Sollte man den Leute nicht ihren „harmlosen Glauben“ lassen?

Als Betreiber eines religionskritischen Blogs hört man ab und an die Fragen „Sollte man religiösen Leuten nicht ihren harmlosen Glauben lassen? Sollte man ihnen nicht lediglich klar machen, dass sie keine allgemeingültigen Normen oder Gesetze auf Basis ihrer Religion durchsetzen sollten? Aus Respekt vor anders- oder nichtreligiösen Mitmenschen, und weil man ja schließlich nicht weiß, welche Ansichten richtig und falsch sind? Wenn diese Regeln nur für die Anhänger einer Religion selbst gelten, ist doch alles gut.“

Pluralismus und Humanismus: Die Grundwerte jeder modernen Gesellschaft

Der wohlmeinende Fragesteller vertritt hier implizit die Grundlagen einer pluralistischen Gesellschaft („Jeder kann seine Meinung vertreten, da niemand weiß, wer letztgültig Recht hat“) und des säkularen Humanismus („Wir müssen unsere Taten letztendlich vor anderen Menschen rechtfertigen, nicht vor einer transzendenten Wesenheit oder einem abstrakten Prinzip wie Ehre oder Vaterland“).

Die meisten MGEN-Lesen werden das komplett unterschreiben und sind vielleicht ebenso überzeugt, dass auf dieser Basis ein Handlungsrahmen für das alltägliche Leben aufgebaut werden kann und sollte. Wenn man diesen Rahmen geeignet einsetzt, führen die genannten Konzepte zu Regeln des Zusammenlebens, die individuelles Leid minimieren, gesellschaftlichen Wohlstand maximieren und die Entfaltung der Persönlichkeiten der Mitglieder ermöglichen.

Gläubigkeit ist die Antithese des Humanismus

Soweit, so gut. Anders sieht die Sache jedoch aus, wenn ein Mensch fest davon ausgeht, dass er in Besitz einer Reihe von absoluten Wahrheiten sei. Nämlich:

a. Ein allmächtiger Schöpfergott existiert, der
b. seinen Willen den Menschen offenbart hat, sie entsprechend belohnt oder bestraft, und
c. allein eine Kaste von Priestern kann diesen Willen zutreffend interpretieren.

Der Blick auf die geschilderten Ideale ändert sich nun komplett: Die Schicksale aller Menschen – ob rechtgläubig oder nicht – sind dem Willen dieses Gottes unterworfen. Pluralismus ist nicht nur nicht mehr notwendig (man weiß ja, wer Recht hat und wer nicht), sondern sogar schädlich: Wenn einzelne Menschen seinem bekundeten Willen zuwiderhandeln, wird der Gott sauer und bestraft alle Menschen.

Wenn man die Glaubenssätze a, b und c also akzeptiert, muss man in letzter Konsequenz die Idee der pluralistischen Gesellschaft radikal ablehnen und sich stattdessen für eine theokratische Gesellschaft einsetzen. Es geht ja immerhin um Entscheidendes: Bei nachlassendem Glaubenseifer ist das ewige Leben im Paradies in Gefahr!

Absolute Wahrheiten sind die Feinde des Pluralismus

Ebenso ist es mit dem weltlichen Humanismus: Die „Wahrheiten“ a, b und c vorausgesetzt, gilt die Verantwortung für unser Handeln eben nicht mehr den anderen Ameisen, sondern dem allmächtigen, allsehenden Gott, der uns als Handlungsanweisung eine absolute, in heiligen Schriften offenbarte Moral vorgegeben hat. Falls sich einzelne Leute aus Unglauben nicht daran halten, besteht wieder die Gefahr, dass sie göttlichen Zorn hervor rufen, der auch auf alle anderen Menschen Auswirkungen hat. Um Leid zum minimieren und den Wohlstand zu maximieren, muss man logischerweise nun eine Gesellschaft errichten, die komplett auf den ausgelegten Willen des Gottes abstellt – also wieder eine Theokratie.

Es kommt immer aufs Gleiche heraus: Eine Religion, die in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eine handlungsfähige Mehrheit erreicht, wird diese gegen die Grundlagen dieser Gesellschaft einsetzen.

Wie setzt man sich nun am besten für die beschriebenen Ideale des Pluralismus und des Humanismus, und damit gegen die Verfechter einer Theokratie ein? – Unser Ansatz ist, dass wir einzelnen Menschen zeigen wollen, dass die Thesen a, b und c unwahr sind und so mithelfen, das Entstehen religiöser Mehrheiten zu verhindern.

Darin begründen sich die Ziele von MGEN

Dass sich tiefgläubige Hassmenschen mit Argumenten nicht überzeugen lassen, ist klar. Zielgruppe unseres Blogs sind daher Menschen, die ab und an in einer Küchenrunde mit Kirchenmitgliedern diskutieren und dafür etwas argumentatives Futter brauchen. Die Argumente der Religionisten sind immer dieselben, und sie sind immer extrem dünn. Wenn man sie schonmal gehört hat und die Argumente pro und contra kennt, lässt man sich nicht mehr von Scheinargumenten blenden. Und im besten Fall denken dann milde interessierte Zuhörer „Hm, klingt plausibel. Wahrscheinlich hat der nette Pfarrer uns Kindern damals einfach Unsinn erzählt.“

Nochmal kurz: Es geht in unserem Blog darum, den Gegnern des Pluralismus die leichtgläubigen Unterstützer zu nehmen, und so die Möglichkeit, ihre Dogmen als Normen und Gesetze durchzusetzen. Damit Frauen in Not Hilfe in der Apotheke und im Krankenhaus bekommen, damit Homosexuelle eben nicht mehr (als Sünder) im Ehe- und Steuerrecht bestraft werden müssen und damit an kleinen Kindern keine Genitalverstümmelung mehr durchgeführt wird. Ist dieser Wunsch in so absurdem Grade vermessen?

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Dieser Beitrag wurde unter Antitheismus, Atheismus, Dogmen, Religion, Religionskritik, Skeptizismus abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Sollte man den Leute nicht ihren „harmlosen Glauben“ lassen?

  1. sylar_5 schreibt:

    Guter Artikel. Du triffst allerdings die Annahme, dass diejenigen, die an einen Schöpfergott glauben, auch offen für den Glauben an einen Gott sind, der die Menschheit für die Verfehlungen einzelner bestraft.
    Es gibt genug Christen, die Bibelinhalte für eine Mythologie halten. Teils erfunden, teils Fabeln, jedoch kein historisches Buch. Viele vertreten humanistische Standpunkte und halten einen so urteilenden Gott für absurd. Das heißt, der Glaube ist zwar nicht gefestigt, es gibt aber klare Grenzen, hinter denen alles agbelehnt wird. Ein so urteilender Gott liegt dort.
    Das Ziel sollte sein, diese Grenzen bei Bedarf zu ziehen und zu festigen.

    Weshalb ein Mensch jetzt nicht daran glauben soll, dass er nach dem Tod für Sünden (die auch nicht nach Bibel, sondern nach Menschenrechten gezählt werden) in Höllte bzw. Himmel gelangt, hast du nicht begründet. M.E. kann man diesen Glauben tatsächlich lassen. Im Prinzip bilden Menschen hier Pluralismus/Humanismus in ihren Gott ab und setzen sich das als moralischen Grundsatz ihres persönlichen Glaubens.

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  2. dongamillo schreibt:

    Dein Eingangstext gibt genug Stoff um die Vermischung der atheistischen Denkweise deutlich zu machen, wollen wir hier die Unterschiede von religiösen Zinnober und wahrhaftigen Aussagen versuchen aufzudröseln?
    Gibt es hier noch andere Leser die eine geistige Sicht von Wahrheit haben ?
    🙂

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  3. dongamillo schreibt:

    Hallo Bernd!
    „““Bernd Kammermeier schreibt: 17/04/2017 um 19:12 zu meinem Post: >>„Ich bin gespannt was du machst wenn diese Frage wirklich einmal unausweichlich vor dir steht…..?“<<
    Willst mir hier als Stellvertreter Deines „Gottes“ drohen? ……""""
    https://manglaubtesnicht.wordpress.com/2017/04/10/35-gottesbeweise-geprueft-alle-falsch/comment-page-1/#comment-3205

    Ich sehe deine Reaktion in der Grundhaltung wie in diesem Abschnitt (siehe oben)beschrieben:
    """Gläubigkeit ist die Antithese des Humanismus"""
    Ich setze den Inhalt dieses Abschnittes als Grundeinstellung eines Atheisten, besonders auch von dir, Bernd, voraus, oder tue ich dir damit Unrecht?

    In diesem Abschnitt wird wieder die Vermischung von Religion und Wahrheit deutlich.
    Jede Religion setzt eine Drohung zur Handlung im Sinne der Religion voraus.
    In Wahrheit sieht unser Gott unsere Verlorenheit, unseren Lauf Richtung Abgrund und möchte uns vor dem Tod bewahren.
    Er hat sich selbst geopfert um uns zu befreien…..Sorry,"Mgen", ich will nicht predigen, das ist einfach Fakt als Grundlage!
    Die Aufteilung in a, b und c macht es einfacher die einzelnen Punkte klarzustellen.

    Nämlich:

    a. Ein allmächtiger Schöpfergott existiert, …..(das sehe ich genau so.)
    …..der…..b. seinen Willen den Menschen offenbart hat, ….(auch damit bin ich noch einverstanden, aber dann geht es los mit religiösen Mutmaßungen)
    ….sie entsprechend belohnt oder bestraft, und
    c. allein eine Kaste von Priestern kann diesen Willen zutreffend interpretieren.
    Das sind , nach der Grundaussage des Evangeliums, religiöse Lügen die entsprechend ausgenutzt und missbraucht werden.
    Als Atheist, lieber Bernd, kannst du dich auf diese Diskussion nicht einlassen, was du ja auch erfolgreich umgehst, weil du weißt, wenn du dich nur ein Stück auf die Suche zur absoluten Wahrheit einlässt, du mit Konsequenzen reagieren müsstest.
    Ich drohe nicht, auch Gott droht nicht, ich weiß aber dass dieser liebende Gott, Jesus Christus, den ich kennen gelernt habe, auch vor deiner Herzenstür steht und anklopft und dich bittet ihn einzulassen um mit dir Gemeinschaft zu haben, dann wird er dich in alle Wahrheit leiten.
    Er hat dir deine wunderbare Begabung zur klaren Analyse geschenkt und ich bin überzeugt, dass du einige Argumente besser als ich bringen kannst wenn sie dem Licht der Wahrheit entspringen die Gott dir dann deutlich machen wird.
    Für ihn ist nichts unmöglich, unsere räumliche Trennung ist für ihn kein Problem, irgendwie habe ich Vertrauen darauf, dass unser Gott zur rechten Zeit bei dir dran ist wenn du dazu bereit bist.

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      „In diesem Abschnitt wird wieder die Vermischung von Religion und Wahrheit deutlich.“

      Ich kenne dein abstruses Verhältnis zur Religion und deine beharrliche Weigerung, Religion als Ausdruck des Glaubens zu akzeptieren. Ich habe dir hierzu bereits genug geschrieben.

      „Jede Religion setzt eine Drohung zur Handlung im Sinne der Religion voraus.“

      Ja, weil es so in Bibel und Koran steht. Also ist es Teil des Glaubens an diese „heiligen“ Bücher.

      „In Wahrheit sieht unser Gott unsere Verlorenheit, unseren Lauf Richtung Abgrund und möchte uns vor dem Tod bewahren.“

      Dann soll er es tun und sich nicht von unlogisch und extrem schwach argumentierenden Menschen vertreten lassen. So lange er dies nicht macht, existiert der von dir gerade beschriebene „Gott“ nicht. Punkt.

      „Er hat sich selbst geopfert um uns zu befreien…..Sorry,“Mgen“, ich will nicht predigen, das ist einfach Fakt als Grundlage!“

      Was du „Fakt“ nennst, nenne ich eine dreiste Lüge wider besseres Wissen. Oder du hast dich mit der Opfer-Auferstehung-Problematik noch nicht befasst und weißt es halt nicht?

      „a. Ein allmächtiger Schöpfergott existiert, …..(das sehe ich genau so.)
      …..der…..b. seinen Willen den Menschen offenbart hat, ….(auch damit bin ich noch einverstanden, aber dann geht es los mit religiösen Mutmaßungen)
      ….sie entsprechend belohnt oder bestraft, und
      c. allein eine Kaste von Priestern kann diesen Willen zutreffend interpretieren.“

      Hier wurde von MGEN perfekt beschrieben, wie Religion funktioniert. Ich kann das auch – ohne realen Schöpfergott diesmal – umdrehen, um die richtige zeitliche Abfolge zu erreichen:

      c.) Eine Kaste aus Priestern hat sich zusammengeschlossen, um Macht über eine Gruppe von Menschen auszuüben. Dies geht am leichtesten mittels der Behauptung, exklusiv ein lebenswichtiges Geheimnis zu kennen.
      b.) Dieses nicht real existierende Geheimnis wird also im Allerheiligsten von Tempeln „versteckt“ und besteht aus von einem unerforschlichen Wesen übermittelten Botschaften, die zur Befolgung bestimmter (der Priesterkaste nutzenden) Riten (z.B. opfern, hm… lecker!) auffordern und bei Zuwiderhandlung eine jenseitige Strafe (oder Unglück/Krankheit während der Lebenszeit) nach sich zieht.
      a.) Jetzt muss die Priesterkaste nur noch das unerforschliche Wesen für existent und unerforschlich erklären, und schon ist die perfekte Geschäftsidee geboren, um dauerhaft von der Gruppe der dummen Schäfchen alimentiert zu werden. Ach ja: Dieses Wesen muss natürlich der Schöpfer von allem sein, um überhaupt ausreichend legitimiert zu sein, über sein Eigentum nach Gutdünken verfügen zu dürfen. Jetzt ist der Schuh fertig…

      „Das sind , nach der Grundaussage des Evangeliums, religiöse Lügen die entsprechend ausgenutzt und missbraucht werden.“

      Aussagen, die die Evangelien jedoch untermauern, selbst nach den Jesus in den Mund erfundenen Worten – auch wenn du das offenbar nicht wahrhaben willst.

      „Als Atheist, lieber Bernd, kannst du dich auf diese Diskussion nicht einlassen, was du ja auch erfolgreich umgehst, weil du weißt, wenn du dich nur ein Stück auf die Suche zur absoluten Wahrheit einlässt, du mit Konsequenzen reagieren müsstest.“

      Ich entziehe mich einer Diskussion? Schon mal jüngst in einen Spiegel geschaut? Da steht der Übertäter, der auf kein Argument eingeht, was er nicht mit eine paar schwachen Aussagen angreifen kann. Außerdem definiere ich mich nicht als Atheist, sondern als säkularer Humanist. Ich arbeite an einer menschlichen Welt, die sich nicht der billigen Entschuldigung eines „höheren Wesens“ bedient. Wir sind für unser Tun verantwortlich, wie auch Priester, Pfaffen, Bischöfe, Kardinale und Päpste für die Gräueltaten, die sie verübt haben, selbst verantwortlich sind. Auch jeder Selbstmordattentäter kann sich nicht mit seinem „Gott“ entschuldigen, sondern bleibt ein skrupelloser Mörder.

      „Ich drohe nicht, auch Gott droht nicht, ich weiß aber dass dieser liebende Gott, Jesus Christus, den ich kennen gelernt habe, auch vor deiner Herzenstür steht und anklopft und dich bittet ihn einzulassen um mit dir Gemeinschaft zu haben, dann wird er dich in alle Wahrheit leiten.“

      Sülz… Findest du das wirklich überzeugend, was du da schreibst? Zum einen droht gerade dein Geliebter Jesus im NT auf das Übelste. Außerdem ist jedes Kleinkind imstande, so an eine Tür zu klopfen, dass es der innen Wohnende hört. So viel Fähigkeit sollte dein Allmächtiger auch haben. Und wenn nicht, dann hat er halt Pech gehabt. Aber selbst wenn er verständlich anklopfen würde, dann wäre als erstes eine aufrichtige Entschuldigung fällig, warum dein Geliebter sich nicht die Bohne um das Leid in der Welt kümmert. Im Gegenteil ,warum der als Mitglied in der göttlichen Dreier-WG nach christologischer Einschätzung an der Vernichtung fast der gesamten Menschheit mitwirkte, warum er als solcher den Genozid an den Kanaanitern befahl und Isaak den Schrecken seines Lebens verschaffte etc. etc. etc. etc. etc. pp…

      „Er hat dir deine wunderbare Begabung zur klaren Analyse geschenkt und ich bin überzeugt, dass du einige Argumente besser als ich bringen kannst wenn sie dem Licht der Wahrheit entspringen die Gott dir dann deutlich machen wird.“

      Ich wünschte, er hätte dir auch diese wunderbare Begabung geschenkt. Dann wärst du jetzt genauso ungläubig wie ich.

      „Für ihn ist nichts unmöglich, unsere räumliche Trennung ist für ihn kein Problem, irgendwie habe ich Vertrauen darauf, dass unser Gott zur rechten Zeit bei dir dran ist wenn du dazu bereit bist.“

      Was verstehst du unter bereit sein? Ich bin da und ich zweifle seit über 40 Jahren an deinem „Gott“ und an jedem anderen auch. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt, lese unglaublich viele Bücher, spreche mit Menschen und höre mir ihre Argumente an. Auch deine, wie du an meinen ausführlichen Ausführungen immer wieder sehen kannst.

      Doch nie – trotz meiner wunderbaren Begabung – bin ich auf das kleinste bisschen Plausibilität für einen „Gott“ gestoßen. Im Gegenteil, ich habe inzwischen die Mechanismen durchschaut, warum es ein Gottesbild gibt – und warum Männer dieses erfunden haben.

      Gestern war ich mit einem Kollegen in Koblenz, um dort einen Vortrag über den christlichen Judenhass seit Jesus zu halten. Unter den Zuhörern saß auch ein Theologe, der auf Lehramt studiert. Im lockeren Gespräch sagte ich ihm, dass ich die christologische Verstellung vom Menschen als geborenem Sünder für eine Beleidigung aller Menschen halte. Was war seine Antwort? Er bestritt, dass es diese Vorstellung im Christentum gäbe. Aber nicht mit mir. Ich erklärte dem studierten Theologen, dass die komplexe Konstruktion mit der „Geistbefruchtung“ Marias nur deswegen notwendig war, weil der Mensch gewordene Jesus andernfalls unrein, d.h. sündig geboren worden wäre. Er durfte, modern gesprochen – keine menschliche DNS beinhalten. Und als man im 19. Jh. begriff, dass es weibliche Eizellen gibt, die auch ihren Teil zur Menschwerdung beisteuern, hat man flugs Maria auch als eine jungfräulich Geborene konstruiert.

      Das alles wäre nicht nötig, wenn Menschen nicht als Sünder geboren würden. Da war der junge Mann dann etwas ruhiger. Es ist eben so, dass Gläubige sich heute nicht mehr so einfach aus der Affäre ziehen können, um ihr Konstrukt zu verteidigen.

      Du hast schon Recht, Andreas, dein „Gott“ könnte an meiner Herzenstür anklopfen. Aber er tut es nicht. Frage ihn doch mal, warum…

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  4. dongamillo schreibt:

    „“““…. Im lockeren Gespräch sagte ich ihm, dass ich die christologische Verstellung vom Menschen als geborenem Sünder für eine Beleidigung aller Menschen halte. Was war seine Antwort? Er bestritt, dass es diese Vorstellung im Christentum gäbe. …““““

    Hallo Bernd, daran siehst doch schon wie unterschiedlich die Auffassungen zur Bibel als Wahrheit sind und wie sich eigentlich die „Namenschristen“, ob studiert oder nicht, als echte Christen ausschließen. Da hast du ja schon mehr begriffen wie dieser junge Mann, dass man den Christ an der Schrift misst….
    :thumbs:

    Zu deinen Punkten c, b und a….
    Da beschreibst du sicher treffend die RELIGIÖSE Variante der Machtausübung die ich genau so wie du verachte, was du aber nicht vergessen darfst ist, dass unser liebender Gott keine Priester etc mehr braucht um mit uns zu reden sondern seit Pfingsten den direkten Kontakt, dank der Heilstat Jesu Christi, mit uns ermöglicht hat. Er klopft auch bei dir an, da bin ich mir sicher. Du wirst es im richtigen Moment auch hören wenn du mit deinem Herzen aufrichtig bereit bist dem Höchsten zu begegnen.
    🙂

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    • Bernd Kammermeier schreibt:

      Andreas, es kommt mir immer mehr so vor, als sei das irgendeine schräge Form von Comedy, die du hier produzierst.

      Oder kann ich dir wirklich nicht klarmachen, dass die Priester nicht „Gott“ missbrauchen, sondern dass sie „Gott“ erfunden haben? Ohne Priester gäbe es keinen „Gott“, niemand würde von ihm wissen. Allein die Bibel – der du ja offenbar vertraust – beschreibt das doch so deutlich, wie man es sich nur wünschen mag. Das, was du glaubst und für „wahren Glauben“ hältst, steht in keinem einzigen religiösen Buch.

      Ich würde dir wirklich gerne helfen, aufzuwachen, aber das ist verlorene Liebesmüh. Deshalb will ich Kindern helfen, damit sie nicht in diese Falle, in der du wohl unrettbar sitzt, tappen.

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  5. Lusch schreibt:

    Ich habe den Artikel jetzt zweimalgelesen, was mir leider nicht klar geworden ist: Ist jetzt eure Antwort auf die Frage in der Überschrift eher ja oder eher nein?

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    • dongamillo schreibt:

      Als Christ muss ich sagen, es gibt keine harmlose Religion weil jede menschliche Scheinwahrheit in die Irre und damit zur Verlorenheit des leichtgläubigen Menschen führt.
      Jesus Christus ist als die Wahrheit gekommen, ergo gibt es keinen anderen Namen, Religion oder Philosophie die ebenfalls die Wahrheit für sich beanspruchen kann. Er hat als Einzigster den Tod besiegt, überwunden und damit seine Autorität unterstrichen. Neben den vielen, auch christlichen, Religionen, gibt es keine Macht die stärker als die des heiligen Geistes im Glauben und Vertrauen auf Jesus Christus ist. Die Früchte aller Religionen mit Machtmissbrauch und Zerstörung sind offenbar heute und allezeit zu sehen, der Frieden, den Gott schenkt, ist bis zum Ende der Welt nur für (je)den Einzelnen zu erleben, im Großen und Ganzen wird es erst bei der Wiederkunft Jesu sein.

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      • Bernd Kammermeier schreibt:

        „Als Christ muss ich sagen, es gibt keine harmlose Religion weil jede menschliche Scheinwahrheit in die Irre und damit zur Verlorenheit des leichtgläubigen Menschen führt.“

        JA!

        „Jesus Christus ist als die Wahrheit gekommen, ergo gibt es keinen anderen Namen, Religion oder Philosophie die ebenfalls die Wahrheit für sich beanspruchen kann.“

        NEIN!

        Andreas, warum bist du (angeblich) imstande, „Gott“ zu erkennen, aber nicht deinen eigenen Widerspruch?

        „Er hat als Einzigster den Tod besiegt, überwunden und damit seine Autorität unterstrichen.“

        Das ist eine „menschliche Scheinwahrheit“, die dich „in die Irre“ geführt hat..

        „Neben den vielen, auch christlichen, Religionen, gibt es keine Macht die stärker als die des heiligen Geistes im Glauben und Vertrauen auf Jesus Christus ist.“

        Der „heilige Geist“ ist im Judentum und damit im AT unbekannt, das ja die Grundlagen für den Monotheismus legte. Erst 381 im Konzil von Konstantinopel wurde der „heilige“ Geist offiziell der Trinität beigefügt. Wie lächerlich die Funktion des „heiligen“ Geists ist, hat z.B. Luther in seinem Buch „Von den letzten Worten Davids“ unfreiwillig bewiesen, indem er erklärt, wie der „heilige“ Geist funktioniert.

        Erneut bist du hier also einer historisch nachweisbaren „menschlichen Scheinwahrheit“ aufgesessen.

        „Die Früchte aller Religionen mit Machtmissbrauch und Zerstörung sind offenbar heute und allezeit zu sehen, …“

        JA!

        „… der Frieden, den Gott schenkt, ist bis zum Ende der Welt nur für (je)den Einzelnen zu erleben, im Großen und Ganzen wird es erst bei der Wiederkunft Jesu sein.“

        NEIN!

        Dein Irrtum wird durch gebetsmühlenartige Wiederholung nicht glaubhafter, Andreas. Getret’ner Quark wird breit, nicht stark. Mache doch an dem Punkt weiter, wo du Religion für gefährlich hältst. Auf dieser Basis können wir gerne diskutieren. Aber nicht über deine „menschlichen Scheinwahrheiten“. Die interessieren niemanden. Die meisten hier kennen sie eh und haben sie für sich entlarvt. Würdest du dich ernsthaft mit Religion und ihrer Entstehung befassen – was teilweise sehr gut dokumentiert ist – würdest du auf den Pfad der Vernunft zurückkehren. Einer Vernunft, die nicht die „Hure des Teufels“ ist, wie Luther schrieb. Vernunft ist der einzige Weg zur Wahrheit, auch wenn man dabei die wohlig-schaurigen Märchen seiner Kinderzeit zurücklassen muss…

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        • dongamillo schreibt:

          „“““….Der „heilige Geist“ ist im Judentum und damit im AT unbekannt, ….““““
          sorry, aber schon im 2.Vers in Mose 1 wird der Geist erwähnt.

          Zudem, seit ich Gott, Jesus, den heiligen Geist bei der „Neugeburt“ selbst erlebt habe ist mir jeder Konzil etc. ziemlich schnurzegal, bzw. prüfet alles und das Gute behaltet….
          DAS ist Christ sein, frei von irgend welchen angeblichen „Vermittlern der Wahrheit“ weil man selbst mit der Wahrheit=Gott Kontakt hat.
          🙂
          Spr 4,11 Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten,

          „“““….Erneut bist du hier also einer historisch nachweisbaren „menschlichen Scheinwahrheit“ aufgesessen….““““

          Lieber Bernd, meinst du nicht, das dieser Vorwurf haltlos ist weil wir die Wahrheit sicher erst spätestens in 50 -60 Jahren sehen werden, oder?

          Zudem, „historisch nachweisbaren“ ???
          Ich sage, es ist heute für dich erlebbar….
          😉

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          • Bernd Kammermeier schreibt:

            „sorry, aber schon im 2.Vers in Mose 1 wird der Geist erwähnt.“

            Sorry ungebraucht zurück an Absender. Du argumentierst aus christologischer Sicht, nicht aus rabbinischer. Die Juden haben das Copyright und die Deutungshoheit dieses Textes. Wie Christen das sehen, kann denen völlig Schnurz sein. Fakt ist, dass der „heilige“ Geist 381 in Konstantinopel theologisch in die Trinität eingefügt wurde.

            Sprich einen Juden mal auf die Trinität an. Rufe aber vorher einen Rettungswagen, damit man den vor Lachen Kollabierten notärztlich versorgen kann.

            „Zudem, seit ich Gott, Jesus, den heiligen Geist bei der „Neugeburt“ selbst erlebt habe ist mir jeder Konzil etc. ziemlich schnurzegal, bzw. prüfet alles und das Gute behaltet….
            DAS ist Christ sein, frei von irgend welchen angeblichen „Vermittlern der Wahrheit“ weil man selbst mit der Wahrheit=Gott Kontakt hat.“

            Treffender und für jeden nachlesbar kannst du nicht beschreiben, dass du jeglichen Kontakt mit der Wirklichkeit verloren hast. Danke für deine klaren Worte! Christsein ist für dich also, sich um Erkenntnisse einen feuchten Kehricht zu kümmern. Die Dokumente über das Konzil von Konstantinopel? Ab in die Tonne! Die Aussagen von Rabbinern? Ab in die Tonne! Ein wahrer Christ braucht doch keine Wahrheit, um wahrhaftig zu sein…

            Andreas, bei aller Sympathie, die ich hin und wieder für dich hege – hier hast du dich selbst entlarvt und als seriösen Dialogpartner diskreditiert.

            „Lieber Bernd, meinst du nicht, das dieser Vorwurf haltlos ist weil wir die Wahrheit sicher erst spätestens in 50 -60 Jahren sehen werden, oder?“

            Ich werde sie in 50 – 60 Jahren sicher nicht mehr sehen. Aber auch hier schau ich in die Geschichte: Bereits Jesus hat noch zu Lebzeiten seiner Zeitgenossen den Jüngsten Tag vorausgesagt. Seitdem – seit über 700.000 letzten Tagen – wartet die Christenheit auf das Endgericht. Warum sollte es nun in 50 – 60 Jahre kommen? Seht ihr Christen eigentlich nicht, wie abgrundtief lächerlich ihr euch mir diesen fortgesetzten „Prophezeiungen“ macht?

            „Ich sage, es ist heute für dich erlebbar…“

            Dazu gehören zwei. Ein Gleichnis: Ich kann einen Sonnenuntergang wunderschön finden und erleben, aber dazu gehöre nicht nur ich als Beobachter, sondern auch eine Sonne, die in einer schönen Landschaft untergeht.

            Hast du das Gleichnis als bibelerprobter Gleichnisversteher verstanden?

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            • dongamillo schreibt:

              „“““Dazu gehören zwei….““““
              Die „Sonne“ ist da, komm endlich aus deinem Schneckenhaus!
              😀

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            • Bernd Kammermeier schreibt:

              „Die „Sonne“ ist da, komm endlich aus deinem Schneckenhaus!“

              Wie üblich ignorierst du, dass ich deine Scheinargumente sauber widerlegt habe. Auch das trägt nicht zu einer guten Diskussionskultur bei. Andreas, begreifst du nicht, dass du in jedem deiner Kommentare einen weiteren Beweis dafür lieferst, wie verbohrt Religion macht? Und komme mir nicht mit deinem unintelligenten Spruch, Glaube habe nichts mit Religion zu tun. Auch das habe ich dir mehrfach widerlegt.

              Du solltest weniger deinem Guru vertrauen, der dir diesen Quatsch erfolgreich eingeredet hat, sondern mehr deinem Verstand.

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  6. dongamillo schreibt:

    Bernd Kammermeier schreibt: 16/04/2017 um 11:24
    „“““Lieber Dongamillo, ich gebe dir eine kleine Denksportaufgabe mit in das Osternest:
    Wenn ich die Bibel (oder den Koran) lese, dann geht es deinem „Gott“ (oder Allah) ausschließlich darum, dass die Menschen ihn anbeten und an ihn glauben. Gerade aus christologischer Sicht der Dinge – abgeleitet von dem, was Jesus „gesagt“ hat – will der christliche „Gott“ keine Opfer, denn 1. hat er schon alles und 2. gehört ihm sowieso alles, weil er alles geschaffen hat.””””

    Lieber Bernd, soweit hast du das korrekt wiedergegeben, toll.
    Ich möchte dir noch einige Ausführungen zum näheren Verständnis dazu geben.
    Was ist Anbetung, was ist Glauben?
    Zur Anbetung gehört die konkrete Ansprache der einen Person, entweder Gott (der Bibel) ODER Allah (des Koran), das ist nicht austauschbar, wie du richtig geschrieben hast, ”ihn”, entweder oder.
    Zum Glauben gehört die Entscheidung wem oder was ich glauben will, hier zum Beispiel dem Koran oder der Bibel. Meine Entscheidung fiel auf der Bibel weil sie eben nicht nur auf die Ewigkeit vertröstet, wie du an anderem Post https://manglaubtesnicht.wordpress.com/2014/02/02/zum-beweis-der-nichtexistenz-des-bibel-gottes/comment-page-1/#comment-3246
    verdeutlicht hast.
    Meine Hoffnung begründet sich u.a. auf die Aussage aus Joh. 10,10
    “”Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge. “”
    Das erlebe ich seit über 30 Jahren, das gibt mir immer wieder die Gewissheit die richtige Entscheidung getroffen zu haben, darum kann ich auch mit fröhlichem Herzen dazu einladen diese Entscheidung ebenso zu treffen.

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  7. meaning schreibt:

    Andreas, ich lasse Dich hier nicht raus. Du verlinkst meine Frage an Dich auf diese Seite und antwortest dann doch nicht, Also hier noch einmal die Frage – und nochmals die Bitte, nicht abzulenken, auszuweichen und rumzueiern.

    Warum hilft Gott dem kleinen Kind nicht (zur Erinnerung: Uwe Lehnert hat das Bild als Link gepostet)? Ich könnte auch fragen, warum die Hungersnot in Somalia ausgebrochen ist. Beten die da nicht stark genug? Was machen die denn falsch, dass alle paar Sekunden (!) ein Kind verhungert? Was mach Gott jetzt? Jetzt, in diesem Moment?

    Halte kurz inne und denke darüber nach.

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