MGEN-Podcast 51: Das Kreuz auf dem Stadtschloss

Die Berliner Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) leistet einen 1A-Stunt mit ihrer Begründung, warum ein riesiges, goldenes Kreuz auf das wieder aufgebaute Hohenzollern-Stadtschloss geschraubt werden muss. Till und Oliver sind fassungslos.

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34 Gedanken zu „MGEN-Podcast 51: Das Kreuz auf dem Stadtschloss

  1. Wenn man Grütters‘ Argument mit dem historischen Wiederaufbau akzeptieren würde, müssten auch die Hakenkreuze und Nazi-Propagandagemälde im VW-Werk in Wolfsburg wieder hergestellt werden.

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  2. „Das Kreuz gehöre unstrittig zum historischen Wiederaufbau des Schlosses dazu.“

    Das ist leider gelogen. Die Wahrheit ist, dass es strittig ist. Wie kann man in einer Debatte Position beziehen und dabei verneinen, dass es die Debatte gibt?

    Ich bin dafür eine große, lila Kuh auf die Spitze des Schlosses zu setzen. Das soll keine Werbung für eine Schokoladenmarke sein, vielmehr stehe die lila Kuh allgemein für Süßwarengenuss glücklicher Familien, wie eine Sprecherin des US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Mondelēz International mitteilte.

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    • “““Das Kreuz UND Halbmond…Dawkins….!“““
      Ja, man kommt bei dem Thema nicht an der Politik vorbei, die Geisteshaltung prägt unser Handeln.
      Ich finde es bemerkenswert wie ihr ein Symbol für den Atheismus genannt habt, Richard Dawkins, andere Atheisten nehmen ganz ungeniert den Satan als Leitfigur(den es ja mit ihrer Einstellung auch nicht geben kann).
      Mir persönlich ist es ziemlich egal ob ein „goldenes“ Kreuz da drauf kommt weil für mich Gottes Reich in der unsichtbaren Welt gebaut wird.

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      • Ich finde es bemerkenswert wie ihr ein Symbol für den Atheismus genannt habt, Richard Dawkins,

        Ich habe Dawkins nicht genannt und glaube, nur einer hat Dawkins genannt.

        „andere Atheisten nehmen ganz ungeniert den Satan als Leitfigur(den es ja mit ihrer Einstellung auch nicht geben kann).“

        Ist das so? Welche Atheisten wären das zum Beispiel?
        Das klingt auch so, als ob man anderen Atheisten und mir unterstellen könnte, wir nähmen nur deswegen nicht den oder einen Satan, weil wir uns noch genieren.

        Für mich ist Satan obsolet, seit ich die Kirche verlassen habe, und ich bin einer Kirche abhanden gekommen, für die er auch schon weitgehend obsolet war. Das ist ebenso eine Legendenfigur wie Noah, Moses, Adam & Eva und der dreibeinige Gott.

        Ob den jemand zum Spaß, zur Provokation verwendet, weiß ich nicht. Ich fands in der Jugend bei Hardrock/Heavy-Metal-Bands (Judas Priest, …) schon nicht so einladend, sondern mehr kindisch. Ein Scherz damit ist für mich absolut in Ordnung, oder „Sympathy for the devil“ – das kann man bildlich verstehen und macht dann mehr Sinn, als eine greifbare Satansfigur anzunehmen, die tatsächlich existiert.

        Aber wenn dieser Satan plastisch wird und eine ganze Ästhetik um Satan, Höllenfeuer usw. ausgebreitet weg… in der Tat würde ich mich genieren, wenn das meine Welt wäre. Ob das Atheisten sein können würde ich auch in Frage stellen.

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        • Naja, die meisten modernen Satanisten sind atheistisch. Ich glaube nicht, dass sie „Satan“ nur als Spaß oder Provokation verwenden, „Satan“ = „der Ankläger“, „der Widersacher“ ist doch ein recht naheliegende Symbolfigur. Aber eben auch nur ein Symbol, nicht mehr.

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          • Kennst Du Dich aus mit Satanisten? Ich kenne 0 Satanisten, außer natürlich solchen, die sich nicht zu erkennen geben. Ich stelle mir das sehr öde vor, mich mit Satan beschäftigen.
            Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es die wirklich in nennenswertem Umfang gibt. Haben die ab und an internationale Kongresse, so dass man die abschätzen kann?

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            • Geht so. Aber nochmal: So viel, wie ich weiß, beschäftigen sich heutige Satanisten wenig oder gar nicht mit Satan an sich, sondern nutzen ihn als Symbolfigur für ihre anti-christliche/anti-jüdische/anti-religiöse Philosophien. Die größten satanistischen Organisationen haben wohl so Mitgliedszahlen im oberen fünstelligen oder niedrigen sechstelligen Bereich.

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  3. Mir erscheinen Stimmen, die Satanisten für eine weitere Verschwörungstheorie halten, abgesehen von kleinen, lokalen ad-hoc-Szenen Jugendlicher, die sich interessant machen müssen, als ziemlich plausibel.

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  4. Satanismus ist evtl eher zu erleben zB durch satanische Messen mit Gläser rücken und pendeln, etc. Für Skeptiker bzw Atheisten, denke ich, wird selbst der Teufel zurückhaltend sein um diese im Irrglauben über der Nichtexistenz der „geistigen Welt“ zu lassen.

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        • Dongamillo: Der Teufel ist eine Erfindung der Christen-Priester um die Allgüte und Allmacht ihrer Gottheit zu retten angesichts der schrecklichen Geschehnisse in der Welt.

          Wenn jemand wie du sich bei jeder Erwähnung des Wortes SATAN SATAN SATAN die Stiefel nass macht, dann haben sie ihr Ziel erreicht.

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          • Am Mittwoch waren wir von der gbs in Mainz, um auf die „lange Bank“ aufmerksam zu machen, auf die die Kleriker gerne die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle schieben.

            Da kamen natürlich auch Christen an unseren Stand. Eine Frau versuchte mich von der Existenz der Seele zu überzeugen. Als ich ihr erwiderte, dass ich keine Seele hätte, war sie echt geschockt und fragte zurück: „Haben Sie Ihre Seele an den Teufel verkauft…“

            Es ist selten, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll angesichts von so viel naiven Kinderglaubens…

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        • Soviel zu Freiheiten:
          Du musst diesen Quark glauben, Bernd hat die Freiheit es nicht zu tun, weil es Quark ist.
          Aber was weiß ich schon.

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  5. Dieser fiese Jesus, errettet er die ganzen Chinesen, Germanen, Azteken, Maya usw. nicht, die vor Ankunft der ersten Missionare nie die Chance hatten von ihm zu hören.

    Der Gedankengang ist jetzt auch nicht so over the top, dass man ihn 60-90 n.u.Z. nicht schon hätte haben können.

    Aber es ist ein wenig wie im Krimi, wo der Autor die Kommissare auf die Auswertung des Handys ansetzt, wo sie eine Spur finden und der Zuschauer vergisst die Frage nach der Tatwaffe im Auge zu behalten, nach Alibis, nach Überwachungskameras, nach der Obduktion und vielen anderen Ermittlungsansätzen, die im wahren Leben routinemäßig durchgeprüft werden. Nicht selten übersehen die Drehbuchautoren da was, aber weil es nur Unterhaltung ist, ist es nicht so schlimm und man verzeiht es.

    So wichtig, wie sich die Religionen nehmen und genommen werden kann man hier aber nicht großzügig über solche Schwächen in der Konzeption hinwegschauen, gerade weil das Christentum in den Fragen Gerechtigkeit, Wahrheit, Erleuchtung ja All-In geht.

    Bei einem Contest „Welche Religion ist die bekloppteste?“ würden die anderen freilich kaum besser abschneiden. Glücklicherweise kann man sie alle ablehnen.

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    • „“ „“ Dieser fiese Jesus, errettet er die ganzen Chinesen, Germanen, Azteken, Maya usw. nicht, die vor Ankunft der ersten Missionare nie die Chance hatten von ihm zu hören… „“ „“
      Stimmt einfach nicht!

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    • Keine Chance vor Mission?
      Auch ich habe diese Frage gestellt, was ist mit den Menschen die eben absolut noch nichts von Jesus hören konnten?
      Da gibt es eine ganz klare Antwort in Römer 2,14. Wir haben ein Gewissen und wer entsprechend auf sein Gewissen hört handelt auch so!
      WENN aber so ein Mensch dann von Jesus hört kann er ja mehr von Gott dazu erfahren und entscheidet sich dann (normalerweise) für den Weg mit Jesus.
      Wer dann mit seinem (vermeintlich guten) Gewissen Jesus ablehnt kann gut und korrekt sein wie er will, er ist verloren.

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      • @dongamillo,

        „und entscheidet sich dann (normalerweise) für den Weg mit Jesus.“

        Du belügst dich doch wieder selber! Wie groß sind denn die Konversionsraten? Da von „normalerweise“ zu reden, ist doch eine Kombination von Dreistigkeit und Schwachsinn!

        „Wer dann mit seinem (vermeintlich guten) Gewissen Jesus ablehnt kann gut und korrekt sein wie er will, er ist verloren.“
        Da ist sie ja wieder, die Drohung mit der Hölle!
        Ist dir eigenbtlich klar, was für eine erpresserische Schweinerei die Missionierung wäre, wenn an deinem Geschwafel auch nur ein Körtnchen Wahrheit wäre?
        Wer noch nie etwas von deinem Jesus gehört hat, ist fein heraus, denn er kommt auch ohne ihn in deinen „Himmel“, natürlich wieder einmal völlig ungefragt. Wer aber von ihm hört und – was wohl der Normalfall ist – sich nicht erpressen classen will, an ihn zu glauben, kommt in die „Hölle“? Er käme aber in vielen Fällen genau so in die „Hölle“ seiner alten Religion, wenn er diese verließe, könnte sich also bestenfalls zwischen zwei „Höllen“ entscheiden. Und in diese Zwickmühle brächte ihn die Missionierung!.

        Wenn du also recht hättest, kämen durch Missionierung sehr viel mehr Menschen in die Hölle als ohne. Also wäre Missionierung ein ethisches Verbrechen.

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      • „WENN aber so ein Mensch dann von Jesus hört kann er ja mehr von Gott dazu erfahren und entscheidet sich dann (normalerweise) für den Weg mit Jesus.“

        Das ist aber nur aus Sicht der Religion so. Ich habe z. B. von Jesus gehört, mein Religionslehrer hat uns erklärt, er sei ein ganz normaler Mensch gewesen und durch meine weiteren Studien habe ich herausgefunden, dass er überhaupt nicht in der biblisch vorgestellten Form gelebt hat. Er ist definitiv eine Kunstfigur.

        Was fang ich mit diesem Wissen an? Ignorieren, um deinem „Gott“ zu gefallen? Wozu? „Gott“ gibt es ja genau so wenig. Also halte ich mich an die Wissenschaft, an Fakten und die sagen mir ganz klar: Jesus ist eine Illusion.

        „Wer dann mit seinem (vermeintlich guten) Gewissen Jesus ablehnt kann gut und korrekt sein wie er will, er ist verloren.“

        Und hier ist sie wieder, deine offenbar unvermeidbare Beleidigung/Drohung, die du irgendwie in deinem schrägen Hirn positiv umdeutest. Dabei lehne ich Jesus nicht ab. Ich weiß, dass er eine Kunstfigur ist wie Robin Hood oder König Arthus.

        Ich würde meinem Gewissen einen schlechten Dienst erweisen, würde ich die Fakten komplett ignorieren und Texten eines dubiosen Buches unklarer Provenienz blind vertrauen. Das kannst du von niemandem, der noch bei klarem Verstand ist, verlangen…

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        • Ich habe z. B. von Jesus gehört, mein Religionslehrer hat uns erklärt, er sei ein ganz normaler Mensch gewesen und durch meine weiteren Studien habe ich herausgefunden, dass er überhaupt nicht in der biblisch vorgestellten Form gelebt hat. Er ist definitiv eine Kunstfigur.

          …und das hast du seither geglaubt und dein ganzes Leben danach ausgerichtet!?
          Weißt du, wenn ich etwas wissen will frage ich Menschen die etwas von dem Thema begriffen haben und nicht solche die davon ’ne Ahnung haben wie eine „Kuh vom Klavierspielen“. Und wenn man mehrere Menschen kennen gelernt hat gibt es auch ein nahezu vollständiges Bild um es dann auch selbst in Erfahrung zu bringen und dann kann man auch mitreden! Schade, aber noch könnte das ja etwas werden….

          https://manglaubtesnicht.wordpress.com/2018/11/24/in-irgendwie-eigener-sache-karlheinz-deschner-vs-jesus/comment-page-1/#comment-7316

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          • „…und das hast du seither geglaubt und dein ganzes Leben danach ausgerichtet!?“

            Zweimal nein.

            Zum einen glaube ich das nicht, sondern in weiß es, weil ich im Gegensatz zu dir Wissenschaft respektiere. Zum anderen richte ich doch nicht mein Leben danach aus, was nicht existent ist. Richtest du dein Leben danach aus, dass Robin Hood nicht existiert? Oder danach, dass die Zahnfee nicht existiert?

            Mir ist das einfach egal. Von mir aus mag ein Wanderprediger existiert haben und mit zwölf Komplizen mittels Taschenspielertricks die Leute verarscht haben. Mag ja alles sein. Aber was geht es mich heute an? Es gab tausende dieser Messiasse. Soll ich jetzt nach denen mein Leben ausrichten? Bin ich denn komplett bekloppt?

            „Weißt du, wenn ich etwas wissen will frage ich Menschen die etwas von dem Thema begriffen haben und nicht solche die davon ’ne Ahnung haben wie eine „Kuh vom Klavierspielen“.“

            Wissenschaftler haben keine Ahnung, aber die Ahnungslosen haben Ahnung! Deine Logik! Nicht meine. Wenn es um historische Vorgänge geht, befrage ich Historiker, wenn ich ein medizinisches Problem habe, gehe ich zum Facharzt und nicht zum Quacksalber.

            Du, lieber Andreas, hast von dem Thema nichts begriffen, sondern du wälzt dich mit Begeisterung in der immer gleichen Scheiße. Für dich gilt nur die Bibel, deshalb nimmst du Deschner nicht zur Kenntnis, weil der ja dein sauberes Bild der Bibel zerstören könnte. Du nimmst Hermann Detering, Pinchas Lapide, Miriam Magall und andere seit Abbe Meslier (1720) nicht zur Kenntnis, die akribisch nachgewiesen haben, dass die Bibel ein legendenumranktes Märchenbuch mit klarer politischer Botschaft ist: „Seid fruchtbar und mehret mein Vermögen.“

            „Und wenn man mehrere Menschen kennen gelernt hat gibt es auch ein nahezu vollständiges Bild um es dann auch selbst in Erfahrung zu bringen und dann kann man auch mitreden!“

            Wenn du Menschen deiner Glaubensrichtung kennenlernst, dann wirst du deren Rufe durch die Schotten deiner Echokammer vernehmen und als Bestätigung deine Meinung ansehen. Das ist aber ein Trugschluss und das absolute Gegenteil einer wissenschaftlichen Vorgehensweise. Das ist Mumpitz!

            „Schade, aber noch könnte das ja etwas werden….“

            Was soll denn werden? Dass ich erkenne, durch eine geisterhafte Eingebung, dass sich alle seriösen Wissenschaftler in den letzten 300 Jahren geirrt haben? Selbst wenn einzelne Ergebnisse falsch sein mögen, so ist das Bild doch überwältigend schlüssig, dass die Bibel und vor allem das NT geschrieben wurde, um leicht manipulierbare Zeitgenossen wie dich auszunutzen. Ich kann selbst denken, ich sage: Nein danke!

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  6. Pingback: Berlin | Das Kreuz auf dem Stadtschloss | Religion und Gesellschaft

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