MGEN-Podcast 54: Hörer beschimpfen Podcaster: Die Kuh auf dem Stadtschloss

Till präsentiert HörerInnenpost zu den letzten Episoden: Es geht um fruchtlose Diskussionen, das Kreuz auf dem Stadtschloss und die Pfarrerstöchter und die unwiderlegbare Schönheit der Bibel (ist widerlegt).

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5 Gedanken zu „MGEN-Podcast 54: Hörer beschimpfen Podcaster: Die Kuh auf dem Stadtschloss

  1. Für die Bibel braucht man doch kein „Niveau“! Dafür ist die Bibel viel zu primitiv! Die Geschichten haben nicht einmal den Tiefgang von Grimms Märchen. Kaum Struktur, keinerlei Charakter-Entwicklung, innere Konflikte o.Ä. – oft blanke Hass-Tiraden, Pornografische Abschnitte, Glorifizierung von Massakern, Vergewaltigungen etc. Dass die Kommentatoren das nicht erkennen, lässt m.E. eher auf ihr eigenes, fehlendes Niveau schließen. Ähnlich wie der Dunning-Kruger Effekt – dass die einfach SO WENIG Niveau haben, dass sie ihr eigenes und anderer Leute Niveau schlicht nicht einschätzen können….

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    • Das ist vom Grundsatz her richtig.

      Um der Niveaulosigkeit der Bibel und anderer Schriften dieser Art vorzubeugen, verwandte man das Phänomen der „bekannten Persönlichkeit“. Das Mittel der Wahl waren dabei sogenannte Pseudepigraphe, das heißt Schriften, die unter dem Namen einer legendär bekannten, aber lange verstorbenen „Persönlichkeit“ geschrieben wurden. Ob diese Person je lebte, ist dabei irrelevant.

      Es geht um die Berühmtheit, die Dinge äußerte, die einem selbst eventuell gar nicht einleuchteten (die Menschen zu Zeiten der Verschriftung dieser Bücher hatten ein denkbar geringes Bildungsniveau bei gleichzeitigem allgemeinem Nichtwissen essentieller Zusammenhänge). Schreiben berühmte oder anerkannte Autoren etwas auf – gar „Propheten“, die von sich behaupteten, in „göttlichem“ Kontakt zu stehen -, dann ist die Neigung, Inhalte oder formale Strukturen zu hinterfragen, sehr gering ausgeprägt.

      Tritt dann noch ein allgemeines Verbot der Kritik und das Gebot des bedingungslosen Glaubens hinzu, dann entfalten diese sogenannten „heiligen Schriften“ eine „Überzeugungskraft“, die jeder – auch der Gläubigste – bei weniger bekannten Persönlichkeiten oder weniger „heiligen“ Autoren nicht akzeptieren würde.

      Daher werden religiöse Schriften wechselseitig nicht anerkannt. Kein Christ würde nach dem Koran leben und kein Moslem nach der Bibel. Obwohl beide Schriften von ihren jeweiligen Anhängern als „göttlich“ inspiriert angesehen werden. So gesehen ist der Blick von Christen auf den Islam durchaus nachvollziehbar, während Muslime das Christentum korrekt sehen. Es reicht nämlich nicht, nur zu behaupten, eine Schrift sei „göttlich“ inspiriert, sondern der oder die Autor(en) muss/müssen dem eigenen Kulturkreis entstammen oder in den Kulturkreis durch erfolgreiche Missionierungstätigkeit infiltriert worden sein.

      Daher spielt das Niveau dieser „Werke“ keine bedeutende Rolle. Es geht immer nur um die vermeintlichen Autoren, die geheiligt und zu religiösen Superstars aufgebauscht wurden…

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      • @Bernd Kammermeier,

        „Kein Christ würde nach dem Koran leben und kein Moslem nach der Bibel.“

        Könnte man das überhaupt? Beide Schriften sind doch so voller innerer Widersprüche, dass es unmöglich ist, daraus EINE verbindliche Art zu leben abzuleiten. Das wird ja auch durch die Tatsache belegt, dass beide Religionen in zahlreiche Sekten zerfallen sind, die jeweils einen anderen Teil ihrer „heiligen“ Schrift als verbindlich ansehen.

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        • Das sehe ich auch so. Sämtliche Vorschriften dieser Bücher zu befolgen ist unmöglich.

          Was Religiöse meinen: Sie wollen ihre eigene, meist aus Kleingeisterei oder Traditionalismus entstandenen Lebensweisen anderen aufzwingen und begründen das mit ihrem Heiligen Buch.

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        • Na ja, bei aller Zerstrittenheit der einzelnen Sekten der jeweiligen Schismen und Häresien eint alle doch der Glaube an die Bedeutung ihrer jeweiligen „heiligen“ Bücher. Die Katholiken und Protestanten mögen ja noch eine in Details divergierende Bibel besitzen, im Islam gibt es mit dem Kairoer Koran ein verbindliches Buch, das Basis aller unterschiedlichen Islamschulen und -interpretationen darstellt.

          Die Exegese versucht die internen Widersprüchlichkeit der Schriften zu heilen und produziert so den Hauptgrund für die einzelnen Schismen. Nur dank der (unterschiedlich ausfallenden) Exegese kann überhaupt nach diesen Büchern gelebt werden, was zu unterschiedlichen Riten etc. führt, was die jeweils andere Gruppe wiederum auf den Plan ruft und zu Hetze oder Kampf führt…

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