MGEN 151: Adveniat: Langjähriger Geschäftsführer ist Missbrauchstäter

Er galt als strahlendes Vorbild, als Lichtgestalt der Kirche: Der langjährige Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Emil Stehle. Was die Kirche seit 2003 vertuscht: Bischof Stehle hat seine Machtposition als Kirchenfürst gewohnheitsmäßig und über Jahrzehnte hinweg ausgenutzt und junge Frauen mit Alkohol gefügig gemacht und dann sexuell missbraucht. Seitdem seine Masche über Umwege bekannt wurde, melden sich immer mehr von Stehles Opfern.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass Bischof Stehle mit konspirativen Mitteln eine Art Rattenlinie aufgezogen hat, mit der er systematisch in Deutschland allzu sehr aufgefallene Pädopriester nach Südamerika auf der Schusslinie geschafft hat.

Martina, Till und Oliver sind entsetzt: Wie kann es sein, dass Bischof Stehles Umfeld jahrzehntelang Bescheid wusste, aber nie jemand versucht hat die jungen Frauen zu schützen, geschweige denn die Pädopriester vor Gericht zu bringen? Wieso haben Kardinal Marx und der Bischof von Freiburg Stephan Burger bis zu Stehles Tod 2017 ihre Hand über ihn zu halten? Hat sogar der Vatikan Stehles Pädo-Verschiebung bewusst in Kauf genommen oder sogar gefördert?

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4 Gedanken zu „MGEN 151: Adveniat: Langjähriger Geschäftsführer ist Missbrauchstäter

  1. Danke für euren Podcast. Eben musste ich echt schlucken als ich mindestens zwei mal die Bezeichnung Kinderf*ck*r** hören musste. Allein eine trigger Warnung, die in der Folge absolut angebracht war, reicht es noch nicht. Die Wortwahl generell ist entscheidend. Was hier unter locker flockig in den Raum geschmissene Bezeichnung bedeutet für so viele Kinder unfassbares Leid. Bitte euch dies zu beachten. sonnige Grüße Phoebe

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    • Ja, das Leben meint es nicht gut mit uns, im Grunde sind wir ihm nicht einmal egal.
      Das Interessante an dieser widerlichen Zuschreibung ist, dass sie gemäß einem Urteil einer Berliner Amtsrichterin aus dem Jahr 2012 zwar eine gewisse Störung des öffentlichen Friedens darstellt, die jedoch vernachlässigbar sei gegenüber der Störung des öffentlichen Friedens, die die katholische Kirche durch ihren Umgang mit den Missbrauchstätern aus ihren Reihen und deren Opfern auslöse.
      Ein Blogger war deswegen von der Berliner Staatsanwaltschaft wegen Gotteslästerung (§166 StGB) angeklagt worden und wurde von eben dieser Amtsrichterin freigesprochen. Obwohl die gute Frau der Staatsanwaltschaft den Weg zur höheren Instanz freigestellt hatte, verzichtete diese darauf, einen Revisionsantrag zu stellen. Sie war wohl damit zufrieden, dass die Richterin die straffreie Verwendung des Begriffs an den Hinweis über den Umgang der RKK mit den Missbrauchsfällen geknüpft hatte. Der Blogger war es auch.
      Zu eurem Blog: Ihr drei Lichtgestalten habt euch wieder jede Menge Arbeit gemacht und die Reaktionen darauf sind dürftig. Deshalb an dieser Stelle: GROẞES Lob für diese und die 150 vorherigen Folgen!
      Nicht nachlassen!

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