MGEN-Podcast 79: Extase in Katholistan – Christen beschäftigen sich mit Massenmissbrauch und Weihnachten

Martina,Till und Oliver beschäftigen sich mit einigen Follow-ups zu vergangenen Folgen, mit den fragwürdigen Äußerungen des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zu Kardinal Woelkis Missbrauchsskandal, der absurden Weihnachtsextase diverser Bischöfe und drei fesch-frischen Wirtschaftsstudierenden, die der Welt mitteilen wollen, dass sie in die Kirche eingetreten sind.

Zur Anmeldung für der Online-Vortrag „Street Epistemology: Der Wahrheit auf der Spur“ von Janosch Rydzy am Donnerstag, 21. Januar 2021 um 19:30 Uhr geht’s hier.

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15 Gedanken zu „MGEN-Podcast 79: Extase in Katholistan – Christen beschäftigen sich mit Massenmissbrauch und Weihnachten

  1. Zum Kircheneintritt (Taufe als großes Ziel):

    Ich habe gehört, dass Pfarrer bei erwachsenen Täuflingen prüfen, ob diese wirklich in an Gott glauben und die Religion gut genug kennen, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Als ich das hörte habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, wieso jemand eintreten wollen sollte, der gar nicht an Gott glaubt – die zwei naheliegenden Begründungen dafür sind natürlich der Wunsch des Ehepartners auf eine kirchliche Hochzeit und zweitens der Wunsch im sozialen Bereich bei einem kirchlichen Arbeitgeber unterzukommen.

    Wenn jetzt jmd. ernsthaft genug an einem der zwei Privilegien interessiert ist, dann kann er natürlich einerseits heucheln, dass er religiös ist und zweitens eine Art Crashkurs versuchen, um die wichtigsten Stichworte aufzählen zu können die es braucht, um als informiert durchzugehen – ein wenig Leben-Jesu-Biografie nach Bibel, also Geburt, Wunderwirken, Kreuzestod, dazu die Lieblingsschlagworte moderner Christen wie Nächstenliebe.

    Ich frage mich allerdings, ob, nicht zuletzt wegen winkender Kirchensteuer oder aus Nächstenliebe auf Seiten des Pfarrers es auch vorkommt, dass ein Atheist in so ein Gespräch geht und sagt: „Kurz und knackig: Ich glaube nicht an Gott, aber ich muss Katholik sein, um eine Stelle im Krankenhaus zu bekommen. Sie taufen mich und sehen mich nie wieder – was sagen Sie?“ und der Pfarrer das dann durchzieht, womöglich etwas diplomatischer verpackt. Vielleicht noch dekoriert mit einer persönlichen Spende für die Kirche, evtl. ohne Spendenquittung.

    Naja – erfahren würde man das wohl nur, wenn es jmd., der es getan hat, offenbart – vielleicht nachdem er den Beruf gewechselt hat oder in Rente gegangen ist. Und dann wäre es ein Einzelfall, der gar nichts groß zeigt. Oder ein Pfarrer, der den Glauben verliert, bezichtigt sich selbst – der könnte dann sagen, dass er das regelmäßig getan hat, aber es wäre dennoch ein Einzelfall – ein einzelner Täter mit vielen Fällen.

    Wenn das häufig so abläuft, dann gibt es dazu wahrscheinlich keinen formalen Prozess mit einer offiziellen aber geheimen Anweisung – ich kann mir gut vorstellen, dass es einfach informell jedem Pfarrer überlassen ist, wie er damit umgeht, und dass manche streng sind und andere pragmatisch.

    Was Arbeitsplätze betrifft.

    Aber was ist mit glaubensunterschiedlichen Ehen? Und überhaupt Ehen, bei denen der Pfarrer weiß, dass er die noch nie in seiner Gemeindekirche gesehen hat, dass die aber schon lange da wohnen, und dass die nur wg. Glanz und Ritual kirchlich heiraten, Orgelmusik, Kerzen usw.?

    M.W. gibt es bei Ehen auch ein Vorgespräch mit den Eheleuten, wo geklärt werden soll, ob der Nachwuchs auch brav getauft werden soll und in christlichem Sinne erzogen.

    Hat schon mal jmd. was gehört von einem Kirchensteuerzahler, der nicht getraut wurde und sich dann öffentlich beschwert hat?

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  2. „[…] aus der man austritt um Geld zu sparen“ – ich bin ausgetreten wegen hunderttausenden Kindesmissbräuchen, wo die Kirche seit 10 Jahren nichts anderes unternimmt als die Beweise verschwinden zu lassen und Untersuchungen zu behindern. Mich macht das derart wütend, wenn sich so ein kleiner Wichstigtuer da hinstellt und sich anmaßt, mir vorzuwerfen, ich wäre nur geizig. Letztlich rechtfertigt er damit den hunderttausendfachen Kindesmissbrauch, weil das ja so harmlos ist, dass das nicht mal ein legitimer Grund für einen Austritt wäre.

    Wobei es ohnehin auch legitim wäre, aus finanziellen Gründen auszutreten. Als hätte die Kirche einen Anspruch auf mein Geld. Typische Masche von Drückerkolonnen.

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  3. Übrigens – dass sein „großes Ziel“ der Kircheneintritt ist finde ich nur lächerlich. Als wäre das schwer! Ich wurde vor meiner Firmung gefragt, warum ich das mache. Ich habe geantwortet dass meine Familie das erwartet und ich Geschenke bekomme. Wenn der Laden seriös wäre, hätten die mich achtkantig raus schmeißen müssen – aber da geht es eben um Mitgliederzahlen, Mitgliedsbeiträge und sonst GAR NICHTS. Also, solange Du genug Kohle in der Tasche hast, kannst Du da ohne das geringste Problem eintreten.

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    • In unserer Gemeinde kommst du so nicht rein, dh heißt besuchen darfst du uns jederzeit aber Mitglied wirst du nur mit einer klaren Entscheidung für dein Leben mit Jesus. Zudem solltest du deine Entscheidung begründen und von einer Antwort von Gott erzählen können! Bei uns kommt es nicht auf das Geld an aber jedes Gemeindemitglied gibt entsprechend seiner Entscheidung. Der Hauptamtliche und die normalen Verwaltungskosten werden voll von der Gemeinde aufgebracht. Jährlich werden die Finanzen geprüft und neue Entscheidungen für größere Projekte getroffen.

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      • Oh wie schön, dann komme ich ja in deine Gemeinde rein. Gott war nämlich bei mir, er hat mein Flehen erhört. Er sogar an der Tür geklingelt, was ich als außerordentlich höflich empfand. Richtig liebend. Er hat auch gleich seinen Sohn mitgebracht, der mir seine Pläne für die Zukunft vorstellte. Als erstes will er unser Parkett neu verlegen. Gelernt ist gelernt. Toll! Ich bin jetzt ganz durchleuchtet. Morgen fange ich bei Osram an zu arbeiten.

        Jesus ist ab sofort mein Kumpel. Ich hab mir auch gleich Jesus-Latschen gekauft. Reicht das als Begründung für den Eintritt oder muss ich mir auch noch Bart und Haare wachsen lassen…?

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          • In Jesus-Latschen kein Problem…

            Im Ernst: Ich empfehle dir ein Buch des Theologen Dr. Heinz-Werner Kubitza im Tectum-Verlag: „Jesus ohne Kitsch“. Der versierte Autor (fachkundiger als wir beide zusammengenommen) hat einen interessanten Ansatz: Er geht von der Historizität Jesu aus. Das sind nur ca. 260 Seiten, die du rasch lesen kannst. Danach könnten wir uns darüber unterhalten, ob ich Jesus wirklich nachfolgen sollte, ob du mir das wirklich zumuten willst…

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      • Hallo dongamillo,
        würde ich in Rotenburg (Wümme) wohnen, käme ich auch in eure Gemeinde rein. Gott war nämlich auch bei mir, ich hab sein Flehen erhört – widerwillig, muss ich sagen. Er hat nämlich solange an der Tür Sturm geläutet, bis ich entnervt aufgegeben habe. Seinen Filius hat er auch dabei gehabt, aber mit dem kann man ja keine gerade Furche zackern. Daddelt die ganze Zeit auf seinem Spieldings rum und nuschelt missverständliches Zeug.
        Egal, der Alte meint, wenn ich wollte, könnte ich bei der EFG beitreten und wegen der Vereinsregeln solle ich mir keine Sorgen machen, die gälten eh nur für die Verbohrten. Ihm wären sie wurst, weil die Gläubigen sowieso alle Ritt lang einen neuen Verein mit neuen Regeln aufmachen würden. Er selbst hätte da schon länger den Überblick verloren – sollen sie doch gerade machen, was sie wollen, das würde er auch allen Interessierten raten.
        Also – alles gut.

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          • Wer redet von Jesus? Der Alte hat Sturm geklingelt, weil er unbedingt sein Herz bei mir ausschütten wollte. Und nein, es war nicht die Herzenstür, die wird momentan neu lackiert.
            Aber wenn ich es mir gut überlege, weiß ich überhaupt nicht mehr, was er genau wollte.

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            • Er will doch das übliche: Bedingungslose Liebe, sonst wirft er Dich in die Hölle.

              Die wird zwar bald abgeschafft, hat sich überlebt, gehört nicht mehr ins Erziehungsbild, aber ich vermute DonGammillos Verein ist da eher noch traditionell unterwegs – kann aber auch falsch liegen. 🙂

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            • Er wollte dich sicher überreden, die Kirchensteuer wieder zu zahlen. Er ist momentan wieder mal klamm. Die ganzen Corona-Viren haben scheißviel Geld gekostet. An der Wasserrechnung damals wäre er auch fast pleite gegangen….

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