MGEN-Podcast Folge 2017.02: Nicht nur Trauerklöße

Willkommen zu unserem Podcast über Religion und andere Esoterik, zu gesellschaftlichen und politischen Themen aus atheistischer und humanistischer Sicht. Unsere Themen im Februar 2017:

  • Österreich: Trotz Protest der Richter – Kreuze bleiben im Gerichtssaal
  • Bremen: Spaßverbot an Feiertagen wird Gesetz
  • Niedersachsen: Christen starten weiteren Vorstoß zur Aufkündigung des Abtreibungskonsens
  • Hessen: Kirchen und CDU wollen Gott und Christentum in die Verfassung drücken
  • Warum vergewaltigen so viele katholische Priester Kinder? Warum vertuscht die Kirche die Vorfälle systematisch? Was ist da los?
  • Statistik des Monats: Bereitwillige Akzeptanz von offensichtlichen Fake News, wenn’s denn ins eigene Weltbild passt (Hier der besprochene Artikel der Washington Post)
  • Das Atheistische Quartett: Angst vor der Wahrheit von Paul Boghossian, Teil 2: Der Konstruktivismus schlägt zurück
  • Jammern für Jesus – Brisante Enthüllungsreportage bei katholisch.de: Als junger Christ steht man oft im Abseits oder wird ausgelacht!!!!

Hier die Mitglieder der Enquetekommission Verfassungskonvent im Hessischen Landtag:

Der RSS-Feed für den Podcast findet sich hier. Die Folge lässt sich auch bei iTunes oder direkt bei Soundcloud anhören und auch als mp3 herunterladen. Fragen oder Anmerkungen könnt ihr unter diesem Post in den Kommentaren hinterlassen oder per EMail an mgenblog@gmx.de auf den Weg bringen. Falls ihr mögt, bewertet unseren Podcast doch bei iTunes.

 

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24 Antworten zu MGEN-Podcast Folge 2017.02: Nicht nur Trauerklöße

  1. Till schreibt:

    Hat dies auf tillefon rebloggt.

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  2. Apfelgriebs schreibt:

    Vielen Dank wie immer für die spannende Folge!

    Ich möchte anregen, statt „Abtreibung“ den medizinisch korrekten (und wie ich finde, neutraleren) Begriff „Schwangerschaftsabbruch“ zu verwenden.

    Den Floskeln mit „ermordeten Kindern“ kann man außerdem ganz einfach begegnen, indem man feststellt, dass ein Embryo bzw. ein Fötus noch kein Kind ist!
    So sieht z.B. ein fünfwöchiger Embryo aus: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gray23.png
    Selbst in der 14. Schwangerschaftswoche (was meist die Frist für einen legalen Abbruch darstellt) ist zwar bereits das „Kind“ zu erkennen, aber der Fötus wiegt gerade einmal 43 Gramm…

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  3. user unknown schreibt:

    Mein Piepmatz für den interessantesten Beitrag geht zum Thema Paul Boghossian/Konstruktivismus. Muss ich auch ein zweites Mal hören.

    Zu den Missbrauchsfällen habe ich noch zwei Anmerkungen:
    Eine ist die These, dass es ja sein könnte, dass es eine kleine Menge pädophil veranlagter Männer gibt, die sich aber in der RKK sammelt, weil es da über Gemeindearbeit einen wahrscheinlichen Zugang zu Kindern gibt (Firmunterricht usw.) und – einen Schritt weiter gedacht – einen laxen Umgang mit Tätern. Andere Berufe, die dieses Risikopotential haben, wären Schullehrer, Sporttrainer, Musiklehrer.
    Die Gegenthese wäre, dass der Zölibat für Menschen mit gesunder Sexualentwicklung so abstoßend ist, dass vor allem solche als Kandidaten für den Priesterberuf übrig bleiben, für die der Verzicht auf eine institutionalisierte, heterosexuelle Dauerbeziehung kein großer ist. Womöglich für solche, deren abweichendes Verhalten dem Umfeld schon aufgefallen ist und die mit dem Zölibat eine Ausrede haben, sich nicht für erwachsene Frauen zu interessieren.
    Wieder eine andere These wäre es, anzunehmen, dass religiöse Begeisterung direkt im Hirn oder hormonell mit, um es salopp zu formulieren, defekter Sexualität korreliert. Dagegen spricht, dass es in vielen Religionen kein Zölibat gibt, aber trotzdem Priester, bzw. Priester die mit Frauen verheiratet sind, Kinder haben usw.
    Und noch eine mögliche These wäre, dass es anfangs ganz normale Männer sind, die durch das Zölibat erst eine abnormale Sexualität und die Präferenz für Kinder entwickeln, sei es durch den häufigen Kontakt mit fremden Kindern, sei es durch die Hemmung der sexuell normalen Entwicklung, dass es strenggenommen gar nicht Pädophilie ist, also die Bevorzugung von Kindern in der Objektwahl, sondern die mangelnde Alternative.
    Die letzte These finde ich wenig überzeugend, aber Forschungen, die das genauer untersucht haben oder starke Argumente für dies oder jenes liefern, kenne ich leider nicht.
    So bleibt die Freude an der Spekulation.

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    • dongamillo schreibt:

      Hallo“user unknown“,
      Ich würde diese These unterstützen:
      „“““Und noch eine mögliche These wäre, dass es anfangs ganz normale Männer sind, die durch das Zölibat erst eine abnormale Sexualität und die Präferenz für Kinder entwickeln, sei es durch den häufigen Kontakt mit fremden Kindern, sei es durch die Hemmung der sexuell normalen Entwicklung, dass es strenggenommen gar nicht Pädophilie ist, also die Bevorzugung von Kindern in der Objektwahl, sondern die mangelnde Alternative…““““

      Das ist ein Faktor der von uns abgelehnten Religiosität, dieses oder anderes zu verbieten.

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      • manglaubtesnicht schreibt:

        M.E. sind die Priesterseminare Sammelbecken für absonderliche junge Männer, insbesondere vielleicht auch für Leute, die mit ihrer eigenen Sexualität nicht im Reinen sind — und darunter dürften dann auch viele Pädophile sein. Die schämen sich vielleicht dafür, aber statt zur Therapie rennen sie in die Kirche und schmeissen sich vor ihrem Gott auf den Boden. Und, klar, diese untherapierten Leute werden dann später, wenn sie erstmal in Machtpositionen sind, übergriffig.

        Falls doch mal ein hetero- oder homosexueller Mann Priester wird, ist das Ausleben der Sexualität ja kein Problem: Man sucht sich eine Haushälterin aus, einen anderen Priester als Freund (intensivstes Bibelstudium!) oder fährt am Wochenende in die Clubs der Nachbarstadt.

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        • dongamillo schreibt:

          Eben scheinheilige Religiositäterätätääh! Helau und Alaf!
          …aber eben nicht im Sinne Jesu Christi oder den Aussagen der Bibel.

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          • Till schreibt:

            Donga, hörst Du den Podcats eigentlich auch, oder kommentierst Du einfach mal so lustig drauf los?

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            • dongamillo schreibt:

              Bingo, Till, ich habe es selten geschafft die Podcasts anzuhören. Diesen Podcast habe ich versucht anzuhören, ich bin aber zu spät abends dran gewesen und bin dann leider doch dabei eingeschlafen. Grundsätzlich hat es mich durchaus interessiert und ich hätte viel dazu zu sagen, ich habe es aber bis heute terminlich nicht geschafft mir dafür Zeit zu nehmen. Der kürzere Beitrag
              [https://www.youtube.com/watch?v=m3Q3fATkYAM
              ist leichter mal zwischendrin zu hören als diese Länge hier.
              Ich möchte einfach auch versuchen gute Antworten zu geben weil ich es sehr wichtig finde auf eure berechtigte Anfragen einzugehen. Mir scheint, mein Perfektionismus bremst mich zur Zeit aus.
              Ich bin echt froh dass diese Seiten hier nicht zeitlich begrenzt sind.
              Also, soweit erst einmal, mein reales Leben hat seine Priorität, wie bei allen hier.

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          • manglaubtesnicht schreibt:

            Du hältst das systematische Vergewaltigen von Kindern für „Religiositäterätätääh! Helau und Alaf“?

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          • user unknown schreibt:

            Was hat Jesus denn konkret zur Sexualität gesagt?

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            • dongamillo schreibt:

              Darf ich bitte, aus Zeitmangel, auf eine Behandlung des Themas durch einen, von mir sehr geschätzten, Prediger verweisen?
              [https://www.youtube.com/watch?v=QLhQUFUKQzE&t=51s

              Vielen Dank wenn das hier klappt.
              PS: Die eckige Klammer am Anfang muss von der Linkadresse entfernt werden.

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        • user unknown schreibt:

          Ich würde sagen, dass es aus atheistischer Sicht kein Problem sein müsste, aber ein Priester, der dauernd Wasser predigt und Wein säuft wird ein Problem für sich und andere, ziemlich zwangsläufig.
          Seine Identität besteht ja nicht darin 5-6.000 brutto zu verdienen, den Gläubigen mächtig Dampf zu machen mit Angst vor der Hölle, hier eine Taufe, da eine Beerdigung, und zwischendurch das Geld heimlich im Puff verjubeln.

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  4. Skydaddy schreibt:

    Wie immer guter Podcast, besonders gut hat mir der Gag zu Beginn gefallen. Das Segment mit Boghossian fand ich allerdings etwas nervig, was aber eher an der wiedergegebenen Argumentation lag. Mir ging es wohl die ganze Zeit wie (Oliver, glaube ich), ich dachte: Was ist das denn für ein Scheiß, es geht doch nicht um irgendwelche abstrakten Systeme, die in sich stimmig sind, sondern um WELTBILDER – also Modelle der Realität. Und die müssen nicht nur in sich stimmig sein, sondern auch die Realität möglichst korrekt und dabei „sparsam“ (Ockhams Razor) abbilden. Dass dann auch noch der dämliche Thomas Nagel erwähnt wurde, hat meine Laune nicht verbnessert. Ich hoffe, Boghossian disst solchen Unsinn nächstes Mal noch.

    Gefällt 2 Personen

  5. ....... schreibt:

    Die linken Chaoten wissen nicht was Demokratie bedeutet, gerade sie, die uns ständig Demokratie predigen und erklären wollen. Warum Präsident Trump einer der besten Präsidenten von USA ist, ist evident. Die Lumpenproleten sehen ihre Pläne, Globalisierung und Vernichtung unserer Kultur, in Gefahr.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      „Warum Präsident Trump einer der besten Präsidenten von USA ist, ist evident.“

      Vor Menschen, die so was denken, schreiben, sagen habe ich offen gestanden Angst. Ich empfehle als Lektüre einmal Alfred Rosenbergs „Der Mythus des XX. Jahrhunderts“, einem von Hitlers Chefideologen. Das Buch kam 1930 auf den Markt und beschreibt mit glühenden Worten, wie sehr man sich darauf freue, Deutschland endlich wieder ehrbar zu machen, die Werte zurückzubringen und mit den negativen Kräften der Vergangenheit aufzuräumen. Ja, die Nazis hatten wirklich Gutes vor mit Deutschland.

      Doch steckte bereits in dieser guten Absicht der Keim des Falschen, weil hier rassistisch ausgegrenzt wurde, weil das Deutschtum überhöht und die eigenen Werte absolut gesetzt wurden. Was daraus wurde – 1.000 Jahre später – ist jedem, der nicht geschichtsvergessen ist, bekannt.

      Und die gleiche rassistische Ausgrenzung, Überhöhung des Amerikanischen und Absolutsetzung der eigenen (amerikanischen/trump’schen/bannon’schen) Werte finden wir in der aktuellen Politik des neuen Präsidenten. Hier geht es weder um „links“ noch um „rechts“. Es geht darum, dass diese Politik getragen ist von einer krankhaften Selbstüberschätzung und einem ekelerregenden Chauvinismus. Gerade die, die Trump gewählt haben, interessiert dieser Wirtschaftszirkel, der sich „Regierung“ nennt, nicht die Bohne. Das sind Milliardäre und Lobbyisten, die nur ihre eigenen Interessen im Auge haben.

      Und dieser Mann hat die Befehlsgewalt über eine atomar bewaffnete Streitmacht. Wie man da ruhig schlafen kann, ist mir schleierhaft – und Trump den „besten Präsidenten von USA“ zu nennen ist einfach nur grotesk…

      Gefällt 4 Personen

  6. Till schreibt:

    Freut mich, dass Euch Paul Boghossian gefällt! In der nächsten Folge werden wir – versprochen! – endgültig aufräumen mit dem Relativismus und dem Konstruktivismus!
    😉

    Gefällt 2 Personen

  7. Anonymous schreibt:

    Jesus hat es wirklich gegeben das ist Wissenschaftlich bestätigt aber Gott gibt es meiner Meinung nach auch nicht

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    • user unknown schreibt:

      Und die Wissenschaft, die die Existenz Jesu bestätigt hat, heißt Theologie, stimmt’s? In meinem Geschichtsbuch tauchte Jesus jedenfalls nicht auf.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        Die Frage ist ja immer, was man unter „Jesus“ versteht. Wenn Anonymous an keinen Gott glaubt, dann kann Jesus z.B. schon mal nicht Gottes Sohn sein. Damit ist aber das gesamte Christentum nach 325 u. Z. (Konzil von Nicäa) hinfällig, weil es darauf aufbaut, dass Jesus Gottes Sohn ist. Also: Ohne Gott kein Gottessohn, ohne Gottessohn kein postnicäisches Christentum.

        Aber selbst der Mensch Jesus ist nicht greifbar, zumindest nicht der, von dem in den Evangelien geschrieben steht. Denn von diesem ist NUR dort geschrieben. In der Tat finden wir in seriösen Geschichtsbüchern kein Wort über ihn. Man kann jetzt vom Evangelien-Jesus alles abziehen, was absurd ist und auf älteren Legenden und Mythen basiert: Gottzeugung, Jungfrauengeburt, Wunder, Opfertod, Auferstehung, Himmelfahrt. Was bliebe wäre ein arbeitsscheuer Schreinerlehrling, der keinen Bock mehr hat, im Betrieb seines Vaters zu arbeiten und sich stattdessen als barfüßiger Wanderprediger herumtreibt und sich von wenigen begeisterten Anhängern aushalten lässt. Aber von diesen gab es damals zehntausende – sicher auch ein- oder mehrmals einen Jesus. Von Nazareth kann er z. B. nicht gewesen sein, weil es das unbedeutende Dörfchen damals noch gar nicht gab.

        D. h. dieser seiner legendären Ausschmückung beraubte Jesus-Mensch wäre völlig unbedeutend und alltäglich, was erklärt, dass über ihn die Historiker genauso wenig schrieben, wie über seine unzähligen Kollegen.

        Aber hat er wenigstens etwas Brauchbares gesagt, was uns im Leben weiterhilft? Ehrlich gesagt: Das wissen wir nicht, weil kein einziges authentisches „Jesuswort“ überliefert wurde. Alle seine Worte sind Erfindungen späterer frühchristlicher Theologen, die passend zur gewünschten Häresie vom Judentum formuliert wurden. Daher sind Jesu „Aussagen“ auch so wenig schlüssig, dafür aber umso widersprüchlicher.

        Unterm Strich bleibt eine historisch nicht fassbare Kunstfigur, der bestimmte Eigenschaften angedichtet wurden, um sie als Heilsfigur verwenden zu können – wie bei Horoskopen, die immer so formuliert sind, dass jeder das Passende für sich darin findet. Schließlich wollte man mit dieser neuen Religion die Heidenmission betreiben, d. h. nicht wie das Judentum durch reine Abstammung Gemeindemitglieder gewinnen, sondern durch Überzeugung. Und da war es wichtig, ein möglichst unscharfes Bild der Heilfigur zu präsentieren, in dem sich auch fremde Völker wiederfinden können. Für jeden etwas. Dass dies funktioniert hat, sieht man an der schieren Zahl der Christen und Juden heute.

        Jesus ist also genauso wertvoll, wie die Gedanken der ersten Kirchenväter. Deshalb empfehle ich einmal, sich mit der Gedankenwelt dieses Personenkreises zu beschäftigen. Das waren keine sonderlich freundlichen Menschen. Sie mixten aus alten Mythen und Legenden sowie politischen Notwendigkeiten einen Brei zusammen, der von Nächstenliebe bis zur Vernichtung des Fernsten alles enthielt, was man in jeder Lebenslage brauchen konnte – im Sinne der Obrigkeit.

        Das Ganze wurde nur noch 2 – 3 Jh. später durch einen erfolglosen Kaufmann aus Mekka getoppt…

        Gefällt 3 Personen

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