MGEN-Podcast 81: Fake Facts – Warum Menschen an Verschwörungserzählungen glauben

Martina hat das Buch „Fake Facts: Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ von Katharina Nocun und Pia Lamberty gelesen und berichtet Till und Oliver davon, unter welchen Voraussetzungen Menschen an Verschwörungserzählungen glauben.

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14 Gedanken zu „MGEN-Podcast 81: Fake Facts – Warum Menschen an Verschwörungserzählungen glauben

    • Natürlich darf jeder glauben war er will. Aber jeder sollte sich bewusst sein, dass jede Entscheidung Privatsache ist.

      Sobald über Fakten gesprochen wird, hat die Meinung zurückzutreten. Gerade die Pandemie lehrt uns, dass die Evolution existiert und (in Bezug auf Corona leider) noch immer wirkt, während der Aberglaube an die Kreation ein altes blutleeres Schreckgespenst ist. Wer jetzt noch an die „Schöpfung“ glaubt, spricht den Opfern der Pandemie Hohn…

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      • Was daran Höhn sein soll erschließt sich mir nicht? Wie die Evolution dabei für den Menschen ein Vorteil bringen soll würde mich allerdings interessieren. Das Viren sich verändern ist kein Evolutionsbeweis, Mikroevolution gab es schon immer! ….aber wie sich die Zeichen der Zeit auf die Vorhersagen der Bibel anpassen…..schon fast erschreckend, oder?

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        • Die aktuelle Pandemie mit deinen eingebildeten „Prophezeiungen“ in Verbindung zu bringen, ist widerlich. Hast du Kubitzas Buch über deinen Kitsch-Jesus gelesen? Sicher nicht. Du willst ja nichts lesen, was dein kindisches Weltbild zerstören könnte.

          Wie kommst du auf den Unsinn, Evolution bringe Vorteile? Evolution produziert einen knallharten Überlebenskampf, den der am besten Angepasste überlebt. Alle anderen werden ausgerottet. Von den Umständen. Du verstehst das einfach nicht und willst es nicht verstehen. Mikroevolution (ein Begriff schwachsinniger Kreationisten) ist das, was in einem kurzen Zeitraum beobachtbar ist. Oder hast du schon mal fünf Millionen Jahre lange Lebewesen beobachtet, wie sie sich der Umwelt anpassten? Wie Landtiere ins Wasser gingen um Wale zu werden? Hast du überhaupt jemals ein Buch über Evolution gelesen? Ach, alles Teufelswerk? Hast du solche Angst vor der Hölle, dass du dich nicht traust, etwas über die wahre Welt zu lesen? Ach so, du bist wahrer Christ. Der hat so was nicht nötig.

          Dein Hohn besteht darin, dass du das echte Leben, die echte Welt mit ihren Chancen und Risiken ignorierst. Dass du deinen lächerlichen Popanz-Jesus als etwas Bedeutendes ansiehst. Dass du nicht erkennst, dass dich genau dieser Aberglaube davon abhält, echtes Mitgefühl für deine Welt, deine Mitmenschen zu empfinden. Du willst Angst machen und mit der Hölle drohen. Du hältst das für „Nächstenliebe“, weil das angeblich in einem alten Schinken steht. Doch das ist keine Nächstenliebe. Das ist widerlich und verachtenswert. 1.700 Jahre haben Menschen darunter gelitten, haben sich vor Angst in die Hose gemacht, wenn sie eine „Sünde“ begingen, haben ihr letztes Hemd geopfert, damit sie nicht in die Hölle kommen. Doch sie waren längst in der Hölle, in der Hölle des Christentums, in deiner Religion, die du als „wahren Glauben“ wähnst.

          Du glaubst in deinem religiösen Größenwahn entscheiden zu dürfen, was Wissenschaft ist, was Wissenschaft sagt, was sie bewirkt. Dabei hast du nicht die geringste Ahnung davon. Du liest keine Bücher, die eine andere Meinung vertreten als die deiner Gurus, denen du blind folgst. Ich kann sehen. Ich sehe einen armen Verirrten, Andreas, durch die Welt stapfen, hilflos, ohne echten Kompass, der sich, im Meer treibend, an einen Korken klammert – in der Hoffnung, er möge ihn vor dem Ertrinken bewahren.

          Dabei bieten dir hier so viele ein sicheres Festland an, auf dem du sicher stehen und leben kannst. Du bist aus meiner Sicht verloren. Du lernst nichts dazu, verharrst in deinem Aberglaube und kommst mit dämlichen Sprüchen für uns daher. Lies Kubitza, dann sprechen wir weiter. Aber nur hier bei MGEN, niemals im persönlichen Gespräch. Denn ich glaube nicht, dass du jemals erwachsen wirst…

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  1. In dem Buch „Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ von Katharina Nocun und Pia Lamberty, aus dem Martina in dieser Folge berichtet, wird ja argumentiert, der Begriff „Verschwörungstheorie“ würde eine Wissenschaftlichkeit suggerieren, die die gemeinten „Verschwörungserzählungen“ nicht haben.
    Dazu möchte ich auf einen ZEIT-Artikel von Prof. Michael Butter von der Universität Tübingen hinweisen. Prof. Butter forscht selbst in diesem Feld und vertritt die Ansicht, dass „ Verschwörungstheorie“ in aller Regel der richtige, zutreffende Begriff sei und man die anderen Begriffe „Verschwörungserzählung“, „Verschwörungsmythos“ etc. davon abgrenzen könne.
    Ohne selbst eindeutig Position beziehen zu wollen, finde ich doch zumindest, dass er einige nachvollziehbare Argumente für seinen Standpunkt vorbringt, mit denen man sich zumindest mal beschäftigt haben sollte:
    https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-12/verschwoerungstheorien-corona-krise-wort-des-jahres-2020

    Bei der Frage, wie Leute überhaupt dazu kommen, solche abstrusen Dinge zu glauben, helfen ja oft „Aussteiger“ aus der Szene, die rückblickend ganz gut sagen können, worin für sie der Reiz bestand, und wie sie es geschafft haben, die offensichtlichen Ungereimtheiten und Widersprüche zu ignorieren. Und besonders wertvoll: Was ihnen letztlich geholfen hat, sich von diesen Überzeugungen zu lösen. Dazu bin ich über einen „Ask me anything“-Post bei Reddit gestolpert, der mit den Worten beginnt:
    „I believed it all. 9/11, pizzagate, illuminati, Qanon, area 51 aliens, everything but lizard people or flat earth „because that’s crazy“. I eventually got out. Ama“
    Der ist sicherlich auch interessant für alle, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten:

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    • Ich habe den verlinkten Artikel nur überflogen (ab Seite 2) und muss sagen, dass das schon ziemlicher Unsinn ist, was da steht. Die Verwendung von „Theorie“ in Verschwörungs“theorie“ diskreditiert echte Theorien. Eine Theorie ist das Bedeutsamste, was eine wissenschaftliche Idee werden kann. Z. B. die Evolutionstheorie. Hier liegen unglaublich viele Belege vor, die falsifizierbar wären.
      Diese Theoriegebäude mit dem hanebüchenen Unsinn (ohne jeden Beleg) der angeblichen Verschwörungs“theoretiker“ zu vergleichen, grenzt schon an Beleidigung der Wissenschaft.

      Wobei ich ausschließlich von Verschwörungsbehauptungen spreche, denn es sind bloße Behauptungen ohne jeden Beleg. Selbst für eine Hypothese reichen mir die angeblichen Belege (die oft nur behautet werden) nicht aus. Ich habe einige Bücher von Verschwörungsbehauptern, die die Weißen von Zion, 9/11, MAJESTIC-12 oder Moongate betreffen. Darin finden sich nur Behauptungen und angebliche Belege, die schon bei oberflächlicher Betrachtung in sich zusammenfallen.

      Diesen Quatsch als „Theorie“ zu betrachten führt dazu, dass z. B. Kreationisten die Evolution „nur“ als Theorie ansehen. Die Ehrfurcht vor einer Theorie, die den Olymp der Wissenschaft darstellt, gebietet es, den Trash der Verschwörungsbehaupter nicht damit in Verbindung zu bringen. Wer hier sprachlich nicht sauber arbeitet, arbeitet den Verdummern im Lande in die Hände…

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  2. Ich vermute, dass es auch bei der Empfänglichkeit für Verschwörungsphantasien eine gewisse Immunisierung gibt, wenn man sie durchgemacht hat. Seit ich meinen fundamentalistisch geprägten Bibelglauben abgelegt habe, also die Vorstellung, hinter Allem befänden sich höhere Mächte, die einen bestimmten Plan verfolgen, staune ich bei vielen dieser kruden Ideen über die Parallelen.

    Hoffen wir mal, dass das so bleibt und nicht nicht von Echsenmenschen mit Impfdisketten über den Rand der Erde geschubst werde. 😉

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    • Hallo „RoFrisch“ magst du etwas mehr von deinem „alten Glauben“ erzählen? Hast du dich da einfach nur konform verhalten oder hattest du auch eigene Erfahrungen und Begegnungen mit Gott? 🙂

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      • Andreas, hast du inzwischen Kubitzas „Jesus ohne Kitsch“ gelesen? Ich fürchte nein, sonst würdest du hier keinen bereits Immunisierten mit deinem Jesus-Kitsch belabern…

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          • Andreas, dich interessieren doch gar keine anderen Positionen. Du hast hier solche hundertfach zu lesen bekommen und alles prallt an dir ab wie Wasser an einer Lotuspflanze. Fange an zu diskutieren oder lass es, aber tu nicht so, als würdest du bereits ergebnisoffen diskutieren. Wir tauschen gerne wieder Argumente aus, wenn du das kurzweilige Buch (leichter zu lesen als Deschner) von Kubitza gelesen hast. Hey, der Dr. der Theologie glaubt, dass Jesus, Paulus und Petrus gelebt haben. Der ist voll auf deiner Linie…

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            • Andreas, natürlich willst du missionieren. Gib das doch zu oder lass es sein. Das ist eh jedem hier klar. Deine ganzen Höllendrohungen sind ja mehr als deutlich – und oldschool.

              Ich verstehe auch, woran du glaubst. Das ist nicht wirklich schwer zu verstehen. Du glaubst an die Religion. Der einzige, der das nicht weiß, bist du selbst. Aber das ist allein dein Problem. Kannst du wenigstens ansatzweise verstehen, warum mit dir niemand diskutieren kann? Ich mache das auch nur noch unter einer Bedingung: Du kaufst „Jesus ohne Kitsch“, du liest es – vollständig -, du machst dir Notizen und dann diskutieren wir über die Aussagen eines promovierten Theologen.

              Deschner war für den Einstieg wirklich ein bisschen zu hoch für dich. Aber Dr. Kubitza ist sehr kurzweilig und leicht verständlich zu lesen.

              Bis du die ersten Posts mit fundierter Kritik zu dem Buch hier geschrieben hast, werde ich auf deine Kommentare schweigen. Zu einem wie auf immer gearteten persönlichen Gespräch bin ich nur auf dem Wissensstand von Kubitza UND Deschner bereit. Ich will mir dabei nämlich nicht deine Missionierungsversuche anhören, sondern ich will mit dir Punkt für Punkt durchgehen, warum du eine Person wie Jesus völlig kritiklos verehrst, wo doch in der Bibel genügend Textstellen sind, die einem anraten, die Finger von so jemandem zu lassen.

              Ende der Durchsage…

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  3. Ich fand diese Folge wieder einmal grossartig! Martina hat das Thema top vorbereitet und Gesprächsstoff geliefert. Ich frage mich ja auch die ganze Zeit, warum die Leute all den Quatsch glauben. Mit dieser Folge habe ich viel gelernt und jetzt hoffentlich ein etwas besseres Verständnis davon.
    Was aber auch ganz wichtig ist: Es macht unglaublich viel Spass euch zuzuhören. Wenn Olivers Emotionen durchbrennen muss ich oft mit Till und Martina laut lachen! Man erträgt es manchmal auch nicht anders als mit etwas Humor. Ihr ergänzt euch mit euren Charakteren wirklich wunderbar.
    Ich glaube, ich muss mir diese Folge gleich ein zweites Mal anhören.

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