Leid bestraft werden sollen? – Egal! Ein Gott, der so handelt, kann auf keinen Fall allgütig sein!
  • „Das Böse existiert nicht wirklich, das ist die von euch verschuldete Abwesenheit Gottes!“: Die Argumentierenden gehen irgendwie davon aus, dass ihr Gott sich in den Schmollwinkel zurück gezogen habe, weil z.B. Frauen wählen und Auto fahren dürfen, und Homosexuelle in der Gesellschaft oft akzeptiert werden. Diese Variante des „Gott bestraft euch für eure Sünden!“ wird in letzter Zeit häufiger von evangelikalen Christen vorgebracht.
  • „Gott ist nicht schuld, das hat der Teufel gemacht!“: Und wer hat den Teufel geschaffen, sieht in seiner Allwissenheit all seine Taten und kann ihn mit seiner Allmacht jederzeit zur Räson bringen? – „Gott natürlich!“ – Der tut das aber nicht, ist also offensichtlich nicht allgütig! – „Hm.“
  • „Gott liebt uns und will uns prüfen!“: Hierzu muss man eigentlich wenig sagen – Mich macht immer wieder völlig ratlos, wie jemand so dermaßen zynisch argumentieren kann. Nur um irgendwie recht zu behalten, werden Eltern mit solchen Sätzen konfrontiert! – Natürlich gilt auch hier: Ein allmächtiger und allwissender Gott, der so handelt, ist extrem unmoralisch, und kann daher nicht allgütig sein.

Zusammengefasst kann man sagen: Die Ansätze, die Existenz des Bösen weg zu definieren, scheitern alle und sind verzweifelte Versuche, das Gott-Konzept gegen jeden gesunden Menschenverstand irgendwie zu halten.

Verleugnen der Folgerichtigkeit: „Dich hat doch der Teufel geschickt!!!“

Möglichkeit 2: Die Korrektheit der Argumentation abstreiten – Hier wird dann gern vage behauptet, der oben beschriebene Gedankengang sei auf nicht näher zu benennende Weise falsch. Dazu werden dann auch meist der Teufel oder Dämonen heran gekarrt: „Deine Argumentation ist so verbogen, so pervers! Ich kann mir schon denken, wer dir diese Gedanken eingegeben hat! Schäm dich!“ – Siehe oben: Gott hat nach christlicher Tradition den Teufel geschaffen, und da er allmächtig und allwissend ist, hat er auch die Verantwortung für dessen Taten.

Oft  werden  auch verbale Blendgranaten gezündet, gern in der Form einer Argumentation mit Autoritäten: „Schon der heilige Thomas Aquinus sagte dazu … bla bla, freier Wille, bla bla, Dämonen, bla bla …“ – Hierdurch geht der Argumentierende durch das Herbeikarren von Autoritäten der lästigen Pflicht aus dem Weg, inhaltliche Argumente für seine These vortragen zu müssen. Ist ja auch blöd, wenn man keine hat.

Fazit: Der Bibel-Gott kann nicht existieren

Wie man es auch dreht und wendet: Kein Wesen kann zugleich allmächtig, allwissend und allgütig sein. Die Definition widerspricht der realen Welt. Man kann also mit Sicherheit sagen: So ein Gott existiert nicht.

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