MGEN-Podcast 42: There is no spoon! – Ist es ethisch geboten Menschen aus der Matrix zu befreien?

Das MGEN-Team hat den Film „Die Matrix“ mit Keanu Reeves geschaut und ist kollektiv verwirrt: Ist es ethisch geboten, so wie Neo und Konsorten Menschen aus der Matrix zu befreien, oder sollte man sie dem schönen Schein überlassen? Und was hat das alles mit Religionskritik zu tun? Martina leitet uns durch die (Un-)Tiefen einer moralischen Frage.

Fragen oder Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an mgenblog@gmx.de. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes und abonniert ihn bei

21 Gedanken zu „MGEN-Podcast 42: There is no spoon! – Ist es ethisch geboten Menschen aus der Matrix zu befreien?

  1. Ha… ENDLICH habt ihr es geschafft, diesen sehr aufschlussreichen Film mal AN zu sehen..

    Es heißt dort nicht umsonst, das nur gewisse Menschen BIS zu einem bestimmten Alter „befreit“ werden, da die anderen schon zu sehr am System „fest gewachsen“ sind und es mit ALLEN Mitteln verteidigen..

    Aber ob es nun „richtig“ ist, jemanden zu „befreien“?

    Hm.. Auf Grund MEINEN Erfahrungen dachte ich auch immer, ich müsste „befreien“ (so wie eben all die Religionen und all der Webe-Käse AUCH)
    Doch kam ich irgendwann von selber drauf, das es oft besser ist, seine Klappe zu halten und sich nicht zu sehr darum zu scheren, was Andere für „Probleme“ mit IHRER Existenz haben. Seit dem halte ich lieber genug ABSTAND, um wenigstens MEINE Wege klarer zu sehen.

    Denn wenn ICH nicht „fest und sicher“ im Leben stehe, wie soll ich denn da ANDEREN „behilflich“ sein können? Viele hören nicht mal mehr zu, wenn ich versuche, gewissen Problemstellungen auf den GRUND zu gehen.. (es tut halt weh, feststellen zu müssen, wenn die eigene Blind und Taubheit (Sprich „Blödheit“) zu genau DEN Problemen führten, die sie haben)

    Nein Danke!

    Ich helfe höchstens nur noch hin und wieder mit praktischen Dingen aus, und das auch nur , wenn ich KANN und weil ich „übrig“ habe (und das auch nur noch in meinem persönlichen Umfeld und Leuten, die ich kenne) Der Rest der kann mich mal.

    WIe auch immer.. Wünsche euch trotzdem fröhliche Weihnachten, auch wenn es nur noch ein Fest der Verarschung und der Abzocke ist.. (und dann noch groß einen auf Umwelt machen? Verlogener geht immer, gelle?)
    Ich verzieh mich lieber in die Pampa und mach mir da ein Feuerchen (solange das Wetter taugt) und dudel mir einen rein.. Ansonsten KANN mir Weihnachten den Buckel runter rutschen..

    Viel Vergnügen allerseits.. Und auf ein ereignisreiches 2020… Prost.

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  2. Pingback: ethik | Menschen aus der Matrix befreien? | Religion und Gesellschaft

  3. Holger Gronwaldt sagte am 25/12/2019 um 18:44 :
    @dongamillo,

    den Menschen helfen Christ zu werden

    Ein Oxymoron, weil da nichts zusammenpasst. Wenn du einen Menschen dazu überredest, Christ zu werden, hast du ihm in keiner Weise geholfen, ganz im Gegenteil: du zwngst ihn dazu, einen Teil seines Lebens mit sinnlosen Ritualen zu verplempern. Kannst und willst du das verantworten?.

    Unterlassung der Hilfestellung wäre ein Problem für mich….! Jelidi

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    • Du willst es einfach nicht begreifen. Also schlage ich eine drastische Therapie vor, um dir zu helfen, lieber Andreas:

      Ich sperre dich in einen Wandschrank, ungefähr 40 x 40 cm in der Grundfläche, ca. 190 cm hoch. Da helfe ich dir auf sehr effektive Weise, nie wieder umzufallen. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung. Und das ist auch für mich ein Problem. Also, wann passt es dir, dich hilfreich einsperren zu lassen. Ich kann den Wandschrank auch mit Wasser füllen. Dann leidest du nie wieder Durst.

      Das wäre nichts für dich? Ei, warum denn? Ich will doch nur helfen…

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      • Lieber Bernd, ja, ich habe es schon lange verstanden: SO siehst du meinen Glauben!
        Eng, eingrenzend, starr, scheinbare Sicherheit bietend, unbequem,….
        Ich gebe dir Recht wenn wir diesen bildhaften Vergleich auf die Religionen anwenden, aber eben nur auf die Religionen und keinesfalls auf den Glauben an meinen einzigartigen liebenden Gott.
        Ich würde mich an deiner Stelle allerdings fragen ob du dir bewusst bist dass, dein Leben, durch die Einschränkung auf NUR angeblich „reale Fakten“ mit der absoluten Ausschließung der „geistigen Welt“, sehr deinem Bild im Schrank, dazu noch mit einer Falltür am Boden, gleicht?

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        • @dongamillo
          Da du bisher nicht in der Lage und willig warst objetive Unterschiede zwischen lebendigen Glauben und einer Religion auf zu stellen, bist du, meiner Meinung nach, ein Anhänger einer Religion. Ergo trifft Bernds Aussage zu über dich zu.

          […] dein Leben, durch die Einschränkung auf NUR angeblich „reale Fakten“ mit der absoluten Ausschließung der „geistigen Welt“ […]

          Es gibt nur Fakten. Da du bisher keine Anhaltspunkte geliefert hast, dass deine Behauptung einer geistigen Welt bestätigen, schließt man sich nicht einen geistigen Schrank ein, man glaubt bloß nicht jeden Unsinn den du behauptest.

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    • @Dongamillo:
      Nochmal Matrix: „Schluckt er die blaue Pille, kehrt er zurück in die heile Traumwelt, die die Matrix für ihn konstruiert hat.
      Die rote Pille dagegen wird ihm die Augen öffnen für die Welt, wie sie tatsächlich ist.“

      Die Rote Pille wurde dir hier mehrfach angeboten, warum nimmst du danach immer wieder die blaue?

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    • @ dongamillo

      Keine Bange, auch AUSSERHALB der Matrix ist es schwer, eine „Wahrheit“ zu finden..

      Sehr oft wird daraus eine „persönliche“ Standort-Frage, von der aus das jeweilige Geschehen beobachtbar (und bewertbar) wird.

      Da halte ich es eher wie die Prim-Zahlen..
      Das sind die einzigen „wahren“ Zahlen, weil sie nur sich SELBST dar gestellt werden können und NUR durch ihren kleinsten gemeinsamen Nenner teilbar sind.. All die anderen Zahlen“ sind im Grunde genommen „gelogene“ Zahlen, weil sie eben aus allen möglichen „Teil-Wahrheiten“ jeweils „passend“ zusammen gestrickt werden können..

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      • Bist du dir sicher außerhalb der Matrix zu sein? So wie ich das erkennen kann bist du auf dem breiten Weg der Illusion!….. Jesus sagt:ER ist die Wahrheit….. Entweder er hat Recht oder er ist schlicht größenwahnsinnig! Ich, und sehr viele andere Menschen, durfte ihn als die Wahrheit erkennen!

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        • @dongamillo

          Ich, und sehr viele andere Menschen, durfte ihn als die Wahrheit erkennen!

          Man sollte auch immer noch dazu schreiben wie man die Wahrheit erkannt, sonst ist es nur halb so komisch. Du hast ein antikes Buch gelesen mit ethischen fragwürdigen Aussagen, genannt Bibel und hältst diesen für die Wahrheit. Die ich aber mit den widersprüchlichen Aussagen in der Bibel und mit deinem Glauben traust du dich nicht.

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        • @dongamillo,
          „Jesus sagt:ER ist die Wahrheit!“
          Und was soll das bedeuten? Da die Wahrheit etwas Abstraktes ist, muss dein Jesus also auch abstrakt sein.

          Trotz allem wünsche ich dir einen guten Start ins neue Jahr!

          P.S.: Allen anderen natürlich auch – nur nicht trotz allem, eher wegen allem!

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        • @ dongamillo

          Ob ich IN der Matrix oder „außerhalb“ existiere?

          Das interessiert mich eigentlich gar nicht, wichtig erscheint MIR, das DASS, was ich denke, fühle und tue, zumindest funktioniert und mich nicht in „mehr“ Schwierigkeiten bringt, als es das Leben und der Rest der Welt SOWIESO schon ständig tut.. Und solange DIES gewährleistet ist, hab ich durchaus Vertrauen, EGAL in welcher Realität ich bin.

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  4. Schönes Thema – Matrix ist für mich immer noch DER Film meines Lebens, wenn ich einen nennen müsste. Dieser Film hat unerreichte Maßstäbe gesetzt, nicht nur filmtechnisch, musikalisch und visuell, sondern auch in Bezug auf Storytelling, Gesellschaftskritik (schaut euch mal Neos „altes“ Leben in der Matrix an) und Philosophie.
    Die Frage des Podcasts habe ich mir auch schon des öfteren gestellt – auf den Punkt bringt es in meinen Augen Martina. Die Antwort auf diese Frage hängt von den persönlichen Werte und ihrer Priorisierung ab. Da ich selbst „persönliche Freiheit“ ganz oben auf meiner Werteliste stehen habe, gibt es für mich keine andere Option, als zu sagen, ja – ich würde die Leute befreien wollen. Selbstverständlich aber mit Wahlfreiheit – ich halte es da wie mit Religion oder Homöopathie, diskutieren, aufklären und zum selbst denken anregen – aber zwingen kann und will ich keinen zur Erkenntnis der Realität.

    Die Kritik an Morpheus‘ kryptischer Vorgehensweise finde ich daher durchaus berechtigt… aber es gibt dabei einen Punkt, den ihr bei der Kritik außer Acht lasst, auf den würde ich hier gerne hinweisen. Morpheus wählt die Leute nicht nach Lust und Laune oder Zufallsprinzip aus, sondern er wählt Leute aus, die schon immer eben nicht perfekt in die Matrix integriert waren, Leute, die intuitiv spüren, dass da mit ihrer Welt etwas nicht stimmt. Es braucht vermutlich gar keine glasklaren Erklärungen, um diese Leute von der „red pill“ zu überzeugen – diese Leute sind in der Matrix ohnehin nicht langfristig glücklich, sondern auf einer unerfüllten Suche nach Wahrheit. (Dabei irrt Morpheus allerdings bekanntlich bei mindestens einer Person, die er befreit hat.)

    Für mich gibt es übrigens noch eine weitere interessante Frage, die der Film aufwirft, die indirekt mit eurer Frage zu tun hat. Die „Maschine“ Agent Smith erklärt an einer Stelle, dass die Maschinen zuerst eine Matrix gebaut haben, die ihrer Meinung nach perfekt war – alle waren glücklich, die Welt war ein Paradis (also nicht das 1999, das wir im Film sehen). Diese Matrix ist jedoch krachend gescheitert, die Menschen kamen darin nicht klar. Das fand ich immer eine hochinteressante Aussage – wäre das so? Oder würde man nicht in einer paradisischen Welt genauso gut bzw. schlecht zurecht kommen wie in der realen? Meine Theorie dazu ist, dass es in jeder Version der Welt auch unglückliche und unzufriedene Menschen gäbe, wenn auch vielleicht weniger. Die würden sich dann vielleicht nicht mehr über ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufregen, sondern über die Farbe der Blumen auf der Wiese, aber Ärger und Unzufriedenheit liegt wohl ebenso in der menschlichen Natur wie positive Gefühle. Über diese Aussage des Agenten habe ich oft nachgedacht – würde mich interessieren, was ihr darüber denkt.

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  5. Geht man einmal von dem Film zum realen Leben, soll man wie ein Missionar die Leute darüber aufklären, daß es wahrscheinlich keinen Gott gibt? Zumindest keinen über den wir irgendwelche Aussagen treffen können.
    Ich denke, es kommt darauf an. Bei Kindern ist die Idee von Dan Dennett aus dem TED-Talk https://www.ted.com/talks/dan_dennett_let_s_teach_religion_all_religion_in_schools „Let’s teach religion, all religion in schools“ eine Möglichkeit, eine Wahl anzubieten. Auch mit Evolution sollten Kinder früh in Kontakt kommen https://evokids.de/.
    Je älter jedoch Leute werden, umso starrer halten sie an Dingen fest. Trotzdem kann im Alter der Glauben brüchig werden. Man selber wird krank und gebrechlich. Wer dann zum Ende des Lebens sein bisheriges Leben hinterfragt, verliert eventuell den Glauben gerade im unpassendsten Moment.
    Kein Problem ist es, der Öffentlichkeit ein Angebot zu machen. Die https://de.wikipedia.org/wiki/Atheist_Bus_Campaign säkulare Buskampagne wie https://schlussmachen.jetzt/ ist eine Möglichkeit, Informationen in die Öffentlichkeit zu bringen.
    Das Angebot an Information kann der Einzelne annehmen oder ablehnen. Vielleicht führt so ein Angebot zum Nachdenken, zur Kontemplation, und trägt erst später Früchte.
    Daß es Leute gibt, die nicht an einen Gott glauben, wissen die meisten. Wer fundamental, radikal in seinem Glauben drin steckt, wird sich, von Apologeten unterstützt, genügend in seiner Welt eingerichtet haben. So jemanden wird man nicht zwischen Tür und Angel überzeugen können.
    Wer jedoch ein gutes Beispiel abgibt, und vorbildhaft lebt, und in Situationen seine säkulare Denkweise offenbart, weckt eventuell Interesse. Vielleicht wird man dann von selbst angesprochen, und kann dann die https://en.wikipedia.org/wiki/Red_pill_and_blue_pill rote und blaue Pille anbieten.
    Die Nachfrage muß vom anderen kommen. Denn: „You cannot reason someone out of something he or she was not reasoned into“. Manche Dinge müssen erst noch reifen. Also kein Push sondern eher ein Pull-Vorgehen. Auch ist das Bild von der einen Pille vielleicht unzureichend. Neben der Gottesvorstellung, folgt dann noch das Jenseits, und so ist es mit einem einmaligen Vorgehen nicht getan.

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    • Tja…

      „WISSEN“ will verdient sein! Gleichgültig ob schamanisches, religionsintensives oder „gefachsimpeltes“ wissenschaftliches Wissen.

      Ohne EIGENE Erfahrungen geht mal gar nichts, denn um etwas zu begreifen muss man auch schon seinen eigenen Erfahrungen mit hinzu reichen können, sonst kann man Wissen nicht richtig „einbinden“ in dem gesamten Rest des funktionierenden Daseins.

      „Auswendig lernen“ ist leider nicht hilfreich um etwas „wirklich“ in seiner ganzen Tiefe zu erfassen, manchmal muss man sich schon dazu bereit erklären, die jeweilige „Pille“ zu schlucken… UND es braucht in der Tat Jede/r SEINE Zeit und Chance um etwas zu begreifen (und wer es NICHT wissen/begreifen will, der darf auch nicht dazu gezwungen werden, SOLLTE sich aber dann auch entsprechend aus dem „Funkverkehr“ raus halten)

      Ich meine, im Grunde lebt SOWIESO jeder in SEINER „Matrix“, die letztlich auch nur von seinen jeweiligen Prägungen, seinen jeweiligen Attitüden, seinen jeweiligen „Wünschen“ und seiner jeweiligen Vorstellungskraft bestimmt werden Selbst das „sich darüber einig sein“ kann da nicht drüber hinweg täuschen!
      Daher denke ich, das man über gewisse Dinge einfach nicht ZU viel „philosophieren“ darf, da es ab einem gewissen Punkt nur noch in reine Zeitverschwendung mündet, die für ANDERE (wichtigere) Notwendigkeiten zur Verfügung stehen sollte.. Des einem ist sein Frühstücks-Butterbrot heilig, dem anderen sein Gebet.

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      • Ich denke ein großes Problem ist mangelnde Zeit.
        Als kleines Kind hat man noch Zeit und kann fragen:
        Wer, wie, was
        wieso, weshalb, warum?
        Wer nicht fragt. bleibt dumm.
        Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen.
        Manchmal muß man fragen, um sie zu verstehen.
        Mit der Schule wird einem meist kein kritisches Hinterfragen und Denken beigebracht. Eher muß man im Frontalunterricht vorgekautes Wissen wiederkäuen. Vor eine Prüfung noch schnell Bulimielernen, um zu bestehen.
        Nach der Ausbildung meint man, genug getan zu haben, und durch den https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt Dunning Kruger Effekt bemerkt man seine Wissenslücken nicht.
        Wen interessiert schon Gott oder das Jenseits? Es gibt ja so vieles anderes. Ist Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi der bessere Spieler?
        Über den Ursprung weiß man irgendetwas von einem Urknall, und dann kam die Evolution. Wie das ganze am Ende aussieht, fragt man lieber nicht, denn mit dem Tod möchte man sich nicht befassen.
        Zur Bibel weiß man auch nicht viel. Es gibt die Zehn Gebote, und die sind die Grundlage unsere jüdisch-christlichen Werte. Zur Kirche geht man Weihnachten, weil es besser für die Kinder ist.
        Vulgäratheisten stoßen dann eher ab. Man hatte kaum Kontakt zur Kirche, also auch keine schlechten Erfahrungen, wie Mißbrauch gemacht. Kreuzzüge und Hexenverbrennungen sind lange her.
        Diese neuen Atheisten sollen mal lieber die Kirche im Dorf lassen. Man erfreut sich an alten Kirchengebäuden, Orgelkonzerten und Chören, und findet es gut, wenn der Papst sagt, wir sollen nicht so materialistisch sein.
        Man fühlt sich selber liberal, und kann zwar verstehen, wenn man gegen Kreationisten in den USA ist, aber in Deutschland ist das doch kein Problem.
        Da man sich in seiner Matrix wohlfühlt, hat man auch gar keinen Grund diese zu hinterfragen. Wer sich primär in seiner eigenen filter bubble aufhält, braucht kein thinking out of the box.
        In dem Film Matrix spricht Morpheus ja auch diejenigen an, die etwas hinterfragen.
        Man kann aber immer wieder kleine Puzzlestücke hinterlassen. Bemerkungen, die die eigene Denkweise wiedergeben, so daß jemand dann diese Brosamen aufsammeln kann, und bei Bedarf jemanden daraufhin ansprechen kann.
        Umgekehrt, wenn man merkt, daß jemand etwas hinterfragt, dann kann man versuchen dessen Weltbild zu erfahren, und auf Fehler in Denkkonstruktionen hinweisen. Dabei sollte man nicht gleich eine vorgefertigte Alternative präsentieren, sondern nur andeuten, daß es zum bisherigen Erklärungsmodell des gegenüber Unstimmigkeiten gibt.

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        • Nun, man muss sich da wohl die Frage gefallen lassen, WARUM wir heute „keine Zeit“ mehr haben.. Die Geschichte „Momo“ zeigt doch gewisse Mechanismen und den „grauen Männern, welche die Zeit fressen und von ihr leben.. (und man weiß, Zeit ist ENERGIE)

          Das Problem ist meiner Ansicht nach nicht das „vorgefertigte“ Weltbild (egal welcher Couleur) sondern das „ewig SELBE Prinzip“ welches dahinter steckt.. Es gibt IMMER Mächtigkeiten, die von den umgebenden anderen „Schwächlichkeiten(bzw.ihrer Zeit)“ leben.. und daran wird wohl sich nie etwas ändern.
          (Selbst in der Physik zeigt sich dieses Verhalten, wo starke Massen den gesamten Raum bestimmen und den darin liegenden „kleinen“ Massen beeinflussen, wie sie sich zu verhalten haben und wie sie sich darin zu bewegen haben.

          Es gibt einfach Dinge, denen kann man nicht „entkommen“ sie sind fundamental.

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