Der magische Geldregen

Als Blogger zum Thema Religion und andere Esoterik ist man ja an einiges gewöhnt: Wilde Behauptungen, wenig Belege und naiv-gäubigen Dummsinn. Manchmal allerdings fällt auch mir nichts mehr ein. Zum Beispiel hierzu:

Ein magisches Ritual für Geld ist recht einfach zu handhaben. An einem wolkenlosen Abend, bei zunehmendem Mond, trägt man eine Schüssel mit Wasser ins Freie, so dass das Mondlicht sich darin spiegeln kann. In einer ruhigen und meditativen Stimmung wird die Mondgöttin Aradia zur Hilfe gerufen, damit sie helfen kann.

Danach legt man die Hände in die Schale mit dem Wasser, in dem noch immer das Mondlicht sich spiegelt und bittet um den benötigten Betrag. Danach werden die Hände aus der Schale genommen und müssen an der Luft getrocknet werden, ohne ein Handtuch. Nach einigen Tagen sollte sich dann der Geldsegen einstellen.

Der Inhaber dieser mit Werbung, Links zu Webshops und allerlei Social Media Gedöns angereicherten Seite ist ein Dirk Schneider, der auch eine Agentur für Suchmaschinenoptimierung und Webdesign betreibt. Während wir uns über die die Qualität seines Webdesigns kein Urteil erlauben können, erscheinen seine Esoteriktipps nur mäßig gelungen. Ansonsten hätte er ja an einem wolkenlosen Abend, mit einer Schüssel Wasser in der Hand, all seine Geldsorgen lösen können – auf Einnahmen aus Webdesign und Werbung wäre er dann nicht mehr angewiesen.

Die „Mondgöttin Aradia“ übrigens wurde vom amerikanischen -uhm- Multitalent Charles Leland, dem (je nach Quelle) Wegbereiter oder Erfinder des Neopaganismus, im Jahr 1899 entdeckt oder (ebenfalls je nach Quelle) erfunden. Neben ihrer Rolle als Mondgöttin ist sie auch dafür zuständig, den Menschenfrauen Hexerei beizubringen. Das alles klingt erstmal etwas albern, ist allerdings zumindest ähnlich plausibel wie der Glaube an Jahwe, Vishnu oder Zeus – deren Geschichten waren ja auch irgendwann einmal erst 100 Jahre alt.

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Eine Antwort zu Der magische Geldregen

  1. dongamillo schreibt:

    Maleachi 3,10! Matthäus 6,33! Das sind die klassischen Verse aus der Bibel nach denen ich seit über 30 Jahren die besten Erfahrungen gemacht habe. Das heißt, ich hatte immer genug in allem was ich brauchte. Manches Extra habe ich nicht mal dran gedacht. Am klarsten war es für mich mit der Autofrage. Durch die Belastung der Unterhaltszahlungen zusammen mit Hausschulden konnte ich mir kein Auto mehr leisten. In meiner Gemeinde hatte ein Bruder im Herrn ein Auto übrig, er wollte es nur bewegt haben dass es gebraucht wird und nicht nur einrostet. Mit einer anderen Schwester im Herrn zusammen konnte ich es in Fahrgemeinschaft benutzen. Als das sich dann nach einer guten Zeit wieder auflöste, bekam ich eine Anfrage für einen Fahrdienst in den Norden um einen Kurzurlaub zu machen. Dort sollte ich dann meine jetzige Frau kennenlernen. Bald darauf kam ein Anruf von einem älteren Polenpärchen aus meiner Gemeinde mit dem Angebot ein Auto zu übernehmen, ein Opel Vectra 80000 km, sie wollten sogar die Versicherung zahlen was ich aber dankend ablehnte. In dieser Zeit wechselte ich auch noch meine Arbeitsstelle zu einer Firma die einen Bauauftrag in Frankfurt, ziemlich genau die Hälfte der Strecke von meiner damaligen Heimat im Süden Deutschlands und meiner baldigen Verlobten, hatte. Die Terminologie meines Herrn ist einfach umwerfend. Ich konnte den Bauablauf voll in meinen Umzugsplänen integrieren. Während meine Kollegen am Wochenende zurück zur Werkstatt in den Süden fuhren konnte ich zu meiner Verlobten nach Norden und am Montag waren wir wieder alle auf der Baustelle. Das alles eben mit diesem geschenkten Vectra. Das ist eigentlich nur eines von vielen Beispielen wie ich Gottes wunderbare Versorgung erlebe.
    PTL

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