War Einstein religiös?

„Glaubte Einstein an Gott?“ – „War Einstein religiös?“ – Immer wieder geben Menschen diese Fragen in Suchmaschinen ein und landen dann u.a. bei MGEN. Warum interessieren sich so viele Leute für den großen Physiker und was er wohl zur Religion zu sagen hatte? Und vor allem: Wie stand er denn nun zur Religion? – Zeit, ein paar Zitate zu sammeln.

Zum Hintergrund: Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Er ging in eine katholische Schule, seine Eltern waren säkulare Juden. Einstein wandte sich schon früh von der organisierten Religion ab und verließ die jüdische Gemeinde mit 17.

Einstein: „Die Bibel ist eine Sammlung primitiver Legenden“

Im April 1921 beantwortete Einstein auf die besorgte Frage eines New Yorker Rabbis, ob er denn auch an Gott glaube, auf die folgende Weise:

„Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart, nicht an einen Gott, der sich mit dem Schicksal und den Handlungen der Menschen abgibt.“

Gott als „gesetzliche Harmonie des Seienden“ – Das entspricht genau dem Gottesbild der Pantheisten, die die Gesamtheit der Regeln und Gesetze des Universums als „Gott“ bezeichnen. Baruch de Spinoza (1632-1677) war einer der Wegbereiter dieser philosophischen Strömung – von seinen Zeitgenossen wurde er wüst als Apostat und Atheist beschimpft. Und völlig unrecht hatten seine Kritiker nicht: Da der Begriff „Gott“ für Pantheisen keine weitergehende Bedeutung hat als der Begriff „Universum“, kann man ihn genau so gut weglassen – Pantheisten sind de facto Atheisten, manchmal mit einem vage spirituellen Überbau. Ganz in diesem Sinne bestätigt Einstein ja auch, dass es seiner Ansicht nach keinen persönlichen Gott gibt, wie ihn die Theisten (also z.B. Juden, Christen und Moslems) vertreten.

Ein weiteres Einstein-Zitat passt gut zu einem Mann, der die Strukturen und Regeln des Universum mit fast kindlichem Staunen bewundert: Das berühmte „Gott würfelt nicht!“, das Einstein 1926 in einem Brief an einen Kollegen formuliert.

„Die Quantenmechanik ist sehr achtunggebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, daß das noch nicht der wahre Jakob ist. Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß der nicht würfelt.“

Einstein kann offenbar nicht so recht daran glauben, dass die von ihm bewunderten, klaren und eleganten Naturgesetze auf zufälligen Phänomenen beruhen sollen. Ob er damit recht behalten wird, darüber sind sich die Physiker bis heute nicht im Klaren.

Einstein: „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott

Gegen Ende seines Lebens wird Einstein deutlicher. Damals hatten offenbar Religionisten bereits damit begonnen, ihn wegen seines missverstandenen (?) Zitats zu vereinnahmen, nach dem Motto „Der größte lebende Physiker bestätigt, dass Jahwe existiert“. 1954 stellt er dann klar:

„Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.“

Einstein lehnt das theistische Gottesbild der Juden, Christen und Moslems also auch hier eindeutig ab. Weiter schreibt er:

„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden. […] Keine noch so feinsinnige Auslegung kann etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind […] höchst mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen.“

Fazit: Nein, Einstein glaubte eindeutig nicht an den Gott der Bibel, den Juden, Christen und Moslems verehren. Von der organisierten Religion hatte er sich schon als Jugendlicher losgesagt und kritisierte bis zum Ende seines Lebens deren „feinsinnige Auslegung“ der Bibel. Stattdessen bestaunte er ehrfürchtig die Komplexität und die Schönheit der Welt. Eigentlich ein sehr sympathischer Zug.

Einige Quellen:

  • Tagesspiegel: „Relativ ungläubig“ (tagesspiegel.de)
  • SZ: „Die Bibel ist eine Sammlung primitiver Legenden“ (sueddeutsche.de)
  • Humanistischer Pressedienst: „‚Primitiver Aberglaube‘: Einstein über Religion“ (hpd.de)
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37 Antworten zu War Einstein religiös?

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  3. Quelle? schreibt:

    Mich würden ja die Primärquellen interessieren, ein Zusammenfassen von Sekundärquellen macht eine Geschichte für mich nun nicht glaubwürdiger.

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  4. Ray schreibt:

    Als ob Einstein vollkommen wäre und das Maß aller Dinge.

    Max Planck

    Religion und Naturwissenschaft – sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, dass gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren.

    Vor Gott sind alle Menschen, auch die vollkommensten und die genialsten, auch ein Goethe und ein Mozart, primitive Geschöpfe, deren geheimste Gedanken und feinste Gefühlsregungen unter seinem Auge sich wie Perlen einer Kette in regelmäßiger Aufeinanderfolge aneinanderreihen. Das tut der Würde dieser großen Männer keinen Eintrag. Nur muss man immer berücksichtigen, dass es eine Vermessenheit und ein Unsinn wäre, wenn man auf Grund dieser Überlegungen den Versuch machen wollte, es dem göttlichen Auge gleichzutun und die Gedanken des göttlichen Geistes vollständig nachzudenken.

    Werner Heisenberg

    Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch;
    aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

    [Die Leitbilder der Religion] entstammen nicht dem Anschauen der unmittelbar sichbaren Welt, sondern dem Bereich der dahinter liegenden Strukturen, von dem Plato als dem Reich der Ideen gesprochen hat und über den in der Bibel der Satz steht: Gott ist Geist.

    Newton

    Diese bewundernswürdige Einrichtung der Sonne, der Planeten und Kometen hat nur aus dem Ratschlusse und der Herrschaft eines alles einsehenden und allmächtigen Wesens hervorgehen können …

    Wie wurden die Körper der Tiere so kunstvoll ersonnen und zu welchem Zwecke dienen ihre einzelnen Teile? Wurde das Auge hergestellt ohne Fertigkeit in der Optik und das Ohr ohne die Wissenschaft vom Schall? Wie geschieht es, dass die Bewegungen des Körpers dem Willen folgen, und woher rührt der Instinkt der Tiere? Ist nicht der Sitz der Empfindung der Tiere da, wo die empfindende Substanz sich befindet, und wohin die wahrnehmbaren Bilder der Außenwelt durch die Nerven und das Gehirn geleitet werden, um dort durch ihre unmittelbare Gegenwart bei dieser Substanz zur Wahrnehmung zu gelangen?
    Und da dies alles so wohl eingerichtet ist, wird es nicht aus den Naturerscheinungen offenbar, dass es ein unkörperliches, lebendiges, intelligentes und allgegenwärtiges Wesen geben muss, welches im unendlichen Raume, gleichsam seinem Empfindungsorgane, alle Dinge in ihrem Innersten durchschaut und sie in unmittelbarer Gegenwart völlig begreift, Dinge, von denen in unser kleines Empfindungsorgan durch die Sinne nur die Bilder geleitet und von dem, was in uns empfindet und denkt, geschaut und betrachtet werden? Und wenn uns auch jeder richtige, in dieser Philosophie getane Schritt nicht unmittelbar zur Erkenntnis der ersten Ursache führt, bringt er uns doch dieser Erkenntnis näher und ist deshalb hoch zu schätzen.

    Und noch viele weiter hier nachzulesen. Unter anderem auch welche von Einstein, der nicht direkt einen personalen Gott annerkennt, allerdings eine höhere Macht die hinter allem steht. Komischerweise haben wir hier auf unserem Planeten 3 Jahre einen Mann wirken gehabt der sich als Gottes Sohn ausgabe, über unbegrenzte Macht verfügte und sich ins kollektive Gedächnis des Planeten wie keine andere Persönlichkeit eingeprägt hat. Jesus Christus!

    http://www.isau.de/id/zitate.html

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Als ob Einstein vollkommen wäre und das Maß aller Dinge.

      Wie bereits beschrieben, wundert mich die Fixierung vieler Christen auf Einstein als „Wahrheitszeugen“ auch immer wieder. Es handelt sich wohl um eine Art Haltsuche bei Autoritäten – einem typischen Muster bei Religionen. Und die charismatische Figur Einstein ist wohl für viele Mitglieder einer bestimmten Bildungsschicht immer noch die oberste Autorität in Fragen im wissenschaftlichern Bereich.

      Komischerweise haben wir hier auf unserem Planeten 3[0?] Jahre einen Mann wirken gehabt der sich als Gottes Sohn ausgabe, über unbegrenzte Macht verfügte und sich ins kollektive Gedächnis des Planeten wie keine andere Persönlichkeit eingeprägt hat. Jesus Christus!

      Und nicht nur einen! Ihre Definition gilt auch für Dutzende andere Figuren wie Adonis, Attis, Baal, Dionysos, Horus, Mithras, Tammusz, etc. Sind Sie auch von deren historischer Präsenz auf der Erde überzeugt und glauben an eine „persönliche Beziehung“ zu ihnen? Und wenn nicht, warum nicht? – Hier wird’s doch interessant, oder?

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    • Satyr schreibt:

      Immer das gleiche dümmliche, zurückgebliebene Gesabbel der Religionskranken.
      Genau gleich labern Junkies auch über ihr Heroin.

      Wer dumm genug ist, an Märchenschrott wie einen „Gott“ zu glauben, der hält wohl auch Krebs und Aids für einen Segen.

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    • Peter schreibt:

      Religion und Wissenschaft schliessen sich definitiv aus !!…nicht wie alle denken das es gemeinsam ginge…voll das populistische gesabbel🙂

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    • gillatra schreibt:

      Ich dachte, hier ginge es darum, ob Einstein religiös war. Nicht darum, ob irgendjemandem ein religiöser Wissenschaftler einfällt.

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    • Benjamin Wiegand schreibt:

      Oh, toll! Ich wusste gar nicht, dass Planck, Newton und Heisenberg endlich mit wissenschaftlichen Mitteln die Existenz von diesem ‚Gott‘ beweisen konnten.

      Oder habe ich das falsch verstanden?

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  5. Alexander Leibitz schreibt:

    Richtig – es gab und gibt keinen „historischen“ Jesus. Es gibt nur den ewigen, der schon seit anbeginn der Zeit immer wieder auferstanden und begraben worden ist, denn gerade derjenige, der „graviert“ ist – tief in den Stein der Weisen eingegraben“ (Gedächtnis) – geht niemehr verloren.

    Er ist die „Wahre Aussage“ (= Evangelium) in Person – anders hätte er ja auch gar nicht über Wasser wandeln können. Gute Botschaften überqueren jedes Meer – selbst die wirklichen Meere! Es ersaufen hingegen die widersprüchlichen Aussagen – sie gehen „unter“ mit der Zeit – denn der Logos alias Vater alias Water trägt sie nicht. Der Vater trägt nur die Wahrheit – oder anders gesagt (etwas weltlicher): Nur mittels aristotelischer Logik sind wahre Aussagen von falschen zu unterscheiden. Was immer ein Widerspruch der Form „A = B“ oder „A = Nicht-A“ ist, ist ein Lüge.
    Darunter fallen auch solche Nominaldefinitionen wie „Gott = Spaghettimonster“ oder „das Spaltbare (Spaltmaterial) heiße Unspaltbares (a-tomos).

    Wer die Existenz des Logos (Verstand) bezweifelt, hat wahrscheinliche keinen, und wer glaubt, dass „Wasser“ oder „Water“ soviel wie H2O, ist wahrscheinlich Chemiker und völlig schief gewickelt.

    Der Eierkopf Humpty-Dumpty (in „Alice in Mirrorland and what she found there“): „Die Worte bedeuten immer das, was ich gerade will“. Das ist der wahre Aberglauben, denn aufgrunddessen könnte auch „Atheist“ soviel wie H2O bedeuten – „Spaghettimonster“ allerdings ebenfalls.

    Grüße, Alexander

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  7. Anonymous schreibt:

    Zitat: „Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen…“

    Zitat von Albert Einstein

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  8. Pingback: Der Gottesbeweis von Gödel | Man Glaubt Es Nicht!

  9. manglaubtesnicht schreibt:

    Ich habe noch ein Einstein-Zitat zum Thema gefunden:

    „I came—though the child of entirely irreligious (Jewish) parents—to a deep religiousness, which, however, reached an abrupt end at the age of twelve. Through the reading of popular scientific books I soon reached the conviction that much in the stories of the Bible could not be true.“

    (Quelle: Einstein, Albert (1979). Autobiographical Notes. Chicago: Open Court Publishing Company, pp. 3-5.)

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  10. manglaubtesnicht schreibt:

    Spektrum.de hat einen Artikel über Einstein als Pantheisten (benutzen allerdings den Begriff nicht): http://www.spektrum.de/news/wie-dachte-einstein-ueber-gott-und-geometrie/1350557

    „Ich habe wiederholt gesagt, dass die Idee eines personengebundenen Gottes meiner Meinung nach eine kindische ist. Sie können mich als Agnostiker bezeichnen. Aber ich teile nicht den kämpferischen Geist des Atheismus. (…) Ich bevorzuge eine demütige Haltung entsprechend der Schwäche unserer intellektuellen Erkenntnis der Natur und unseres eigenen Daseins“

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  11. Pingback: Zwischenstand bei den Gottesbeweisen: 0 – 20 | Man Glaubt Es Nicht!

  12. Carsten Grün schreibt:

    Einstein gab nichts anderes zu, als dass die Wissenschaft eben nicht den Anspruch auf die Wahrheit erhebt.
    Er hatte einen tiefen Respekt vor allem, was der menschliche Geist noch nicht erforscht hat, aber noch zu erforschen vermag.
    Einstein wird allzu oft zitiert, jedes seiner Worte wird immer einmal zu gunsten des Glaubens, dann wieder zu seiner Widerlegung ausgelegt.
    Viele seiner heute bekannten angeblichen Sätze hat er niemals wirklich gesagt. Er ist, was Zitate betrifft, eine verbrannte Quelle.
    Aber was er getan hat, was auch heute noch in jedem Experiment, und auch in unserer täglichen Erfahrung immer bestätigt wird ist, und das kann niemand leugnen:
    Gott existiert nicht. Der Mensch kann seine Umwelt auch ohne einen „Geist aus der Kiste“ erklären. Gerade Einstein liefert nur allein durch seine Taten den Beweis.

    “ Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen…”

    Das ist kein Einstein-Zitat, sondern frei in andere seiner Sätze hineininterpretiert, das hat er nie so gesagt. Keine Belege.
    Es wurde immer wieder hin und her geformt, bis es den religioten passte.
    Manche behaupten auch immer noch, Einstein hätte eine Sechs in Mathe gehabt.
    Hatte er auch. Er hat seine Matura mit Sechs gemacht, was bei der Matura die beste Note war.
    Soviel dazu.

    Hört auf mit Einstein-Zitaten, kein Mensch kann mehr nachweisen, was er davon wirklich gesagt hat. Auf jeder Website taucht irgendwo der Einstein auf, mit irgendwas, das er angeblich gesagt hat.

    Ich habe ein Zitat, das er wirklich mit Sicherheit irgendwann gesagt hat und was auch wirklich zutraf:
    „Ich muss aufs Klo.“ – Albert Einstein

    Für seine Religiosität gibt es keinerlei Beweise.
    Aber für seine wissenschaftlichen Theorien, dafür gibt es sehr wohl Beweise.
    Denn wir erleben sie mit Handys und GPS jeden Tag selbst.

    Einstein hatte einen tiefen Glauben an das, was er tat. Sonst hätten wir heute keine Handys oder HD-Fernseher. Und das ist gut.
    Glauben an eine „überlegene Vernunft“ im „unbegreiflichen Weltall“, das kann nicht von ihm stammen, denn das Weltall war für ihn sehr wohl begreiflich, im Gegenteil, er hat alles getan, um es für andere begreiflich zu machen. Das war eben sein Ansinnen: Forschen ohne Gott.

    “Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden.“
    Blödsinn. Es gibt keinen Nachweis für dieses Zitat.
    Wenn sich der Forscher das, was er sieht, nicht vorstellen mag, dann wird er auch nicht weiterforschen wollen. Aber die „tiefen Naturforscher“ hatten das wohl nicht im Sinn, denn sie haben ganz unreligiös weitergeforscht und hatten dabei ganz hervorragende Vorstellungen.

    Sie wollten eben jene feinen Zusammenhänge entdecken und auflkären. Sonst wären sie keine Forscher gewesen und wären nach Hause gegangen.

    Es stellt sich die Frage nicht, ob irgendein bedeutender Wissenschaftler religiös war/ist oder nicht.
    Einsteins Glauben ist nicht relevant. Nur sein Wissen.

    Relevant ist nur, dass seine wissenschaftlichen Erkentnisse bis heute Bestand haben, weil wir sie in der Physik benutzen und sie funktionieren.
    Und seine Ergebnisse widersprechen dem Glauben und machen ihn obsolet.
    ———-
    „Einstein war religiös, aber er hat trotzdem viele Zusammenhänge im Universum erklären können, die immernoch gelten, obwohl es Gott nicht gefällt.
    Einstein war nicht religiös, aber er hat dennoch große Teile des Universums verstanden, obwohl das Gott laut Bibel nicht will.“
    Dass das Blödsinn ohne Aussage ist, merkste ja selbst, ne?
    ———–
    Ich finde es impertinent, wenn jemand Einstein erfundene Sätze in den Mund legt, um esoterischen Schwachsinn zu verbreiten. Das sehen wir heute überall. Jeder Depp erfindet irgendein Zitat, um seinen Blödsinn zu verbreiten und Klicks zu bekommen.

    Zum Glück funktioniert Wissenschaft auch und nur ohne Gott.
    Sonst hätten wir uns alle längst in irgendeinem schwachsinnigen Kreuzzug selbst ausgerottet und würden immernoch mit Keulen durch die Wälder ziehen.

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  13. Carsten Grün schreibt:

    Die Religionisten sind sich doch tatsächlich nicht zu blöde, einen der größten Wissenschaftler aller Zeiten für sich einzuspannen, indem sie ihm zum einen Worte in den Mund legen, die er nie gesagt hat und zum anderen jede seiner belegten Äußerungen zum Nachweis für die eigene Weltanschauung umzudeuten.

    In Ermangelung eigener, plausibler Argumente wird die vorsichtige Eloquenz eines gebildeten und aufgeklärten Wissenschaftlers gegen seine Erkenntnisse benutzt.

    Wie schäbig.
    Wenn Ihr nicht mehr drauf habt, macht Ihr es uns doch sehr leicht.

    Ihr ruft euch Bibelzitate auf euer Smartphone, welches Ihr ohne den wissenschaftlichen und gottablehndenden Geist gar nicht hättet. Ihr seid inzwischen so arrogant, dass Ihr nichtmal merkt, dass euer Gottesdienst nur mit der Hilfe der gottlosen Wissenschaft übers Mikrofon und die Kamera in Wohnzimmer und Säle der ganzen Welt übertragen werden kann.

    Ohne die gottlose Wissenschaft könnte euch niemand mehr zuhören. Und genau diese Wissenschaft widerlegt JEDEN verdammten Tag euren Gott.

    Ein Dilemma, Ihr solltet euch einen anderen esoterischen Blödsinn suchen, um den Menschen das Geld und die Ehrfurcht abzuringen. Gibt ja noch genug andere Sachen, die teilweise für viele sogar glaubwürdiger sind.
    Ich hab letztens irgendwo gelesen, dass mehr Menschen an die Homöopathie glauben, als an Gott.
    Das wär doch mal was, da würden manche eurer Leistungen sogar durch die Krankenkasse bezahlt.

    Weihwasser in Form von Zuckerkügelchen, wär das nicht ein Geschäft?
    Zusätzlich zum nicht vorhandenen Medikamentnutzen gäbs dann noch den nicht vorhandenen Gott im Flaschchen. Inklusive imaginären Segens.

    Doppelter Schwachsin, Gott potenziert durch schütteln auf D26 oder sogar C12, stärker gehts nicht.

    Wenn das nicht von der dumpfen Masse abgekauft wird, dann weiß ich auch nicht….

    Ich sollte mal überlegen, ob ich damit nicht mein Konto aufbessern könnte.
    „Gott D23 nach Bibel verschüttelt, laut Einsteins Formeln auch wirksam gegen Krebs und Mittelohrentzündung“

    Gäb haufenweise Religioten, die das kaufen würden. Aber ich bin Menschenfreund, deswegen lass ich es, ich Depp.

    Nix für ungut.

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  14. Pingback: Vermischte Anfagen 2015: Der Teufel und die Hamster-Pornos | Man Glaubt Es Nicht!

  15. Matthias G. schreibt:

    Danke den Bloggern fuer diese Zitatsammlung. Es wird soviel Unsinn behauptet, da gefaellt mir der Ansatz Einstein selbst anzuhoeren besonders gut.

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  16. Sabine Schacht schreibt:

    Deine Webseite war ein guter Einstieg für meine Hausarbeit. Danke!

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  17. Helmut Baumli schreibt:

    Albert Einsteins Einstellung zur Religion ist der klare Geist dieses Genies. Was bedeutet eine Religion, Autoritätshörigkeit der oberen Klassen, den Untertanen glaubhaft zu machen, sie seien von Gott eingesetzt und ihre Ansprüche gottgewollt. Meine Aussage beweist die Geschichte. Lächerlich zu glauben, Gott wirke auf das Leben der Menschen, ein armseliger Gedanke im Kriegsfalle zu glauben, Gott würde einer Partei den Vorzug geben.
    Nach dem Urknall und der Einsetzung der Evolution, wurde ein Programm in Bewegung gesetzt, das in seiner Mannigfaltigkeit uns Menschen erstaunt. Zu glauben, dies sei das Werk eines auf den Menschen einwirkenden Gott ist naiv. Der Prozess läuft der Evolution entsprechend ab. Nur die Natur ist das Indiz des ewigen Verlaufs, kommen und vergehens dieser Ordnung. Gott verstehe ich nur als Ordnung des Verlaufs.

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  18. manglaubtesnicht schreibt:

    Übrigens: Ab und an versuchen einzelne Personen, seitenweise aus dem Internet zusammenkopierte Off-Topic-Texte hier als Kommentare einzustellen. Die veröffentlichen wir natürlich nicht.

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    • manglaubtesnicht schreibt:

      Auch dann nicht, wenn derselbe cut-and-paste-Text fünf Mal eingestellt wird. Und auch immer noch nicht, wenn beim fünften Mal superclever subtil gedroht wird: „Du solltest meinen Text veröffentlichen, der Dein Blog ist öffentlich. Und wenn Du das nicht tust, so könntest Du dafür zu Verantwortung gezogen werden.“

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  19. Dr. Jure Brigic schreibt:

    Der Feigling hat Angst.
    Er ist einfach ignorant, lernresistent und unkultviert.
    Ich muss Deinen Stuss gar nicht widerlegen, denn Du outest Dich als ein Totalitarist.
    Viel Spaß bei Selbstunterhaltung.

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  20. meintantei schreibt:

    recht hat der mann

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