MGEN-Podcast 99: Der Fall „Papierklavier“ – Die Deutsche Bischofskonferenz sabotiert ihren eigenen Preis

MGEN-Wordpress-Artikelillustrationen-2021-Folge-099Das Urteil der Jury ist eindeutig: „Papierklavier“ von Elisabeth Steinkellner ist das beste Jugendbuch des Jahres und soll mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 ausgezeichnet werden. Dazu erstmal unsere Gratulation – denn das Buch geht überraschend vernünftig mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen um. Doch dann steigt die Deutsche Bischofskonferenz auf die Bremse und verkündet: Das Buch entspricht „nicht hinreichend den Kriterien des Preises“ – die Verleihung fällt aus.

Kommen die Bischöfe nicht mit der Patchwork-Familie klar, mit der Schilderung einer Mutter als selbständige Frau? Ist es die Transperson als Freundin der Hauptfigur? Oder ist die Kirche schockiert, weil ihrem Urbi-Orbi-Zauberspruch nicht genug Respekt entgegengebracht wird? Martina hat sich das Buch und die Aussagen der Beteiligten genauer angeschaut und überlegt, was uns die Causa „Papierklavier“ über die Qualität der Diskussion innerhalb der Kirche offenbart.

Fragen oder Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an mgenblog@gmx.de. Falls ihr mögt, bewertet uns bei Apple Podcasts.

2 Gedanken zu „MGEN-Podcast 99: Der Fall „Papierklavier“ – Die Deutsche Bischofskonferenz sabotiert ihren eigenen Preis

  1. Erst mal vielen Dank für die gute Folge, die besser und fundierter war als alles, was ich aus den “professionellen” Medien darüber erfahren habe.

    Wer sich als Juror für einen katholischen Preis hergibt, verdient es, mit dem Holzhammer auf die katholische Weltfremdheit hingewiesen zu werden.

    Ich denke, man könnte sogar sagen: Weltfremd ist es, zu glauben, die RKK sei nicht weltfremd.

    Wer ins Schwimmbad geht, hat ja auch kein Recht, sich darüber zu beschweren, dass das Wasser nass ist.

    Gefällt 3 Personen

  2. Ohne das Buch gelesen zu haben, vermute ich jetzt mal, dass den Bischöfen das Buch einfach nicht genug Bezug zur Kirche hatte. Wenn ich das richtig verstehe, wird Religion nur in diesem Urbi-et-Orbi-Witz thematisiert und das gefällt den Bischöfen nicht. Dass man auch ohne Kirche ein guter Mensch sein kann, wollen die Bischöfe Jugendlichen wohl eher nicht vermitteln. Und falls meine Vermutung stimmt, dann muss ich den Bischöfen sogar Halb-Recht geben, so erschreckend das auch ist. Wenn die Jury wirklich Maias hilfsbereites Auftreten als christliche Nächstenliebe vereinnahmen wollte, dann würde ich auch ein paar Einwände anmelden.

    Gefällt 1 Person

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