In (irgendwie) eigener Sache: Karlheinz Deschner vs. Jesus

Dieser Artikel ist das Resultat einer Wette zwischen den MGEN-Foristen Dongamillo und Bernd Kammermeier. Dongamillo, fundamental christlich eingestellt, und Bernd Kammermeier, engagierter Atheist und Humanist, sind den folgenden Deal eingegangen: Wenn Dongamillo das Buch Abermals krähte der Hahn von Karlheinz Deschner lesen würde, wird Bernd Kammermeier sich gemäß christlicher Anleitungen für den Kontakt mit Jesus öffnen und Gott um ein Zeichen für seine Existenz bitten. Beide werden über ihre Erfahrungen öffentlich berichten.

Karlheinz Deschner (1924 – 2014) war ein deutscher Schriftsteller, der vor allem durch seine religions- und kirchenkritischen Werke bekannt wurde. Das Buch Abermals krähte der Hahn, das 1962 erschien, wird seitdem von Interessierten und Kirchenkritikern als fundiertes Standardwerk betrachtet. 1970 begann er mit dem Hauptwerk Kriminalgeschichte des Christentums; erst 1986 konnte der erste Band erscheinen. 2013 musste die Reihe mit dem zehnten Band, der bis ins 18. Jahrhundert reicht, aus gesundheitlichen Gründen abgeschlossen werden.

Jesus  (ca. 6 v. – 31 n.d.Z.) war ein jüdischer Wanderprediger, der um das Jahr 30 herum in Judäa aktiv war, das damals als Teil der römischen Provinz Syria von Antiochia aus verwaltet wurde. Jesus Bedeutung wuchs nach dem Jüdischen Krieg (66-70), der mit dem vernichtenden Sieg der römischen Großmacht über die aufständischen Judäer und der Zerstörung Jerusalems und des dort befindlichen jüdischen Tempels mündete, über seine ursprünglich kleine, wohl hauptsächlich durch clan-basierte Loyalitäten geprägte Anhängerschaft hinaus. Ursächlich waren für diesen Bedeutungszuwachs wohl vor allem zwei Dinge: Zum einen die Verunsicherung vieler Juden, ob die Zerstörung des Landes vielleicht auf bislang unzureichend oder falsch ausgeführten religiösen Riten beruhte, zum anderen das weitgehende Umbauen der bis dahin solide auf dem Boden des Judentums stehenden Lehren Jesu durch die Gruppe um den Wanderprediger Paulus von Tarsus, der über die jüdischen Anhänger hinaus auch den reichsrömischen Markt erschließen wollte. Da als Folge der jüdischen Aufstände die römische Öffentlichkeit anti-jüdisch eingestellt war, musste dazu die Lehre Jesu in großen Teilen verändert werden, und wurde so von einer reformatorischen Strömung des Judentums zu einer das Judentum ablehnende, selbständigen Religion. Diese Phase bildet die Ursache des verbreiteten christlichen Anti-Judaismus.

Soweit die Einleitung; mögen die Spiele beginnen.

MGEN-Podcast 2018.11: Der moderne Heide

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Unsere Themen:

  • Mehr religiöse Hassverbrechen, weniger Berichte in den Medien
  • Bischof Vorderholzer erklärt logisches Denken
  • Die Kandidaten zum CDU-Vorsitz äußern sich zu Religion und Glauben
  • Endlich steht fest: Atheisten nerven!
  • Das Bistum Trier hat hart nachgedacht und einen Superplan entwickelt
  • Der Malteserorden: Nichtstaatliche Völkerrechtssubjekte mit Kreuz im Wappen
  • Podcaster beschimpfen Podcaster: Der Kommentar der Ketzer 2.0 zum MGEN-Beitrag über Juden in Florida

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