MGEN-Podcast 40: HörerInnen beschimpfen PodcasterInnen: Greta als Sockenpuppe und eine Trollfütterung

Das MGEN-Team bespricht Kommentare: Ist Greta nur eine Marketingmasche? Ist Atheismus antisemitisch? Ist Extinction Rebellion doch keine Ersatzreligion? Sind MGEN irgendwie doch wie die Ketzer 2.0?

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4 Gedanken zu „MGEN-Podcast 40: HörerInnen beschimpfen PodcasterInnen: Greta als Sockenpuppe und eine Trollfütterung

  1. Hm ja, war wohl wirklich nicht gut, diese Kritik in diesem Zusammenhang zu posten. Ich wollte damit nicht den Antisemitismus oder irgendein anderes Problem des Christentums relativieren. Auch für mich ist Luther deutlich übler als Kant.
    Bei der grundsätzlichen Aussage, dass mir im Allgemeinen eine kritische Auseinandersetzung von Organisationen mit ihren eigenen Wurzeln fehlt, bleibe ich allerdings trotzdem. Und auch dabei, dass Organisationen, die sich in der Tradition der Aufklärung sehen, da aus meiner Sicht leider keine Ausnahme bilden. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung kann ja auch beispielsweise sein „Ja, die Vordenker der Aufklärung haben einige scheinbar üble Sachen gesagt, geschrieben oder gemacht, das ist aber nachvollziehbar, weil… / irrelevant, weil…/ etc…“

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    • Hmmm, ich finde, da stimmt irgendwas nicht. Wenn Nicht-An-Gott-Glauben so ist wie Nicht-Briefmarken-Sammeln, muss sich dann jeder, der nicht Briefmarken sammelt, dazu äußern, dass bestimmte andere Menschen, die auch keine Briefmarken gesammelt haben, dumme oder unverschämte Sachen gesagt oder getan haben? Ich finde, nur, weil ich nicht an Götter glaube, muss ich mich nicht mit jedem Fehler jedes Menschen auseinandersetzen, der auch nicht an Götter glaubt.

      Wenn ich aber aktiv einer bestimmten Religion folge und fortwährend nur die guten Aspekte betone, um zu rechtfertigen, dass am besten jeder andere auch meiner Meinung sei oder sich so oder so zu verhalten habe, nur weil ich daran glaube, dann ist es gerechtfertigt, wenn jemand diese Religion, mit der ich all meine Ansprüche begründe, hinterfragt.

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  2. Noch mal zu Greta: Ich halte das keineswegs für eine Verschwörungstheorie, nicht mal für eine Verschwörung. Wozu auch? Mit welchem Ziel? Ich habe auch grundsätzlich nichts gegen Marketingkampagnen. Die gbs versucht ja auch, mit Kampagnen (z. B. Buskampagne) zu punkten. Und andere verkaufen so SUV-Dreckschleudern.

    Ich wollte nur dem völlig abwegigen Gedanken, Greta sei aus sich heraus erfolgreich gewesen, eine Gegenposition gegenüberstellen. Das wurde anfangs so dargestellt und würden Evangelien über sie geschrieben, würde der Erfolg vermutlich mit höheren Weihen oder einem Wunder erklärt.

    Ich habe auch Asperger, ich war mit fünfzehn Jahren total gegen Umweltverschmutzung, habe kluge Reden darüber gehalten (zumindest hoffe ich, dass sie klug waren). Jedoch hatte ich keine zwei Zöpfe. 🙂

    Im Ernst: Ich hatte keinen Marketing-Experten mit unglaublichen Kommunikationsmöglichkeiten und Kapital hinter mir. Ich bin damals verpufft. Keine Einladung nach Bonn oder Brüssel, von New York ganz zu schweigen.

    Um mit Asperger das zu erreichen, muss man geschoben werden. Ich weiß das nur zu genau. Ich hätte damals genauso hinter dem Umweltschutzgedanken gestanden, wie Greta heute. Ich habe allerdings nie mit Panik argumentiert. Heute wird von Gretisten sogar bestritten, sie habe je mit Panik argumentiert. War das eine Sinnestäuschung? Ein Hörfehler?

    Nein! Die „Figur“ Greta wird fortlaufend verändert. Anfangs musste sie eine kleine Schülerin sein, brav mit zwei Zöpfen. Dann kam einer ab, damit sie etwas jugendlicher aussieht. Demnächst sicher ohne langen Haare, um erwachsener zu wirken. Sie wird in ein paar Wochen 17. Zeit wird es. Denn die Schulstreiks haben sich verändert. Jetzt werden „Grandparents for Future“ und Wissenschaftler mitgezogen. Dazu kamen die Fahrten über das Wasser, stets mit spektakulären Bildern unterlegt. Kommt Greta rechtzeitig nach Madrid? Oh, da ist sie – seht, da hinten…

    Symptomatisch war hier die Ankunft in New York. Die arme Greta kam wankend von Bord, konnte sich kaum auf den Beinen halten und bekommt als erstes von einem Assistenten ein Banner in die Hand gedrückt. Die eigenen Fotografen klicken eifrig. Marketing auch da, wo sie vielleicht lieber Ruhe gehabt hätte. Das ist alles perfekt nach Zeitplan (Drehbuch?) getaktet. Glaubt mir: Marketing aus dem Lehrbuch. Ich habe in so vielen PPMs gesessen, in denen genau solche strategischen Pläne – wann welche Maßnahme kommt, damit sie greift – besprochen werden.

    Wohlgemerkt: Das ist keine Kritik an Greta und auch nicht an den Schülerdemos oder an dem Engagement gegen den Klimawandel. Mir ging es nur darum, aufzuzeigen, wie sich clevere Geschäftsleute dieses Thema – das in der Luft lag – pflückten und eintüteten. So verkaufen Marketing-Profi alles. Das sieht man z. B. an einer Werbung für Skyr, in der verschiedene nordische Frauen im rauen Klima vorgestellt wurden. Eine sah Greta verblüffend ähnlich. So hängt sich eine Kampagne an eine andere Kampagne.

    Wenn das dazu beiträgt, das Klima zwischen Kalt- und Zuwarmzeit auszupendeln, dann hätte sich die Kampagne für die Menschheit (nicht für die Welt) gelohnt. Und wenn manche dadurch mehrhundertfache Millionäre geworden sein werden – auch okay! Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Nur sollten wir langsam anfangen, uns um Greta Sorgen zu machen. Eine befreundete Journalistin hat Greta mal aus nächste Nähe gesehen. Sie wirkte sehr müde und abgespannt. Das ist eigentlich mein Hauptanliegen: Befreit Greta aus ihrer Rolle als Erdgöttin, die die Welt heilt. Sie kann es nicht, aber sie kann an dieser ihr zugeschobenen Aufgabe zerbrechen…

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