„Ihr Atheisten seid immer so eingebildet!“ – Ein praxisnaher Vergleich

Die meisten Zeitungsartikel, in dem Atheisten zumindest erwähnt werden, bemühen die Attribute „arrogant“, „besserwisserisch“ oder „eingebildet“.

Man muss es klar sagen: Auf die Erkenntis, dass es den Jahwe nicht gibt, muss sich wirklich niemand etwas einbilden. Das ist die einfachste und folgerichtigste Sache der Welt – Lediglich die in der Kindheit eingeprägten Scheuklappen halten viele Menschen davon ab hier klar zu sehen.

Trotzdem, vielleicht sind Atheisten ja doch irgendwie arroganter oder eingebildeter als Religionisten. Um dieser Hypothese nachzugehen, haben wir von MGENblog ein exklusives Interview mit einer Religionistin, Frau Christina X.P. Christ, und einem Atheisten, Herrn Reiner Unglaub, geführt. Hier ihre Antworten:

Frage: Was meinen Sie, wie ist das Universum entstanden?

A: Das wissen wir nicht genau. Es gibt ein paar gute Theorien – aber letztendliche Gewissheit werden wir wohl nie haben.

C: Oh, das ist einfach! Gott hat das Universum exklusiv für uns Menschen geschaffen, und zwar in sieben Tagen. Steht alles in Genesis – Was soll die Frage?

Frage: Welche Rolle spielen die Menschen in der Welt?

A: Das Universum besteht aus ca. 1.000.000.000.000 Galaxien, es ist 13,7 Milliarden Jahre alt. Die Erde ist im Vergleich unglaublich winzig und immerhin schon 4,5 Milliarden Jahre alt. Menschen gibt es erst seit ca. 200.000 Jahre, wir sitzen auf diesem winzigen Planeten fest – Welche große Rolle sollen wir da schon spielen? Wir unterscheiden uns hauptsächlich durch den Aufbau unseres Großhirns von den anderen Bewohnern der Erde. Sonst sind wir ziemlich durchschnittliche Säugetiere. Wenn daraus irgend etwas folgt, dann eine gewisse Verantwortung für die anderen Wesen, mit denen wir leben.

C: Der allmächtige Gott hat uns nach seinem Ebenbild geschaffen, wir sind die Krone der Schöpfung. „Gehet hin und vermehret euch“, hat er zu uns gesagt. Außerdem sind wir beauftragt uns die gesamte Schöpfung untertan zu machen. Gott liebt jeden einzelnen von uns persönlich und interessiert sich so sehr für uns, dass er permanent die Gedanken jedes Menschen liest. Gott hat deshalb auch seinen Sohn für uns umgebracht. Wenn wir ihn um etwas bitten, hebt er oft kurzfristig die Naturgesetze zu unseren Gunsten auf.

Frage: Und zum Schluss – Was passiert mit Menschen, die Ihren (Un)glauben nicht teilen?

A: Wie, was soll denn mit denen passieren? Die Frage versteh ich nicht.

C: Nicht-christliche Menschen verurteilen sich selbst zu ewigen Folterqualen in der Hölle. Unser allmächtiger Gott möchte das zwar nicht, muss das aber so machen. Deshalb warnen wir auch schon unsere kleinen Kinder davor.

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Eine Antwort zu „Ihr Atheisten seid immer so eingebildet!“ – Ein praxisnaher Vergleich

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