MGEN-Podcast 95: Kardinal Marx, Bischof Bätzing, Bischof Ackermann und die Trierer Kindersex-Affäre

Die Beilage „Christ und Welt“ der Wochenzeitung Zeit hat in detaillierter Recherche nachgewiesen: Kardinal Marx, Bischof Bätzing und Bischof Ackermann sind in die Vertuschung von Kindesmissbrauch in Trier verwickelt.

Folgende amtierende und ehemalige (Erz-)Bischöfe und Generalvikare werden bislang des Vertuschens von massenhaften Kindesmissbrauch beschuldigt:

  • die Aachener Bischöfe Johannes Pohlschneider, Klaus Hemmerle und Heinrich Mussinghoff sowie deren Generalvikare Karlheinz Collas und Manfred von Holtum,
  • der heutige Erzbischof von Köln Rainer Woelki sowie die früheren Kardinäle Joseph Höffner und Joachim Meisner, der beurlaubte Weihbischof Ansgar Puff, der ehemaligen Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff und sein beurlaubter Nachfolger Dominikus Schwaderlapp,
  • der mittlerweile zurückgetretene Erzbischof von Hamburg Stefan Heße,
  • der verstorbene Essener Kardinal Franz Hengsbach,
  • der ehemalige Erzbischof von München-Freising und spätere Papst Joseph Ratzinger sowie sein Nachfolger Kardinal Friedrich Wetter,
  • die Mainzer Kardinäle Hermann Volk und Karl Lehmann,
  • die Bischöfe von Münster Joseph Höffner, Heinrich Tenhumberg und Reinhard Lettmann,
  • der ehemaliger Generalvikar von Speyer, Rudolf Motzenbäcker, sowie
  • der Bischof von Trier und langjährige Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Ackermann, sein Vorgänger, der jetzige Münchener Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, der damalige Trierer Generalvikar und jetzige Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) Georg Bätzing und sein Vorgänger als Generalvikar, Georg Holkenbrink.

Ein Ende der Enthüllungen ist nicht abzusehen.

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13 Gedanken zu „MGEN-Podcast 95: Kardinal Marx, Bischof Bätzing, Bischof Ackermann und die Trierer Kindersex-Affäre

  1. Ich bin einfach nur Fassungslos und unglaublich wütend. Ich habe gestern noch mit freunden darüber gesprochen und sie finden,das dass schon blöd sei aber das Gott ja dafür nichts kann…. Ich habe jetzt weniger Freunde. Ich kann in diesem Punkt keine Kompromisse mehr eingehen.

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  2. „…und Gott kann nichts dafür!? “

    https://manglaubtesnicht.wordpress.com/2021/05/17/mgen-podcast-95-kardinal-marx-bischof-batzing-bischof-ackermann-und-die-trierer-kindersex-affare/comment-page-1/#comment-13572

    Ich denke diese Aussage sieht jeder etwas anders!?
    Wenn man einen Gott anklagen kann setzt man seine Schöpfermacht vorraus…

    Nach meiner Erkenntnis hat jeder Mensch die Freiheit über sein Verhalten zu entscheiden und ist damit in der Verantwortung.

    Es schmerzt solche und andere Unglücke ohnmächtig mitansehen zu müssen. Darum ruft man eine“höhere“ Instanz zur Verantwortung.

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    • Das Video kannte ich noch nicht – danke für den Hinweis. Ein typisches „good people on both sides“-Muster.

      Interessant fand ich die Information, dass der Opfervertreter seit 2010 seine Geschichte über Motzenbäcker und Konsorten öffentlich erzählt. Die Version der Kirche ist bis heute: „Bischof Wiesemann selbst machte 2020 Vorwürfe öffentlich.“ Wir müssen hier nicht ins Detail gehen, aber das Timing zu dieser Behauptung passt überhaupt nicht – hier jetzt nochmals bestätigt.

      Das „Kassenbuch“ wirkt sogar im Video schon sehr offensichtlich und plump gefälscht. Bislang kannte ich nur das empörte Gutachten der Nonnen, das Buch sei ja gar nicht echt. Ja, es ist ganz offensichtlich nicht echt. Die Fälschung ist so dummdreist, dass die Vermutung liegt nahe, dass der Opfervertreter jemandem sehr lästig wurde und in eine Falle gelockt werden sollte.

      Ganz allgemein: Bislang gibt es nur sehr vereinzelte Untersuchungen zum Missbrauch in Kinderheimen. Die allerdings legen nahe, dass es dort wirklich, wirklich schlimm zuging. Ich vermute, dass die Kirche in den kommenden Jahren den Deckel nicht mehr weiter darauf halten kann — da können sich die empörten Nonnen noch so sehr an „gute Zeiten“ erinnern.

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  3. Ach, was muss man oft von bösen
    Priestern hören oder lesen,
    welche bei den Katholiken
    reihenweise Kinder ficken.
    Zu den Priestern hier gehörten
    nur die sexuell gestörten.
    Normalen blieb das Amt verwehrt,
    wenn man es auch so begehrt.
    Dieser Schwachsinn in der Tat,
    ergibt sich aus dem Zölibat.

    Die Priester, statt durch weise Lehren,
    sich zum Guten zu bekehren,
    Oftmals noch darüber lachten
    Und sich heimlich lustig machten.
    Ja, zur Übeltätigkeit,
    Ja, dazu ist man bereit!
    Homosexuelle hetzen,
    Frauenrechte zu verletzen!
    Das ist freilich angenehmer
    Und dazu auch viel bequemer,
    Als in Bildungswerk und Schule
    Festzusitzen auf dem Stuhle.
    Aber wehe, wehe, wehe!
    Wenn ich auf das Ende sehe!!
    Ach, das war ein schlimmes Ding,
    wie es den armen Kindern ging.
    Mit den Kindern, diesen lieben,
    haben Priester es getrieben.
    Das wurde hier zum Vergnügen
    abgemalt und aufgeschrieben.

    Ein Priester, der Kinder verletzt,
    wird woanders hinversetzt.
    Dies ist aber jedes Mal
    ein bedauerlicher Einzelfall.

    Auch im Bistum Regensburg
    nahm einer einen Jungen durch.
    Der Bischof wies alsbald im Nu‘
    dem Priester ein neues Revier zu.
    Doch sagte er im neuen Ort
    zu niemandem auch nur ein Wort,
    dass der, den er hierhin geschickt,
    gerne kleine Kinder fickt.

    Im Jahr 2019 dann
    fing Alt-Papst Benedikt an,
    wollte mit viel Schwadronieren
    den Missbrauch relativieren.
    „68er – schuld sind die
    an dieser Pädophilie.“

    Wie viele Priester es nun wahr’n,
    das kann man ja nur erahn‘.
    Denn die Kirche ach o Graus,
    gibt ja keine Zahlen raus.
    Der Staatsanwaltschaft zur Vergnügung
    stellt man Akten zur Verfügung,
    die jedoch geschwärzt, zensiert
    oder gänzlich aussortiert.

    Auf ein Gutachten zu diesen Taten
    muss man wirklich lange warten.
    Infos zu gefickten Kindern
    weiß man stetig zu verhindern.
    Man hat lieber währenddessen
    jeden Missbrauch ausgesessen.
    Diese Dinge wusste man
    und zeigte sie trotzdem nicht an.

    Man gibt nur zu, was schon bekannt,
    das ist wirklich allerhand.
    Taten werden zugegeben,
    wenn die Täter nicht mehr leben.
    Mal ist, falls sich wer beschwert
    alles dann auch schon verjährt.

    Die Studie kommt vielleicht ans Licht,
    manchmal aber dann auch nicht.
    Gerne hält man ganz bewusst
    das Gutachten unter Verschluss
    Wenn es dem Bischof nun gefällt,
    verbreitet man es in der Welt.
    Wenn nicht, beauftragt ohne Scheu
    das Gutachten man nochmal neu.

    Australien zeigt, wie’s anders geht
    dort auf der Agenda steht:
    Ermittelt wird zu jeder Tat
    und zuständig ist da der Staat.
    In Deutschland aber tun das lieber
    Priester gegen ihre Brüder
    Man setzt hier auf dieses Prinzip
    das es seit Jahrezehnten gibt:
    Die eine Krähe soll also
    der anderen gegenüber so
    ein einzelnes Auge aushacken
    das kann man ja nur verkacken.
    Lange wurde das probiert
    klar, dass das nicht funktioniert.

    Mit der Kinderschänderei
    ist’s noch lange nicht vorbei.

    (frei nach Max und Moritz)

    Gefällt 1 Person

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